Steht der Mann von morgen kurz vor dem Durchbruch?

Der Mann von morgen

Lauter Problembärchen

Das Patriarchat ist am Ende, die Jungs von heute stecken in einer Krise. Besonders, wenn ihnen männliche Vorbilder fehlen und sie bildungsfern aufwachsen. Ist die Zeit reif für „Väterkurse“? Und wie soll der Mann von morgen überhaupt aussehen?

Lesermeinungen zum Beitrag

21. August 2006 13:05

Genau so ist es, Herr Kaiser!

Peter Luther (HAHOHE)

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

Ansonsten gilt: Armes Deutschland!

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20. August 2006 10:43

Unerträglich ist,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

wie man sich mittlerweile öffentlich von Leuten wie Herrn Bauer öffentlich beschimpfen lassen muss, wenn er von "Frauenzimmern" als kostenlosen Lustobjekte, Gebärmaschinen und zur Verfügung stehenden Putzkräften einerseits und altdeutschen Paschas andererseits schreibt.
Damit offenbart er zwar sein persönliches Familienbild, gibt aber mit keinem Wort zu, wie seine eigene Lebenssituation tatsächlich aussieht.
Meine Frau ist mit ihrer Mutter- und Hausfrauen-Rolle sehr zufrieden, ausgelastet und verwirklicht ihre kreativen Lebensvorstellungen so vermutlich weitaus eher und nachhaltiger, als dies als Bürokauffrau o.ä. tun würde. Sie erzieht gemeinsam mit mir liebevoll unsere Kinder, u.a. für solche "Steuerzahler"(?) wie Herrn Bauer, um sich dafür von diesen Leuten noch zynisch verhöhnen zu lassen.
Derartige Unverschämtheiten sollte sich die große Zahl der treusorgenden Mütter und Väter nicht mehr lange bieten lassen!

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18. August 2006 13:12

Mit all Ihren Fragen...

Peter Luther (HAHOHE)

...treffen Sie durchaus ins Schwarze, Herr Altmann. Nur bei einer Sache "hinkt" Ihre Argumentation - wie übrigens auch jene viele weiterer Schreiber hier bei diesem Thema. Welches Bild von modernem, tatsächlichen Zusammenleben haben Sie bloß alle? Es mag ja sein, dass es die von Ihnen quasi als absolutes Negativbeispiel immer und immer wieder beschriebenen Zustände gibt, wonach der Mann sich alles erlaubt und - noch schlimmer - die Frau ZWINGT, alles mit sich machen zu lassen. Wissen Sie, lesen und schreiben haben in Deutschland (zumindest ist das derzeit noch so) fast alle Menschen gelernt - Männer UND Frauen. Einige können es besser, andere weniger gut, aber sie können es. Insofern kann sidh also grundsätzlich jeder Mensch auch für eine Art zu leben entscheiden - er / sie ist insofern frei! Hat man sich geirrt, kann man die Entscheidung grundsätzlich auch wieder korrigieren. Niemand ist GEZWUNGEN in diesem Land, sich de facto wie ein Sklave behandeln zu lassen! Also noch einmal: Woher kommen nur diese unglaublich pauschal dargestellten Ansichten? Schon mal erwogen, dass die eine oder andere Frau - wenn nicht selbstverwirklicht - evtl. mit ihrer Situation zufrieden ist? Auch wenn das in Ihre Sichtweise nicht reinpasst?

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18. August 2006 13:03

worum es aber wirklich dabei geht...

Peter Luther (HAHOHE)

meine Herren Braun und Bauer ist, dass wir in dieser Gesellschaft bitteschön auch die Offenheit haben MÜSSEN, diese - von der empfundenen gesellschaftlichen Entwicklung und vom (zumindest von Ihnen gewünschten und vehement eingeforderten) Zeitgeist abweichenden - Entscheidung einer erwachsenen Person - einer Frau und Mutter - OHNE IRONISCHE KOMMENTARE ZU AKZEPTIEREN!

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18. August 2006 12:25

versuchen Sie mal irgendwem im Ausland zu erklären

Franz Altmann (elviejo_136)

dass es in Deutschland Geld vom Staat als Belohnung
dafür gibt, wenn Sie möglichst weit entfernt von Ihrem
Arbeitsplatz siedeln und dafür täglich mit Ihrem Auto
die Luft verpesten und die Infrastruktur der Stadt
belasten, ohne dort Steuern zu zahlen.

