Viele Frauen wollen Kind und Karriere miteinander verbinden

Familie

Gebärmaschine? Das verbitte ich mir

Der Augsburger Bischof Mixa nennt die Familienministerin von der Leyen „ideologisch verblendet“: Sie würdige mit ihrem Konzept zur Kinderbetreuung Frauen zu „Gebärmaschinen“ herab. Was denken die jungen Mütter darüber? Eine Antwort von Sandra Kegel.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. März 2007 10:34

Frauenarbeit in der City

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

ist wertvoll, jaja, aber Arbeit im Haushalt, ohne den der Rest gar nicht funktionieren wuerde, die traditionelle Arbeitsteilung, ist es natuerlich auch. Intelligenz ist immer gefragt, intelligente Muetter schaffen intelligente Kinder usw. Nur spielt das im Vorschlag von mehr Kindergartenplaetzen ueberhaupt keine Rolle. Da gehts doch nicht um eine gesellschaftspolitische Grundentscheidung, Kindergartenplaetze fuer alle, sondern nur um Kindergartenplaetze fuer die Familien, die diese brauchen.

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09. März 2007 10:33

@ Sahra-Lena Lehmeier

A. Malliki (a.malliki)


Unsere Regierung versucht ein Perpetuum Mobile für den Arbeitsmarkt zu erfinden und das Volk mutiert zum Lemming.

Wer nichts fürs BIP bringt, wird in Verwahranstaltungen unterbracht (Kinder und Alte). Das schafft neue Arbeitsplätze, die unnatürlich entstehen, weil der Bedarf künstlich durch die Politik, in Zusammenarbeit mit der Finanzwelt, erzeugt wird.

Wirtschaftlich betrachtet ist der Erziehungs- und Pflegesektor der einzige Wachstumsmarkt, der sich von unseren Schulden ernährt und keine selbstzahlenden Kunden werben kann.

Die herwachsenden Jugendlichen blicken in eine aussichtslose Zukunft und flux wird der Kombilohn für unter 25jährige eingeführt, was wieder eine künstlich erzeugte Nachfrage von subventionierten Arbeitern erzeugt und Tariflöhner uninteressant macht.

Auch die Steuereinnahmen der künstlich erzeugten Arbeitsplätze gleichen niemals die Mehrkosten für sich selber aus.

Dieses Perpetuum Mobile wird genauso wenig funktionieren wie die Frühverrentung der 80er.

Der Kapitalismus hat schon lange seine Grenzen erkannt:

Unendliches Wachstum bedeutet unendliche Schulden. Deshalb wird nur noch abgeschöpft und Geld mit Krediten kreiert - aber vorsichtig! - sonst erkennt der Mob die Absicht.

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08. März 2007 21:19

@ A. Hoffmann: Danke für den Mut, ihr Unbehagen auszusprechen

Susanne von Puttkamer (linevp)

Es kommt nicht häufig vor, dass jemand, der nach Außen hin alles "top" organisiert hat (Kind bei der Oma, attraktiver Beruf), innehält, um das Unbehagen über diese Situation zu artikulieren. Insofern finde ich das sehr mutig und aufrichtig von Ihnen. Mehr solche Stimmen würden der momentanen Debatte sehr! gut tun. Es ist nämlich gar nicht so leicht, es zuzugeben, dass auch dieses Modell nicht immer ein Erfolgsmodell ist, weil es "Innendrin" nicht stimmt.
Diese Erfahrung wird auch eindrucksvoll von Steve Biddulph in seinem Buch über Kinderbetreuung beschrieben.
Ihr Beitrag ist aber ein echter Akt der Frauensolidarität, weil nur so auch andere den Mut finden, zu sagen: Nein, das kann nicht der Endpunkt der Entwicklung gewesen sein, wenn unser Leben so aussehen soll.

In diesem Sinne: Hut ab vor Frau Hoffmann!!!

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08. März 2007 18:26

An der Kinderbetreuung liegt es nicht!

Angela Hoffmann (A.Hoffmann)

Ich glaube, die gutausgebildeten jungen Mütter des Bei- trages würden auch mit ihrer Situation hadern, wenn es mehr Krippenplätze, Opernhaus-Babysitting oder über- haupt mehr Kinderfreundlichkeit in Deutschland gäbe. Ich halte die Verwirklichung im Beruf nicht vereinbar mit ver- antwortungsvoller Hingabe in der Erziehung von Klein kindern. Für jeden hat der Tag nur 24 Stunden und verpasste Entwicklungen eines Kindes lassen sich nicht nachholen. Mir persönlich ist es auch trotz absolut flexibler, liebevoller Betreuung (meine Mutter) meines 6-Monate alten Sohnes nicht möglich gewesen als 25-jährige Diplom-Ökonomin und Berufseinsteiger im Marketing eines deutschen DAX-Unternehmens Zufriedenheit in dieser Situation zu empfinden. Beruflich fanden karriereent- scheidende Gespräche oft erst nach 17 Uhr statt, die inter- nationalen Geschäftsreisen waren unter Rücksichtnahme auf meine Situation dem Kollegen vorbehalten, anderer- seits hatte ich einen sehr netten Chef, der schon mal beide Augen zudrückte wenn ich dann doch nicht meine tägliche Arbeitszeit von 8,5 Std. anwesend war, weil ich mein Pensum schaffte. Zuhause bekümmerte es mich, dass ich soviele Momente beim Aufwachsen meines Sohnes verpasste.

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05. März 2007 09:58

Ich bin eine begeisterte Rabenmutter,

Andrea Hoberg (corvuscorax)

wie mein Nickname verrät. Auch meine Kinder bekommen nur eine warme Mahlzeit am Tag (wenn auch nicht von der Soz.fürsorge), mittags, wenn sie aus der Schule kommen. So war das bei uns früher auch, der Rest wird kalt gegessen. Fr. Weigel wird mir jetzt das Jugendamt vorbeischicken. Dabei waren meine Eltern beide erwerbstätig, aber meine Ma war selbständig und mittags zu Hause. Wir Kinder waren nicht unglücklich damit. Wenigstens gibt es in Deutschland mehrere Opernhäuser, wenn auch ohne Krippen (in Belgien anscheinend ja nur eines, wie ich der Formulierung "das b. O." entnehme). Genug des Sarkasmus!
Es ist immer nur von Krippen die Rede. Die Krippe war schon in Bethlehem eine Notlösung. Sie ist es bis heute und darüber hinaus. Von Alternativen keine Rede, aber man kann so tun, als täte man etwas. Diese Politik wird auch den Alleinerziehenden, die lieber bei den Kindern blieben, wenn sie die Wahl hätten, nicht gerecht. Wurde jemals bewiesen, daß die Frauen mehr Kinder bekämen, wenn es mehr Krippenplätze gäbe? Ich halte dieses Argument für einen Vorwand, um nicht pro Kind 20 Jahre oder länger Verantwortung übernehmen zu müssen, von finanziellen Einbußen gar nicht zu reden.
Als Ärztin sollte vdL Ursachen, nicht Symptome behandeln.

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01. März 2007 21:12

Sie wollen sich also vom Staat nicht vorschreiben lassen

Torsten Klier (TorstenKlier)

wie Sie zu leben haben, Sarah-Lena Lehmeier.
Klingt erst mal plausibel, denn wer will sich das schon vorschreiben lassen.

Und weil Sie sich vom Staat nichts vorschreiben lassen wollen, soll der Staat (wer ist das?) das Geld so ausgeben, dass Sie persönlich den größten Vorteil davon haben?
Habe ich das richtig vernommen, Sie stellen Ansprüche und sind nicht bereit eine Gegenleistung dafür zu geben?
Nein, Sarah-Lena Lehmeier, dazu sage ich nichts.
Aber gestatten Sie eine Frage:
Was ist der Unterschied zwischen Ihrer Geisteshaltung und Schmarotzertum?

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01. März 2007 00:37

Gesellschaft am Abgrund

Gabriele Kopp (BegeisterteMutter)

Ach, es tut schon richtig weh: so polemisch bei so viel Stolz! Worauf denn stolz? Gebildet zu sein, das Kind abzugeben, doppelt belastbar zu sein? Und wie geht es in der Zwischenzeit ihrem Kind? Gut? Wirklich?
Prof. Dr. Johannes Pechstein, Kinderarzt (gebildet!) Kinderpsychiater, ehem. Chef des Kinderneurologischen Zentrums Mainz, der jahrzehntelang Säuglings-und Kleinkinderforschung, speziell auch Krippenforschung, betrieben hat, sagt: "Krippen sind weiterhin nur Nothilfe-Einrichtungen und können keine allgemeinen Erziehungseinrichtungen werden." Experten konnten nachweisen, dass - trotz 14tägiger Eingewöhnungszeit in die Kindertagesstätte - Kleinkinder mit erhöhter Herzfrequenz auf die Trennung von der Mutter reagierten. In einer anderen Studie konnte diese Stressreaktion mit erhöhten Cortisolwerten belegt werden.
Schweden hat jetzt erkannt, dass es den Kindern so nicht gut tut und gibt Eltern, die 3 Jahre zu Hause erziehen, Geld! So, nur so gibt es Wahlfreifeit für die Eltern, und wird akzeptiert, dass die Grundbedürfnisse des Kindes nach Geborgenheit, Liebe durch die Mutter den Vorrang haben und Maßstab politischen Handelns sein müssen. Auch wenn das hinwegdiskutiert werden soll und andere es nicht wahrhaben wollen.

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26. Februar 2007 09:57

Offenbar ist Wahlfreiheit schwierig

Hartmut Steeb (HSteeb)

Den Kritikern an der Kritik der Familienpolitik von Ursula von der Leyen fällt es offenbar schwer - zugegeben: Den Kritikern selbst auch - klar herauszustellen, um was es geht, nämlich die gleichberechtigte Wahlfreiheit. Eltern sollten selbst entscheiden können, wie und von wem sie ihre Kinder erziehen lassen. Aber sie sollten eben auch nicht mit einer "Wahlmöglichkeit" konfrontiert werden, die gar keine ist: Hier die außerfamliäre Berufstätigkeit mit 2. Gehalt, staatlich subventionierter Kinderbetreuung, höherer Altersrente und dort die familiäre Vollberufstätigkeit zu Hause mit den Kindern, ohne 2. Gehalt, ohne staatliche Subvention, schlechtere Altersversorgung. Wenn Alternativen zur Wahl gestellt werden, dann nicht auf diese Art und Weise, weil das weder eine wirkliche Wahlmöglichkeit bedeutet noch Gerechtigkeit

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25. Februar 2007 16:22

Es ist genau so

Torsten Klier (TorstenKlier)

wie Sie es beschreiben, Herr Angel. Auch eine Hausfrau liegt der Gemeinschaft auf der Tasche.

In den 50er und 60ern haben viele Hausfrauen der Gemeinschaft auf der Tasche gelegen und nur wenige arbeiteten. Trotzdem keine Arbeitslosigkeit und Staatsschulden; Geburtenrate auf Reproduktionsniveau.

Seit dem 68er Furor „arbeiten“ mehr Frauen, was theoretisch zu noch mehr Einnahmeüberschüssen des Staates führen müsste. Leider ist das Gegenteil der Fall, der Staat ist hoffnungslos überschuldet.

Warum eigentlich?
Die vielzitierten „hochqualifizierten Powerfrauen“ mit ihrer „Frauenpower“ gibt es in der feministischen „Wissenschaft“ und Propaganda zuhauf. In der wirklichen Welt sind die die Ausnahme.
Obwohl die Frauenbeschäftigungsquote ständig steigt, bleibt die Zahl der freiwillig nachgefragte Arbeit verrichtenden Frauen konstant niedrig.
Das mit der Frauen“arbeit“ ist nämlich ein riesengroßer Schwindel. Während die Zahl der wirklich arbeitenden Frauen auf niedrigem Niveau stagniert, werden auf Kosten steigender Steuern und galoppierender Schulden immer mehr bezahlte Stellen für Frauen gekauft.
Und 500.000 neue Krippenplätze würden deshalb, wie ich es vorgerechnet habe, zu Mehrausgaben von ca. 30.000.000.000€/a führen.

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25. Februar 2007 10:43

Das war ja eine schwere Geburt

Torsten Klier (TorstenKlier)

Als ich mir vor 4 Tagen erlaubte die tatsächlichen Kosten der Krippenorgie aufzuführen, tobte der feministische Furor.
Die im feministischen Diskurs übliche Unterstellung der Frauenfeindlichkeit kam sofort, ein Dr. Nikolaus wollte mir Redeverbot erteilen und Nils Angel hat (natürlich nur für einen guten Zweck) die Mathematik, nun sagen wir mal: weiterentwickelt.

Deshalb danke Georgia Farys, dass Sie jetzt zugeben worum es geht: Steuererhöhung (natürlich nur für einen guten Zweck).

Taktloserweise erlaube ich mir wieder die Zahlen zu nennen:
Bei jährlichen Mehrausgaben von 30.000.000.000€ und ca. 30.000.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten macht das pro Jahr und Nase 1.000€.
Gern geben wir, für den guten Zweck.


Und danke Georgia Farys, dass Sie uns endlich die Augen öffnen:
Kinderkrippen sind also „überlebensnotwenig“.
Da frage ich mich nur, wie in bei der geringen Zahl von Krippenplätzen in Westdeutschland überhaupt noch jemand lebt, wenn Kinderkrippen angeblich „überlebensnotwenig“ sind.

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24. Februar 2007 22:44

Ein schöner und

Gustav Lebeding (Lebeding)

angenehmer wie auch wahrer Text. Schön und angenehm, weil er auf niemanden rumhackt und aus der Wirklichkeit heraus die notwendigen Schritte der Familienpolitik anspricht (also angenehm zu lesen ist). Und damit wird der Inhalt wahr. Auch wenn ich kein CDU-Fan bin und an Frau von der Leyens Ideen vieles auszusetzen hätte, so hat sie mit diesem Punkt der Kinderbetreuung recht. - Übel hingegen ist es, wenn anderswo wieder dieser Gegensatz aufgebau(sch)t wird: hier berufstätige und dort hausfrauliche Mütter. Diesen Unfug im Denken sollte eine offene und moderne Gesellschaft wirklich abschaffen. Ein Bischoff Mixa gehört ins Mittelalter. Frau sollte ihn nicht ernst nehmen; denn Frau von der Leyens Vorschläge mit "Gebärmaschinen" in Verbindung zu bringen, ist völlig daneben und irre!

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24. Februar 2007 21:06

@ Torsten Klier, Klarstellung,

Niels Angel (NielsAngel1)

ich dachte, Sie hätten eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aufgemacht, die auch das zusätzliche Einkommen der Mütter einbezieht. Dabei ging es Ihnen offensichtlich nur um die Mehrkosten für die Allgemeinheit.
Sie scheinen mir allerdings beizupflichten, das der Effekt besserer Betreuungsangebote insgesamt positiv wäre.

unbestritten ist, denke ich, dass es eine Umverteilung zugunsten Familien mit kindern wäre, und dass finde ich auch gut so.

Übrigens ist die Mutter zuhause für die öffentliche Hand und die Sozialsysteme auch nicht umsonst, Ehegattensplitting (bei einem Einkommen von 50.000 € ist der effekt ca. 5000 € = 420 € monatlich). plus kostenlose Krankenversicherung (bei dem eben angenommen 1200 € brutto = ca. 160 € pro Monat). D.h. die Mutter zuhause kostet die Allgemeinheit ca. 560 €, ein Krippenplatz 400 € nach ihrer Rechnung.
Bitte nicht falsch verstehen, ich finde, die Allgemeinheit sollte auch unterstützen, wenn Mütter zuhause bleiben möchten.
Aber bitte nicht vortäuschen, es gäbe gewichtige finanzielle Gründe, nicht mehr Kinderbetreuung anzubieten.

