Zehntausende Neuwagen bleiben wegen Autokrise in Bremerhaven stehen

Im Sog der Rezession

Export der deutschen Autoindustrie bricht ein

Die weltweite Absatzkrise schlägt jetzt auch auf die deutschen Hersteller durch. Vor allem wegen des einbrechenden Exports gehen die Verkäufe zurück. Im Dezember wurden 22 Prozent weniger Fahrzeuge ins Ausland verkauft als im Vorjahr. Von Christoph Ruhkamp

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Januar 2009 02:49

Alles hausgemacht...

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Die Autohersteller leben immer noch in anderen Welten. Als man bis 2003 durch die Branchen hindurch gute Gewinne erzielte, konnte man sich als Unternehmer es leisten, alle 3 Jahre seine Fahrzeugflotte zu erneuern. Da verkauften sich Autos von selbst und da war nie die Frage nach der Größe. Heute sieht das anders aus, aber die Autohersteller haben darauf nicht ausreichend reagiert. Stattdessen hat man sich auf die Oberklassefahrzeuge für Flotten verlegt, die in Branchen mit hohen Gewinnen eingesetzt werden. Es war ja geradezu verpöhnt, ein Auto für den Massenmarkt zu bauen und Hersteller wie Ford und die Japaner wurden müde belächelt. Ja selbst der Golf, der Mittelklassewagen und Mittelstandswagen schlechthin, wurde mit Popanz immer mehr Richtung Oberklasse getrimmt, auch was die Preise angeht. Was weder Industrie noch Politik kapieren: Wo früher Handwerker sich große Kombis leisteten müssen durch die gesunkenen Unternehmensgewinne alte Fahrzeuge länger laufen- es fehlt durch die ständig steigenden Energie- und Rohstoffkosten, Sozialkosten und die Abgabenlast einfach durchweg das Geld. Wo soll es herkommen? Märkte wie China bedienen sich selbst, die brauchen unsere Autos nicht (mehr). Es wird Zeit, etwas für den Binnenmarkt zu tun!

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06. Januar 2009 20:54

Konjunkturpakete - was für ein Unsinn - wir haben nichts von der Krise verstande

Klaus Jürgen Wolf (kjwolf)

Es ist ein Ungleichgewicht entstanden - durch die Gier der Profitmaximierung. Man hat mehr Autos und Immobilien produziert, als der Markt tats. im Stande ist zu "erwerben". Jetzt kommt der schmerzvolle Prozess des Schrumpfens. Tatsächlich hilft hier kein Massnahmenpaket mittel- oder langfristig und ist kurzfristig verantwortungslos, weil man Billionen (1000ende Milliarden) verspielt - anstatt dass man damit den Strukturwandel (wieder zurück zu einem normalen Niveau etc.) unterstütz und 1 - 1,5 Mio Arbeitsplatzverlierenden eine weiche Landung ermöglicht und die Zeit überbrückt, bis sich die Wirtschaft wieder angepasst hat ( 2 - 3 Jahre ). Was die USA tun, auch D ist verantwortungslos - die Automobilindustrie muss sich selber helfen (die hat sich auch selber bereichert) und wieder dorthin schrumpfen wo sie sein sollte. Vergessen wir nicht - Mutter Natur wehrt sich auf Ihre Weise gegen Überbevölkerung, Gier und Umweltverschmutzung. Natürlich glauben die übergierigen Banker, Industrielle aber auch viele Volksvertreter nicht an so etwas, weil sie sich doch zu den höchsten Intelligenzen auf Erden zählen. Es ist und bleibt ein Schauplatz wie in der Bibel - die Menschheit lernt nicht und begeht immer wieder dieselben Fehler. K.J. Wolf

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