(und das vielleicht noch damit begründen, Ihre Kinder würden sich in der Stadt sonst zu sehr daran gewöhnen, mit Kindern von Einwanderern zusammenzuleben)

dass Sie in Deutschland Geld von der Allgemeinheit
dafür bekommen, dass Sie Ihre Frau (nachdem sie vielleicht mehr Geld und Zeit als Sie in Ausbildung oder Studium investiert hat) davon abhalten, ihren erlernten/studierten Beruf auch auszuüben, damit sie stattdessen mehr Zeit hat, Ihnen die Bude zu putzen und abends pünktlich Bier und Schnitzel auf dem Tisch stehen.

dass wir immer mehr in staatliche Zwangs"versicherungen"
einzahlen müssen, deren Leistungen ständig sinken.

dass durch diesen und ähnlichen Unfug in Deutschland
wir mittlerweise eine Staatsquote von über 50 % auf Arbeitseinkommen haben und uns gleichzeitig wundern, dass Leistungsträger zunehmend auswandern, in Länder wo sie ihr Leben selbst bestimmen dürfen.

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18. August 2006 11:12

Burka

Christian Braun (christianbraun)

Da Herr Bauer anscheinend nicht weiss,
worum es geht, lassen Sie mich das kurz beantworten.

Als vor ein paar Monaten zwei Mädchen
in einer Bonner Schule plötzlich im Burka
erschienen, war die Empörung groß. Die
Eltern beteuerten, dieses Verhalten keineswegs
ermutigt oder gar angeordnet zu haben.
Ob die Mädchen nun von irgendjemandem
einer Gehirnwäsche unterzogen worden
waren oder ob es sich lediglich um
einen pubertären Ausraster handelte,
blieb ungeklärt.

Jedenfalls hatten sie nach Ansicht
der meisten Beobachter "eine Schraube locker".

Einige Mullahs frohlockten: die beiden
Mädchen hatten ganz freiwillig kapiert,
wie sich "brave Mädchen" benehmen sollen.

Wenn nun eine Eva Hermann vom stillen
Glück der Unterwerfung schwärmt und
Mutterkreuzprosa von sich gibt, wird
das ebenfalls einige alte Herren begeistern.
Die meisten Leute aber eher weniger.

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17. August 2006 21:22

Interessant wäre es,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

wenn Herr @Bauer endlich einmal die von mir schon mehrfach aufgeworfene Frage nach seinen persönlichen Kindheitsheitserlebnissen beantworten würde. Vielleicht würde dann einiges deutlicher werden. Oder entspringt das alles, was sie immer und ständig variierend schreiben (von kostenloser Putzkraft, Gebärmaschine und Lustobjekt usw.) wie ich vermute tatsächlich Ihrer reduzierten Phantasie?

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17. August 2006 17:03

@ Bauer 3

Rainer Mächler (wozu)

Nein, kann ich Ihnen nicht erklären. Aber was hat das mit den bisherigen Beiträgen zu tun? Ich verstehe den Sinnzusammenhang des neuen Gedankens nicht.

Bleiben Sie beim Thema, sonst macht es keinen Sinn.
Ich stimme dem H. Kaiser zu (09.08.2006): "Ungleichheit der Geschlechter und ihrer Rollen".

Das ist für mich keine konservative These. Daraus leite ich auch kein "patriarchalisches Familienmodell" ab.

Schade, daß Sie das nicht erkennen können oder wollen.

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17. August 2006 14:52

Es reicht nicht mehr nur eine Rolle zu bekleiden

Behrouz Rajabi (rajabi)

ich finde, dass wir uns alles selber schewere machen.
Sowohl als Man oder Frau, es reicht niht mehr nur eine Rolle zu haben.
Es reicht nicht mehr nur Papa oder Mama zu sein.
Sowohl als Man oder Frau, müssen wir heutezutage mehrere Rollen Spielen.
Wer mit dieser Veränderungen nicht mehr zu recht kommt wird es schwerer haben.
Es wird leider nicht der Selbstverständlichkeit des Wesens eines Menschen Wahr genommen, sondern dessen Geschlecht.
Es wird sehr oft vergessen, dass bevor wir ein Man oder eine Frau sind (werde), sind wir ein Mensch.
Ich wundere mich sehr oft, dass diese Erkenntniss sich hier im Westen nicht durchgesetzt hat.

Die diskussion um die Gleichberechtigung der Man und Frau solte schon längst der Vergangenheit gehören, aber anscheinend, es ist schwere die Mauer in den Köpfen abzureissen als 2-Sterne zusammenzubringen.

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17. August 2006 14:45

Mit den jüngsten Argumenten...

