Erstaunte Gesichter in Peking: Protest gegen Chinas Tibet-Politik

Proteste in Peking

Deutscher Tibet-Demonstrant festgenommen

Fünf Demonstranten, darunter ein Deutscher, sind von Zivilpolizisten abgeführt worden, weil sie auf dem Tiananmen-Platz gegen Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet demonstriert hatten. Weitere Proteste wurden ebenfalls rasch unterbunden.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. August 2008 06:04

Professionalitaet?

Kai Li (likai)

Wenn ich richtig erkenne, ist das Bild der Hongkonger Protestin beim Fackellauf am 2. Mai aufgenommen worden, nicht bei Reiter-Wettkämpfen jetzt. In dem Bild ist das Feuer auch deutlich zu sehen. Aber ab Maerz wundere ich micht nicht mehr ueber solche Dingen der Deutschen Medien, haha, weil jeder Chinese weiss jetzt, wie die deutschen Journalisten arbeiten - naemlich schwarz kann weiss werden, Tote kann lebend werden durch die Feder und Munde der deutschen Korrespondenten, und, die Deutschen bekommen Nachrichten, was sie gerne lesen- wie harmonisch haha! Deutschland, ein aufsteigendes Land in bestimmter Hinsicht nach Korea! Bravo, aufwaerts weiter!

(Anm. der Redaktion: Der Leser hat nicht Recht. Das Bild der Nachrichtenagentur AFP entstand am 9. August 2008 am ersten Tag der Reitwettbewerbe in Hongkong und zeigt die Studentin Christina Chan)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. August 2008 14:20

@Oskar Geri (Oskar1a)

Luhua Dai (FRA-Dai)

Es hat sich längst geklärt, das Bild stammt vor 8 Jahren bei einer Verfilmung. Die Soldaten waren nur als zur Hilfe da.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. August 2008 12:54

@ Stefan Gigga

Oskar Geri (Oskar1a)

Ich habe da ein Foto, darauf sind eine Gruppe von über fünfzig chinesischen Soldaten in Uniform mit kahlgeschorenen Köpfen zu sehen. Jeder dieser Soldaten hat eine Robe und Unterkleidung in den Händen wie sie von tibetanischen Mönchen getragen werden. - Ich will damit sagen, daß es auch im Interesse der chin. Sicherheitskräfte und vor allem der KP sein muß, die Vorgänge im März in Tibet von der UN untersuchen zu lassen. Dies forderten die Tibeter schon gleich nach den Demonstrationen und den Zusammenstößen. Die Regierung in Peking hat sich aber entschlossen, nichts mehr an die Öffentlichkeit dringen zu lassen außer der eigenen Propaganda. Der UN-Menschenrechtskommissarin wurde bis heute nicht erlaubt nach Tibet einzureisen. Wenn die KP-Sichtweise stimmt, dann hätten die chin. Behörden schon längst einer neutralen Untersuchung zugestimmt. Meiner Meinung nach wird da vertuscht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. August 2008 17:12

Friedliche tibetische Demonstranten???

Stefan Gigga (GodSaveAmerica)

Im März wurden in Lhasa mindestens 19 Han und Hui von einem rassistischen tibetischen Mob, einschließlich lamaistischer Mönche erschlagen oder bei lebendigem Leib verbrannt. In anderen Städten Chinas griffen bewaffnete tibetische Extremisten Polizei- und andere Behörden an. In Nepal und Indien randalierten Ex-Tibeter. Während des Fackellaufs gab es Duzende von gewaltigen Angriffen tibetischer Extremisten, u. a. auf eine im Rollstuhl sitzende Fackelträgerin. Insbesondere der Tibetische Jugendkongress, mit dem Segen des Dalai Lamas gegründet steht für Gewalt. An das CIA-Sponsoring des tibetischen Terrorismus hat bereits ein anderer Forumsteilnehmer erinnert. Denen die immer noch von den „friedlichen Tibetern“ faseln kann ich nur sagen: Kommt endlich in der Realität an. Traurig nur, dass die tibetischen Extremisten auch von deutschen Steuergeldern profitieren. Sowohl die Böll- als auch die Naumann-Stiftung stehen verschiedenen extremistischen tibetischen Exil-Gruppen finanzielle zur Seite.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. August 2008 21:50

