Preise der Leipziger Buchmesse

Favoritensiege

Die Preisträger: Saul Friedlaender (li.), Swetlana Geier (M.) und Ingo Schulze

Die Preisträger: Saul Friedlaender (li.), Swetlana Geier (M.) und Ingo Schulze

22. März 2007 

Drei unspektakuläre, wenig überraschende, aber einsichtige Entscheidungen: Die Preise der Leipziger Buchmesse 2007 gehen an Ingo Schulze, Saul Friedländer und Swetlana Geier, die mit „Ein grüner Junge“ nach sechzehn Jahren ihre Neuübersetzung der Romane Dostojewskis abgeschlossen hat.

Die Übersetzerin, Jahrgang 1923, wird gleichsam für ihr Lebenswerk geehrt. Ingo Schulze hat sich mit seinem Erzählungsband „Handy“ zu Recht gegen den ebenfalls favorisierten Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino und seinen Roman „Mittelmäßiges Heimweh“ durchgesetzt.

Im Bereich Sachbuch war die Konkurenz besonders stark: Neben Saul Friedländer, der für „Die Jahre der Vernichtung - Das Dritte Reich und die Juden 1939 bis 1945“ ausgezeichnet wird, hätte zweifellos auch Günther Rühle für seine lebendige Darstellung „Theater in Deutschland 1887 bis 1945 - Seine Ereignisse - seine Menschen“ den Preis verdient.

Text: igl/F.A.Z., 23.03.2007, Nr. 70 / Seite 35
Bildmaterial: ddp

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