Peter Luther (HAHOHE)

...Herr Bauer haben Sie leider absolut Recht. Die Konsequenz, die in diesem Zusammenhang aber oft gesehen wird, führt jedoch zur gleichen Entscheidung. Denn: Wenn - um es besser finanzieren zu können - die Leistungsfähigen und /-willigen immer stärker zur Kasse gebeten werden weil sie eben - je nachdem, wie es "passt" als (böse) Besserverdiener gelten, werden sie sich nach Alternativen umsehen - z.B. im Ausland. Und zu unserem ursprünglichen Austausch, zu dem offensichtlich unüberbrückbar unterschiedliche Sichtweisen haben möchte ich Ihnen sehr gern mitteilen, dass ich all diese Probleme, von denen Sie immer schreiben - gar nicht kenne - jedenfalls nicht in meinem unmittelbarsten und mittelbaren Lebensumfeld. Ich bin sehr froh, dass meine Frau Ihrem Klischee ach so gar nicht entspricht. Menschen - vornehmlich Männer - denen dieser Unsinn womöglich wirklich wichtig ist, tun mir leid. Unglaublich blöd sind aber auch solche Frauen, die sich beinahe militant glauben, zur Wehr setzen zu müssen. Arme Gesellschaft. Und übrigens: Vielleicht schauen Sie nicht ins Fernsehen und sehen also auch keine Tagesschau. Dort ist die genannte Frau Herman (noch) Sprecherin - seit Jahren! Aber aufmerksam wurde ich durch die FAZ.

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17. August 2006 13:34

Märchenstunde

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Da in diesem Zusammenhang gerne das deutsche Umlagesystem (also Schuldenmachen zu Lasten der Kinder) bemüht wird, ein kleiner Blick auf die Realität:

150.000 meist junge leistungsstarke Menschen flüchten
jedes Jahr aus den ihnen aufgezwungenen Umlage-
und Umverteilungssystemen Deutschlands, indem sie
einfach auswandern. Dazu kommt das steigende Heer
derjenigen, die sich in nicht sozialversicherungspflichtigen
Minijobs dauerhaft einrichten.

Dieses absurde deutsche System, Schulden dadurch
zu legitimieren, dass Sie das zu erwartende zukünftige
Einkommen ungefragter Kinder pfänden, hat die größte
Auswanderungswelle in der Geschichte der BRD aus-
gelöst. Ich kann es den jungen nicht verdenken.

Wer möchte schon das letzte Glied in einem Schneeball-
system sein, das einen wachsenden Schuldenberg von
einer Generation zur nächsten überwälzt ?

Wohlgemerkt: Kinder haben durchaus die moralische (und soweit durchsetzbar auch gesetzliche) Pflicht, ihre Eltern vor Altersarmut zu bewahren. Keineswegs sind sie aber dazu verpflichtet, ihren Eltern einen goldenen Ruhestand zu finanzieren, obwohl die Eltern auch arbeiten könnten. Dafür sorgen Eltern im Ausland selbst vor, indem sie während ihres Arbeitslebens sparen.

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17. August 2006 13:25

Herr Mächler: können Sie mir erklären,

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

wie Leute eine Familie gründen sollen,
die nicht wissen, ob sie in einem halben
Jahr noch eine Arbeit (mit vernünftigem
Einkommen) haben werden ?

Unter diesen Bedingungen werden vorwiegend
ganz unten (wo man sowieso schon immer von
Stütze + Kindergeld lebte) und ganz oben
(wo Geld keine Rolle spielt) Familien
gegründet. Für den Mittelstand derjenigen
Leute, die mit qualifizierter Arbeit sich
ihren Lebensunterhalt verdienen, wird es
zunehmend schwieriger.

Die dem konservativen Weltbild entsprechende
patriarchalische Familie mit sicherem Arbeitsplatz
wurde dafür in Deutschland subventioniert,
wie in praktisch keinem anderen Land der
Welt.

Nur ein Beispiel von vielen:

Wo auf der Welt gibt es sonst Geld vom Staat
für den Ehemann, wenn er seine Frau dazu bringt,
ihren Beruf aufzugeben, damit sie ihm besser (?)
den Haushalt schmeisst ?

Ich glaube, Sie haben noch nie im Leben
im Ausland gearbeitet und wissen überhaupt
nicht, wie gut Sie es haben.

PS: diese, von Ihnen zitierte, androgyne These
ist völliger Quatsch. Wer behauptet denn sowas ?

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17. August 2006 13:06

und Sie haben überhaupt keine Argumente

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Herr Luther, oder Sie hüten sie so eifersüchtig,
dass man sie nicht bemerken kann.

Während Sie zu wirtschaftlichen Fragen
immer sehr liberal argumentieren, hängen Sie
aus irgendwelchen Gründen in der Familienpolitik vorsintflutlichen Machoideen vom willigen Weibchen nach.

Was Ihre Bekannte (?) Frau Herman macht,
interessiert mich nicht, solange sie damit
glücklich wird und andere Leute damit nicht
zwangsbeglücken möchte.

Juckt Sie beim Thema "gleiche Rechte, gleiche Pflichten"
vielleicht das schlechte Gewissen ?

Kommen Sie nicht damit zurecht, dass Ihr
persönlicher Lebensentwurf nicht als das
einzig zulässige, allgemein verbindliche
Modell gilt ?

