
Wenn gleichzeitig der Pressesprecher und der Rektor zitiert werden, dann sollte man sich spätestens Gedanken machen, ob die Quellen noch seriöser Berichterstattung genügen. Einen Studierendenvertreter oder einen der zahlreichen Kritiker unter den Professoren zu befragen, hätte dem Artikel gut getan.
Die so genannte Hochschulfreiheit ist nicht mehr als die Freiheit des Staates von den Hochschulen. Im letzten Absatz wird nahezu beiläufig berichtet, dass sich der Staat aus der Finanzierung zurückzieht. Jetzt wieder zurück zum Mätzenentum zu gehen ist nicht fortschrittlich oder gar liberal, es ist reaktionär und schadet den deutschen Universitäten. Diese Argumente sollten eigentlich in einer konservativen Zeitung nicht einfach verschwiegen werden, sondern zentral dargestellt werden. Wie kann es eine Freiheit von Forschung und Lehre geben, wenn die Finanzierung durch Klinkenputzen hergestellt werden muss?