Schließen    Drucken
FAZjob.NET >Beruf und Chance >Campus >

Chemieindustrie

Gute Chancen für Studenten




10. April 2008 
Das Chemiestudium bleibt in Mode. Zwar ist die Zahl der Studienanfänger in Deutschland, die in den Vorjahren jeweils bei rund 6000 lag, zuletzt leicht auf 5100 zurückgegangen. Doch von nachlassendem Interesse kann nicht wirklich die Rede sein.

Zu Beginn des Jahrzehnts lagen die Anfängerzahlen nur etwa halb so hoch. Und in den neunziger Jahren war in der Chemiebranche von ernsthaften Nachwuchssorgen die Rede.

Stellenaufbau geht weiter

Die aktuelle Attraktivität des Chemiestudiums hat damit zu tun, dass technische und naturwissenschaftliche Zweige eine generelle Aufwertung erfahren haben, auch vor dem Hintergrund der vergangenen düsteren Jahre am Arbeitsmarkt. Der Chemiezweig wiederum profitiert im Besonderen von der Erstarkung der deutschen Chemieindustrie, die zunächst als einer der Gewinner der Globalisierung im Ausland zulegen konnte und seit einiger Zeit auch in Deutschland selbst wieder stark investiert.

Dies spiegelt sich auch im Arbeitsmarkt. Zwar ist die Zahl der Mitarbeiter, die Anfang der neunziger Jahre noch bei mehr als 700.000 gelegen hatte, bis 2006 stark auf 436.000 gesunken; dies lag am Abbau der gewaltigen ostdeutschen Überkapazitäten, aber auch an hohen Modernisierungsanstrengungen der westdeutschen Industrie. 2007 aber kehrte sich der Trend um: Erstmals verzeichnete die Branche wieder einen leichten Stellenaufbau, der 2008 voraussichtlich fortgesetzt wird.

Frauenanteil steigt

Das sind gute Aussichten für die zuletzt etwa 1500 Absolventen mit Diplomprüfung beziehungsweise die 1300 promovierten Absolventen. Deren Zahl lag zuletzt so niedrig wie seit gut 20 Jahren nicht mehr - Resultat der noch vor wenigen Jahren geringen Neigung, ein Chemiestudium zu beginnen. Die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge, die das hergebrachte Diplomstudium einmal ablösen sollen, zeigen sich noch nicht: Hier liegen die Absolventenzahlen noch in kleinen dreistelligen Größenordnungen. Zeigen lässt sich aber ein steigender Anteil von Frauen: Bereits 44 Prozent der Studienanfänger sind weiblich.

Text: pso., F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.
 
 
Zum Thema
Branchen und Märkte (138): Chemieindustrie
 
© F.A.Z. Electronic Media GmbH 2001 - 2008
Dies ist ein Ausdruck aus berufundchance.fazjob.net