In den deutschen Hörsälen und Seminaren rumort es zu Recht. Denn die Bachelorisierung erweist sich, kaum ist sie nach britischen Bologna-Maßgaben zwischen Rhein und Oder eingeführt, als verfehlt. Eine Verkürzung der Studiendauer war sinnvoll, aber nicht um den Preis einer geistigen Selbstamputation. Von Rüdiger Görner
Für den einzelnen Wissenschaftler zahlt sich in der Bologna-Universität vor allem die Bereitschaft zur Unterordnung aus. Jetzt formieren sich die Studierenden zum Protest. Endlich! Ein Gastbeitrag des Rechtswissenschaftlers Peter-Alexis Albrecht.
Eine neue Studie kürt Berlin, Brandenburg und Bremen zu Vorreitern der Hochschulreform in Deutschland. Doch als uneingeschränkter Befürworter der Bologna-Reform will inzwischen kaum einer mehr gelten. Und so sind die vermeintlichen Sieger nicht so sicher, wie stolz sie auf ihre Plazierung sein sollten. Von Sebastian Balzter
An manchen Unis schreiben Studenten ihre Klausuren mittlerweile mit der Tastatur. Doch digitale Prüfungen haben ihre Tücken - und nicht jeder mag Veränderungen. Von Hendrik Wieduwilt
Viele Dozenten an Deutschlands Hochschulen trauen den neuen Medien nicht. Dabei zeigt ein Beispiel aus Osnabrück, wie die Technik Lehrenden und Lernenden das Leben erleichtern kann. Von Sebastian Balzter
Die Stars gehen ins Ausland, alle anderen versauern ohne Perspektive im Mittelbau. So klang lange die Klage über das deutsche Wissenschaftssystem. Die DFG will das ändern.
Viele Absolventen träumen von einer Karriere in der Wissenschaft. Wer es wirklich bis zur Professur schaffen will, muss motiviert und zielstrebig sein - aber auch gut betreut werden. Von Nina Brodbeck
Österreichs Politiker sehen die Schuld für schlechte Studienbedingungen bei den vielen deutschen Studenten. An den Universitäten gibt es aber keinen Konflikt zwischen Deutschen und Österreichern - sie protestieren gemeinsam. Von Alexander Fanta
Während die Debatte über die Hochschulreform vor dem Hintergrund der Studentenproteste weitergeht, sind an diesem Mittwoch neue Daten über die Studienanfängerzahlen bekannt geworden: Im Jahr 2009 kletterte die Zahl der Erstsemester auf Rekordwerte. Schuld sind aber auch doppelte Abiturjahrgänge.
Die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben auf den Arbeitgeberwunschlisten der Studenten an Beliebtheit verloren. Gleichwohl versuchen die im Fachjargon Big Four genannten Gesellschaften, sich die besten Talente zu fischen. Ein harter Kampf. Von Nadine Bös
Nun also doch: Die Bundesregierung will zum 1. Oktober 2010 die Ausbildungsförderung des Bundes erhöhen und zugleich ein Stipendienprogramm für besonders leistungsstarke Studenten einführen. Finanzminister Schäuble bestätigte, die entsprechenden Gelder seien im Haushaltsentwurf eingeplant.
Wer sich bildet, hat nicht nur finanzielle Vorteile: Forscher aus Kanada und Norwegen haben herausgefunden, dass auch Prestige, Gesundheit und eine gute Ehe mit einer guten Bildung zusammenhängen. Von Lisa Nienhaus
Sie sind, heißt es, unsichtbar. Sie verdienen auch danach. Aber es kommt niemand an ihnen vorbei. Die Rede ist von Hochschulsekretärinnen. In Frankfurt wird ihnen derzeit eine Ausstellung gewidmet.
Tausende Studenten protestieren. Ihr Streik wirft auch etliche ökonomische Fragen auf: Wer soll die Hochschulbildung bezahlen? Und wie kommen Absolventen am Arbeitsmarkt an? Von Sebastian Balzter