liegt sicherlich nicht in der menschlichen Natur, sondern ist das Produkt von 12-13 Jahren Schule. Kinder sind von Natur aus neugierig; nur wird ihnen das 'ausgetrieben' in Schulen, in denen man zu oft das unabhaengige Denken nicht wirklich foerdert und in denen man oft verlangt, dass sich die Schueler mit Dingen und Themen beschaeftigen, die nicht allzu viel mit ihnen zu tun haben. Am Ende hat man dann Studenten, die eigentlich nicht so richtig Lust zum Lernen haben und die generell recht apathisch erscheinen. Schule und Uni verkommen so oft zur Farce.
Die guten Absichten hinter dem
Bachelor als erster, begrenzt
berufsqualifizierender Studien-
abschluss sind prinzipiell zu
begrüßen - sofern sie aufrichtig
gemeint sind.
Wie hier bereits jemand sehr
treffend bemerkte, liegt es
in der menschlichen Natur,
bei Vorlesungen und Kursen nur
dann regelmäßig mitzuarbeiten,
wenn am Semesterende auch eine
Prüfung ansteht. Alle, die selbst
an der Uni waren, mögen mal für
sich selbst im Rückblick zwei
Lehrveranstaltungen vergleichen,
eine wo man einfach nur dabeisaß
und eine andere mit regelmäßiger
Leistungskontrolle, aus welcher
der beiden haben Sie wohl mehr
mitgenommen ?
Ziel des Grundstudiums war und ist,
die Studierenden soweit in ihr Fach
einzuführen, dass sie dessen Grund-
lagen kennen und anschließend fähig
sind, sich in wissenschaftliche
Spezialthemen einzuarbeiten.
Der Beschäftigung mit einer Auswahl
solcher Spezialthemen diente das
Hauptstudium und heute eben der
Master. Schade ist daher, dass die
Politik darauf hinzuwirken zu wollen
scheint, den Bachelor zum Regel-
abschluss zu machen und den
Zugang zum Master zu erschweren.
Der Bachelor ist eben nur der erste
Schritt und reicht für Tätigkeiten in
Forschung und Entwicklung nicht aus.
Having taught in the Fachbereich Wirtschaftswissenschaft of the FU-Berlin since 1994 and having witnessed the comings and goings of a variety of Studienordnungen, I wish that Mr. Kaube would have dug deeper instead of scratching the surface with his "restaurant review" of a small sample of the BA lectures and recitations. Our and our students' woes have really next to nothing to do with abandoning the good old Diplom. When I think of my own undergraduate days at Yale University, I can meet and beat Mr. Kaube's reports of crimes against fine teaching and yet intellectual life was fostered, precious human talent was able to develop and yes the degree was a BA. We (and not just at the FU-Berlin) have a long way to go to achieve international excellence in our undergraduate educational programs. More resources to meet our educational mission remain a necessary, if not sufficient condition for excellence. The petty regulation of the number of minutes of examinations or of the precise modalities of multiple-choice questions are just two examples of the kinds of structural issues we still have to contend with.
Der ganze Bologna-Prozess ist sinnlios, auf der einen Seite will man die Studiengänge Europa weit vergleichbar machen, aber der anderen Seite gibt es nicht mal in Deutschland ein einheitliches Schulsystem. Ich bin froh, das ich noch mein Diplom habe, denn die Leute die nach mir kommen, werden alle nur noch den Bachelor bekommen. Mit einem Bachelor kann man kaum etwas anfangen, wer etwas erreichen will, der muss sowieso noch den Master machen und damit fängt der Betrug an. In Deutschland wird gesagt, das ein Grundstudium bzw. Erststudium nicht mit Studiengebüren belegt werden darf. Daraufin wird der Bachelor eingeführt und vom Niveau her soweit hinunter geschraubt, das man ohne den Master sowieso nicht anfangen kann und für den Master werden dann Studiengebüren fällig, da es nicht mehr als Erststudium gilt.
Ich habe einen Koffer in Berlin - und der ist voller Erinnerungen. Journalisten, die sich nur noch in Berlin umsehen und von daher jedes Studienfach angemessen betrachten wollen. Auch hier wieder die alte Manier auf alles und jedes zu schimpfen und mit Argwohn zu betrachten, das sich ändert. Es gibt ca. 300 Studienorte in Deutschland und eine fast endlose Anzahl von Fächern die studiert werden können. Nein, die FU Berlin ist nicht der Nabel der Welt und wer nicht über seine alte Uni hinauskommt hat den ganzen Sinn des Studium sowieso nicht verstanden. Das Diplom oder der Bachelor sind nicht der Weisheit letzer Schluss - und sollen es auch nicht sein. Vielmehr ist der Weg das Ziel: Die Fähigkeit sich Wissen anzueignen und weiter zu entwickeln. Wer dabei die Grundlagen des jeweiligen Faches nicht beherrscht, hat das Ganze nicht verstanden. Anstatt die mangelnde Vorbereitung auf das Studium und die Studienwahl zu kritisieren, werden wieder die Symptome kritisiert. Die Schwelgerei in Studienerinnerungen interessiert in Deutschland nur diejenigen, die sich in der "guten alten Zeit" wohl gefühlt haben und die auf Neuerungen mit Angst und Kritik reagieren. Dies ist der bisher beste Artikel gegen den Invovationsstandort Deutschland.
