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Fortsetzung: Die Evolution der Europastudien Die ausgezeichneten Forschungsantraege bilden die Evolution des Feldes ab und nehmen die weitere Evolution m.E. vorweg, da keine inhaltlichen Richtlinien gesetzt werden. Auf Fakultaetsebene gibt es darueberhinaus einige deutsche Amerikanisten, die nach laengerem Aufenthalt in den USA durch Marktmechanismen zunaechst komparativ arbeiten und schliesslich ganz zu Europaforschern werden. Aehnliche Querverbindungen bestehen zu den Vertretern der Deutschlandforschung (German Studies), deren Mitglieder die Council Konferenzen bereichern. Europarecht, European Union Studies oder Policy Studies bieten die Hochschulen in den politikwissenschaftlichen, verwaltungswissenschaftlichen oder rechtswissenschaftlichen Studiengaengen, meist im Rahmen der professional schools, an. Die Frage „Was ist Europa?” wird hier institutionell hergeleitet, waehrend die Europaforschung kulturwissenschaftliche, historische, soziologische, anthropologische und philosophische Methoden und tendenziell weniger current issues bearbeitet. Die komplementaeren amerikanischen Netzwerke Council for European Studies (http://www.councilforeuropeanstudies.org), European Union Studies Association und European Union Centers of Excellence laden ein zur Partizipation aus Europa.  Die Evolution der Europaforschung in den USA aus Sicht des Dachverbands Der vom Autor unter dem Stichwort Amerika genannte Council for European Studies ist der Dachverband der Europastudien in den USA. Gegruendet 1970 als Konsortium, vereinigt er im Fruehjahr 2008 ueber hundert Hochschulen. Die dafuer unverzichtbare nachhaltige finanzielle Foerderung leistet der German Marshall Fund of the United States (GMFUS). Die acht Gruendungsmitglieder sind Columbia, MIT, Princeton, Harvard, Yale sowie die Universitaeten von Kalifornien (Berkeley), Michigan und Wisconsin. Das Ziel war damals wie heute die Foerderung der zeitgenoessischen, interdisziplinaeren, international offenen Europaforschung in den USA und die Vernetzung der amerikanischen Europaforschung mit der europaeischen. Zusaetzlich zu den institutionellen Mitgliedschaften sind mehrere hundert Wissenschaftler dem Council verbunden. Die Evolution letzterer zeigt: Waehrend die Wissenschaftler in den 1970er Jahren oft Kinder europaeischer Einwanderer waren, speist sich der Nachwuchs heute zunehmend aus internationalen Studenten, die ihre Doktorandenausbildung in den USA absolvieren. Waehrend die Europaforschung einst aus der US-amerikanischen Gesellschaft kam, zeichnet sich ein Trend ab hin zum Import dieser (Regional-)Wissenschaftler aus der Region.
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