Ein Pflegekonzern interessiert sich für Witten/Herdecke

Die Stiftung Rehabilitation Heidelberg - 7000 Mitarbeiter, 500 Millionen Euro Umsatz jährlich - steigt wohl ein in die Universität Witten/Herdecke. Reaktionen sind widersprüchlich.

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05. April 2007 15:03
Chronischer Überfluss an Geldmangel  
Ludwig Paul Häußner (wittigofranko)

Wer damals die Gründung der ersten nicht-staatlichen Universität Witten/Herdecke aufmerksam verfolgt hat, konnte ahnen, dass diese Uni an einem chronischen Überfluss an Geldmangel leiden dürfte.

Erstaunlich ist, dass sich diese Uni überhaupt so lange über Wasser gehalten hat!

Doch das Kernproblem liegt im "staatlich bewirtschafteten Geist".

Wenn Wissenschaft, Forschung und Lehre öffentliche Güter sind, heißt es noch lange nicht, dass der Staat Hochschulen wie Schulen selbst bewirtschaften muss. Er muss auch nicht das Objekt Universität bzw. Schule aus öffentlichen Mitteln finanzieren, sondern vielmehr die Subjekte; sprich Studierende und SchülerInnen z. B. durch staatlich finanzierte Studien- bzw. Bildungsgutscheine. Diese können den bei der (Hoch-)Schule ihrer Wahl von den Studierenden eingelöst werden. Dadurch wäre auch die gGmbH Universität Witten/Herdecke von Anfang an solide finanziert gewesen.

Weit aus solider finanziert wäre der Kulturbereich, wenn alle Menschen über ein bedingungsloses Grundeinkommen verfügen würden. Wissenschaft und Bildung kann man letztlich nicht bezahlen, sondern nur ermöglichen, in dem an den Überfluss an Geldmangel grundlegend beseitigt.

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