@ dirk speier

Oskar Geri (Oskar1a)

Die Demonstranten rufen zu keinem "Volksaufstand" auf, sondern wollen auf die Menschenrechtsverletzungen in Tibet und die jahrzehntelange Besatzung Tibets durch die Volksrepublik aufmerksam machen und diese verurteilen. Und dafür verdienen Sie höchsten Respekt! Tibeter würden dies gerne selber tun in Ihrem eigenen Land und auch in Peking. Sie werden aber brutal daran gehindert denn Peking duldet keine Meinungsfreiheit. In Nepal wurden am gleichen Tag über Tausend Tibeter festgenommen, als Sie friedlich gegen die chinesische Besatzung in Tibet demonstrierten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. August 2008 21:05

Ausländerfrechheit

Thomas J. Huber (tjhuber)

Demonstranten die in einem, ihnen fremden, Land demonstrieren betragen sich nicht als Gäste (was sie sein sollten) sondern als Störenfriede und gehören erst hinter Gitter und dann, auf ihre Kosten, dahin abgeschoben wo sie herkamen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. August 2008 20:30

Deutscher Tibetdemonstrant

Dieter Erkelenz (d.erkelenz)

Klar, ein Deutscher muß dabei sein wo auch immer demonstriert wird. Was der Bursche sich wohl dabei denkt? Ist es Nervenkitzel, Angeber- und Wichtigtuerei, Demonstrationslust, Heilsbringerei. Selten sind diesen Dauer-und-Überall-Möchte- gerndemonstranten klar, für was und für wenn sie das Protestgeschrei erheben. Es ist halt in, diesmal für Tibet auf die Pauke zu hauen, zumal man weiß, dass die sensationslüsterne Journaille nur darauf wartet.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. August 2008 15:26

alles ist relativ ,äh ambivalent (pssst...Houston wir haben ein Problem)

dirk speier (dirspe)

Das der Dalai Lama CIA finanzierte Subversivität zum Freiheitskampf seines Volkes vor Ort(Tibet) genutzt oder zugelassen hat,ist sicherlich ein schon damals berechnetes Moment der Militarisierung aller Gegenmaßnahmen seitens Pekings. So relativiert sich die gängige Praxis der Aufstand-Bekämpfung da ja oft tatsächlich der imperialistische Feind waffen- und finanz-stark hinter jeder Aktion stand. Fragt sich nun was man sich bei uns dabei gedacht hat.Eine Inszenierung zum propagandistischen Inhalt des anti-kommunistischen Feindbildes.Eine Repressallie auf Volksebene oder ein Sturm der Entrüstung der uns alle ergreift.Die Menschen in Tibet zahlten und zahlen dafür den Preis,nicht der Demonstrant oder der Internetuser der zum Volksaufstand der Tibeter Aufruft.Ein bisschen Zeit für Entwicklung auch im Sinne von "Weg von den subversiven Einflüssen der westlichen Geheimdienste".China ist als Handelspartner sicherlich eh ein diplomatisches Tabuthema.Ich hoffe dabei inständig das der gute alte deutsche Volkswagen,allein wegen seinem Namen ,für ein fortlaufendes Stadium der Vernunft sorgt.BMW und Mercedes Benz halte ich allerdings für zu schnelllebig oder zu selbstsüchtig und somit für untauglich im Sinne der Menschenrechte Chinas.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. August 2008 14:53

Mut der Anerkennung verdient

Benedikt Gresser (Benediktus)

Auch und vielleicht gerade weil solche Kundgebungen so massiv unterbunden werden, wird eine solche Demonstration zu einem unübersehbaren Fanal für Menschenrechtsverletzungen, die eine Schande für alle sind, denen die Würde des Menschen wichtiger sind als Macht- und terroritiale Interessen. Der Widerstand der Tibeter hat durch seinen Verzicht auf Gewalt erst die Kraft und die Ernsthaftigkeit unter Beweis gestellt, die ihnen diese Bewunderung in der ganzen Welt verschafft haben. Die Machtdemonstration der Machthaber in China werden nach jeder Machtdemonstration das Wiederaufleben dieses Freiheitswillens erleben, weil die Gier von Ansprüchen sich noch nie mit der Kraft des Glaubens und dem, woran wir nur glauben können, wird messen können.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 9 von 9 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche