Von Gunda Achterhold
23. Januar 2008 Was passiert, wenn global agierende Mitarbeiter häufig von einem Standort zum nächsten wechseln - wie lässt sich eine gleichbleibende Qualität ihrer Sozialleistungen gewährleisten? Und was kostet das am Ende? Leistungs- und Kostenanalysen versicherter Risiken beschäftigen Matthias Helmbold tagtäglich.
Seit Oktober gehört der Mathematiker dem Global Benefits Team des Agribusiness-Konzerns Syngenta an. Weltweit sind über 21.000 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Die Rahmenbedingungen für ihre soziale Absicherung variieren von Land zu Land. Am Hauptgeschäftssitz in Basel sind Helmbold und seine Kollegen für die Koordination der international verstreuten Versorgungswerke zuständig. Dazu gehört die Betreuung von Einzelfällen ebenso wie die Konzeption und Einführung internationaler Versorgungspläne. Solche Pläne sind enorm wichtig für Mitarbeiter, die außerhalb ihres Heimatlandes häufig über keine ausreichende Versorgung verfügen, erklärt der Versicherungsmathematiker. Zu den Aufgaben der Global Benefits Manager gehört es, eine klare und einheitliche Linie in die Versorgungspläne zu bringen, die auch zur Unternehmensphilosophie passt. Gefordert ist dabei neben höherer Mathematik auch ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit. Zu berücksichtigen sind nicht nur die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern, sondern auch die kulturellen Unterschiede, so Helmbold. Hier profitiert der 36-Jährige von seinem internationalen Know-how. Einen Teil seiner Promotion verbrachte der Mathematiker und Philosoph in den Vereinigten Staaten; als Experte für Systeme zur betrieblichen Altersversorgung war er bei der Global Consulting Group, einer Unternehmensberatung in London, tätig. In der Beratung internationaler Konzerne habe ich viele Versorgungssysteme kennengelernt und gesehen, was in unterschiedlichen Ländern möglich und üblich ist.
Text: Hochschulanzeiger Nr. 94, 2008, Seite 72
Bildmaterial: privat