11. Juli 2008 Hochschulabsolventen müssen sich trotz einer unsicheren Konjunkturlage offenbar wenig Sorgen um ihre Job-Chancen machen. Eine Umfrage der Personalberatung Korn/Ferry International ergab, dass die ungewisse globale Wirtschaftslage und der unsichere Arbeitsmarkt sich nur wenig auf die Personalpolitik der Unternehmen auswirkt.
Deren Pläne für die Einstellung neuer Hochschulabsolventen werde dadurch nicht wesentlich beeinflusst. Die Umfrage wurde im Juni 2008 ausgewertet, als die Mehrzahl neuer Hochschulabsolventen auf den Arbeitsmarkt stiess.
Fast zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Führungskräfte gaben an, ihre Organisation plane, noch in diesem Jahr junge Hochschulabsolventen mit Bachelor- oder Master-Abschluss einzustellen. Zusätzlich erklärten 65 Prozent, sie würden in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren entweder die gleiche Anzahl neuer Absolventen (35 Prozent), oder mehr (30 Prozent) einstellen.
Nachwuchs auch in der Krise
36 Prozent der Führungskräfte gaben an, weniger neue Hochschulabsolventen rekrutieren zu wollen als in den vergangenen Jahren. Die Pläne für die Einstellung neuer Universitätsabsolventen scheinen trotz eines Abwärtstrends im gesamten Arbeitsmarkt stabil zu bleiben, sagte Caroline Nahas, Geschäftsführerin von Korn/Ferry in Südkalifornien. Die Unternehmen müssten sich leistungsfähige Nachwuchskräfte auch während eines wirtschaftlichen Abschwungs erhalten, um für einen Aufschwung vorbereitet zu sein. Und sie müssten den Abgang von Mitarbeitern in die Rente kompensieren.
Die Umfrageergebnisse liefern auch Vorschläge, wie junge Akademiker ihre Einstellungschancen verbessern können. Die Befragten gaben das Vorstellungsgespräch mit führenden 71 Prozent der Umfrageergebnisse als das wesentliche Element bei der Einstellungsentscheidung an. Praktika oder Berufserfahrung machten im Vergleich dazu nur 21 Prozent aus, das, Ansehen der Bildungseinrichtung des Kandidaten 5 Prozent und seine Referenzen 4 Prozent.
Bloß gut vorbereiten
Während der Vorstellungsgesprächsphase sei der häufigste Fehler der Kandidaten eine schlechte Vorbereitung auf Fragen zu der ausgeschriebenen Position und zum Unternehmen (59 Prozent). Einige Befragte erwähnten als Fehler auch Selbstüberschätzung: Man dürfe sich nicht auf Positionen bewerben, die die eigene Leistungsfähigkeit übersteigen (18 Prozent). Auch mangelnde Professionalität (12 Prozent) wurde genannt.
Text: FAZjob.NET
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