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24. Februar 2007 17:49

@alle, die das Wort Gemeinschaft oder Familie falsch verstanden haben

Georgia Farys (Seelefant)

Die Beiträge von Herrn Klier provozieren mich zu einem weiteren Kommentar.
Eine Gesellschaft ist immer eine Soldargemeinschaft - wie die Familie im Kleinen. Die, die viel zum Funktionieren beitragen können sollen das auch tun und die anderen sollen nutzniesen dürfen. (Mami und Papi sorgen für das Geld, das Essen und das Wohlgefühl und die Kinder wachsen auf und lernen mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen).
Es ist doch eine Selbstverständlchkeit, dass die Gesellschaft die Kosten für die Kinderbetreuung übernimmt. Kinder, die nur bei Muttern leben lernen es nicht so einfach, sich sozial zu verhalten, Konflikte zu erkennen und zu lösen. Öffentliche Einrichtungen, die bei der Erziehung unterstützen sind überlebensnotwenig und sind unbedingt zu fördern. Dafür zahle ich gerne Steuern und Kirchensteuer.
Es ist gerecht, wenn der, der mehr hat dem, der weniger abgibt. Die Situation wäre ohnehin nicht so schlimm, wenn jeder so viel in die Kassen einzahlt, wei er soll und jeder nur das nimmt, was ihm zusteht.
Dann ginge es jedem Menschen in Deutschland gut! Genug Geld wäre da für alle und genug Arbeit und Raum für die Kinder auch. Das ist wie mit einer Bettdecke unter der alle liegen - hat einer zuviel, friert ein anderer.

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24. Februar 2007 17:26

Familie ist heilig (heilend)

Georgia Farys (Seelefant)

Irgtendwie scheint unsere Gesellschaft vergessen zu haben, was Familie bedeutet. Ich habe einmal in einem Frauenforum in genau dasselbe Wespennest gestochen, wie Bischo Mixa, als ich erwähnte, dass es immer mehr vernachlässigte Kinder in unserem Land gibt und mir das weh tut.
Es geht nicht darum, Mütter, die arbeiten müssen oder wollen zu verunglimpfen, als Rabenmütter zu bezeichnen oder sie sonst irgendwie zu beleidigen.
Es geht doch vielmehr darum den Stellenwert unserer Kinder und der Familie wieder nach oben zu schaufeln. Es geht nicht an, dass Mütter oder Väter im Berufsleben verspielt haben, wenn sie bereit sind, sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Arbeit MUSS dringend den Bedürfnissen der Familie angepasst werden und genau DAS muss doch die Politik fordern. Genau DAS muss doch eine FAMILIEN-Ministerin fordern. Sicher ist es gut und wichtig für mehr Betreuungsstelen zu sorgen. Aber wollen wir Eltern wirklich die Erziehung unserer Kinder aus der Hand geben??? Das Problem, was ich mit meinem Kind mache, wenn es krank ist ist mit mehr Beaufsichtigungs- oder Erziehungseinrichtungen doch auch nicht gelöst.
Die Arbeit muss den Raum freigeben, Verantwortung für unsere Kinder zu tragen und sie selbst großzuziehen.

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24. Februar 2007 16:29

Eltern-Glück

Dirk Sternberg (crescendo)

Dem Leben ein Leben schenken, daran teilnehmen, verantwortlich sein, gestalten, entwickeln, er'ziehen'... Es gibt unendlich viele gute Gründe für diesen unbeschreiblichen Moment, wenn Leben leben schenkt. Für die Eltern, die Familie, die Gemeinschaft, die Gesellschaft... und offenbar für alle Ideologen, Dogmatiker, die, die es immer besser wissen, und denen, die an den Stammtischen des großkoalierten Einerlei gierig damit Politik zu machen scheinen. Das Kirche, Gott sei dank, eine eigene Position hat, haben muss, ist genau so zu rechtfertigen wie die Entscheidung, keine eigenen Kinder haben zu wollen. Wer will da den ersten Stein werfen? Das die beteiligten, betroffenen Familien unendlich viele gute Ideen brauchen auf ihrem langen Weg zum Kinder(Familien)glück, scheint im Getöse eines polarisierten Medienspektakels abhanden gekommen zu sein. Oder versteckt sich dahinter gar Ignoranz und das beliebte St.-Florian-Prinzip?

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24. Februar 2007 16:10

Es ist zu hoffen,

Torsten Klier (TorstenKlier)

dass so viele wie möglich das letzte Posting von Niels Angel lesen.
Der bewertet ohne nähere Begründung meine Rechnung mit dem Prädikat „absurd“; und stellt seine eigene „Rechnung“ dagegen.
Er geht davon aus, dass die Gemeinschaft für einen Krippenplatz 1.000€/m bezahlt und die jetzt arbeitende Frau vom Arbeitgeber pro Monat 1.200€ bekommt.

Nun erlaube ich mir anzumerken, dass von den 1.200€ geschätzt 400€ für Sozialabgaben und Steuern weggehen, ihr also ca. 800€/m bleiben. Wenn sie das Geld ausgibt, zahlt sie noch mal ca. 200€ Mehrwertsteuer.

Nach dieser leicht nachvollziehbaren Aufstellung ist es so, dass die Gemeinschaft pro Monat 1.000€ zahlt und im Gegenzug (Steuern und Sozialabgaben) ca. 600€ einnimmt.

Für die Berechnung der Gesamtbilanz für die Gemeinschaft können wir zwei Arten der Mathematik verwenden:

1. Berechnung nach Adam Ries:
-1.000€ + 600€ = -400€

2. Berechnung nach Nils Angel:
-1.000€ + 600€ = 200€

Noch Fragen?

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24. Februar 2007 15:46

Liebe Andrea Weigel,

Torsten Klier (TorstenKlier)

es ist nun mal so, dass es Menschen gibt, die die Werte erarbeiten und in die verschiedenen gemeinsamen Kassen einzahlen. Und dann gibt es welche, die schaffen nichts und werden aus dem Geld der gemeinsamen Kassen alimentiert.

Letztere haben natürlich ein kleines Legitimationsproblem, weshalb die sich immer herere Aufgaben stellen und immer mehr Geld verballern; alles natürlich ganz selbstlos und nur für das Gemeinwohl. Jede Aktivität, jedes Projekt von denen ist in deren Selbstdarstellung immer ein „voller Erfolg“.

Schade nur, dass dieser „volle Erfolg“ in der Gesamtbilanz so gar nicht zu sehen ist, denn tatsächlich produzieren die Katastrophen ohne Ende. In den letzten fast vierzig Jahren haben die 68er und ihre Nachkommen die Geburtenrate halbiert, die Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit von Null auf 1.500.000.000.000 bzw. 4.000.000 erhöht, ein „voller Erfolg“ sozusagen.

Nun kommen die Einschäge näher und angesichts dieser „vollen Erfolge“ stellt sich schon die Frage, wer die Party finanziert.
Darum, Andrea Weigel, um diese so völlig nebensächliche Frage geht es. Nur darum.

Oder glauben Sie man müsse nur die Frage verbieten und schon hat man das Geld?
Würde mich nicht mehr wundern.

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24. Februar 2007 14:23

Mixa hat recht, Sandra Kegel aber auch

Jürgen Kuhlmann (juergen180362)

Bischof Mixas Formulierung mag pointiert gewesen sein, aber er weist auf die Gefahr staatlicher Bevormundung zurecht hin. Frau Kegels Argumenten vermag ich weitestgehend zu folgen und die Notwendigkeit einer deutlichen Ausweitung pädagogisch sinnvoller, kindgerechter Betreuungseinrichtungen zu bezahlbaren Preis (nicht: Kinderverwahranstalten!) ist offensichtlich. Hier ein entsprechendes Angebot zu schaffen oder besser dessen marktwirtschaftliche Organisation zu unterstützen, ist aller Mühen wert, damit junge, gut ausgebildete Frauen nicht vor die Wahl Kind oder Karriere gestellt werden.
Nicht folgen kann ich jedoch, wenn der Widerstand gegen neue Eingriffe des Staates in das Erziehungsrecht der Eltern als rückständig denunziert wird. Ein verpflichtendes Kindergartenjahr wie es Frau von der Leyen vorschlägt, ist ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht und in das elterliche Erziehungsrecht. Eltern in normalen, d.h. funktionierenden Familien, wissen am besten, was für ihre Kinder gut ist. Eine Ministerin brauchen wir dazu nicht, auch nicht jemand, der mit missionarischen Eifer seinen eigenen Lebensentwurf, vor dem ich im übrigen großen Respekt habe, als Vorbild auch für andere propagiert. Und darum ging es dem Bischof.

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24. Februar 2007 10:39

@Herrn Klier

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

Was ist eigentlich ihr Problem?

Geht es Ihnen generell ums Geld oder sind sie einfach nur der Ansicht, dass Frauen Menschen 2.Klasse sind?

Der einzige Eindruck, den Ihre Kommentare bei mir hinterlassen, ist der, dass sie diese mit hasserfülltem Sinn schreiben und der tiefsten Überzeugung sind, dass der einzig wahre Platz der Frau unter einer Burka sei und das Schopenhauer unbedingt Recht hatte.

Ich glaube, wir haben Ihre Berechnungen zu den Kosten der Krippenplätze mittlerweile alle mehrfach gelesen und ihre Ansichten über arbeitende Frauen und den öffentlichen Dienst auch. Wie wäre es, wenn sie mal was Neues formulieren und sich nicht permanent wiederholen?

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24. Februar 2007 10:28

man sollte Politikern nicht trauen

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

ich habe in einem früheren Kommentar von einer Betreuungsquote von 35 % gesprochen, da dies das angeblich das erklärte Ziel sei. Ich habe dabei überlesen, dass es ja nur um die Verdreifachung der jetztigen Quote ging. Leider habe ich keine verlässlichen Zahlen bekommen. Aber die Quote 2004 lag für Hessen lt einer Studie der IHK bei 3,7 %. Eine Verdreifachung wären damit 11 %. und nicht 35 wie Frau v.d.L so vollmundig tönt.

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24. Februar 2007 10:15

Gebärmaschinen - Ja!

Rainer Egold (Humanitas)

Zunächst einmal stört mich, dass die Erklärung von Mixa nicht im vollen Wortlaut in der FAZ abgedruckt wurde, um beurteilen zu können ob der folgende normative Satz der Schreiberin zutreffend ist.
Mixa hat auch gefordert: Familienfreundliche Arbeitsplätze und nicht eine arbeitsplatzfreundliche Familie. Was ist daran eine "alte Ideologie"? Sind nicht die Forderungen von der Familienministerin und die der Autorin antiquiert und affirmativ?
Warum die Familien, die Kinder, die Männer und die Frauen, die einer bezahlten Tätigkeit nachgehen wollen, an unflexible, rückwärtsgerichtete Bedingungen einer kapitalistischen/sozialistischen Arbeitswelt anpassen und nicht die Arbeitsbedingungen den Menschen anpassen?
Und warum wird die Kindererziehung, obwohl sie angeblich so wichtig ist, materiell in unserer Gesellschaft so gering honoriert? Wieso wird, beispielsweise eine Tätigkeit in einem Finanzinstitut höher eingeschätzt und entlohnt als die Erziehung von Kindern? Was ist für eine Gesellschaft langfristig wichtiger: "gut" erzogene, leistungsfähige und -bereite Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder kurzfristige Sharholdervalue-Maximierung?usw.
Für Weichenstellungen hierzu ist "die" Politik verantwortlich. Erfüllt sie diese Aufgabe?Nein!

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24. Februar 2007 09:55

Zwei Fragen

Torsten Klier (TorstenKlier)

Gestern Abend habe ich mir erlaubt, die Mythen der Krippenfanatikerinnen in Beziehung zur Wahrheit zu setzen; dabei vorsorglich eingeschränkt, dass diese Fakten nur für ehrlich Interessierte nützlich sind, denn Fanatikerinnen werden die nicht zur Kenntnis nehmen sondern die immer gleichen falschen Texte runterbeten.

Ich hoffte, mit dieser Ansage würden uns in diesem Strang weitere Lügen und ideologische Plattheiten erspart.

Leider habe ich den Fanatismus und den Realitätsverlust der Fanatikerinnen unterschätzt.
Obwohl nachweislich (die Zahlen kommen von der Bundesregierung bzw. vom statistischen Bundesamt) die Geburtenrate in Deutschland umgekehrt proportional zur Zahl der Krippenplätze und Frauenbeschäftigungsquote ist, erzählt eine Monika Mommertz ungerührt, dass viel Frauen keine Kinder bekämen, „weil ihnen nur zu bewusst war, dass die Erwerbswelt, die sie nicht missen mögen, noch weitgehend von Männern - und sehr wenigen Frauen - dominiert war“.

Widerspruch sinnlos.
Aber ein Frage hätte ich an Monika Mommertz und alle anderen Fanatikerinnen:
Was ist die Ursache für Eure Realitätsverweigerung?
Was ist der Grund für Euren jede Wirklichkeit ignorierenden Fanatismus?

Ich danke schon mal für die Antwort.

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24. Februar 2007 09:53

Unasgewogene Diskussion

José Pons (josepons)

Die Diskussion um die "Gebäremaschine" beobachte ich mit Interesse. Es schient mit wichtig zu sein, eine ausgewogene Debatte zu führen. Die Problematik lässt sich nicht mit einem Wort lösen.

Das Problem sind die staatlich geführten Krippen und die direkte Möglichkeit der Staates in die Erziehung ideologisch (s. Genderdebatte) einzugreifen.

Der Ruf kann also nur sein "Gebt den Eltern das Geld". Aufgabe des Staates ist, Anreize, ähnlich wie bei den Schulen, zu schaffen, damit die Eltern die Erziehung in die Hand nehmen oder das Geld an Personal weitergeben, das ihre Beführwortung findet. Die Staatshörigkeit in Deutschland ist groß und viele meinen, daß wenn der Staat das Geld den Eltern gibt, die Eltern das Geld für sich behalten werden und es nicht für die Kinder ausgeben werden. Ist das so?

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24. Februar 2007 09:14

@ Torsten Klier

Niels Angel (NielsAngel1)

Ihre absurde Rechnung stellen Sie haben Sie ja bestimmt schon 10x in diesen Leserbriefforen eingestellt. Dadurch wird es auch nicht richtiger.
Woher kommen Sie darauf, dass nur 100.000 der 500.000 Frauen einer auf dem freien Markt nachgefragten Arbeit nachgehen würden? Gerade gut ausgebildetete Frauen gehören in anderen Ländern zu den Gewinnern des Strukturwandels hin zur Service-Gesellschaft. Also:
Kosten für einen Krippenplatz:
- ca. 1000 € im Monat (mehr als Sie geschätzt haben, private Angebote in München so ab 800 € zu haben).
- im Durchschnitt eine halbe Stelle mit 1200 € brutto (konservativ geschätzt, die Zielgruppe für die zusätzlichen Plätze sind ja eher gut ausgebildete Frauen)
macht 200 € volkswirtschaftlichen Gewinn pro Krippenplatz pro Monat, gleich 1,2 Mrd. positive Effekte für die Volkswirtschaft. Nicht viel, aber eben auch nicht negativ wie von Ihnen beschrieben.


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24. Februar 2007 05:07

Lieber Herr Trouvain,

Antje Sommer (ansomm)

Ich gebe Ihnen Recht, auch mich interessieren empirische Daten zu den Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern. Vielleicht habe ich das unglücklich ausgedrückt, aber was mich in der Diskussion sehr betroffen macht, ist dass viele Personen in der Diskussion immer wieder betonen, dass Kindergartenkinder die unglücklichen Kinder sind und weniger von ihren Eltern geliebt werden. Als Frau muss man sich dann später mit dem Vorwurf auseinandersetzen, eine Rabenmutter zu sein, wenn man seine Kinder in eine Kita schickt. Das führt soweit, dass jemand behauptet, 10 Mio. Menschen aus der Ex-DDR sind Alkoholiker, wohl weil sie als Kinder in die Kita mussten. Ich finde die Debatte, ob Frauen Rabenmütter und ihre Kinder wegen ihrem Schicksal zu bedauern sind, sehr absurd. Ich kann das aus meinem Umfeld nicht bestätigen und empirische Daten dazu, ob es besser oder schlechter für die kindliche Entwicklung ist, wenn Kinder früh eine Kita besuchen, würden mich in dem Zusammenhang wirklich interessieren. Ich bin überzeugt, dass sich herausstellt, das keiner dieser Erziehungswege schlechter ist als der andere.
Mir ist die Wahlfreiheit wichtig. Wie man sieht, gibt es leider aber nach wie vor zu viele falsche Vorurteile gegenüber arbeitenden Müttern.

