Zunächst einmal bilden Ingenieure die Brücke zwischen Forschung und Praxis. Das bedeutet, sie müssen die technische Umsetzung von (globalen) Erfindungen in die (nationale) Praxis leisten, wobei in erster Linie auch die nationalen Gesetze, Sicerheitsvorschriften usw zu berücksichtigen sind. Für mich als Bauingenieur beduetet dass die Kenntnis von zahllosen DIN-Normen sowie 16 Bauordnungen sowie zahllosen, nur auf Gemeindegrenzen beschränkte Satzungen. Die notwendigen Neuerungen sind nicht auf dem Gebiet der Ausbildung und der persönlichen Qualifikation zu suchen, sondern gerade in Deutschland in einer gnadenlosen Deregulierung und Anpassung an internationale Standards sowie einer Öffnung für Innovationen!
Und Führungskräfte wurden noch nie an deutschen Universitäten ausgebildet! Hier liegt der Schwerpunkt allenfalls auf einem hohen Forschungsniveau, aber Lehrthemen wie Personalführung o.ä. waren noch nie Bestandteil einer Prüfungsordnung (sonst würden Studienabgänger vermutlich die meisten deutschen Unternehmen förmlich auf den Kopf stellen).
Also bitte: wenn universitäre Bildung lebensnah sein soll, muss sich zuerst etwas an den nationalen Gesetzen etwas ändern, dann können Ingenieure auch international agieren!