Basketball-Star Yao genießt Gnade bei den Fans

Chinas Verlierer

Die Schande der Silbermedaille

Die Zahl der Goldmedaillen steigt beständig mit jedem Tag, die Chinesen feiern bei Olympia einen Sieg nach dem anderen. Doch das nehmen sie fast beiläufig wahr. Viel mehr interessiert sie die Metaphysik der Niederlage. Von Mark Siemons, Peking

Lesermeinungen zum Beitrag

14. August 2008 14:32

nur zur selbstdarstellung....

YIN YANG (YANGI)

..haben sie alles aufgezogen.bei dem gewimmel im land, sind 500 goldmedaill en angemessen.und der geruch der niederlage wird sie immer begleiten,denn was kommt aus china aus eigener forschung?

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14. August 2008 13:00

Wieso

Michael Fichtner (ebaristo)

Im Artikel steht, das die Zahl der Goldmedaillien ständig ansteigt - daher sollte man sich die Frage stellen, wieso dies so ist! Einige werden jetzt bestimmt gleich nach Doping schreien, aber lassen wir diesen Thema mal außen vor. Gehen wir mal von ca. 1 Milliarde Chinesen aus und rechnen mal 40 Prozent davon raus, die zu alt oder zu jung für Sport sind. Angenommen von den restlichen 600 Millionen Chinesen, beteiligen sich nur 50 Prozent sportlich, also 300 Millionen und verteilen diese auf ca. 200 Sportarten (auch wenn es mehr sind bei Olympia), bei gleicher Verteilung auf alle Sportarten würde dies theoretisch 1,5 Millionen Sportler pro Sportart machen. Runden wir mal großzügig ab, da die wenigstens dies aktiv machen, auf ca. 500.000 Sportler pro Sportart ! Ich denke mal, da wird es sicherlich 1-2 Topathleten pro Sportart geben und theoretisch gesehen, müssten die Chinesen fast in jeder Sport- und Disiplin eine Goldmedaillie holen. Ein zweiter Aspekt ist das sportliche Förderungssystem, das systematisch nach Talenten für jede Sport schon in der Grundschule sucht. In Deutschland wähle ich mir eine Sport aus und suche mir einen Verein, wenn mir der Sport Spaß macht, egal ob ich dafür Talent habe oder nicht!

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14. August 2008 05:26

In China weiss jeder was Verlieren ist

Roland Spahr (Rolando0307)

Hat eigentlich mal jemand recherchiert ob der Chinese vielleicht einfach nur wegen seines Erfolgs geweint hat? Das machen Sportler eigentlich immer wieder. Abgesehen davon weiss in China jeder, was Verlieren ist. Es gibt zu viele Chinesen und daher auch sehr viel Wettbewerb. Silbermedaille ist daher auch in China ganz bestimmt keine Schande. Und wenn ein Reporter sich auf die extremen Meinungen ein paar Blogger stuetzt, gluabe ich schon mal gar nicht, dass das die Meinungen von 1,3 Mrd Chinesen repraesentiert. Letztlich ist dieser Artikel mal wieder ein Beweis dafuer, wie sehr Deutschland es nicht akzeptieren will, dass es Laender und Kulturen auf diesem Planeten gibt, die vieles anders und besser als die Deutschen machen. So bleibt den Deutschen als Verlierer noch die Verhoehnung der Sieger, das scheint den Deutschen bei China besonders leicht zu fallen. Viel Spass weiterhin dabei!

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13. August 2008 18:48

Peinlich ist, ...

Truc Nguyen (TMNguyen)

lieber Herr Becker, wenn man denkt, man sei in Top-Form und kommt nicht mal ins Finale, siehe Helge Meeuv. Zum Glueck haben wir noch einige Siegertypen, die das Deutschlandbild aufrecht halten!

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13. August 2008 18:28

@ Ralf

Charalampos Dimoulis (Siegfrit.vLoittenburg)

Sie mögen sich selber als Insel sehen, ich jedoch bin äußerst Stolz auf "unsere" (und aus diesem Sammelbegriff schließe ich sie aus Respekt ihrer Einstellung gegenüber aus) Athleten welche über Jahre hinweg Tag ein Tag aus hart trainieren um sich gegen die Besten der Welt zu messen. Als Sportler weiß ich wie viele Opfer solch zeitintensives Training verlangt und nur die wenigsten wären bereit dieses Opfer zu bringen wüssten sie nicht den Beistand der gesamten Nation inklusive Staat und Bürger hinter sich. Diese Sportler werden gefördert, gesponsert, unterstützt und angefeuert und nur aus der Summe dessen ergibt sich das uns vorliegende Resultat. Das ist vor allem wahr bei den Olympischen Spielen wo die wenigsten Sportler von ihren Sportlichen Leistungen leben können.

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13. August 2008 16:09

Peinlich, wenn man sich selbst definiert über...

Ralf Becker (mfoe)

... die Leistungen anderer. WIR haben nie etwas gewonnen. Immer sind es Individuen. Dass viele Chinesen meinen, sie würden automatisch zu irgenwelchen großen Nationen gehören und ihr Selbstwertgefühl auf den Erfolgen oder Misserfolgen der chinesischen Sportler beziehen, ist wohl ein Ausdruck einer anderen Mentalität. Ich halte davon überhaupt nichts und definiere mich und mein Selbstbild strikt über meine eigenen Erfolge und Fähigkeiten. Ich wünschte, andere täten das ebenso.

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