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23. Februar 2007 21:01

Na, das wurde aber Zeit,,,

Monika Mommertz (akinomm)

Wieviele Frauen haben in den letzten Jahrzehnten keine Kinder bekommen, weil ihnen nur zu bewusst war, dass die Erwerbswelt, die sie nicht missen mögen, noch weitgehend von Männern - und sehr wenigen Frauen - dominiert war, die eben das vertreten, was Herr Mixta und viele Gleichgesinnte hier ganz offen herausposaunen...???

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23. Februar 2007 19:36

Mythen und Wahrheit

Torsten Klier (TorstenKlier)

Mythos:
Kinderkrippenplätze und Frauenarbeit führen zur Steigerung der Geburtenrate.

Wahrheit:

Neue Bundesländer:
Krippenplätze: 150.000
Frauenbeschäftigungsquote: 72%
Geburtenrate: 1,2 Kinder pro Frau

Alte Bundesländer:
Krippenplätze: 50.000
Frauenbeschäftigungsquote: 62%
Geburtenrate: 1,4 Kinder pro Frau


Mythos:
Es sind vorwiegend die Alleinerziehenden, die arbeiten weil sie es „müssen“.

Wahrheit:
Die Alleinerziehenden arbeiten (Ausnahmen bestätigen die Regel) so gut wie gar nicht.
Es arbeiten vorwiegend die in reaktionären, steinzeitlichen, mittelalterlichen Verhältnissen (sorry, den Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen) lebenden, d.h. verheiratete Frauen.


Diese Tatsachen für die Interessierten.
Die Fanatikerinnen werden auch diese nicht zur Kenntnis nehmen sondern die immer gleichen, nachweislich falschen, Texte runterbeten.
Ja, beten, denn was die hier ablassen hat nichts mit einer sachlichen Erörterung oder Diskussion zu tun; es ist Wahrheit verachtenden religiöser Fanatismus.

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23. Februar 2007 19:26

Lügen und Wahrheit

Torsten Klier (TorstenKlier)

Dr. Nikolaus, es kann gut sein dass ich was falsch sehe. Und im Gegensatz zu Ihnen bin ich durchaus kritikfähig.
Möglich, dass meine Berechnung der Folgekosten (30.000.000.000€/a) nicht stimmt;
Sie können jederzeit Ihre eigene Rechnung entgegenstellen.
Unverschämtheit jedoch, wenn Sie mich der Lüge bezichtigen, ohne selbst nur eine einzige Tatsache entgegen zu halten.

Nebenbei:
Ihre Behauptung, die Beschäftigungsquote für Frauen in Frankreich wäre höher als in Deutschland, ist falsch.

Aber wenn Sie so gut Bescheid wissen, hätte ich zwei Fragen an den Herrn Dr.:
1.
Warum entwickelt sich die Staatsverschuldung in Deutschland proportional zur Frauenbeschäftigungsquote (obwohl die Verschuldung wegen der von Frauen zusätzlich gezahlten Steuern sinken müsste)?
2.
Warum steigen die kommunalen Kosten für Erziehungshilfen (Jugendpsychiatrie, Streetworker, betreutes Wohnen usw.) proportional zur Frauenbeschäftigungsquote?

Wie sieht´s aus, Herr Dr. Nikolaus?
Haben Sie außer Redeverboten und ideologischem Geschwurbel vielleicht auch was zu Sachfragen zu sagen?
Ich erwarte Ihre Antwort!
Danke.

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23. Februar 2007 19:14

Kind erziehen,nicht betreuen

Manfred Honeck (maho1958)

Deutschland hat eine der besten und erfahrensten Kinderpsychologen der Welt:Christa Meves,
Schweden ,ein Kinder-Fremdbetreungsland,hat die renommierte Kinderexpertin Anna Wahlgren.
Beide raten dringend vor Fremdbetreung zumindest in den ersten drei Lebensjahren ab.Wenn man die Auswirkungen ernst nimmt,muß man Bischof Mixa danken für seinen Einsatz.Das Wohl des Kindes ist an erste Stelle zu setzen.

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23. Februar 2007 17:22

Die Finanzierung

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

Das ist ein Problem. Wenn Mütter arbeiten müssen, weil es finanziell knapp wird und der Familie dann auch noch die Finanzierung der Kinderbetreuung aufgeladen wird, ist das schon heftig. Andererseits gibt es sicherlich diejenigen, die dann soviel Einkommen haben, dass sie ihren vollen Beitrag leisten können. Warum also nicht einkommensabhängig finanzieren?
Oder sollte man dann, wie in einem anderen Vorschlag „Erziehungsgeld“ zahlen? Und jeder soll dann selber entscheiden, ob er das Kind selber betreut oder fremdbetreut? Aber, wie hoch soll diese „Erziehungsgeld“ sein? Wie lange soll es gezahlt werden und..... welche Form des Missbrauchs wird es geben? Wer kann es sich nicht vorstellen, dass hier der eine oder andere dann das Kind als Einkommensquelle sieht und dann vielleicht nicht einmal mehr in den Kindergarten gibt? Welchen Schaden wird das anrichten?

Ich denke, Frau von der Leyen sollte sich mit den Kultusministern der Länder zusammensetzen und ein einheitliches Bildungs- und Erziehungsprogramm erstellen und für die Finanzierung sorgen. Diese ganze unsinnige Trennung der Kompetenzen zwischen Betreuung, Familie und Schule, Bund, Land und Stadt führt doch nur nach Absurdistan.

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23. Februar 2007 17:16

Viele gute Argumente auf beiden Seiten

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

aber, warum überhaupt auf eine Seite stellen?

Muss eine Mutter 24 h am Tag für ihr Kind da sein und wenn ja, bis zu welchem Alter?
Ist wirklich eine Mutter immer die beste Betreuung? Angesichts viel zu vieler Nachrichten über verwahrloste Kinder und Kinder, die nur einmal am Tag etwas Warmes zu essen bekommen und dann auch noch von Wohlfahrtseinrichtungen, frage ich mich das schon lange.

Aber es gibt auch negative Meldungen über öffentliche Einrichtungen.

Einerseits:
Jede Frau muss das Recht und die Möglichkeit haben über ihr Leben selbst zu bestimmen. Und das geht nun mal auch nur mit finanzieller Selbstbestimmung. Die Egozentrik ist soweit ausgeprägt, dass keine Frau darauf vertrauen kann, dass sie vom Vater ihrer Kinder im Zweifel auch für den Rest ihres Lebens unterstützt wird, falls sie nach der „Erziehungspause“ keinen Arbeitsplatz mehr bekommt. Eine zur Zeit bedauerlicherweise sehr reale Möglichkeit.

Andererseits:
Auch ich empfinde diese ganze Diskussion schon lange als degradierend. Auch von den Befürwortern. Hier wird viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen.

Ein wenig mehr Sachlichkeit würde ich sehr begrüssen.

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23. Februar 2007 17:08

Warum arbeiten Mütter überhaupt?

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

1. Sie müssen, weil
a. Alleinerziehend
b. Schulden (Die Einführung von Studiengebühren war hier ausgesprochen hilfreich! (Achtung Sarkasmus!)
c. Der Ehepartner verdient zu wenig, als dass es für den Unterhalt einer Familie reicht
d. noch in der Ausbildung
2. Sie wollen, weil
a. sie nicht abhängig sein möchten
b. sie das Fachwissen und den Kontakt nicht verlieren wollen
c. sie gerne arbeiten und die Anregung brauchen
d. sie Karriere machen wollen
e. sie selbständig sind und eine Pause den Verlust ihres Geschäftes bedeutet

Und mal ehrlich, welcher von den o.g. Punkten ist denn so verwerflich? Und welchen kann man nicht auch mit kleinen Kindern, zumindest in Teilzeit organisieren?

Oder sind hier einige der Ansicht, dass das wesentliche Charaktermerkmal einer Mutter ìhre Opferbereitschaft ist?

Und damit frau arbeiten kann, braucht sie jemanden, dem sie guten Gewissens das Kind anvertrauen kann und das das bezahlbar ist.

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23. Februar 2007 16:57

Gebärmaschine?

Renate Schellhaas (RenateChrista)

Ganz wunderbar, Ihr Artikel, Sandra Kegel!
Ich bin Großmama, Jahrgang 1946 und verstehe die jungen Frauen. Die Diskussion, die lange überfällig war, gewinnt an Tiefe. Endlich wird in der Politik von Frau von der Leyen "das heiße Eisen" angepackt. Und mit Sozialismus "a la DDR" hat das nun gar nichts zu tun.

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23. Februar 2007 15:53

Gebärmaschinen

Katia Moya (KMoya)

Es geht bei der Debatte nicht darum, ob die Architektin/Chefarztfamilie die Betreuungsplätze für ihre Kinder subventioniert bekommt - das ist nicht Fall, denn die Beiträge sind einkommensabhängig. Es geht darum daß
-ein Einkommen oft nicht genug ist
-die Architektin, die Verkäuferin, die Ingenieurin, die Putzfrau usw. sich überhaupt traut, Kinder zu kriegen, weil sie nämlich ohne Betreuungsmöglichkeiten vollkommen abhängig ist, entweder von ihrem Mann oder vom Staat. Es hilft sehr zu wissen, daß frau unter Umständen jederzeit arbeiten kann, auch wenn sie sich dagegen entscheidet.
-nicht alle Omas oder Tanten haben, die einspringen können. Oder, daß genau diese Oma oder Tante nicht auf das Kind aufpassen möchte oder sollte.
-viele private Lösungen im konkreten Fall schlechter sind als Kinderkrippen mit gut ausgebildeten Erzieherinnen. Wer behauptet, 1 Kleinkind verträgt nur 2-3 Bezugspersonen, müßte dann ja auch Großfamilien verbieten.
Meine Erfahrung: 1 Sohn, ging mit 14 Monaten in die Krippe, mit 2 1/2 in einen zweisprachigen Kindergarten. Hat dort viele Dinge erlebt, die ich ihm allein nicht bieten könnte. Und mir hat der Austausch mit den anderen Eltern&Erziehern sehr geholfen, in meine Rolle als Mutter zu wachsen

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23. Februar 2007 15:32

Danke

Imke Saidykhan (isy_altklug)

Sie sprechen mir aus der Seele. Was unter anderem in Skandinavien und Frankreich schon jahrelang erfolgreich praktiziert wird, wird hier mit scheinheiligen Argumenten totdiskutiert! Wäre es so, wie die Kirche meint, so müssten unsere Nachbarländer vor seelischen Krüppel untergehen. Mitnichten gedeiht ein Kind in den ersten Lebensjahren ausschließlich in 24stündiger Obhut der Mutter. Ein Kind braucht feste Bezugspersonen, die ihm Liebe und Zuwendung geben. Das können neben den Eltern auch Großmütter, Tagesmütter oder auch Erzieherinnen sein. Di Diskussion, die da geführt wird, ist nicht konservativ, sie ist mittelalterlich. Die Kirche hat die Frauen jahrhundertelang zu Gebärmaschinen degradiert und tut es in den Entwicklungsländern mangels Aufklärung und Bildung der Bevölkerung dort heute noch. Mein zweites Kind wird jedenfalls auch wegen mangelnder Betreuungsmöglichkeiten gar nicht erst geboren werden.

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23. Februar 2007 14:59

lufthoheit

Marco Vogt (MarcoVogt)

Ich mag es nicht, wenn sich der Staat in jegliches Detail des Familienlebens einmischen will.

"Lufthoheit über die Kinderbetten" ist ein Spruch, der der Wahrheit nahe kommt. Warum kritisieren Sie Mixa, Müntefering aber nicht?

Krippenplätze sind nicht schlecht, doch muss ich bei der Diskussion feststellen, dass man anscheinend das eine Feindbild der "Rabenmutter" direkt durch das der "mittelalterlichen Hausmutter" ersetzen will.

Was soll daran gut sein eine Ideologie durch die Andere zu ersetzen? Nur weil die eine derzeit Zustimmung findet?

Wie wäre es die Eltern liberal selber WÄHLEN? Ganztagsschulen und Krippen wie gefordert sind keine Wahlmöglihchkeit, wenn ich die Kinder nicht entbinden kann.

Genauso Krippenplätze, wenn ich mein Kind - WARUM auch immer und von WEM immer (Mutter, Vater, Großmutter, Großvater) - erziehen lassen will.

In China erziehen die GROSSELTERN die Enkel, die Eltern arbeiten. Auch im Sozialismus muss es also nicht unbedint heißen: Staatliche Krippen oder Eltern!

Sie werden aber merken, wenn erstmal die Möglichkeiten, werden die Sozialleistungen für NUR Mütter und Väter zurückgefahren werden. Frauen sind nur noch RENTENBEITRAGSZAHLER. Darum geht es von der Leyen! Nur um die Wirtschaft

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23. Februar 2007 14:50

Katia

Marco Vogt (MarcoVogt)

Richtig, es wurden Kinderfrauen beschäftigt!

Aber doch im eigenen Haushalt und meist für die eigenen Kinder und nicht eine Horde, die mühsam beaufsichtigt wird wie in Frankreich, wo 30 Kinder auf eine Betreuungskraft kommt.

Wollen Sie wirkliche DIESE Verhältnisse? Und es hindert niemand Doppelverdiener daran Kinderfrauen zu beschäftigen und somit den Arbeitsmarkt zu beleben. Pervers würde es nur, wenn eine Kinderfrau selber eine Kinderfrau beschäftigen müsste, um weiter arbeiten zu können.

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23. Februar 2007 14:41

@ M. Vogt

Jan Plaß (yoann)

Sind Sie jetzt fertig? Oder kommt noch so ein Spruch den Sie unbedingt loswerden wollen?
Ihre Postings lesen sich zuweilen wie die eines verhinderten Sonntagspredigers. Was wollen Sie eigentlich sagen? Das Sie es ungerecht finden, wie die Familienministerin gedenkt ein flächendeckendes Angebot von Krippenplätzen zu realisieren? Und desshalb sollte man am Besten alles sein lassen?

Ist es denn besser am status quo festzuhalten?

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass in Frankreich die flächendeckende Versorgung mit Krippenplätzen nicht zu einer Verarmung der Einzelverdienern führt und dass sich dort der monatliche Beitrag am Einkommen bemisst. Die Plätze sind nur für Geringverdiener gratis. Also subventionieren faktisch die Besserverdienenden die Krippenplätze für andere.

Warum sollte das nicht auch in Deutschland funktionieren?

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23. Februar 2007 14:26

3 Ideologien im Wettstreit, und die vierte lacht sich einen in´s Fäustchen ?

Wolfgang Müller (SiggiLeicht)

Katholiken, Protestanten und Feminist/inn/en (soll auch männliche geben) dreschen aufeinander ein, während nebenher so ziemlich vieles den Bach runtergeht und einige Islamisten sich wahrscheinlich genüßlich auf die Schenkel klopfen, daß es mit dem westlichen Familien-Einerlei eh bald vorbei ist.
Den Zynismus mal beiseite, bleiben für mich weiterhin Fragen offen:
- Wieso wird hier ständig von Familienpolitik geredet, wenn es vorrangig doch nur um Selbstverwirklichung und materiellen Wohlstand von Erwachsenen geht?
- Was hält selbstbewußte und gebildete Frauen mehrheitlich bis heute davon ab, ihre Lebensplanung in Bezug auf Kinder und Beruf rechtzeitig einvernehmlich mit dem Partner abzustimmen, so daß nicht ständig von ihnen die Rede ist, wenn es um die "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" geht (Hilfsargument Einkommensunterschiede? Geschenkt!)?
- Traten Hyperaktivität, Eß-/Brechsucht, Aggressivität u.a. psychopathologische Erscheinungsformen vor 1968 bei Kindern nicht derart gehäuft auf, und wenn ja: welche sind die Ursachen?
- Was bringt das sprechende Raubtier Mensch mit seiner angeblich nicht überwiegenden Instinkt-Steuerung eigentlich dazu, sich stets von anderen Lebensformen auf diesem Planeten distanzieren zu müssen?

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23. Februar 2007 14:19

Endlich Gleichberechtigung!

Marvin Parsons (mapar)

Da nur noch berufstätige Mütter etwas wert sind und die Fremdaufbewahrung von Kindern ab Tag eins das Ideal ist, gibt es keine Gründe mehr für eine Frau, nicht zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern.

Daher gibt es keinerlei Berechtigung mehr für Ehegattenunterhalt nach Scheidung, denn das ist ein antiquiertes Überbleibsel aus der Zeit der traditionellen Rollenverteilung. Diese Ansprüche sind ersatzlos zu streichen. Sie demotivieren die so versorgten Frauen von der Arbeit und mit staatlicher Aufzucht der Kinder hat jede Frau die Pflicht, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Außerdem sollte im Fall der Trennung das Sorgerecht für die Kinder grundsätzlich dem Vater zugesprochen werden. Nur so haben die Frauen die Chance, sich unbelastet zu verwirklichen und im Beruf ihre Erfüllung zu finden. Da es ja angeblich nicht auf die Zeit ankommt, die die Mutter für die Kinder da ist, genügt ein Umgangsrecht alle 4 Wochen. Die Väter hätten so endlich die Gelegenheit, das von ihnen so oft verlangte Engagement für ihre Kinder zu zeigen.

Das derzeitige Familienrecht und die Praxis, Kinder fast immer den Müttern zuzusprechen, behindert wirkungsvoll die gewünschte Konzentration der Mütter auf die Erwerbstätigkeit.

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23. Februar 2007 14:15

Berufstätige Mütter kleiner Kinder also ...

Katia Moya (KMoya)

sind entweder egozentrische Akademikermütter oder auf dem Selbstverwirklichungstrip ... Liebe Männer, Sie fahren hier harte Geschütze auf. Am besten wir beschränken die Schulzeit für Mädchen auf 6 Jahre!
Würde aber auch nichts nützen, denn überall auf der Welt bleibt an den Frauen - gebildet oder nicht - der Löwenanteil an getaner Arbeit hängen (so die UNO) - daß sie die oft nicht/schlecht bezahlt bekommen, ist eine andere Geschichte. Die Idylle der Mutter, die 24h nur für Kinder bereitsteht, kommt selten vor. Ob es im Zeitalter der Kleinfamilie nicht eher eine Form von Isolationshaft für Kinder&Mütter ist, bleibt dahingestellt. (Es gibt wenige Länder, in denen die Öffentlichkeit so allergisch auf kindliche Lebensäußerungen reagiert wie die deutsche.) Unsere konservativen, christlich-abendländischen Eliten der letzten 2000 Jahre haben jedenfalls immer Kinderfrauen beschäftigt.
Es geht bei staatlich geförderter Kinderbetreuung gerade darum, die Bedürfnisse aller Kinder als Gesellschaft wahrzunehmen und ihnen Rechnung zu tragen. Egal, ob die Eltern reich, arm, gebildet, gut oder schlecht sind. Und das ist eine Chance, man nutzen sollte.

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23. Februar 2007 13:45

Ein gutes Leben ist ein arbeitsreiches Leben => Protestantischer MÜLL!

Marco Vogt (MarcoVogt)

Sorry, aber solch eine protestantische Ideologie vertrete ich bestimmt NIE!

Gegen jegliches kirchliche Einflussnahme!

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23. Februar 2007 13:43

Thomas Nikolaus...

Marco Vogt (MarcoVogt)

Ich teile nicht unbedingt in allen Punkten die Meinung von Herrn Klier.

Aber was Desinformation ist oder nicht, haben weder Sie noch andere zu entscheiden, auch Desinformation gehört zu einer freien Meinungsäußerung dazu, denn die Definition was als solche zu gelten hat oder nicht wäre anfällig für totalitäre Strukturen und Ideologien. Dass Sie das nicht erkennen macht mir ehrlich gesagt wirklich Angst.

Ansonsten können Sie mir ja sagen, was gerecht daran ist, dass eine Alleinverdienerfamilie, die nicht doppelt arbeiten KANN, die Krippenplätze von Doppelverdienern mit doppelt so hohem Nettoeinkommen subventionieren soll.

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
Voltaire.

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23. Februar 2007 13:40

Wer doppelt verdient...

Marco Vogt (MarcoVogt)

kann auch private Krippenplätze bezahlen.

Notfalls gibt es staatliche Zuschüsse zum Verdienst. Diese Zuschüsse bekommen auch Alleinverdienerfamilien.

Und schon ist Gerechtigkeit hergestellt und die Familien können wahrhaft "wählen".

Alles besser als fachistoide Forderung eines SPD-Politikers, "Die Lufthoheit über die Kinderbetten" durch den Staat. Von der Leyen mit ihrer Aussage von der Abwehr der demographischen Katastrophe tut ihr übriges.

Deutlicher konnte man nicht sagen, was man im Zuge des modernen Familienbildes wirklich erreichen will.

Und anscheinend fallen viele auf dieses neosoziale Geschwätz von der modernen Gesellschaft herein.

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23. Februar 2007 13:36

Kinder wählen nicht

Erwin Steinhauer (hauer2)

das scheint mir der Grund für die derzeitige Aktivität Frau von der Leyens zu sein;

(Über)ehrgeizige Akademiker-Frauen und selbstverwirklichende Mütter liegen aber sehr wohl im Trend der political correctness; sie zu bedienen bringt Wählerstimmen;

nicht zuletzt auch für so manchen Mann eine nette Situation: Meine Frau hat ihre Interessen, ich habe die meinen - so entsteht freiheit von- und - wenn die Stimmung positiv ist - auch mal füreinander; na ja und Kinder sind auch ganz nett; der Staat hilft, die unangehmen Pflichten zu erleichtern...

in der DDR wars die Ideologie der Gleichschaltung: Hoheit des Staates über die Kindererziehung: da konnte keine besonders kritisch denkende opposition herangezogen werden;

bei uns ists die Ideologie der Egozentrik, des geringsten Widerstandes; nicht unbedingt fun ist angesagt, aber Verpflichtungen, die einengen, sollten doch nicht unbedingt sein,

die Kinder fragt keiner - weiter so Deutschland; wir wandeln auf Rousseaus Spuren: Der schrieb seinerzeit in den aufklärerischen Schriften, dass die beste Erziehung für die Kinder durch die Eltern erbracht werde - er selber gab seine Kinder aber bald bei den "Findelkindern" in Pflegeobhut - der Mann war schließlich aufgeklärt!

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23. Februar 2007 13:31

Werte Ute

Marco Vogt (MarcoVogt)

Von mir aus kann auch der Mann zu Hause bleiben!

Ich betrachte das aus rein familienökonomischer Sicht: Wer weniger verdient betreut das Kind.

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23. Februar 2007 13:29

@ M. Vogt: Sind Sie für Desinformation?

Jan Plaß (yoann)

Mal wieder so eine Killerphrase von Ihnen: "Sind Sie Demokrat?" Hey wow, jetzt haben Sie mir aber gezeigt. Ich bin natürlich leidenschaftlicher Faschist und mache mich gerne über Andersdenkende her. Ihnen liegt es offenbar, Mitmenschen einen bestimmten Stempel aufzudrücken. Mit der Sache hat das natürlich nichts zu tun. Sonst hätten Sie auch auf meine formulierte Frage hin Stellung genommen.

Zur Sache: Meinungen sind das Eine, Fakten das Andere. Hr. Klien hatte in seinem Beitrag nicht formuliert, dass er seiner Meinung nach keinen Sinn in der beruflichen Betätigung von Frauen sieht. Sondern er hat mit ganz offensichtlich falschen Zahlen belegt weshalb die berufliche Betätigung von Frauen völlig sinnlos ist.

Das ist keine Artikulation von Meinung mehr, sondern gezielte Desinformation. Man muss eigentlich sagen, dass Hr. Klien in seinem Beitrag ganz einfach lügt um seine durchaus menschenverachtende Ansicht zu vertreten.

Und das Hr. Vogt gehört in einer Demokratie nicht dazu.

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23. Februar 2007 13:24

Woanders geht es doch auch!

Kristin Lohse (la.petite.mouette)

Ich habe nicht alle Meinungen gelesen, aber doch schockiert mich gleich der erste Beitrag, dass berufstätige Mütter und Kita-Betreuung angeblich Müll seien.
Ich habe selbst noch keine Kinder, aber die Situation in Deutschland würde mir die Entscheidung auch nicht leichter machen, dort welche großzuziehen.
Ich bin der Meinung, dass es durchaus positiv sein kann, wenn Kinder sich tagsüber unter Gleichaltrigen aufhalten und von kompetenten Pädagogen, die Spaß und Freude an ihrer Arbeit haben, betreut werden. Vielleicht beschäftigt man sich sogar viel intensiver in der Zeit, die man dann gemeinsam am Abend, am Wochenende oder in den Ferien verbringt miteinander, eben weil man sich nicht die ganze Zeit hat. Es ist dann eben die Vorfreude.
Ich habe ein halbes Jahr in Schweden gelebt, mein Freund ist Däne und ich werde bald in Dänemark leben. Dort funktioniert das auch prima. In Skandinavien sind die Kinder tagsüber gut betreut, die Mütter und Väter können arbeiten. Komischerweise sind es dann nur die deutschen Kinder, die darunter leiden würden??
Ich kenne viele Menschen, die im Kindergarten waren, auch ich selbst. Wir sind alle wohl erzogen und ich konnte mich nie über mangelne Zuwendung meiner Eltern beklagen. Andere auch nicht!

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23. Februar 2007 13:12

Grippenplätze ja, aber nicht auf Kosten anderer Familien!

Christoph Weiß (christoph_weiss)

Eine echte Wahlfreiheit für Frauen besteht nur, wenn es einer Frau freigestellt ist, ob sie ihr Kind in eine Kindergrippe geben oder selbst erziehen möchte.

Es wäre daher falsch, davon abzu weichen, mehr Grippenplätze zur Verfügung zu stellen. Es ist aber genauso falsch, dann bei den Familien an anderer Stelle zu kürzen. Es gibt genug Frauen, die keine Grippenplätze wollen und dies sollte ebenfalls respektiert und nicht bestraft werden. Dies hat auch nichts mit einer antiquierten Rollensicht zu tun. Beispielsweise besteht meine Frau darauf, die ersten Jahre bei unserem Kind zu bleiben, da sie eine Kindergrippe als Entfremdung sieht und der festen Überzeugung ist, dass dies nicht gut für das Kind ist. Und genau das sollte jede Frau selbst entscheiden können.

Quintessenz ist, dass man bei Frau van der Leyen das Kleingedruckte lesen muss (Kürzungen bei anderen Geldern für die Familie) und dass dies so nicht akzeptabel ist, da dann die benachteiligt werden, die sowieso bereits finanzielle Einbußen haben, weil die Frau lieber die erste Zeit beim Kind bleiben will. Damit wird eine arm/reich-Schere zwischen Familien aufgemacht.

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23. Februar 2007 12:50

Küken zur Henne!

Ute Schletter-Burkhardt (dreisprung)

Die Frau hat bei der Entscheidung, ob, oder ob es nicht zu Nachwuchs kommt, nun mal das letzte Wort. Meine Herren, Sie können die Sache hier drehen und wenden wie Sie wollen. Sie können jammern, daß es nur mit Mutti hautnah gut geht, Sie können vorrechnen, was Krippenplätze kosten (der war echt der Brüller!) Sie können sich mit aller Macht in Ihr Nest stellen, den Hahn geben und gegen Besserverdienende die dann auch die von Ihnen über die Steuer finanzierten Krippenplätze belegen krähen, Sie können verzweifelt kämpfen um Ihre Rolle, Sie können es weiter mit Druck und schlechtem-Gewissen-machen versuchen: die Dinge sind ins Rollen gekommen, die lassen sich höchstens aufschieben, nicht aber aufhalten. Ich weiß, daß das für Sie schwer ist. Sehr schwer.
Diese Gesellschaft muß Bedingungen schaffen, die Kinder wieder zu der natürlichsten Sache der Welt werden lassen. Sie besitzt ausreichend Vermögen dazu.
Krippenplätze sind Möglichkeiten. Nichts weiter. Für die, die sie brauchen, können sie entscheidend sein. Für die, die sie nicht brauchen oder wollen, sind sie nicht zwingend. Und ich spreche keinem Menschen die Fähigkeit ab, das selbst entscheiden zu können.

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23. Februar 2007 12:45

Danke für den Artikel

Johannes Roos (johro)

Der Artikel ist wunderbar und hat mich sehr gefreut. Es ist erstaunlich, wie schwer sich die Deutschen mit der Rolle der Frau in der modernen Familie tun. Das überalterte Bild der Rolle der Frau ist für unsere Gesellschaft einfach nicht mehr tragfähig. Die Entwicklung ist weitergegangen ohne dass dies ein Teil der Bevölkerung mitbekommen hat. Ob Frankreich ein beispielhaftes Modell ist, sei dahin gestellt. Ich kenne das Beispiel von Finnland, was durchaus seine Vorzüge hat, das heißt nicht, dass auch dieses Modell noch verbesserungswürdig sein kann. Wir können durchaus einen eigenen Weg gehen, aber vorwärts geht man nicht, in dem man rückwärts schaut.
Die Berufswelt würde von einer stärkeren Durchdringung mit weiblichen Führungskräften profitieren. Die „neue“ Bescheidenheit würde sicherlich dem Fortschritt der Gesellschaft von Nutzen sein. Ganz im Gegenteil wäre es sogar wichtig, Frauen und Mütter in Führungsetagen zu haben, und nicht nur Frauen deren hauptsächliches Streben allein die Karriere ist.
Ich selbst bin Vater von 4 Kindern und führe mit meiner Frau (eine Finnin) ein kleines Familienunternehmen. Die positive Entwicklung unserer Kinder (Alter zwischen 5 und 15 Jahren) bestätigt uns täglich.

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23. Februar 2007 12:38

Gebärmaschinen??

Horst W.G.H. Birr (HoBi933)

Bravo, toller Beitrag zu diesem top-aktuellen Thema. Ob der Herr Mixa wohl die FAZ liest, neben der täglichen Bibel-Lektüre, natürlich? Wo lebt dieser Mann eigentlich, in welchem Jahrhundert hat er aufgehört den "Leuten auf´s Maul" zu schauen/hören? Und, was sagt eigentlich sein deutscher Boss dazu? Wäre doch interessant, dessen Meinung hierzu zu erfahren!

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23. Februar 2007 12:18

Wahlfreiheit

Juliane Storch (J.Storch)

Überall ist nun von "Wahlfreiheit" die Rede. Das sollte in der Tat das Ziel sein. Natürlich gehören zu der Wahlfreiheit auch benötigte Betreuungseinrichtungen.

Es sollte aber nicht vergessen werden, die tatsächlichen Wünsche der Eltern zu erforschen. Für beide Lebensformen gibt es nämlich auch viele Argumente, die den Wünschen der Eltern nicht entsprechen.

So möchten manche Mütter (und Väter) arbeiten, weil
- das Einkommen des einen Elternteils nicht reicht
- der Partner nicht bereit ist, die "Hausfrau" zu finanzieren
- der Wiedereinstieg nach einer längeren Pause unmöglich ist
- die Frau Angst hat im Falle einer Trennung "doof dazustehen"

und manche Mütter (und Väter?) bleiben zuhause, weil:
- der Arbeitgeber Teilzeitstellen nicht anbietet und Vollzeit zu viel wäre,
- es sowieso keine Stellen gibt,
- Arbeitgeber ungerne Frauen mit kleinen Kindern einstellen (die Kinder könnten ja krank werden!)
- bezahlbare Betreuungsplätze fehlen

In all diesen Fällen können die Eltern nicht ihren eigentlichen Wünschen gerecht werden. Wenn schon die Wahlfreiheit Ziel ist, müsste an allen diesen Punkten angesetzt werden.

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23. Februar 2007 12:11

Verwirrt

Katia Moya (KMoya)

Nun, daß ein Bischof über Familienleben und die damit verbundenen Herausforderungen nicht bis ins Detail bescheid weiß, das sei ihm verziehen. Das er seine Weltfremdheit lauthals kundtut, wäre gleichfalls unerheblich, würden nicht die verfeindeten Lager diese entweder als Banner vor sich hertragen und die anderen sich reflexartig darüber aufspulen. Ich gebe zu, bei mir tritt der Reflex durchaus auch auf.
Mittlerweile habe ich mich aber wieder abgespult und will nur folgendes sagen:
Daß unsere Gesellschaft organisierte Kinderbetreuung der unterschiedlichsten Art (doppelt unterstrichen) braucht und zwar für alle Alterstufen, hat schlicht und einfach mit den Bedingungen zu tun, unter denen wir leben. Die meisten Frauen binden sich hierzulande ihre Säuglinge nicht mehr auf den Rücken und gehen so aufs Feld, bzw. beauftragen die 5jährige Schwester mit dem Kinderhüten. Wir schicken die Kinder auch nicht mehr so einfach allein nach "Draußen" zum Spielen. Da diese Strategien zu Recht nicht mehr in Frage kommen, zahllose Frauen aber nun einmal arbeiten müssen/wollen (wieso sollte es ihnen auch keinen Spaß machen dürfen?), akzeptieren wir es besser und sorgen dafür, daß unsere Kinderkrippen und Kitas die besten der Welt werden.

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23. Februar 2007 12:08

Mittelalterliche Gesellschaft

Niko Akathari (NikoA)

Im Mittelalter gab es weder einen Sozialstaat noch "demokratische" Umverteilung. Da gab man wohl seinen Zehnten für die Armen und das ist ja auch richtig so. Heute zahlt man "ganz modern" mehr als die Hälfte an den Staat und die Mehrheit entscheidet über die Verwendung. Das nennt man dann Fortschritt. Komisch nur, daß heutzutage ganz sicher viel mehr gearbeitet wird als damals im Mittelalter in Mitteleuropa. Wie kommt das nur? Ganz einfach: der Mehrwert wird heute durch die herrschenden Bürokraten abgeschöpft, diese leben fürstlich, ohne darauf angewiesen zu sein, nachgefragte Leistungen für andere zu erbringen. Das ist kein Fortschritt, das ist eine Ausbeutung nie zuvor gekannten Ausmaßes.
Die verzerrte Wahrnehmung von "Fortschritt" ist nur in Kulturen möglich, in denen Selberdenken frühestmöglich durch Kollektivbeschulung ersetzt wird. Und das ganze Gerede der Politiker, das Beklagen und Fordern dient nur dem einen Zweck: Noch mehr von dem Geld und der Arbeit anderer Leute abzubekommen. Damit das nicht ganz so auffällt, wird auch etwas weitergegeben, womit man sich dann die Unterstützung der so Korrumpierten sichert. So ist es mit anderen Dingen und so ist es auch hier.

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23. Februar 2007 12:01

Endlich Gleichberechtigung!

Marvin Parsons (mapar)

Da nur noch berufstätige Mütter etwas wert sind und die Fremdaufbewahrung von Kindern ab Tag eins das Ideal ist, gibt es keine Gründe mehr für eine Frau, nicht zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern.

Daher gibt es keinerlei Berechtigung mehr für Ehegattenunterhalt nach Scheidung, denn das ist ein antiquiertes Überbleibsel aus der Zeit der traditionellen Rollenverteilung. Diese Ansprüche sind ersatzlos zu streichen. Sie demotivieren die so versorgten Frauen von der Arbeit und mit staatlicher Aufzucht der Kinder hat jede Frau die Pflicht, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Außerdem sollte im Fall der Trennung das Sorgerecht für die Kinder grundsätzlich dem Vater zugesprochen werden. Nur so haben die Frauen die Chance, sich unbelastet zu verwirklichen und im Beruf ihre Erfüllung zu finden. Da es ja angeblich nicht auf die Zeit ankommt, die die Mutter für die Kinder da ist, genügt ein Umgangsrecht alle 4 Wochen. Die Väter hätten so endlich die Gelegenheit, das von ihnen so oft verlangte Engagement für ihre Kinder zu zeigen.

Das derzeitige Familienrecht und die Praxis, Kinder fast immer den Müttern zuzusprechen, behindert wirkungsvoll die gewünschte Konzentration der Mütter auf die Erwerbstätigkeit.

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23. Februar 2007 11:51

Weiter so, Frau von der Leyen

Marjaana Staack (Staack)

Ich möchte Frau von der Leyen und alle Frauen in Deutschland aufmuntern mit dieser neuen Familienpolitik weiter zu machen bzw. diese zu unterstützen.
Es ist höchste Zeit, dass jede Frau - ob Akademiker oder nicht - die Chance hat, frei zwischen Zuhause und Berufstätigkeit zu wählen und dies geht nur, wenn die Kinderbetreuung gewährleistet ist.
Gott sei Dank sind jetzt wohl die Zeiten vorbei, als die berufstätigen Mütter als Rabenmütter tituliert wurden, nur weil sie arbeiten wollten oder mussten. Jetzt den Spieß umzudrehen und meinen, die Mütter, die zu Hause bleiben möchten, als solche bezeichnen zu müssen ist falsch.
Wir Frauen sollen uns in dieser Sache nichts von den Männern einreden lassen, sondern mutig auch neue Wege gehen und Berufstätigkeit und Kinder verbinden. Davon profitieren wir, die Kinder und die ganze Gesellschaft.
Ich hoffe, dass diese Familienpolitiik weiter gemacht wird.

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23. Februar 2007 11:50

La France, Land der tausend weinenden Kinderseelen

Florian Peschelt (fpeschelt)

Frankreich wird in den weitaus meisten Beiträgen als vorbildlich gelobt, dabei ist es das kinderfeindlichste aller Nachbarländer. Kinder dürfen nach wie vor gezüchtigt werden, kennen ihre Eltern kaum, und die vielzitierte Betreuung entbehrt jeglicher pädagogischer un menschlicher Qualität. Die meisten deutschen Eltern wären entsetzt: 1 Person für 30 zweijährige, Altersgruppen, ausschließlich gemeinsame Aktivitäten und, sobald möglich, gemeinsame Toilettenzeiten. In Frankreich gilt es schon lange als schick, sein Kind schnell los zu werden; wer es sich leisten kann, lässt sein Kind nicht nur den ganzen Tag in einer Einrichtung, sondern beauftragt zusätzlich einen privaten Dienstleister, der verspricht, das Kind abens "satt und Sauber" abzugeben. Bischof Mixa mag ja ideologisch verblendet sein, und als Priester in keiner guten Position, jungen Familien Ratschläge zu geben, doch sein Appell, die Arbeitswelt nach den Bedürfnissen der Kinder auszurichten, ist keinesfalls verblendet. Warum nicht auch zu Hause arbeiten, wofür gibt es denn Internet? Eines übersehen übrigens Frau Kegel wie auch Herr Mixa. Es gibt auch Väter. un die sollten sich auch mal für ihren Kinder da sein. Oder besser keine zeugen.

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23. Februar 2007 11:43

Re: Mittelalterlich?

Daniel Rossmann (Danielrossmann)

Gegen Kinderkrippen ist doch nichts einzuwenden. Einzuwenden ist dagegen etwas, daß der Staat den Familien die die Erziehungsleistung in Eigenverantwortung erbringen Geld weg nimmt und es denen, die die Erziehungsleistung von dritter Seite her in Anspruch nehmen auch noch gibt.

Wenn jemand sein Kind in die Krippe tun will, dann soll er sich doch auf privater Initiative für den Bau von Krippen einsetzen.

Es geht nicht um eine "Verdammung" von Kinderkrippen, es geht darum daß die Menschen nicht bereit sind dafür selbst was aufzubringen, sondern das alles vom Staat verlangen. D.h. verlangen, daß das bitte schön auch die mitfinanzieren sollen, die die Erziehungsleistung selbst erbringen.

Das ist eine doppelte Benachteiligung, derer die das gar nicht wollen. Außerdem leben wir nicht im Sozialismus wo der Staat der Übervater ist, sondern in einer freien Bürgergesellschaft in der sich jeder sein Leben selbst organisieren kann. Warum tun die Kinderkrippenbefürworter das denn nicht? Sind sie dazu nicht in der Lage, haben sie es auch nicht verdient.

Immer von anderen erwarten, abkassieren wollen, wie Kleinkinder benehmen sich diese Menschen, aber nicht wie reife Erwachsene. Das wird kritisiert, mehr nicht.

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23. Februar 2007 11:09

Mittelalterlich ?

Olivier Brisseau (Brisseau)


Manche finden das von Sandra Kegel vervendetes Wort "Mittelalterich" zu stark ? Ich nicht.

Ich komme aus Frankreich, bin Ingenieur, frisch verheiratet mit einer deutschen Ärztin, und habe mich vor kurzem informiert, wie die Betreuungslage von Kindern in Deutschland ist. Die Ergebnisse konnte ich nicht glauben ! Nur 7% können ein Platz im der Krippe finden, Frauen zuhause finanziell vom Steuer unterstützt, und Rabenmuttern sozial verspottet. Es ist mir völlig unvorstellbar, dass meine Frau, nach Jahren Studium, verpflichtet sein kann, zuhause zu bleiben. Ist in Deutschland aber so.

Bei uns in Frankreich bekommer jedes Kind ein Platz in einer Krippe, man bekommet Kindergeld (ziemilch viel sogar),wenn mann ein Hausmädchen bezahlen will, ist das sogar steuerfrei, und arbeitende Mutter werden sozial gelobt als Erfolgsfrauen. Ergebnis davon: 1,9 Kinderrate und arbeitende Muttern. Zumindest weiss ich wo ich kinder haben werde - und auch wo ich meine Rente verbringen werde.

Liebe Leute, was ist denn in Deutschland los ?

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23. Februar 2007 10:57

Bitte nur dieses eine Mal ganz ohne Ideologie

Markus Teuber (arathorn)

Genau dieser altkonservativen Ideologie,die die "hochmodernen,hochmotivierten und gesellschaftserneuerungs-orientierten" Befürworter des "neuen Weges" (der Frau von der Leyen) überall zu sehen glauben,hat der Augsburger Bischof eben nicht das Wort geredet.
Vielmehr hat er die Frage gestellt,ob nicht die "andere" Seite eben nur von Ideologie geblendet ist und nichts als ihren Weg zulassen will.
Wer Kindergrippen und die Berufstätigkeit der Mutter (auch des Vaters) von der Stunde Null an fördern will und behauptet,dies diene nur der Erreichung der (Wahl)Freiheit,
der muß auch das Gegenteil fördern und ideologisch als ebenso wertvoll anerkennen .
Soll es so sein,daß Frauen (Männer) ,die um ihrer Kinder willen zu Hause bleiben ,gesellschaftlich ,beruflich und finanziell abgehängt werden und dies politisch auch noch gewollt ist ?
Wo sollte da die (Wahl)Freiheit sein ?

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23. Februar 2007 10:49

Danke an die Herren Vogt und Kaiser

Axel Leonhardt (ALeonhardt)

Es ist erfreulich und macht Mut zu lesen, daß es in diesem Forum auch noch möglich ist, vernünftig zu argumentieren, und die Fakten zu analysieren.

Es soll jeder Familie unbenommen bleiben, das für sie richtige Erziehungsmodell selbst zu wählen. Es darf aber nicht sein, daß die Allgemeinheit die Kinderbetreuung doppelverdienender Akademikerpaare zu bezahlen hat. Diese Klientel ist durchaus in der Lage, die Erziehung selbst zu organisieren und zu bezahlen. Ich bin meiner Frau sehr dankbar, daß sie bereit war ihren Akademikerjob hinter das Wohl unseres Kindes zu stellen. Denn für uns war es beide selbstverständlich, daß das Kind in den ersten drei Jahren die Geborgenheit der Familie mit einer festen Bezugsperson rund um die Uhr genießen kann. Übrigens habe ich bei unsere Tochter am Ende des ersten Lebensjahres kein gesteigertes Interesse am Umgang mit Gleichaltigen feststellen können. Dafür sind Kinder in diesem Alter noch viel zu sehr Ich-bezogen.

Ich bin auch erstaunt, was die erwähnte Unicef-Studie belegen soll. Auf den hinteren Plätzen finden sich Frankreich, UK und USA, Länder in denen die frühkindlichen Betreuungsmöglichkeiten und Ganztagesschulen angeblich soviel vorbildlicher sind als bei uns.

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23. Februar 2007 10:44

Herr Widhammer, beschäftigen Sie sich mal mit Aussagen der Politiker!

Marco Vogt (MarcoVogt)

"Lufthoheit über die Kinderbetten" und darum geht es immer noch! Alles andere ist populistisch auf die dummen Massen zugeschnitten, um dies durchzusetzen.

Warum können Doppelverdienerfamilien nicht die Betreuung selber finanzieren und bekommen notfalls Zuschüsse, falls dies finaziell nicht möglich ist. Aber sie verdienen ja doppelt.

Und Alleinverdienerfamilien bekommen Zuschüsse, um dies im Notfall auch zu können?

Schliesslich kann die Frau/der Mann nichts dafür, wenn er behindert ist, oder keinen Job ergattern kann!

Warum immer alles staatlich regeln?

Richtig: "Lufthoheit über die Kinderbetten"! Dieser faschistische Ausdruck Münteferings trifft es voll und ganz!

Es geht nicht darum Wahlmöglichkeiten zu schaffen, es geht darum die LUFTHOHEIT zu erlangen.

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23. Februar 2007 10:18

Warum werden eigentlich die Großeltern komplett vergessen

Marco Vogt (MarcoVogt)

in der Diskussion?

Meistens sind sie schon in Rente und könnten auch ihre Töchter und Söhne entlasten.

Oder ist das nicht "einforderbar"? Schliesslich wollen sie ja auch nciht in Heime abgeschoben werden.

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23. Februar 2007 10:11

Ein vielschichtiges Problem

Fritz-Peter Kuhn (FPKuhn)

Familien wurden in Deutschland finanziell immer großzügig unterstützt. Trotzdem ging die Geburtenrate zurück. Heute gibt es vermehr Singles, die Gesellschaft wird zunehmend bindungsunfähig. Studierte Frauen haben, wenn sie die 30 überschritten haben und noch nicht verheiratet sind bzw. einen festen Partner haben, laut Statistik nur noch eine geringe Chancen den Hafen der Ehe anzusteuern. Sie wollen sich in ihrem Beruf profilieren und der Kinderwunsch wird hintenan gestellt. Auch vermehrte Krippenplätze werden dieses Problem nicht lösen. Die Menschen sind egoistisch geworden, wollen nicht verzichten. Kinder zu bekommen heißt auch verzichten bzw. eigene Wünsche zurück zu stellen. Dass Kinder aber auch einem viel geben, wird dabei nicht mehr realisiert. Gerade die ersten 3 Jahre, und darum geht es bei der Diskussion, sind entscheidend für die Entwicklung des Kindes und die sollte in Händen der Eltern liegen. Die Arbeitgeber sind gefragt, den Wiedereinstieg zu erleichtern. Kinder von heute sind Nachfrager von morgen.

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23. Februar 2007 10:04

Axel Courvoisier, Sie haben Recht...

Marco Vogt (MarcoVogt)

...es geht um die Wahlmöglichkeit.

Doch das haben Frauen doch bereits.

Die Doppelverdienerfamilien könnten die Betreuung ihrer Kinder auch privat bezahlen, schliesslich verdienen sie ja doppelt. Warum sollen also Alleinverdienerfamilien hier über Steuern die Betreuuung "sponsorn"?

