Akademikernachwuchs: Wieder weniger Anfänger an den Hochschulen

Die Zahl der Studienanfänger ist trotz der im internationalen Vergleich bereits niedrigen Studentenzahlen weiter gesunken. Gerade in technischen Fächern schlägt sich das nieder. Bildungsexperten sind aufgeschreckt.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Dezember 2006 19:18
Lohnt sich ein Studium?  
Bernhard Schmitz (DerKetzer)

Für den Schüler stellt sich also die Frage, welches Studium oder welche berufliche Ausbildung verglichen mit anderen mehr bringt. Da sich ein Studium erst in späteren Jahren lohnen wird, weil man während des Studiums nicht viel verdient und erst mal die Einkommen der nichtakademischen Bevölkerung einholen muß. Wenn noch dazu in einem bestimmten Beruf die Lebensarbeitszeit sehr kurz ist, weil man mit einem Alter von 40 Jahren schon zum alten Eisen gerechnet wird, dann ist der Wert eines Studiums für einen selbst mehr als fraglich.

Bewerten: schlecht gut
03. Dezember 2006 18:57
Rendite des Informatikstudiums liegt hinter Musik, nämlich bei nur 2,07%.  
Bernhard Schmitz (DerKetzer)

http://www.elektrotechnik.uni-bremen…iven/welt.html

"Ein Forscherteam hat erstmals die Renditen von Studiengängen berechnet.
Juristen und Mediziner liegen vorn.
Die Wahl des richtigen Studienfachs entscheidet über erhebliche Einkommensunterschiede im Job
Von Philipp Schuller und Christian Kopf

[…]
Die Ergebnisse zeigen: Wer sich für ein Ingenieursstudium, Jura, BWL, Naturwissenschaften oder Zahnmedizin entscheidet, kann gemessen am Lebenseinkommen eine saftige Rendite auf diese Investition ins “Humankapital” erwarten. Der Ertrag dieser Studiengänge ist positiv, doch schwankt er stark, zwischen drei Prozent bei Architektur und über elf Prozent bei Zahnmedizin. Wer hingegen etwa auf Germanistik oder Pädagogik setzt, wird aller Voraussicht nach keinen wirtschaftlichen Gewinn aus dem Studium ziehen. Dem hohen entgangenen Arbeitseinkommen während des Studiums stehen geringe Mehrverdienste im späteren Berufsleben gegenüber, die zudem zeitlich in weiter Ferne liegen. Dies gilt überraschenderweise auch für Informatiker, deren Durchschnittseinkommen im Vergleich zu anderen Akademikergruppen eher unterdurchschnittlich ist - trotz der derzeitigen Knappheit am Arbeitsmarkt.
[…]"

Bewerten: schlecht gut
30. November 2006 14:58
Nein...  
Andreas Würz (BluesBrother1983)

sind sie nicht Herr Wagner. Aber ich muss kurz anmerken, dass die Zahlen relativ zur gesamten gleichaltrigen Bevölkerung stehen und somit nichts mit der demographischen Entwicklung zu tun haben. OK, die absoluten verändern sich.

Zum Artikel an sich: Ich bin zur Zeit in Spanien und mache dort ein Auslandssemester und muss sagen ich bin doch sehr überrascht über das niveau hier. Spanische und deutsche Professoren haben mir versichert, dass ich an einer sehr guten spanischen Uni studiere mit hohem Niveau, jedoch kann die Universität nicht annähernd das Niveau meiner Universität erreichen. Aber das ist auch kein Wunder, wenn es ca. 85% Absolventen (!) in der gleichen Altersgruppe gibt. Hier fällt so gut wie niemand durch, und das Niveau kann einfach nicht hoch sein, wenn man so viele Studenten hat, einfach nur, weil Menschen verschieden lernen.
Wie mein Vorredner schon richtig sagte, gibt es in Dtld. ein duales Bilungssystem, dass in der Welt seines gleichen sucht. Wenn man alle Menschen mit Lehre, Meister, Techniker, usw. dazu zählt, kommt Dtld. mit Sicherheit auch auf eine Quote von über 85% und zwar nicht nur universitäre Theoretiker, sonder auch praktisch veranlagte Menschen.

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