![]() |
Schließen |
Drucken |
![]() |
|
Standortkompass Die Champions League der Tüftler 19. September 2007 Die besten Studienorte für Ingenieure? In der Liga der Technischen Hochschulen in Deutschland bilden sie traditionell die Spitzengruppe: die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Technische Universität Darmstadt und die Universität Karlsruhe. In vielen Rankings liegen sie vorn, bei den Unternehmen genießen sie einen exzellenten Ruf. Allesamt werden sie zudem von Fachhochschulen am selben Ort flankiert. Wer heute Autos konstruiert, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit in einer dieser Städte studiert. Ein kurzer Standortkompass von Nord nach Süd: Aachen Die Motoren: RWTH Aachen (5379 Erstsemester in den Ingenieurwissenschaften im vergangenen Wintersemester) und FH Aachen (1382). Serienmäßig: 259 000 Einwohner; das Weltkulturerbe Aachener Dom und die Pfalzkapelle Karls des Großen locken Touristen in die Stadt; Belgien und die Niederlande sind einen Katzensprung entfernt; Exportschlager sind neben den bekannten Aachener Printen der Karlspreis und der Karnevalsorden "Wider den tierischen Ernst"; die Alemannia kämpft auf dem Tivoli um den Aufstieg in die Erste Fußball-Bundesliga. Die Extras: Am Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen werden anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um den Verbrennungsmotor bearbeitet; der Lehrstuhl für Brennstoffzellen befasst sich mit Verfahren zur Umwandlung von regenerativen und fossilen Energieträgern zum Einsatz in Brennstoffzellen.
Die Motoren: TU Darmstadt (2750 Erstsemester im vergangenen Wintersemester) und FH Darmstadt (2152). Serienmäßig: 141 000 Einwohner; kurze Wege nach Frankfurt, Mannheim, Heidelberg; Jugendstil auf der Mathildenhöhe; die "Lilien" spielen in der Fußball-Oberliga Hessen. Die Extras: Die Versuchsanstalt für Straßenbauwesen untersucht, wie sich ein Fahrzeug auf der Fahrbahn verhält; im gemeinsam mit Rolls-Royce betriebenen Entwicklungszentrum wird zur Antriebstechnik geforscht; und zusammen mit Conti Tewes machen sich die Studenten Gedanken über das unfallsichere Fahrzeug der Zukunft.
Die Motoren: Uni Karlsruhe (3827 Erstsemester im vergangenen Wintersemester) und FH Karlsruhe (1126). Serienmäßig: 286.000 Einwohner; der Bundesgerichtshof und das einstige badische Residenzschloss heben das Selbstwertgefühl; Frankreich ist nur einen Katzensprung entfernt; im Wildpark kämpft der Sportclub um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga. Die Extras: Das Institut für Produktentwicklung - der Leiter war früher bei einem Autozulieferer beschäftigt - hat sich der Stärkung der Innovationskraft der Studenten verschrieben, am Ende des Studiums steht oft eine Patentanmeldung; das Centrum für Funktionelle Nanostrukturen untersucht kleinste Teilchen; am Institut für Kolbenmaschinen weiß man (fast) alles über Selbstzünder.
|
![]() |
|
© F.A.Z. Electronic Media GmbH 2001 - 2008 Dies ist ein Ausdruck aus berufundchance.fazjob.net |