Andere Länder bringen im Zeitraum von drei Jahren ebenfalls gute Ökonomen, wenn nicht sogar bessere hervor. Also kann es wohl nicht an der zur Verfügung stehenden Zeit liegen, sondern vielleicht mehr an der Organisation, Motivation und der Art und Weise der Darstellung. Die Grundzüge der Volkswirtschaft lassen sich auch in 6 Monaten vermitteln.
Genau richtig analysiert. Wie im Artikel dargestellt musste auch ich mich durch ein Grundstudium voller abstrakter Formeln, Graphen und vor allem ungerecht schlechter Noten - zwecks "Aussieben" - quälen, bevor ich im volkswirtschaftlichen Olymp ankommen durfte. Die Wahlfreiheit zwischen Institutionenökonomik und Finanzwissenschaft oder zwischen Arbeitsmarktpolitik und Wettbewerb, die ich nun im Hauptstudium meines Diplomstudienganges habe, möchte ich nicht missen! Und dennoch: diese Grundlagen der ersten Semester braucht man für die sinnvolle Diskussion von Thesen, Modelle und globalen Zusammenhängen. Danach schon einen Mini-Abschluss zu verleihen scheint mir jedoch hochgestapelt.
also ich fand das Studium im Grundstudium auch spannend. Das liegt aber wohl daran weil man in der Oberstufe des Gymnasiums einfach nicht so klar und stringent denken lernt. Die ersten zwei Jahre verbringt man zwar damit Matrixalgebra und Differenzengleichungen nachzuholen, aber so unangewandt ist das nicht gewesen. VWL anzuwenden ist eben nicht so einfach, weil alles sehr theoretisch ist. Ich glaube zu denken, dass das Problem schon viel früher anfängt und dann hochgeschoben wird: kinder müssen einfach mit 4 oder 5 eingeschult werden und nach der 12. Klasse Abi machen. Dann können auch mehr Leute einen Master machen ohne gleich Torschluspanik bei der Familiengründung zu bekommen.
Die umbenennung zu Bachelor/Master dient nur dem Export, es steckt kein Vergleich dahinter, man kann ein D-Bachelor nicht mit ein anderes vergleichen.
Abgesehen davon - wie sollen dadurch die Beduerfnise der Industrie gedeckt werden, wenn das Studium so veraltet, verkommen und verstummelt wird, dass es die notwendigen Inhalte nicht mehr richtig vermittelt?
Zum Vorkommentar :
Wozu braucht man dann noch das Abitur? Sollte nicht das die Eintrittskarte zum Studium sein? Wenn das Studienmodell es nicht schafft sein Zweck zu erfuellen, sollen die Studenten den Kopf dafuer hinhalten und Bachelor, Master und wer weiss was noch abschliessen?
Es geht immerhin um die Vermittlung von Kompetenzen fuer den Arbeitsmarkt, wer Titeln sammeln will konnte das bisher auch mit Dissertationen machen, andere wollen vielleicht irgendwann mal arbeiten. Guten Morgen!
Muss es denn so sein, dass in VWL die spannenden Dinge erst nach den vierten Semester behandelt werden? Könnte man ein VWL-Studium nicht so gestalten, dass auch in den ersten Semesterm an Fallbeispeilen, Fallstudien etc. etwas gelernt und verstanden wird? Die Studierenden müssten sich dann nicht bis zum vierten oder fünften Semester quälen und könnten auch in einem sechs- bis achtsemestrigen Bachelor-Studiengang ein sinnvollen VWL-Studium absolvieren. Das Konzept, das alte Studium einfach in einen Bachelor zu pressen uns die interessanten Dinge rauszuschmeißen ist natürlich grundfalsch!
...es wäre schön, der Autor würde sich vor Augen halten, dass der Bachelor nur die Eintrittskarte zum Master-Studiengang ist.
Intellektuell anspruchsvoll wird es am Ende des Bachelor-Studiengangs auch, um ein Vorausblick auf die schöne Zeit im Master-Studiengang zu geben.
Der Bachelor ersetzt nicht den Magister- oder Diplomstudiengang. Das macht der Master-Studiengang. Da ist man dann auch endlich diejenigen los, die kein wirkliches Interesse am gewählten Studiengang haben.