Und was ist verwerflich daran, wenn eine Mutter ihre Erfüllung im Betreuen ihrer Kinder sieht, weil sie vielleicht für den Arbeitsmarkt nicht geeignet ist? Oder umgekehrt der Vater? Es wäre volkswirtschaftlich als auch privatwirtschaftlich ein Unsinn, wenn diese Eltern ihr Kind in eine Krippe gäben.

Und wenn ein Mitglied der Doppelverdienerfamilie aufgrund eines besseren Jobs ohnehin viel mehr verdient als der andere - was normal ist - warum soll die Familie dann nicht optimiert denken und einer ist nicht erwerbstätig?

In Wirklichkeit geht es darum Geld umzuverteilen!

Von Alleinverdienern hin zu gesellschaftlich gewollten Doppelverdienern, denn die sichern die heutigen Renten.

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23. Februar 2007 09:56

wo sind die Jobs?

Katrin Heinritz (k.hameister)

Wahlmöglichkeit - meine Kinder alleine zu erziehen oder ab dem 1., 2. oder 3. Lebensjahr in einer Tageseinrichtung betreuen zu lassen - schöne Wahl.

Effektiv besteht diese Wahl aber doch gar nicht - wo sind denn die Jobs? Die Arbeitsplätze für Mütter mit Kleinkindern. Arbeitsplätze mit flexibler Arbeitszeitgestaltung.
Arbeitsplätze mit Perspektiven? Variable Arbeitsplatzgestaltung - auch von zu Hause??

Erst wenn solche Bedingunen geschaffen sind, lohnt eine Debatte, wer ab wann für die Kinder (ausschliesslich) da ist.

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23. Februar 2007 09:54

Thoma Nikolaus, sind Sie Demokrat?

Marco Vogt (MarcoVogt)

Warum sollte jemand seine Meinung zurückziehen?

Nur weil sie Ihnen nicht genehm ist?

Wahrlich, Demokratie scheinen einige Menschen nicht begreifen zu wollen und den damit verbundenen Pluralismus der Meinungen.

Das zeigt, wie ideologisiert Sie selber sind, wenn Sie Gegenmeinungen nicht ertragen können, gerade wenn Herr Klier auch mal Zahlen in die Debatte einfliessen läßt.

Mir zum Beispiel erschliesst sich nciht, warum Doppelverdienereltern mit 4000 Euro Einkommen nicht privat für Krippenplätze zahlen sollen, während die Alleinverdienerfamilie mit 2500 Euro und einem arbeitslosen oder behinderten Partner die Kinderbetreuung der Doppelverdiener sponsorn sollen.

Finden Sie das sozial gerecht, dass Doppelverdiener mit dem Glück zwei Jobs zu HABEN von anderen alimentiert werden?

Das ist Umverteilung von unten nach oben, die Sie hier fordern!

P.S.: Wir sind selber Doppelverdiener! Um etwaige Missverständnissen vorzubeugen.

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23. Februar 2007 09:47

Und keine Frau merkt, wie sie zur Rettung der Renten missbraucht wird

Marco Vogt (MarcoVogt)

denn nur das hat Frau von der Leyen im Sinne, wie sie einmal offen in einer Rede auch sagte.

Damals kamen kritische Gegenfragen, weshalb schnell aufs WOhl der Kinder umdisponiert wurde.

Mich erstaunt, dass viele Frauen anscheinend so blöd sind nicht zu durchschauen, um was es der Regierung geht: Die Renten der heutigen Rentner für die nächsten 10-20 Jahre zu retten und dann: Die Sinnflut!

Um Kinder geht es nicht, sonst würde sich die Diskussion nicht um die Vereinbarkeit von Mutter und Beruf drehen, sondern um das Wohl des Kindes, doch das ist nachrangig.

Leider habe ich die Erfahrung auch als Heimkind machen müssen: Es geht immer um die Mutter, nie um das Kind.

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23. Februar 2007 09:46

Kinderbetreuung

Birgit Augustin (birgitaugustin)

Als Deutsche, die in Belgien lebt, wirkt die Diskussion in Deutschland mittlerweile absurd und völlig veraltet. Die Argumente für ein ausreichendes Krippenangebot und Ganztagesbetreuung liegen auf der Hand und sind in den vergangenen Jahren immer wieder vorgetragen worden. Selbst hier in Brüssel lebende bayerische Beamte sind überzeugt, daß man mit Kindern besser hier als in Deutschland aufgehoben ist. Nur wann endlich tut sich was?

Birgit Augustin

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23. Februar 2007 09:43

Typische Muster des missverstehens

Marco Vogt (MarcoVogt)

Mixa will Frauen gerade NICHT zu Gebärmaschinen machen und diese als solche sehen.

Aber das typische an diesem Scheissland ist, dass jeder, der ideologisch sein Weltbild durchsetzen will absichtlich missverstanden wird.

Von Pluralismus der Meinung haben Sie Frau Kegel anscheinend auch noch nichts gehört, wenn Sie Mixa implizit den Mund verbieten wollen.

Was finden Sie denn richtig daran, wenn junge Frauen dafür sorgen sollen, dass die Renten noch einige Jahre länger gerettet werden, dafür Rentenpunkte erwerben, aber selber nie etwas dafür sehen werden?

Frauen werden nicht zu Gebärmaschinen degradiert, da teile ich auch Mixas Meinung nicht, sondern zu Rentenbeitragszahlern! Das ist für mich VIEL schlimmer!

Und der gesellschaftliche Wandel hin zum Diffamieren von Frauen, die ihre Kinder zu Hause in den ERSTEN DREI Jahren betreuen wollen ist im vollen Gange. MIttlerweile werden Mütter als "Hausmütterchen", "mittelalterlich" und dergleichen beleidigt, auch bei der FAZ!

Was ist mit Frauen, die keine Arbeit finden oder behindert sind? Mittelalterliche Hausmütterchen, wenn sie ihre Erfüllung im Erziehen ihrer Kinder sehen?

Ich kann die FAZ langsam nicht mehr ertragen.

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23. Februar 2007 09:41

Gebärmaschine

annette matthias-werner (amwer)

Sehr richtig, liebe Sandra Kegel. Ich kann Ihren Kommentar nur voll unetrstützen. lebe seit einiger Zeit wieder in Belgien, wo die beruftstätige Mutter eher der Regelfall ist. Habe selbst drei Kinder, die von Anfang an in einer kleinen privaten Kinderkrippe waren - diee sind in Belgien sehr häufig vorhanden und werden regelmässig auf Hygiene usw. von staatlichen Stellen überprüft. Eiun Blick über den deutschen Tellerrand wäre auch hier mal sinnvoll.
Ich kenne kaum Kinder, die wegen der Kinderkrippe in irgend einer Form gestört wären. Die Kritiker einer solchen Lösung sollten sich doch mal zurückerinnern, wie Kinder noch vor 6O Jahren in Deutschland grossgezogen wurden. Die hingen auch nicht an Mutters Rockschoss, sondern wurden von der Grossfamilie mit grossgezogen. Die 1-2 Kind Familie mit der Mutter, die zuhause bleibt , ist doch ein Nachkriegserfindung und sollte endlich ad acta gelegt werden

Dass eine solche Lösung nicht bedeutet, dass man sich als Mutter /Eltern nicht mehr kümmern müsste, ist ja wohl klar. Ich beschahbe mich selnsy

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23. Februar 2007 09:01

@ T. Klier: Ziehen Sie ihren Beitrag zurück!

Jan Plaß (yoann)

Er enthält nichts was auch nur annähernd Hand und Fuss hat und ist gelinde gesagt beschämend für dieses Forum. Ihre Zahlen sind mit Verlaub absoluter Schwachsinn in besten Beamtendeutsch formuliert.

Aber wo wir den Experten gerade hier haben: Erklären Sie doch mal diesem Forum, warum in Frankreich so viele Frauen arbeiten können ohne dass der Staat dies subventioniert oder die Arbeitslosigkeit zunimmt?

Und wie immer gilt: Erst denken dann schreiben.

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23. Februar 2007 06:36

Gebärmaschine

Paul Ridder (p.ridder1)

Eine längst überfällige, hochnotwendige Debatte. Bitte fortsetzen! Endlich gibt sich auch die eigentliche Quelle veralteter Familiebilder (Kirche/ Bischof) zu erkennen.

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23. Februar 2007 05:40

Retter der Familie?

Günter Martin (gmartin-faz)

Unser erstes Kind wurde ab dem 2. Lebensjahr von einer Tagesmutter betreut. Das zweite Kind ging ab dem 3. Lj. in de Kindergarten.
Beide sind völlig normal entwickelt, haben beide soziale Kompetenz, beide sind mittlerweile Gymnasiasten. Ich behaupte, keiner der sich nun überall meldenden Familienschützer würde feststellen können, welches Kind länger "zuhause" war und welches nicht.
Es ist absurd, zu behaupten, dass eine bestimmte frühkindliche Betreuungsform natürlicher, besser für das Kind oder gar volkswirtschaftlich billiger sei. Dafür gibt es keine Beweise, bestenfalls schwache Indizien. Ganz sicher aber gibt es zuwenig Kinder. Und ausgerechnet Paare in soliden sozialen Verhältnissen tun sich insbesondere in Großstädten schwer, längere Zeit auf ein zweites Gehalt zu verzichten. Deswegen wird der Kinderwunsch immer weiter hinausgeschoben - ein gutes Betreuungsangebot würde helfen, dass es mehr glückliche Eltern und Kinder gibt.
Diskussionsbeiträge von Mixa und Leuten, die bereits eine sozialistische Verschwörung bzw. Milliardenverluste für die Staatskasse wittern, sind bestenfalls emotional verständlich. Sachlich sind sie völlig daneben. Ich selbst fühle mich persönlich beleidigt und zu Unrecht beschuldigt.


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23. Februar 2007 05:22

Gleichberechtigung

Christiane Kranen (chriskran)

Warum ist die Debatte so emotional?
Weil jetzt auch Frauen im Westen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden soll?
Wohl kaum!
Dahinter steckt ein ganz anderer Konflikt:
Die systematische Erniedrigung der Frauen, die traditionell in der Familie arbeiten wollen und die inzwischen als "veraltete Modelle", "Fossilien der Gesellschaft" und anderes bezeichnet werden.
Und hier müssen sich auch die berufstätigen Mütter an die eigene Nase fassen, da die laute Verkündigung ihres Lebensmodells als alleinig richtiges zur Schärfe der Debatte beiträgt.
Dabei sollten sie nicht vergessen, dass es auch die nicht rentenversicherten, als freie Familienunternehmerinnen tätigen Hausfrauen sind, die für die Kosten der staatlichen Krippenplätze aufkommen.
Also akzeptieren wir einfach die individuellen Entscheidungen von Müttern und streiten nicht mehr!

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23. Februar 2007 01:04

Ein Paradebeispiel für selektive Wahrnehmung, und das in der FAZ!

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Wieso erwähnt Frau Kegel mit keinem Wort, dass das von ihr so empor gehobene Frankreich in der zitierten UNICEF-Zufriedenheitsstudie noch hinter Deutschland rangiert? Dass nirgendwo die Selbstmordrate unter Jugendlichen so hoch ist wie in Schweden, ebenfalls einem - laut Studie - Musterland?
Wieso ist sie nicht in der Lage ihre eigene, besondere Situation zu relativieren gegenüber dem, was man/frau "normalerweise" in Deutschland beruflich schafft (Juristinnen, Medizinerinnen und Unternehmensberaterinnen, zu einen stellen Akademiker/innen wohl kaum eine gesellschaftlich repräsentative Gruppe dar, zum anderen sollten sie wohl in der Lage sein, ihre Kinderbetreuung selbst zu bezahlen und zu organisieren.)
Interessant auch, wie der Artikel suggeriert, KiTas könnten die Lösung dafür sein, wenn Eltern zu wenig mit ihren Kindern sprechen können!
Mit dergleichen Logik müsste man dafür, dass Eheleute wieder mehr miteinander reden, mehr Tupper-Parties für Frauen und/oder mehr Selbsthilfegruppen für Ehemänner fordern.
Derartige Logik von Akademikerinnen in der FAZ zu lesen ist schon bitter!

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23. Februar 2007 00:15

Kleine Anmerkung: Logisch verwunderliche Kapriole in der Argumentation

Shay C. Given (schobaeae)

Logisch zumindest verwunderliche Kapriolen wie "ausgerechnet ein Minister aus Sachsen warnte vor 'sozialistischen Verhältnissen'" sind dem Anliegen dieses Beitrags meines Erachtens nach nicht dienlich.

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23. Februar 2007 00:00

Gebärmaschine im hochgelobten Frankreich

Heiner Mäder (heinerparis)

Komisch, da wird das französische System ausdrücklich gelobt, doch gerade heute habe ich mir die Klagen meiner Kollegin und einer Kundin anhören müssen. Sicher ist das System der Kinderkrippe geläufiger als in Frankreich, doch wer in Paris kein Vitamin B (sprich Parteibuch) hat, bekommt auch keinen Platz. Und morgens und abends muss man doch laufen (=durch überfüllte Metros und Vorstadbahnen hetzen), damit man nicht von den ach so netten 'Tanten' in der Kinderkrippe zum wiederholten Male schief angesch(n)au(z)t wird. Ganz schlimm wird es, wenn die/der Kleine 37.9 Grad Fieber hat. Dann gibt es ein Telefonanruf und der Befehl (!!): Kind bitte SOFORT abholen. Welch Glück, dass zumindest der Mann meiner Kollegin ein fixer Postbote ist und die beiden Kleinen ab Mittags in Obhut nehmen kann; das gilt natürlich auch bei Streiks wie am 9.2. Da haben einige nette Arbeitgeber die Kleinen einfach im Büro akzeptiert. Meine Kollegin konnte beruhigt zur Arbeit gehen (mit der Kleinen im Schlepptau), und Papi hat um 13 h die Wachablösung gemacht. Es leben die Postbotenpapis (und -mamis), denn die Aktionäre wurden nicht geschädigt!

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22. Februar 2007 23:48

Ursache und Wirkung verwechselt

Dorothea Böhm (DoroBoehm)

Frau Kegel zählt Missstände auf und tut, als handele es sich um ein Naturphänomen, auf dessen Erscheinung wir keinen Einfluss haben. Als Reparatur-Gegenmittel lobt sie den Ausbau der Institutionsbetreuung kleiner Kinder.

Was aber, wenn diese nicht Gegenmittel sondern Ursache der Missstände wäre? Dann hieße Frau Kegels Credo, die psychoemotionale Erosion noch weiter voran treiben. Berufstätige Frauen mit kleinen Kindern rödeln sich tierisch ab. Oft geben sie gegen ihre Gefühle ihre Säuglinge in Institutionen ab. Sie lassen sich beschwichtigen und einreden, dass nur der Berufsweg "Selbstverwirklichung" ist. Liebe Frau Kegel, auch Mütter haben ein Gehirn, nicht nur Ärztinnen.

Ich gönne Frauen ihre Berufe, aber ich weigere mich, dafür die Bedürfnisse von kleinen Kinder zu ignorieren. Und Kinder bis ungefähr drei Jahre brauchen Körperkontakt, und emotionalen Rückhalt einer oder zweier verlässlicher Bezugspersonen.

Machen wir es umgekehrt: Zahlt Müttern von Kindern bis 3 ein Gehalt - aufwandsadäquat: Sieben Tage Woche, 24h Bereitschaftsdienst. Wenn eine Ärztin mit einem Säugling mindestens genauso viel Geld fürs Daheimbleiben wie für den Krankenhausdienst erhielte, wo - und für wen - würde sie lieber arbeiten?

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22. Februar 2007 23:30

Despot

Anton Seidel (ase)

Die Wortwahl des Herrn Bischof ist schon eine Entgleisung. Der Begriff passt gut zu einem (uns Deutschen wohl bekanntne) Despoten weniger zu einem Christenmann.

Zudem sollten Menschen, die in hohem Maße von Kindern im Alter profitieren, den Mund etwas weniger voll nehmen.
Es gebührt doch jedem Dank, der sich um Familien kümmert, wenn auch vielleicht nur um einen Teil der Betroffenen.

