Kein Massenprotest: Aktion gegen “Biosprit“ an einer Kreuzberger Tankstelle

Politik und Privatleben

Auf die Barrikaden oder in die Bibliothek?

War es früher leichter, idealistisch zu sein? 40 Jahre nach „68“ sind die Studenten zahm geworden - aus Rücksicht auf ihren Lebenslauf. Doch politisches Engagement kann einen Bewerber durchaus schmücken. Von Anna Loll

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Mai 2008 06:51

Halbe Wahrheit

Thomas Berger (tberger)

Ach je, wo soll ich anfangen.

Also. Es ist relativ einfach, implizit auf dem bösen kapitalistischen System herumzuhacken, das dem unangepaßten Menschen keine Heimat bietet. Aber: Sie haben Herzprobleme. Sie welchem Arzt gehen Sie? Zu einem, der zügig und erfolgreich studiert hat, oder einem, der zwar immer brav gegen Bush und Globalisierung demonstriert und "Strukturen kritisch hinterfragt" hat, dafür aber mit 35 ein nur äußerst mäßiges Examen hingelegt hat? Ach, auf einmal doch...?

Weiterhin: Meiner Erfahrung nach sind gerade die AStAs äußerst suspekte Vereine, was die Finanzierung angeht. An großen Universitäten reden wir über Budgets von mehreren 100,000 EUR. Versuchen Sie mal, eine Abrechnung darüber zu bekommen, wohin das Geld geht! Erst werden Sie wie ein Omnibus angeschaut, dann beschimpft, und scheitern letztlich daran, daß das "Schwulen- und Lesben - Referat" als "autonomes Referat" nicht verpflichtet ist, die Verwendung seiner Gelder nachzuweisen.

Davon, daß Studentenvertretungen ebensolche Pöstchenschachervereine sind wie politische Parteien, in denen verkrachte Philosphiestudenten sich mir aller Macht an ihrem Jöbchen krallen, weil sie sonst nichts haben, ganz zu schweigen.

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