Fürchten Sie den Verlust von Privilegien
oder Bequemlichkeiten ?

Ich versteh's ganz einfach nicht.

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16. August 2006 17:19

@ Herrn Bauer 2

Rainer Mächler (wozu)

Sie haben Recht, daß der "kinderlose Karrierevater" also der "kinderlose Karrieremann - nix Vater" die erwünschte männliche Lebensform zZ ist. Super flexibel, zeitlich & räumlich.
Unsere Gesellschaft ist kinder- und elternfeindlich. Lesen Sie den Wiesbadener Entwurf von der hessischen Landesregierung oder die Verfassungsurteile. Die Traditionsfamilie wird nicht subventioniert.
Ich würde es so formulieren: Innerhalb der verschiedenen Familienformen wird sie am wenigsten benachteiligt.
Subventioniert werden die Kinderlosen.

Warum denken Sie bei "Rolle" oder "Traditionsfamilie" reflexhaft an üble "50ger Jahre Paschas", denen der Begriff "Würde" völlig fremd zu sein scheint. Mir ist dieser Reflex fremd und ich vermute bei Ihnen persönliche Erfahrungen.

Die androgyne These sagt, jeder kann Mutter- und Vaterrolle übernehmen, weil jeder beides in sich hat. Ich glaube, Kinder brauchen Mutter und Vater. Das sind unterschiedliche Rollen, hat aber nichts mit Wertigkeit oder Hierarchie zu tun.
Aus welcher Äußerung lesen sie bei mir heraus, daß ich berufstätige Frauen für Kampfemanzen oder Mannweiber halte? Diese Interpretation meiner Beiträge ist absurd. Wohl auch nur ein Reflex.

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16. August 2006 14:12

mit Ihnen kann man nicht vernünftig

Peter Luther (HAHOHE)

argumentieren, Herr Bauer. Also bleiben Sie bei Ihren Argumenten und werden glücklich damit. Wie Sie dann aber mit der selbstbestimmten Entscheidung einer Frau Herman umgehen würde mich schon interessieren? Werden Sie wohl ebenso feministisch militant argumentieren wie einige "Damen", die sich selbst bzw. die von der Öffentlichkeit als "Promis" bezeichnet werden? Oder werden Sie diese Entscheidung einfach akzeptieren? Mal sehen!

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16. August 2006 13:25

Herr Mächler: wer ist hier androgyn ?

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Offenbar waren Sie noch nie in Paris, Madrid oder Istanbul.

Fahren Sie doch mal hin (nicht im August, sondern während die Einheimischen dort leben und arbeiten) und verifizieren Sie Ihre Annahme, dass die Frauen dort Kampfemanzen und Mannweiber seien,
nur weil sie in der Regel berufstätig sind.

Dass in Deutschland dagegen besonders oft die "traditionellen" Geschlechterrollen (wobei mit traditionell oft gemeint ist, dass mann gewohnte Bequemlichkeiten nicht aufgeben möchte) praktiziert
werden, kann daran liegen, dass die Deutschen es mehrheitlich so bevorzugen. Es kann aber auch daran liegen, dass dieses eine Familienmodell steuer- und gesellschaftspolitisch massiv subventioniert und jeder andere Entwurf möglichst sabotiert wurde.

Wir reden von Menschen: nicht jede(r) hat die finanziellen
Mittel und den Durchsetzungswillen, und ggf. auch den Dickkopf, eigene Vorstellungen zu leben, wenn ihm andere ständig sagen, dass das was er macht eigentlich unerwünscht ist.

Und gesellschaftlich erwünscht war in Deutschland eben lange Zeit nur der "kinderlose Karrierevater", der sich selbst verwirklicht, während zuhause der kostenlose
Koch- und Bügelservice wartet.

Fragen Sie mal Manager, die Elternzeit nehmen möchten ...

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16. August 2006 12:59

Herr Kaiser: ohne Chancengleichheit gibt es auch keine Wahlfreiheit

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

"...dass wir in unserer Familie eine differenzierte Rollenverteilung gut finden..."

Das ist schön für Sie und niemand will Ihnen das ausreden.
Gleiches Recht sollte aber auch für andere Familien gelten.

Da Deutschland in Europa einen Sonderfall darstellt,
weil lange Zeit aktive Politik nur in die eine Richtung betrieben wurde, Frauen möglichst aus dem Arbeitsmarkt herauszuhalten (obwohl oder gerade weil sie erfahrungsgemäß oft bessere Leistungen bringen), ist jetzt eben etwas Korrektur in die andere Richtung nötig, damit alle wieder gleiche Startchancen haben.

Schließlich galt es (und gilt in gewissen Kreisen noch heute) in Deutschland lange als ungehörig, dass eine Frau finanziell unabhängig einen Beruf ausübt, der ihr erlaubt, ihr Leben selbstverantwortlich zu gestalten.