Kritisch angemerkt:
- Krippenplätze sind besonders gut für Einzelkinder
- Frauen mit mehreren Kindern, die bewusst wegen der Kinder daheim arbeiten, bleiben weiterhin stark benachteiligt. Sie profitieren null von Krippenplätzen. Was wird für diese Mütter (und Väter) getan?
- Solange manche Politiker und Medien meinen, dass Mutter sein kein Beruf und keine angesehene Arbeit ist, bleibt es für Familien schwierig.
- In unserer Demokratie werden in Kürze die Rentner das Sagen haben. Die Haushalte mit Kindern sind schon jetzt bei 1/3 und werden zunehmend schneller weniger. Bei der (Beamten-)Rente und Soziall. 10% gekürzt, würde endlich das Schulden machen auf Kosten unserer Kinder beenden. Dann würde auch der Druck des Staates auf Frauen nachlassen, nun endlich mehr Kinder zu bekommen.
- viele der "benötigen" M. wurden / werden abgetrieben.

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22. Februar 2007 23:01

Ideologie vs. Realität

katja leistenschneider (k.leistenschneider)

darauf läuft die Diskussion doch hinaus - oder?
Wobei die Ideologie auf Seiten des Bischofs liegt.
Alte (Kirchen-)Männer gegen (junge ) Frauen - auch nicht neu.
Bleibt abzuwarten wer sich heutzutage durchsetzt.
Es geht um WAHLMÖGLICHKEITEN und zwar in einer Demokratie.
30% der unter 3-jährigen Kinder sollen irgendwann mal betreut werden können - eigentlich doch ein Witz oder?
Wie wäre es wenn zum Beispiel lautstark und mit der gleichen Heftigkeit darüber diskutiert würde, dass 30% der über 80-jährigen bei Bedarf betreut werden können?
Aber so eine Quote wäre natürlich auch illusorisch denn: wer sollte diese vielen Menschen demnächst betreuen?
Frau von der Leyen - viel Glück!

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22. Februar 2007 22:46

Junge Mütter denken sich

Christiane Lambrecht (KinderbrauchenEltern)

- dass der Staat uns finanziell ausbeutet! Unsere Kinder sollen die Renten - auch die der Kinderlosen - bezahlen!
- wir Frauen sollen -benachteiligt durch ein úngerechtes Steuersystem- in die frühe Erwebstätigkeit gezwungen werden
- junge Frauen (siehe emnid-Umfrage 4.2006) wollen keine staatliche Bevormundung. Sie wollen bei ihren kleinen Kindern die ersten 3 Jahre bleiben: weil es Freude macht, seiner Verantwortung als Mutter nachzukommen
- und wenn unser Kleinstes 3 ist, freuen wir uns auf einen fairen Wiedereinstieg!
- wir jungen Frauen wollen anerkannt werden für unsere enorme gesellschaftliche Leistung: unsere Erziehungsarbeit, die wir besser und liebevoller machen als bezahlte. noch so nette Betreuerinnen: denn es sind unsere eigenen Kinder und wir binden uns unser Leben lang an sie- nicht nur stundenlang!
Wir sind eben keine Gebärmschinen im wirtschaftlichen Kalkül von Politikern!
Danke, Bischof Mixa ! ! !

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22. Februar 2007 22:34

Wow, nur ein einziger weiblicher Kommentar

thomas schulz (peanutbutter)

Das ist doch seltsam. Alle anderen glauben hier die Experten in Sachen Familie zu sein und schwören auf die konventionelle Erziehung. Um ehrlich zu sein, ich halte mich nicht für kompetent genug, um ein abschliessendes Urteil zu fällen. Die Argumente der Traditionalisten sind auch nicht sehr hilfreich und oft nur idiologisch motiviert. Vielleicht sollte ich mal mit den Teens und Teenagern in meiner Verwandschaft unterhalten, denn die müssen es ja wissen. Soviel ich weiss, ist keiner von ihnen im Knast oder auf Entzug, obwohl deren Mütter voll berufstätig sind oder waren.

Kirchenfunktionäre müssen so reagieren, schliesslich ist die katholische Kirche keine demokratische Organisation und der Standpunkt des Vatikan ist ja kein Geheimnis.

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22. Februar 2007 22:28

Absichtlich missverstanden?

Frank Artmano (artmano)

In dem ganzen Beitrag lese nichts über den entscheidenden Aspekt der Kritik des Bischofs.
Niemand, auch wohl nicht Walter Mixa, wird etwas dagegen haben, wenn mehr für die Kinderbetreuung in Deutschland getan wird. Je mehr Betreuungsplätze, desto besser, es sollte nur niemand genötigt werden, sie zu nutzen, wenn er nicht möchte!
Und das ist der springende Punkt, den die Ideologen immer wieder gerne unter den Teppich kehren: Die neuen Kita- und Krippenwohltaten sollen ja nicht zusätzlich über die Familien ausgeschüttet werden, sondern durch Abzug und Einsparung an anderer Stelle der Familienförderung finanziert werden. Das heißt: Den Familien wird in die Taschen gegriffen, damit diese zusätzlichen Betreuungsplätze finanziert werden können.

Das hat auch der Bischof gesagt. Ich zitiere den Spiegel Online: "Mixa kritisierte, dass das Familienministerium andere Familienleistungen kürzen wolle, um neue Einrichtungen zur Kinderbetreuung zu finanzieren."

Damit wird erkennbar: Wer die Familienförderung zurückfährt, um mit freiwerdenden Mitteln Krippenplätze zu finanzieren, trägt dazu bei, dass beide Elternteile Geld verdienen müssen. Geplant ist also eine Umverteilung.

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22. Februar 2007 22:23

Liebe Frau Sommer,

Hermann Trouvain (liwiz)

danke für Ihren engagierten Beitrag. Allerdings habe ich Zweifel, daß ihre persönliche Entwicklung die Politik von Fr.v.d.L. wirklich stützt.
Kinder aus den Slums in Sao Paulo, aus der Bronx, aus der niedrigsten Kaste in Indien haben ihren Weg gemacht und Hervorragendes geleistet.
Wenn wir entscheiden wollen, was für das „Durchschnittskind“ gut ist, benötigen wir statistisch aussagefähige Ergebnisse: z.b. Daten zur Entwicklung von je 100000 Kinder die bei der Mutter 3 Jahre bleiben und dann den Kindergarten besuchen oder ab dem 2. Lebensjahr in der Kindergrippe aufwachsen. Daraus könnte man eine Regel ableitet, aber nicht einen verbindlichen Rat in einer individuellen Situation. Die Politik, der Mehrheit und dem Gemeinwohl verpflichtet, hätte dann aber eine Basis für eine Entscheidung, was förderungswürdig ist.
Wir diskutieren in diesem Kontext aber, ob eine einzige Richtung, Kitas ab dem 2. Lebensjahr, oder die Wahlfreiheit von Familien (und das setzt voraus die finanzielle Gleichstellung!) gefördert werden.
Was besser und was schlechter ist kann niemand für andere entscheiden, das muß in der Verantwortung der Eltern bleiben. Die wissenschaftliche Basis für eine Präferenz kenne ich jedenfalls nicht.

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22. Februar 2007 22:14

Wo sind die Vaeter?

Julia Schnabel (juliaschnabel)

Mir waere es sehr wuenschenswert in dieser Diskussion haeufiger mal das Wort Vater zu hoeren. Allerspaetestens ab dem ersten Lebensjahr des Kindes koennte und sollte der Vater genauso viel Verantwortung fuer die Kinderbetreuung uebernehmen wie die Mutter. Wenn es dann noch die Moeglichkeit gaebe gute Halbtagsstellen zu bekommen, dann koennten sich die Eltern die Kinderbetreuung teilen.
Ich lebe zur Zeit in Norwegen und hier ist es wahrscheinlich schon eher Normalitaet als in Deutschland, dass Kinder ab einem Jahr in den Kindergarten gehen (oft auchganztags).
Ich kann hier allerdings eine Entwicklung beobachten, dass man schon schief angesehen wird wenn man sein Kind noch nicht so frueh in den Kindergarten schickt.
Ich habe auch schon haeufiger gehoert, dass das Kind dann ‘arm dran’ waere und
‘ihm Einiges an sozialer Entwicklung abgehen wuerde’, da es ja nur mit seinen Eltern zu Hause hockt. Diese Denkweise ist genauso beschraenkt wie die, dass die Mutter 3 Jahre vollstaendig zu Hause bleiben sollte, etc. etc.
Ich finde es sollte einfach die Moeglichkeit der Wahl geben, denn die individuellen Beduerfnisse sind nunmal unterschiedlich. Und die Vaeter sollten endlich mal ein wirklicher Bestandteil dieser Diskussion werden.

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22. Februar 2007 21:49

Immer die gleichen Klagen

Peter Huber (huberpeter)

Wie schlecht es doch um die Kinder im reichen Deutschland bestellt ist, insbesondere in sozial schwachen Familien. Die Antwort von Politik, Meinungsmachern und Verbänden ist immer gleich und läßt sich auf ein Wort reduzieren, das in jedem Vorschlag steckt: MEHR

Das machen wir seit Jahrzehnten und die Probleme bleiben und wachsen. Niemand schaut hinter die Fassade. Niemand fragt nach den wirklichen Ursachen.

Wichtig ist, die Verantwortung für die Familie und die Kinder klar den Eltern zurückzugeben. Wenn sich der Staat in diese Verantwortung drängt, muß er scheitern, wie er in jedem Lebensbereich, indem er die Menschen bevormundet oder entmündigt, scheitert.

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22. Februar 2007 21:48

Ungeheuerlich

Hans Huber (nobisi)

finde ich es, dass man Doppelverdienern das Verwahren von Kindern finanzieren will, während Einverdienerehen nichts erhalten! Das Geld für Kitas muß zuallererst für Mütter mit Kindern ausgegeben werden, die zuhause den besten Beruf der Welt ausüben!

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22. Februar 2007 21:42

Moralische Verkommenheit

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Die Lebensgestaltung des Einzelnen und der Familie ist nun wirklich Privatsache. Natürlich gibt es grundsätzlich menschengerechte Entwürfe und auch viele individuelle Varianten. Da möge jeder nach seiner Fasson selig werden, wobei Eltern Verantwortung für die jungen Menschen tragen, die ihnen geschenkt wurden.
Wenn sich aber inzwischen Doppelverdiener Hortplätze von der Allgemeinheit bezahlen lassen, so zeugt dies von einer moralischen Verkommenheit und einer sozialistischen Selbstverständlichkeit an der man irre werden kann. Menschen, die dies fordern, Politiker, die dies so regeln wollen, brauchen sich über die Anspruchsmentalität, über Prekariat und Leistungslosigkeit, über zunehmenden Unwillen und Bequemlichkeit und abnehmende Menschlichkeit nicht zu wundern. Mit solchen Einstellungen werden wir noch mächtig ins Schleudern kommen. Hier hat sich ein Denken breitgemacht, daß völlig unrealistisch ist. Ursula von der Leyen mag sich auf der Überholspur sehr wohl fühlen. Anderen geht derweil der hochversteuerte Sprit aus.

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22. Februar 2007 21:14

traurige, voellig rueckstaendige Debatte

Antje Sommer (ansomm)

Ich selbst zaehle wohl zu den armen, abgeschobenen Kindern, das von lieblosen Eltern (beide sind Ingenieure) in Kinderkrippe/Kindergarten abgeschoben wurde. Es mag einige ueberraschen, aber ich kann aber auf eine sehr glueckliche Kindheit zurueckblicken und das Gleiche gilt fuer die Mehrheit meiner Freunde, die ebenfalls im fruehen Kindesalter Kindergaerten besucht haben und mittlerweile erfolgreich studiert oder eine Ausbildung abgeschlossen haben. Als ich in die Schule kam, hatten v.a. die daheim erzogenen Kinder Probleme im Umgang mit anderen Kindern.
Beruf und glueckliche Kinder sind nicht vereinbar? Ich hab das nicht nur selbst bei mir und in meinem Umfeld anders erlebt (auch meine Omas waren berufstaetig und liebten ihre Arbeit), sondern auch als Au Pair in den USA. Mittlerweile habe ich mein Diplom und zum Glueck einen Arbeitgeber, der berufstaetige Eltern aktiv unterstuetzt (Betriebskindergarten und Erziehungszeit fuer beide Elternteile).
Eltern die sich im Beruf verwirklichen sind per se keine schlechten Eltern, sondern im Gegenteil oft zufriedener und ein gutes Vorbild fuer den Nachwuchs! Egal ob daheim oder in der Krippe, nur selbstbestimmte Eltern koennen auch liebevoelle Eltern sein! Etwas mehr Toleranz bitte!

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22. Februar 2007 21:02

Umverteilung

Bernhard Sporkmann (bsfaz)

Wenn die Verfasserin wirklich so hoch qualifiziert ist, wie sie uns mitteilt, dann muß es ihr eigentlich unmittelbar einleuchten, daß es ungerecht wäre, wenn sie und ihre ebenfalls gutverdienenden Tischgenossinnen in den Genuß von Steuergeldern kämen, die gleichzeitig Eltern, die sich anders entscheiden, vorenthalten würden. Es würde bedeuten, daß der Staat lenkt, wo er nichts zu lenken hat. Die Ministerin sollte sich stattdessen dafür einsetzen, daß die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Besteuerung von Familien endlich umgesetzt werden, damit die Familien Handlungsspielraum erhalten.

In der Zwischenzeit könnte die Verfasserin ihre Kompetenzen dazu einsetzen, uns zu erklären, warum der Markt im Bereich Kinderbetreuung nicht funktioniert. Wenn dabei anhand von Zahlen und belegten Fakten die Mechanismen klar würden, die zu einem geringen Angebot bei großer Nachfrage führen, wäre das eine journalistische Leistung.

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22. Februar 2007 20:58

Weil hier wieder das Märchen von der weiblichen Wirtschaftskraft

Torsten Klier (TorstenKlier)

erzählt wird, erlaube ich mir wieder mal die tatsächlichen Kosten der Aktion aufzuführen, zum Nachrechnen für alle:

3.000.000.000€/a kosten die 500.000 Krippenplätze, damit 500.000 Frauen zusätzlich arbeiten können.

Optimistisch geschätzt werden davon 100.000 (tatsächlich weniger) Frauen freiwillig nachgefragte Arbeit machen, d.h. mehr in die gemeinsamen Kassen einzahlen als entnehmen. Für die anderen 400.000 werden aus öffentlichen Mitteln finanzierte Stellen (manche setzen scherzhafterweise das Wort „Arbeits-“ vor die „Stellen“) „geschaffen“; im „öffentlichen Dienst“. Eine nützliche Arbeit verrichtende Frau kann maximal eine Stelle im ÖD finanzieren, bleibt Überhang 300.000. Vorsichtig geschätzt kostet eine Stelle im ÖD 50.000€/a (tatsächlich mehr).

Angenommen bei den zusätzlichen Stellen sind nur 10.000 Kinderschützerinnen und jede nimmt nur 2 Familien pro Jahr ihr Kind weg und steckt es in ein Kinderheim (60.000€/a).

Jeder kann nachrechnen:
Wenn das System in 10 Jahren etabliert ist, haben wir in der Summe Mehrkosten von 30.000.000.000€/a.

D.h. wer der volkswirtschaftlichen Gesamtbilanz Deutschlands was gute tun will, der sollte Frauenarbeit unterbinden, denn die kostet mehr als sie nützt.

