
Es kommt wohl vor, in der Wissenschaft, dass man an einen sehr schlechten Chef gerät. Allerdings ist der Vorteil, dass die Community meist hinreichend überschaubar und transparent ist, um die Führungsqualitäten eines Professors im Vorfeld einschätzen zu können, d.h. bevor man sich einer Gruppe anschliesst.
Es gibt genug erstklassige Wissenschaftler (weltweit), die auch über eine hohe soziale Kompetenz verfügen. Man muss eben diesen Faktor mit einbeziehen, wenn man sich überlegt wo man promoviert/postdoct.

Je familien- oder persönlichkeitsgeprägter das Unternehmen, um so schlimmer in der Regel die Mitarbeiterführung. Ausnahmen bestätigen diese Regel. Mangelnde Motivation, schlechte Arbeitsergebnisse und Ineffizienz werden nicht fehlenden Führungsqualitäten zugewiesen, sondern regelmäßig "unfähigen" Mitarbeitern, die kaum als solche eingestellt wurden. Entweder landen diese anschließend in der inneren Emigration oder bei der Konkurrenz.