Nicht nur das Steuer-, auch das Zivilrecht war darauf ausgelegt, jeden Ausbruchsversuch aus vordefinierten Hierarchien zu bestrafen. Was von Ihnen pauschal als "gescheitertes Gesellschaftsexperiment" abgetan wird, bedeutete für viele Frauen zum ersten Mal im Leben Zugang zu elementaren bürgerlichen Grundrechten.

Hätten Sie im Deutschland der 50er Jahre als praktisch
rechts- und besitzloser Mensch zweiter Klasse leben
wollen ?

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15. August 2006 11:26

@ Herrn Bauer

Rainer Mächler (wozu)

Seit Jahrzehnten wird das androgyne Menschenbild in der öffentlichen Meinung postuliert. Es ist nicht banal zu sagen, daß es falsch ist und faule Früchte trägt. Rollen sind unterschiedlich, aber gleichwertig. Der Vater kann die Mutter nicht ersetzen, oder andersrum. Frauen und Männer sind nicht gleich, aber gleichwertig. Ich lese im Beitrag des Herrn Kaisers keinen Hirachieanspruch heraus.
Wenn Sie nie den Glanz in den Augen Ihres Vaters gesehen haben, der Ihnen intuitiv gesagt hat, welche Liebe er für Sie empfindet, und daß er für Sie und Ihre Mutter einstehen wird -egal was kommt- , dann tun Sie mir leid.
Es ist eine Wertefrage. Werte können nicht in "Väterkurse" gelernt werden, sie müssen geglaubt werden.
Es ist eine Glaubesfrage, welchem Weltbild man sich anvertraut. Ob dem 68ger, dem materiellen Konsum, dem Christlichen oder dem Islamischen usw.
Die "vaterlose" Industriegesellschaft ist höchstens 150 Jahre alt. Was kann ich aus den "3000" glauben?

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14. August 2006 17:43

Herr @Bauer,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

am leichtesten lässt sich konfabulieren über Dinge, von denen man nicht viel versteht.
Ich habe hier keine Rollen "für andere definiert", sondern darauf hingewiesen, dass wir in unserer Familie eine differenzierte Rollenverteilung gut finden und leben, so wie es übrigens die großen Mehrzahl der Familien (auch) in Deutschland tut. Und diese Rollenverteilung widerspricht
den überkommenen Gleichmacherei-Theorien des fehlgeschlagenen 68er-Gesellschaftsexperimentes, deren Thesen nicht dadurch richtiger werden, dass man wider besserer Erkenntnis auf ihnen beharrt.

Wenn Sie hier, wie auch schon an anderer Stelle, ein Hausfrauen-/mutterbild skizzieren, das offenbar Ihren Kindheitserlebnissen (vielleicht auch lediglich Ihrer Phantasie) entspringt, von kostenloser Putzkraft, Gebärmaschine und Lustobjekt usw. schreiben, entlarvt das nur Ihren persönlichen Horizont. Augenscheinlich haben Sie keine Ahnung davon, was FAMILIE positiv bedeutet.

Vielleicht beschreiben Sie doch auch einmal der Vollständigkeit halber, aus welchen familiären Verhältnissen die von Ihnen zitierten Offenbacher Asozialen stammen?
Warum in diesem Zusammenhang dann noch eine "natürliche Rolle des Negers" bemüht wird, ist mir vollkommen unerklärlich.

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14. August 2006 13:23

Dr. Kaiser: bequeme Rollen

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

sind es, die man selbst für andere definieren kann.

Und so haben eben viele Männer jahrzehntelang
für Frauen die Rolle der Dienerin definiert, die
ihre natürliche Erfüllung darin finde, ihren Pascha
zu verwöhnen und ihm als kostenlose Putzkraft,
Gebärmaschine und Lustobjekt zur Verfügung
zu stehen.

(so ähnlich können Sie es auch im Interview
mit "Problemjugendlichen" des Offenbacher
Asozialenviertels hören, das kürzlich im
Stern veröffentlicht wurde)

Dass Männer und Frauen nicht gleich sind,
ist eine ebenso banale Feststellung, wie dass
Hund und Katze verschieden sind.

Daraus "natürliche" Hierarchien abzuleiten,
ist dagegen eine "intelektuelle Leistung" von
Leuten, die davon profitieren. So wie früher
als natürliche Rolle des Negers galt, unter
Peitschenhieben im Baumwollfeld gratis
zu malochen.

