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Lesermeinungen zum Beitrag
@Meyer
10.04.2008, 20:14
Sie haetten vollkommen recht wenn die Zuwanderung von Fachkraeften die Abwanderung aus Deutschland ausgleichen wuerde. Das ist aber nicht der Fall. In den USA forschen 20.000 deutsche Wissenschaftler; wieviele Amerikaner forschen in Deutschland? Das Qualifikationsniveau der Zuwanderer nach Deutschland ist wesentlich geringer als bei anderen Staaten wie GB oder USA. Die IT Green Card hat ja gezeigt das es kaum Fachleute gibt die nach Deutschland kommen wollen. Dies ist auch verstaendlich solange Netto-Gehaelter in GB oder USA fast doppelt so hoch sind und ein langfristige Aufenthalt sowohl fuer die Fachkraft als auch fuer die Familie moeglich ist. Wenn es Deutschland nicht gelingt die besten Fachkraefte zu bekommen oder zu halten werden langfristig auch nicht mehr die besten Produkte und Innovationen aus Deutschland kommen.
 
@Kaiser
09.04.2008, 21:25
Ich frage mich, warum das eigentlich von Vielen als so schlimm betrachtet wird. Wir leben doch in Zeiten der EU und offener Grenzen, und in dem Masse, in dem die deutschen Hochqualifizierten abwandern und einen Fachkräftemangel hinterlassen, werden aus anderen Ländern, in denen die Situation für Karriere noch weniger attraktiv ist, Leute zu uns kommen. Oder die hier ausgebildeten ausländischen Studenten bleiben hier. Die sind genauso hochmotiviert wie die Auswanderer, und schwups, schon ist alles wieder im Lot. Die Kommentare hier zeigen doch nur, das man das nationalstaatliche Denken noch nicht überwunden hat.
 
@Meyer
09.04.2008, 19:02
Mittlerweile (Stand:2007) verlassen 20% der Hochschulabsolventen Deutschland. Fast 50% der Studierenden ziehen eine Auswanderung zumindest in Erwägung. Bei diesem Ausmass von Republikflucht wäre eine Mauer vielleicht angebrachter... Wieso kommt eigentlich niemand auf die Idee einfach die beruflichen Perspektiven zu verbessern und auch jungen Leuten (unter 40) die Möglichkeit zu geben eigene Ideen umzusetzen?
 
@Keller
08.04.2008, 11:45
Wieso sollte sich die Gemeinschaft von Auswanderern die Bildungskosten erstatten lassen? Können sie nicht verstehen, daß bei der regulierten und gleichzeitig sozial undurchlässigen Gesellschaft hier in Deutschland Leute ins Ausland gehen wollen? Ich kann es mir vorstellen, und spiele auch mit dem Gedanken. Denn ehe man sich hier in Deutschland hochgedient hat, nur um dann immernoch recht wenig zu verdienen - naja, ich muss wohl nicht weiterschreiben. Was die deutsche Gesellschaft endlich tun sollte: Leistung belohnen und entsprechende Leistungsanreize setzen. Wenn man als junger, innovativer Mensch nicht immer nur hören würde "das geht nicht" usw., dann würden vielleicht auch mehr Leute hier bleiben wollen. Ich empfehle "Wohlstand für Alle" als Lektüre, von Ludwig Erhardt. Der wußte, was wichtig ist.
 
ERSMUS - Fehlallokation von Milliarden
Die Herren von BIZ haben vermutlich bewusst als Täuschungsmanöver den Kardinalsfehler wissenschftlichen Arbeitens begangen: Von einfacher Parallelität wurde auf Kausalität geschlossen. Dass es gerade Menschen die sich auch schon während des Studiums in Ausland zieht häufiger im Berufsleben in die Ferne schweifen, liegt wohl nicht am ERASMUS Programm. Selbst wenn dem so wäre, ist die angeführte 20% höhere Wahrscheinlichkeit für berufliche Auslandsaufenthalte unter ehemaligen Erasmus Teilnehmern doch auch eher gering und somit ein Armutszeugnis für das Erasmus Programm.

Die sog. ERASMUS Stipendien werden nach dem Gieskannen-Prinzip vergeben. Akademisch macht dieser Austausch keinen Sinn. Die Studenten werden ihren Gastuniversitäten nicht nach Expertise oder Fachvertiefung zugeteilt. ERASMUS Studenten haben ausgegliedert aus dem eigendlichen Universitätsbetrieb eigene Kurse und wohnen in eigenen Wohnheimen, haben zu den lokalen Studenten und zu dem Wissen der Gastuniversität meist gar keinen Zugang. Es handelt sich um einen gut bezahlten Freizeitaustausch, der durch Partys&Saufen geprägt ist. Das wissen mitterweile auch Personalchefs, bei denen ERASMUS \'Stipendiaten\' zurecht mißtrauen erwecken.
 
Statistik mangelhaft!
08.04.2008, 07:28
Setzen, Sechs!

Hier wird - mal wieder - Korrelation mit Kausalität verwechselt:
wenn sich ein Mensch aus "Interesse an Kultur und Menschen" entscheidet, in einem anderen Land zu studieren, liegt dies wohl an seiner Persönlichkeit.

Das ihn diese Ausprägung im späteren Berufsleben noch immer in die Welt ziehen läßt, ist nicht sehr verwunderlich und dafür brauchte es kein Erasmus-Programm.

Unterstützend wirkt vielleicht allenfalls, dass die Erasmus-Studierenden lernen, wie problemlos Mobilität funktioniert und wie hohe Einkommen sich im Ausland erzielen lassen.

Allerdings sollte sich das Gemeinwesen überlegen, ob es sich nicht von den Auswanderern die Ausbildungskosten zurückerstatten läßt.
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