Ferngesteuerte Lehre?

Stiftungslehrstühle

Professoren von Unternehmers Gnaden

Der Energiekonzern Eon tut es genauso wie der Finanzinvestor 3i: Sie stiften - wie viele andere Unternehmen auch - Professuren. Bringt das die Freiheit der Wissenschaft an den Hochschulen in Deutschland in Gefahr? Von Florian Vollmers

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Juli 2008 10:59

Wissenschaftsfreiheit?

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Die "Wissenschaftsfreiheit" ist heute zahlreichen Professores ohnehin kein hohes Gut mehr; bzw. dient als "Vorwand" für tendenziöse Publikationen.

Es gibt die Sorte von Profes., deren "Forschungsbeiträge" vor Ideologie nur so strotzen und ein Anspruch auf "Wahrheitsfindung" überhaupt nicht existiert.

Es gibt auf der anderen Seite Gutachter, die mit "unabhängigen" Gutachten zufälligerweise immer die Bedürfnisse der Auftraggeber hinsichtlich des Inhaltes befriedigen.

Wirklich unabhängige Wissenschaftler sind rar; was kein Problem der Anreizstruktur sondern der "Berufung" der einzelnen Wissenschaftler selbst ist. Von daher sind Stiftungslehrstühle lediglich eine neue Erscheinung eines alten Wesens.

Solche Lehrstühle sind -weil sie eben so normal sind- zu akzeptieren und, sogar zu begrüssen. Weil eine allfällige Interessenbindung von Beginn an sichtbar ist.

Und wieder typisch: die grössten Gegner solcher Lehrstühle sind in solchen Kreisen daheim, die selbst die Universität und deren Forschung für die eigene modernistische Ideologie missbrauchen. Stiftungslehrstühle von Unternehmen bilden da einen gesunden Gegenpol.

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