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09. August 2006 19:16

Gleichheits-Irrtum

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Das meiste hier kommentierte trifft zu, beschreibt aber lediglich das Symptom und nicht die Ursache.
Was liegt denn dem krankenden pädagogischen Ansatz mit seinen zweifelhaften Früchten zugrunde? Es ist die feministische Lebenslüge, Frauen seien wie Männer, hätten deswegen Männerarbeit zu verrichten und umgekehrt.
Diese Ideologie baute gegen Familie, Mutterschaft und gegen die Männer ein enormes Feindbild auf und ist nebenbei die wirkliche Ursache für eine Kinderarmut, die sicher nicht Folge eines Mangels an Kindergartenplätzen ist.
Männer und Frauen, das darf man mittlerweile heute nach der langsam beginnenden Einsicht in den Fehlschlag des Feministinnen-Konzeptes wieder öffentlich sagen, sind eben nicht gleich, das zeigt das missglückte Experiment der letzten 30 Jahre in unseren Breitengraden. Die in den 3000 Jahren zuvor praktizierte Rollenverteilung war, zumindest biologisch, deutlich erfolgreicher...
Dennoch muss die Antwort auf die Orientierungsfrage, die letztlich eine Werte-Frage ist, natürlich zukunftsbezogen gegeben werden. Eines ist dabei sicher: Die Ungleichheit der Geschlechter und ihrer Rollen.

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08. August 2006 09:39

Ergänzung: Mythos Boy Crisis

Christian Heier (albino_2004)

"Gründe für Leistungsverweigerung und Verhaltensauffälligkeiten bei Jungen lägen im steigenden Leistungsdruck bei gleichzeitig wachsender beruflicher Perspektivlosigkeit. Mädchen litten unter diesem Druck genauso wie Jungen, zeigten bloß andere Symptome. Sie seien leistungsbereiter in der Schule, doch Eßstörungen und Selbstverletzungen nähmen zu. Warner bestreitet nicht, daß auch bei Kindern aus wohlhabenderen Familien einiges im argen liegt, aber sie hält Erklärungsansätze aus der Gender-Tunnelperspektive für zu engsichtig."

Schreibt Judith Warner. Und liegt damit, wie ich finde, richtig. Die Medien haben sich so sehr auf die "Krise der Männlichkeit" fixiert, die sie plump an Schulnoten, Arbeitslosenquoten und Lebenserwartung festmachen, dass sie die Krisensymptome des weiblichen Teils der Menschheit gar nicht wahrnehmen: Neben den von Warner erwähnten Phänomenen sind dies überdurchschnittlich steigende Gewaltkriminalität, zunehmend stressbelastete, ungesunde Lebensweise (mehr Mädchen als Jungen rauchen), das Hin- und Hergerissensein zwischen den Rollenerwartungen (hier Weibchen, dort toughe Karrierefrau/Möchtegernmann), die ihr arg zu schaffen machen.

Die "schöne neue Welt" macht sie alle fertig. Männer und Frauen.

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07. August 2006 10:09

Wer suchet, der findet

Christian Heier (albino_2004)

Wer krampfhaft bemüht ist, in Männern "Problembärchen" zu sehen, wird auch 100%-ig fündig werden.
"Der Mann von heute dreht deshalb ratlos Runden auf fahrbaren Rasenmähern oder versinkt tagelang vor Videospielen." Es lebe das Klischee! Außerdem: Wie ratlos und verunsichert mögen da erst die Frauen sein, die stundenlang mit ihrer besten Freundin am Telefon über Nichtigkeiten reden und den ganzen Tag Talkshows und Seifenopern schauen?
"Im Knabenalter entwickelt er sich mehr und mehr zum Schulversager. Mädchen sind inzwischen in fast allen Schulfächern besser und an den Universitäten in der Überzahl." Hier hat Alex Kutz schon angedeutet, woran's liegt: Einseitige Mädchenförderung an den Schulen. Da wundert das Ergebnis keinen. Im Übrigen kann mir keiner weismachen, dass Schulnoten in ihrer ganzen Fragwürdigkeit alleine als Gradmesser weiblicher "Überlegenheit" herangezogen werden können.
"Frauen dagegen sind oft tatsächlich teamfähig, kommunikativ und emotional intelligent." Auch so ein unter Journalisten populärer Mythos. Wo ist der Nachweis, dass dem wirklich so ist? Und: Reicht das aus? Vielleicht für Jobs in Marketing und Telefonverkauf. Männliche "Soft" oder "Hard Skills" bedarf es jedoch im Berufsleben nach wie vor.

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07. August 2006 01:13

Väterkurse?!

Michael Baleanu (SandalTolk)

Und wer soll bitte diese Väterkurse leiten? Frauen oder Männer. Wenn ich als über 50jähriger mir in Erinnerung rufe, dass ich vor gut 20 Jahre meine Kinder gewaschen, ihnen die Windeln gewechselt, gefüttert, ins Schlaf wiegte und auch im Haushalt half, dann frage ich mich ob die junge Generation sich so weit zurückentwickelt hat?

