Auf die Plätze, Prüfung, los!

Turbo-Studenten

Auf der Überholspur zum Examen

Jünger, schneller - aber auch besser? Die meisten Turbo- Studenten wollen mehr als ein Leben nur für den Lebenslauf. Doch einige zahlen für ihren Leistungswillen einen hohen Preis. Von Nina Brodbeck

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Dezember 2007 15:24

Naja, es ist eigentlich ganz einfach  

not important (notimportant)

Wie im Artikel bereits beschrieben ist das Hauptproblem, das viele meiner Mitstudenten ihr Studienfach nach Arbeitsmarktlage ausgewählt haben.
Viel wichtiger wäre es sich im Klaren darüber zu sein ob die auszuführende Tätigkeit nach dem Studium einem zusagt.
Als Beispiel führe ich mal meinen eigenen Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Universität Paderborn an:
Es scheint etwas verspätet wenn der Prof im 3ten Semester einigen (oder besser der Mehrheit) erklären muss, dass Wirtschafts-/Informatikstudierende nicht Programmieren werden, sondern Planung betreiben.
Das ist nur eines der vielen Missverständnisse und soll nur als Beispiel dienen.
Dies ist kein Wunder im Angesicht von Beratungsstellen, die den Abiturienten auf optimale Arbeitsmarktkompatibilität hin beraten.
Auch ist es für mich völlig unverständlich wieso nicht generell ein Eignungstest zumindest für ein Groß der Studiengänge existiert.
Vielleicht wäre eine Überprüfung des Grundes für die Wahl des Studienganges sinnvoll.
Bei nicht ausreichenden Begründungen, bitte gar nicht erst einschreiben lassen.
Dies würde das Niveau erheblich erhöhen, jedoch wäre das wohl mit jeder Maßnahme zu erreichen, da dieses zur Zeit kaum vorhanden ist.
Mit freundlichen Grüßen
NI

Bewerten: schlecht gut
06. Dezember 2007 15:03

@Schupp's weibliche Reize  

Marc Rieger (rieger74)

Ich nehme mal an, Ihre netten Spekulationen ueber "weibliche Reize" waren dazu da, um boese Reaktionen anderer Lesebriefschreiber zu provozieren. - Womit ich Ihnen also den Gefallen tue und boese bin.
Sollte das nicht so sein, wundere ich mich ueber den ueberschaeumenden Neid. Ich persoenlich habe vor solchen Karrieren, wie sie der Artikel beschreibt, Respekt. Und damit jetzt nicht das Argument kommt, dass solche Leute dann wohl persoenliche Defizite haben muessen: Meiner Erfahrung nach gibt es unter denjenigen Studenten, die schnell und erfolgreich studieren, genausoviele oder wenige gute Menschen wie unter den anderen auch. Also: nur kein Neid, ist doch schoen, dass es auch noch bessere gibt!

Bewerten: schlecht gut
06. Dezember 2007 14:44

Zwischendurch lieber die Füße auf den Schreibtisch legen.  

norbert doerre (ndoerre)

Der Beitrag erinnert mich an die eigene beschränkte Welt des persönlichen Ehrgeizes, des ständigen Kampfs mit der eigenen Unzulänglichkeit, der alltäglichen Entbehrungen zugunsten des Egos, des ständigen inneren Zwangs zur Vollkommenheit und des Nichtversagendürfens.
Jetzt, mit fast 60, bereue ich jene Zeit, in der ich mich durch äußere und innere Zwänge habe leben lassen, unter Vernachlässigung von Familie und Verwandschaft und mit der bizarren Vorstellung, damit meiner eigenen kleinen Familie zu nutzen. Ich schaffte es tatsächlich, an der TH Aachen ein Studium der Ingenieurwissenschaften in acht Semestern inklusive Diplomhauptprüfung hinzulegen, dazu mit einem Durchschnitt von 1,6.
Für mein Ego habe aus heutiger Sicht viel gewonnen, aber sonst nichts. Um mich herum entstanden menschliche Verluste. Die Eingliederung einer solchen Persönlichkeit in ein Team ist kaum möglich, und ich muß bis heute noch daran arbeiten, die selbst geschaffenen Verkrustungen und Leistungszwänge in mir abzubauen.
Genutzt hat das Steben nach Perfektion nur materiell. Für alle Anderen waren die Reibungsverluste stets größer als der Nutzen.
Wenn ich nochmal entscheiden dürfte, würde ich lieber zwischendurch die Füße auf den Schreibtisch legen.

Bewerten: schlecht gut
06. Dezember 2007 14:42

Wider den Kapitalismusmarionetten  

johannes höst (donpachi)

..bin nach sechs Jahren Studium vollkommen ausgelaugt und kann den "Neuen" nur empfehlen, sich etwas entspanntes zu suchen, keinen Massenstudiengang zu wählen, die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen und vor allem: sich von den Wirtschaftsriesen nicht immer eintrichtern lassen, dass man der Beste sein, weltweit mobil und hochmotiviert sein muss! Das macht einen fertig, und mit 35 bedeutet dass: Geld aber keine Zeit es auszugeben, Leben im Hotel, geschieden. Kurz: ein Opfer des Hardcorekapitalismus, der Peiniger unser Generation. Da können wir uns von den 68ern mal eine Scheibe abschneiden. Lasst euch nicht zum Investitionsobjekt und Marionette machen!

Bewerten: schlecht gut
06. Dezember 2007 13:45

Überholspur  

kurt schupp (Platino99)

Diese Ehrgeizlinge hat es schon immer gegeben, das sind aber die Ausnahmen. Bei dieser Superfrau ist zu bedenken, dass sie eventuell besondere Vorteile durch ihre weiblichen Reize erlangt hat. Diese Fälle sind eher die Regel als die Ausnahme, wie gerade in den Medien berichtet wurde. Also, von großer Weisheit kann hier nicht die Rede sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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