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22. Februar 2007 20:58

Dabei wäre es so einfach

Hermann Trouvain (liwiz)

Dieser Umverteilungsstaat hat seit Jahren Familien benachteiligt, hat ihnen über Steuern die Lebensgrundlage entzogen, den Müttern folglich Doppelbelastungen abverlangt und durch Almosen (z.B. Kindergeld) ein wenig zurückgegeben.
Nun versucht man über die finanzielle Förderung von Kitas junge, gut ausgebildete Mütter der Wirtschaft zu erhalten. Das ist massivste Erpressung der Mütter: bleiben diese zu hause, dann sind sie arm; nehmen sie das Angebot an, dann leben die meisten mit Zweifeln und Fragen.
Würde dieser Staat die Kosten für Kinder (lt. Destatis ca. 550 Euro pro Monat) und Erwachsene (ca. 1000 Euro/Monat) steuerlich frei stellen, könnte jede Familie mit Einkommen über diesen Freibeträgen unabhängig und frei entscheiden, was für ihre Kinder und die Familie als Ganzes das beste ist. Falls beide Elternteile arbeiten möchten, könnte dann der Kita-Platz locker privat bezahlt werden.
Aber wir lieben die Umverteilung, lieben rießige Bürokratien, sind sehr kreativ im Schaffen neuer Fonds und anderer Instrumente zur Verteilung von Wahlgeschenken. Wir suchen nach neuen Steuerquellen – z.B. Erträge aus Ersparnissen zur Altersvorsorge.
Die wirklichen Bedürfnisse der Kinder und Familien ist da ja eher zweitrangig.

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22. Februar 2007 20:56

Inflationär

Mandy Schrade (mandy01973)

Der gegenwärtig inflationäre Gebrauch des Wortes “Familie” von deutschen Politikern erinnert sehr an den Missbrauch des Wortes “Frieden” oder “Freiheit” der Propaganda deutscher Diktaturen. Gemeint ist und war das Gegenteil.

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22. Februar 2007 20:55

Wie ueblich...

Jean Harlsson (Jean_Harlsson)

... kann man zum Thema stehen wie man will. Zuhause bleiben, weiter Arbeiten... das sollte jedem belassen sein. Persoenlich wuerde ich mich mit einer Frau, die gerne laenger zu Hause bliebe nicht wohl fuehlen.

Davon abgesehen aber zu behaupten, dass nur Muetter (oder Eltern) die Kinder gut erziehen koennten ist natuerlich Unfug. Jeder der die von der ueblichen Literatur versauten Uebereltern sieht, bei denen es nie um DAS Kind sondern immer nur um MEIN Kind geht, sollte sich klar darueber sein dass solche Leute fuer Kinder kein Umgang sind. Da wird das Kind zum regelmaessig scheiternden Sozialexperiment.

Letztlich ist es so, dass Erziehung in ueber einer Mio Jahre Menschheitsgeschichte immer eine Sache war, die man so nebenbei erledigte. Das hat im Grossen und Ganzen auch super funktioniert.

Hingegen laueft mir ein Schauer den Ruecken hinunter wenn ich Kinder sehe, die die gesamten 10 Jahre ihres Lebens im Zentrum der Aufmerksamkeit eines Elternteils standen. Da merkt man dass Sozialisierung auch und vor allem darin besteht auch mal zurechtgewiesen zu werden. Frueher haben das die Geschwister gemacht, heute macht's meist niemand, denn die Eltern haben selten den noetigen Abstand zu IHREN Kindern.

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22. Februar 2007 20:30

Gott sei Dank gibt es Ursula von der Leyen

otto schwein (Otto49)

Wir brauchen mehr Kinder und viele Frauen und auch Männer wünschen sich mehr Kinder.
Aber für viele Menschen ist es unmöglich gleichzeitig ein Kind groß zu ziehen und gleichzeitig auf ein Einkommen zu verzichten. Es geht hier nicht um die wenigen hochqualifizierten Frauen, die ihre Karriere gefährdet sehen, sondern um Otto-Normalverbraucher, der sich zwischen Kind und Arbeit entscheiden muss. Deshalb brauchen wir eine Kinderbetreuung, die beiden Eltern oder auch der/dem Alleinerziehenden eine Erwerbstätigkeit ermöglicht.
Paare die in der glücklichen Lage sind, mit einem Einkommen auszukommen, sollen überhaupt nicht diskriminiert werden.
Nur die staatliche Unterstützung muss denen gehören, die arbeiten und gleichzeitig Kinder groß ziehen, denn sie tragen eindeutig die größere Last und erbringen den größeren Nutzen für die Gesellschaft. Ich wende mich eindeutig gegen die Tendenz Hausfrau als Beruf anzuerkennen, denn all die Tätigkeiten, die eine Hausfrau erledigt, müssen die Berufstätigen neben ihrem Job erledigen.

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22. Februar 2007 20:00

Übers Ziel hinausgeschossen

C. B. Sturm (CBest)

Sicherlich hat Bischof Mixa - für seine bisweilen fast reaktionären ansichten bekannt - mit seinen Äußerungen viele Frauen (und vielleicht auch Männer) vor den Kopf gestoßen. Gerade Anhänger eines konservativen oder christlich geprägten Familienbildes tun sich bekanntermaßen oft schwer mit Frau von der Leyens Plänen. Das ist weder neu noch allzu dramatisch.

Die Autorin Sandra Kegel stellt sich in ihrer Gegenreaktion allerdings keinen Deut besser an. Anstatt die Situation halbwegs differenziert zu betrachten und auch die Haltung der Gegner von Krippenbetreuung zu respektieren, verabsolutiert sie ihre Meinung und die ihrer Freundinnen; ja, sie geht sogar so weit, sich geradezu als Sprachrohr aller deutschen (jungen) Mütter darzustellen. Vielleicht ist sie im Eifer des Gefechts unabsichtlich übers Ziel hinausgeschossen, jedenfalls repräsentiert sie genausowenig alle Mütter wie Mixa alle Katholiken.

Abgesehen davon: Frankreich, Belgien etc. sind immer nur bedingt vorbildhaft. Zwar können auch aus Krippenkindern gute Menschen werden (überspitzt gesagt), doch wollen Eltern, denen ihr Kind mehr bedeutet als Rentensicherung, es tatsächlich "von morgens um sechs Uhr bis abends um halb sieben" wie einen lästigen Gegenstand abgeben?

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22. Februar 2007 19:46

Familie - Gebärmaschine? Mütter als Wirtschaftsfaktor

Klaus Pfeiffer (RealSehen)

Man darf eine große Gefahr nicht übersehen: Der Staat ist haushoch verschuldet. Wo bekommt er Geld her? Er braucht die Frauen, um auch von ihnen Geld zu bekommen. Frau v.d. Leyen treibt die Mütter in die Arbeitswelt, weil der Staat dringend auf deren wirtschaftliche Kraft angewiesen ist! Arme Mütter mit Doppelbelastung! Und die sind wirklich arm dran, bleibt doch von dem verdienten Geld meistens weniger als 25% übrig, oft ist es ein Verlustgeschäft! Und dann noch die psychische Belastung! Frau v.d. Leyen bedient die Wirtschaft und schert sich in Wirklichkeit nicht um das Wohl der Kinder oder die Förderung der Familien (egal welcher Konstellation).
Insofern hat Bischof Mixa wirklich Recht: Der Staat will Arbeits- und Gebärmaschinen, beides in den Frauen vereint. Der Mensch ist nur noch Wirtschaftsfaktor und nicht mehr Person.

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22. Februar 2007 18:47

Frau von der Leyen bitte umdenken

Hans Huber (nobisi)

Familienpolitik fand in den vergangenen fünfzehn Jahren praktisch nicht statt. Stimmt! Aber uns fehlen nicht mehr Krippenplätze für unter 3jährige Babies, sondern mehr Geld für Mütter und Familien zuhause! Und was tut Frau von der Leyen gegen die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Nachbesserung beim § 218 ? 300.000 ungeborene Kinder, die sich von Neugeborenen nur in der Größe unterscheiden, werden jährlich grausam im Mutterleib zerquetscht. Der Staat finanziert dieses Massentöten menschlichen Lebens mit über 50 Mill. Euro jährlich. Ein Wahnsinn! Das Geld gehört Müttern, die zuhause gerne ihre Kinder erziehen würden. Eine Erzieherin, die gleichzeit 10 Kinder zu betreuen hat, kann unmöglich das leisten, was die eigene Mutter leistet! Es ist nichts gegen andere Lösungen zu sagen, sobald der Beruf der Mutter finanziell so belohnt wird, dass die vielen Mütter zuhause bleiben können, die dies möchten! Doch davon sind wir noch weit entfernt, darum ist die jetzige Diskussion um Einführung von Kinderverwahranstalten falsch! Christa Meves hat als erfahrene Kinderpsychologin und Psychotherapeutin ganz klar in diesem Sinne dazu Stellung genommen und jeder der mitreden will, sollte ihre Bücher gelesen haben!

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22. Februar 2007 18:32

Lassen wir's gut sein!

Herrmann Mueller (Herbie_2005)

Mit Diskussion erreicht man sowieso bei uns nichts mehr. Die besten Argumente verpuffen. Alle wissen, daß das Wohl der Kinder bei der Betreuungsfrage nicht im Vordergrund steht. Es geht darum, die Eltern von ihren ureigenen Aufgaben und Pflichten zu entlasten. Daß der Staat dabei aufgebläht wird, nehmen wir offenbar in Kauf.

Wenn bei staatlich betreuten Kindern irgendwelche Unzulänglichkeiten (mangelndes Sprach- oder Konzentrationsvermögen, später auch schlechte Schulnoten) auftreten, dann liegt der Fehler grundsätzlich im System und bei den Erziehern bzw. Lehrern. Und das ist auch gewollt. Die Eltern können nichts dafür, sie sind ja auch gar nicht mehr zuständig. So wie jetzt schon die Lehrer an der Bildungsmisere die große Schuld tragen müssen, werden es bald auch all die Erzieher und Betreuer tun. SIE müßten die Kinder besser motivieren, besser auf sie eingehen, eine bessere Ausbildung haben usw.

Erst in vielen Jahren, wenn wir in unserem Land genügend DDR-Erziehungserfahrung gesammelt haben, werden wir in der Lage sein, auf unseren gesunden Menschenverstand zu hören und wieder nach dem zu fragen, was eigentlich im Mittelpunkt unserer Bemhungen stehen sollte: das Wohl der Kinder.

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22. Februar 2007 18:31

ideologisch verblendet? Ja aber leider mit schlimmen Folgen!

Daniel Rossmann (Danielrossmann)

Bischof Mixa hat Recht. Es ist ideologische Verblendung. Wenn diese tollen leistungsstarken Powerfrauen, auf denen das Wohl des ganzen Landes aufgebaut ist wirklich so toll sind, warum sind sie nicht in der Lage sich ihre Lebenssituation selbst zu gestalten? Der Gesetzgeber läßt ihnen alle mögliche Freiheit hierzu!

Wo sind die selbst organisierten Kinderkrippen? Und warum gelingt es diesen Superfrauen nicht ihre Männer von Ihren Ideen zu überzeugen? Lahme Enten sind diese Frauen in Wahrheit, die wie kleine Kinder nach Mutti Staat schreien.

Ja, das ist die Wahrheit! Man wartet daß Mutti Staat einem mit 3.000.000.000 EUR hilft die persönlichen Egoismen auf Kosten der Kinder zu verwirklichen. Der Artikel ist entlarvend.

Hat man aus der DDR wirklich nichts gelernt? Wirklich gar nichts?

Alle wissenschaftlichen Untersuchungen sagen das gleiche. Das Kind erleidet einen irreparablen Schaden. Bereits heute sind ein Großteil der Menschen in ihrer Beziehungsfähigkeit gestört. Wer eine Gesellschaft zu Grund richten möchte tut so etwas.

Über die Folgen braucht sich die selbstverliebte Ministerin inkl. Powerfrau keine Sorgen zu machen, die wird sie nicht mehr erleben, das dürfen dann andere ausbaden.

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22. Februar 2007 18:30

Schlagwörter sind bei diesem Thema fehl am Platz

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Zunächst muß doch wohl die Entscheidung für oder gegen Kinder und auch die Frage, wenn ja. wieviele Kinder, Sache der einzelnen Paare sein. Der Staat hat da, wie bei vielen anderen Dingen nichts mitzuentscheiden, sonst wird man doch leicht an Forderungen aus dem "Dritten Reich" an die Frauen erinnert. Wenn beide Ehepartner arbeiten wollen, was ihr gutes Recht ist, dann sollten sie auch ausreichend verdienen, um sich Krippen- und Kindergartenplätze leisten zu können. Es will uns doch wohl niemand einreden, daß Paare sich für viele Kinder entscheiden, um eine volkswirtschaftliche Pflicht zu erfüllen. Es ist ihr Wunsch und ihr gutes Recht. Daß besonders in Deutschland die Preise für soziale Dienstleistungen völlig aus dem Ruder gelaufen sind, hat vor allem etwas damit zu tun, daß man de facto den Staat alles regeln läßt. Auch müssen die Leistungsanbieter ihr Gewinnstreben auf ein normales Maß zurück führen, auch Kirchen und Sozialverbände. Wenn man sich die Löhne und Gehälter von deren Mitarbeitern ansieht, wird sofort deutlich, daß die Preise überhöht sind. Wer in der Lage ist andere europäische Länder zu vergleichen, erkennt sofort die Ursachen des Übels, dort sind Krippen bei bezahlbaren
Preisen profitabel.

Rolf-Dirk Maehle

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22. Februar 2007 18:26

schon wieder so ein einseitiger Artikel

Norbert Pütz (nevergiveup)

es geht doch nicht darum, mit schönen Rede über die Großartigkeit von Kinderbetreuung einen Mißstand zu verharmlosen. Es geht einzig darum, dass Mütter, die das einzig Vernünftige tun, nämlich sich die ersten drei Jahre zumindest halbtags voll um ihre Kinder zu kümmern, bisher viel zu wenig anerkannt und finanziell gefördert wurden. Ehe man nun die Kleinstkindbetreuung - welch ein Unfug! - zum Standard macht, muß zuerst die Mutter finanziell belohnt werden, die dem schönsten aller Berufe nachgeht: die Mutter, die zuhause bleibt! Alles andere sind nur Notlösungen, da helfen keine seitenlange schönredende Artikel! Es geht hier einfach um die Frage, was Vorrang hat, und das muss nach soziologischen und erziehungswissenschaftlichen Gesichtspunkten, ja schon nach einfachem Menschenverstand die Mutter sein, die ihrem Kind größere Bedeutung beimißt als dem Geldverdienen! Damit ist gar nichts dagegen gesagt, dass es Ausnahmen von dieser Regel gibt, wenn Akademikerinnen lieber eine Ersatzmutter anstellen, dann OK. Aber aktuell geht es darum, dass erziehende Mütter bestraft werden sollen, indem das Geld in Doppelverdiener-Ehen gesteckt wird. Zuerst müssen die Mütter dran sein, die lieber zuhause bleiben, immerhin 63 % wollen das!

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22. Februar 2007 18:05

Frau Kegel passt gut zu UvdL: Beide ignorieren standhaft die Mehrheiten.

Susanne von Puttkamer (linevp)

Ach Frau Kegel, was soll man dazu noch sagen. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es richtig lustig. Auch Sie gehören also zu denjenigen Journalistinnen, die ihren eigenen Lebensstil der Allgemeinheit zum Nacheifern präsentieren, davon haben die Leser - vor allem die Familien in Deutschland - langsam wirklich genug. Nur nebenbei: bei der UNICEF Studie lag Frankreich weit abgeschlagen, aber das passte natürlich nicht in den Beitrag. Übrigens: 75 % aller Kinder in Deutschland leben mit ihren eigenen Eltern zusammen. Und noch etwas: die vielgepriesenen neuen Familienformen (Alleinerziehende, Patchworkfamilien) haben eines gemeinsam: sie beruhen auf gescheiterten Beziehungen, sind also nicht die primär von den Betroffenen gewählte Lebensform. Musterland Schweden: nach alarmierenden gesellschaftlichen Mißständen rudert Schweden gerade zurück und zahlt Geld direkt an die Eltern, damit Wahlfreiheit besteht. Schlimm genug ist, dass es Frauen gibt, die aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sind, zu arbeiten. Diese nun als Bedarfsgruppe für Krippen anzuführen ist absolut zynisch. Wer doppelt verdient und sein Kind freiwillig outsourct, soll doch bitte selbst dafür bezahlen und nicht die Steuergelder der Allgemeinheit einfordern.

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