Ich verstehe diese Diskussion überhaupt nicht?! Nicht die Väter sind das Problem, sondern die Gesellschaft, allen voran die feministisch fundamentalistisch geprägte Justiz. Das BGH vertritt ja mit seiner "Surrogatslehre" die Meinung, dass der Vater, nachdem er von der Arbeit kommt, entweder ins Wirtshaus mit seinen Kumpeln verschwindet oder, sich faul auf dem Sofa räkelnd, ein Bier bei seiner Frau bestellt während er sehr konzentriert das Fussballspiel verfolgt.

Die Folgen dieser "divide et impera"-Politik gegen die Familie sehen sie heute überall: über 2,5 Mio. Alleinerziehende (85% Frauen, Rest Männer), Kinder die keine Grenzen mehr kennen (siehe Rütli-Schule), usw., usf......

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02. August 2006 18:54

ratloser elitärer Gestaltungswahn

Rainer Mächler (wozu)

"Wie soll er aussehen, der Mann von morgen?"
Der Autor scheint wirklich nicht zu wissen, was er mit seiner Männlichkeit im postheroischen Zeitalter anstellen soll. Als ob es nicht mehr genug Drachen gäbe, die es zu töten gilt. Als ob es nicht Bewährungen gäbe, die es zu überwinden lohnt. Als ob es nicht Leid gäbe, dem zu trotzen Sinn macht. Welche Frau will einen Mann, der in der Krise einknickt? (Damit sage ich nichts gegen starke Frauen! oder rede nicht von eiskalten Krüppeln.)

Beuster hat Recht: Die Chance auf Flexibilität muß her. Denn dann hat man/frau auch Wahlmöglichkeiten. Dann kann sich jeder selber überlegen, welchem Lebensentwurf er mehr traut. Ob man sich vom ökonomischen Prinzip auslutschen lässt, um mit 50 ausgespuckt zu werden. (Mir kommt es nicht in den Sinn, dieses Prinzip "männlich" zu nennen.) Ob man sich mit der "finanziellen Freiheit dereinst" tröstet. Oder wie man den Marathon bis 65 mental, emotional, sozial und körperlich durchsteht.
Wie verlebt ist dann das ungelebte Leben? Wie alt sind dann die ungeborenen Kinder? Hat man als Mann wirklich Zeit für einen Neuanfang? Gilt für uns die biologische Uhr nicht?

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02. August 2006 12:34

politische Umerziehungsversuche hat es immer gegeben

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Zum Beitrag

>Die Umerziehung von Geschlechtern via Politik aufgrund >einer Ideologie, die das Vorhandensein von >Geschlechtern ja sogar negiert, ist menschenfeindlich. >Was dem Menschen gerecht ist, kann sich nur >herausstellen, wenn der Mensch und seine Gesellschaft >frei von Politik ist.

ist anzumerken, dass jahrhundertelang Umerziehung in
die eine Richtung betrieben wurde (nämlich Frauen mit
Gewalt aus dem öffentlichen Leben herauszuhalten) und
jetzt für eine Übergangszeit (!) ein bißchen Umerziehung
in die andere Richtung nötig ist, um überhaupt gleiche
Chancen und Startbedingungen wiederherzustellen.

Nachdem ihnen z.B. lange verboten wurde, höhere
Schulen zu besuchen, mit unschätzbarem Schaden
für Forschung und Wissenschaft, müssen Frauen
eben jetzt erst wieder erlernen, dass sie Leistung
bringen DÜRFEN ohne dafür bestraft zu werden.

Inzwischen sollten wir in Deutschland diesen Punkt
weitgehen erreicht haben, so dass keine derartige
"affirmative action" mehr nötig ist. Anfangs ist sie
aber unverzichtbar, denn wer lange gewaltsam
klein gehalten wurde, braucht eine Starthilfe,
um überhaupt wieder gehen zu lernen.

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02. August 2006 09:09

Das ökonomische Prinzip ist männlich

gisbert heimes (gisbert4)

Zitat aus dem Beitrag von Sven Mueller (versmuellen)01.08.2006, 18:27
<<<Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass vielleicht auch strukturelle Gegebenheiten und Zwaenge das Aufwachsen erschweren.>>>

Der Primat des ökonomischen Prinzips zwingt die Menschen in Verhaltensweisen und Rollen, die ihrer psychischen Verfaßtheit zuwiderlaufen. Das ökonomische Prinzip ist männlich, der Mann transportiert sich selbst ins Nirwana.

Es sind immer wieder die gleichen Fragen: wollen wir diesen Weg (weiter) gehen, können wir ihn überhaupt ändern, oder liegt er einfach im Zuge der Evolution.

Wieviel tausend Jahre brauchen wir noch, um die richtige Antwort nicht nur zu erkennen, sondern auch zu realisieren; wieviel Jährchen bleiben uns noch dazu.

