20. Dezember 2008 Der Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hält die Unterstützung der amerikanischen Regierung für den Mutterkonzern General Motors für unzureichend. Die 17,4 Milliarden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie helfen nicht wirklich weiter, sagte Franz der Fachzeitschrift Auto Motor und Sport.
Opel werde sich weiter um eine Bürgschaft beim deutschen Staat bemühen. Unabhängig von der Situation in den USA braucht Opel weiterhin eine Bürgschaft. Schließlich haben wir kein eigenes Kreditrating und können ohne Bürgschaft nicht am Kapitalmarkt tätig werden, sagte Franz .
Franz: Opel muss investieren
Opel müsse investieren, um auf die aktuelle Absatzkrise mit neuen, attraktiven Fahrzeugen antworten zu können. Wir müssen unsere Investitionen absichern, etwa den Produktionseinrichtungen für den Astra-Nachfolger, der zum Jahresende 2009 in den Handel kommt, sagte Franz. In den Vereinigten Staaten sei entscheidend, was die neue Regierung unter Barack Obama unternehme, um den großen drei amerikanischen Autohersteller zu helfen. Es werden aber sicherlich weitere Staatshilfen notwendig sein.
Der amerikanische Präsident George W. Bush hatte den von der Pleite bedrohten Autobauern General Motors und Chrysler am Freitag mit Milliarden- Notkrediten zumindest vorübergehend Luft verschafft. Trotz Bedenken im eigenen republikanischen Lager stellte er Soforthilfen im Gesamtumfang von 13,4 Milliarden Dollar bereit. Weitere vier Milliarden Dollar sollen im Februar ausgezahlt werden (siehe auch: Milliardenschwerer Notkredit für Amerikas Autobauer). Die Kredite sind an strenge Bedingungen geknüpft. Der zweitgrößte amerikanische Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne.
Text: dpa/AP
Bildmaterial: AP
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