Studenten sind willkommene Kunden, egal ob beim Finanzdienstleister oder in der Muckibude. Wer sich aber nach Alternativen umsieht, kann oft ordentlich Geld sparen. Manchmal hilft der Studentenausweis, oft auch ein bißchen Knowhow.
Per Post und per Plakat: Versicherungsmakler und Banken reißen sich darum, Studenten abzusichern - ob vor Unfällen oder vor Gerichtsprozessen. Dabei brauchen die meisten Studenten das überhaupt nicht. Wirklich wichtig seien nur die Kranken- und die Haftpflichtversicherung, sagen Experten. Gerade bei denen sind Studenten oft bis zum Alter von 25 Jahren mit den Eltern versichert oder bis zum Ende der ersten Ausbildung. Wer sich versichern will, sollte deshalb vorher in die Police der Eltern schauen.
Die dicken Schmöker gehen ins Geld: Manche kosten 80 Euro oder mehr. Dabei stehen sie später sowieso nur im Regal, wie die meisten älteren Semester schon gemerkt haben. Da hilft eine billige Studentenausgabe. Und wenn es so eine vom Lieblingsbuch des Professors nicht gibt - auch nicht schlimm: Die Bibliothek bietet die wichtigen Bücher in der Regel an. Dort sind sie zwar umkämpft, aber: Wer früh dran ist, kriegt das Buch und kann sich die wichtigen Passagen kopieren. Die meisten Professoren haben schon vor der ersten Vorlesung eine Literaturliste auf der Homepage.
Fast jeder Handy-Anbieter hat inzwischen einen Tarif mit Festnetz-Nummer, bei dem die Nutzer zu Hause billiger telefonieren können. Fehlt noch eine Verbindung ins weltweite Netz. Die läßt sich aber oft billig auf anderen Wegen beschaffen: Wohnheime zum Beispiel haben meist einen Internetanschluß in der Wand. Wer nahe an der Uni wohnt, kann oft ihr drahtloses Netz mitbenutzen. Viele Studenten teilen sich einen Internetzugang mit anderen im gleichen Haus. Und an der Uni stehen auch genügend Computer bereit.
So ein Abo ist recht teuer. Dabei gibt es viele Sportgelegenheiten an der Uni: Fast alle Hochschulen haben eine eigene Sportgruppe. Unbedingt mal deren Programm lesen! Aerobic oder Karate, Bogenschießen oder Skifahren: Das Programm ist umfangreich. Und meistens ziemlich billig.
Trotz aller Benzinpreiserhöhungen: Ein volles Auto ist immer noch billiger als der Zug, vor allem, wenn sich vier Mitfahrer die Tankrechnung teilen. Spezielle Seiten im Internet und Schwarze Bretter an der Uni vermitteln den Chauffeur.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15.10.2006, Nr. 41 / Seite 56
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