Amen :-)

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01. August 2006 18:27

Fehlender Kontakt zwischen Generationen

Sven Mueller (versmuellen)

Seit Beginn der Industrialisierung hat sich der Kontakt zwischen den Generationen stark vermindert. Waehrend frueher Kinder Zeit mit aelteren, gleichaltrigen und juengeren Personen verbrachten--im Haus, auf'm Feld, in der Einraumschule--begannen Menschen als indirekte Folge der Industrialisierung und Verstaedterung immer weniger Zeit mit Menschen verschiedenen Alters zu verbringen. In den letzten Dekaden ist dieser Trend noch durch die Medien, Videospiele und das Internet verstaerkt worden. Die Eltern arbeiten und die Kinder gehen zur Schule (immer schoen genau dem kalendarischen Alter entsprechend sortiert). 'Aufwachsen' soll heute stattfinden, indem man fast ausschliesslich Zeit mit Gleichaltrigen verbringt. Wie soll denn das gehen?!
Dieses Problem wurde von fruehen Soziologen (Toennies, Durkheim) auch als solches erkannt (Parsons sah es allerdings nicht als solches).
Natuerlich wollen nicht alle wieder auf Bauernhoefe ziehen, um dann dort wieder der Natur und Arbeit ganz nah zu sein und am Wochenende haendchenhaltend miteinander im Kreis zu tanzen. Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass vielleicht auch strukturelle Gegebenheiten und Zwaenge das Aufwachsen erschweren.

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01. August 2006 12:55

Böse Politik

Niko Akathari (NikoA)

Es ist doch immer wieder so, daß die Politik die Kraft ist, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.

Dank staatlichem Bildungsmonopol und staatlichem Einfluß allenthalben treffen die ideologischen Menschenversuche der führenden Politiktätigen natürlich gleich auch immer alle Menschen einer Generation.

Die Umerziehung von Geschlechtern via Politik aufgrund einer Ideologie, die das Vorhandensein von Geschlechtern ja sogar negiert, ist menschenfeindlich. Was dem Menschen gerecht ist, kann sich nur herausstellen, wenn der Mensch und seine Gesellschaft frei von Politik ist.

Deshalb ist auch Berlin ein denkbar schlechtes Beispiel. Berlin ist nicht experimentierfreudig, Berlin ist Politik pur. Wirtschaftlich ist Berlin überhaupt nicht mehr lebensfähig. Summa summarum lebt die Stadt von Milliardentransfers, die andere - nicht so politisch deformierte - noch tragen können.

Ohne einen bewußten Verzicht auf Politik, ohne allgemeine Ächtung politischen Verhaltens werden wir nie eine menschengerechte Welt haben können. Das Leid, welches Politik überall schafft, kann ein Ende haben.

Wie Jungs und Mädels, Männer und Frauen sein sollen und wollen, das wissen nicht "die da oben". Deren Aberglaube ist das Übel.

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31. Juli 2006 20:05

Auch und vielleicht besonders die "Problembärchen" schlagen zu

Jürgen Busch (jotabene)

Zitat: 'Zwar sei richtig, daß Jungen aus Migrantenfamilien am stärksten betroffen seien, aber das rüpelhafte Gebaren nehme auch bei "Kindern aus feinstem Elternhaus zu" ... ich ergänze: Und das ist noch vornehm zurückhaltend dargestellt.
Es bewahrheitet sich der Volksmund, wonach schlechte Beispiele gute Sitten verderben. Und nicht nur gute Sitten lassen sich verderben, auch schon weniger gute Sitten lassen sich noch weiter verderben. Auch die Kinder überwiegend männlichen Geschlechts aus 'gutbürgerlichem' und 'kleinbürgerlichem' und überhaupt nicht mehr bürgerlichem Hause können lernen, daß Gewalt zum Ziel führen kann in ihren Kreisen. So etwas lernt man auf neudeutsch "Learning by doing".
Jürgen Busch, Hamburg

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31. Juli 2006 14:03

leider...

Peter Luther (HAHOHE)

wird bei solchen Themen viel zu sehr polarisiert! Es gibt sie ganz sicher, diese so beschriebenen Karrieristen. Aber: Es gibt auch ZUNEHMEND vergleichbare KARRIERISTINNEN!!!

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31. Juli 2006 13:45

Wir müssen uns fragen - jaja, vor allem müßten wir mal Antwort geben

gisbert heimes (gisbert4)

Zitat:
<<<„Wir müssen uns fragen, ob wir eine Gesellschaft mit Sechzig-Stunden-Wochen-Karrieristenvätern wollen oder eine, die flexibel mit Familienarbeitszeiten umgeht.“ >>>

Das ist aber jetzt mal eine ganz neue, unverhoffte Fragestellung :-)

Aber, was soll's: diejenigen, die es angeht, stellen sich diese Frage garantiert nicht.

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