20 Prozent sind gut, 20 Prozent verloren - die anderen könnten´s lernen

Die Lehre ist für viele Wissenschaftler lästige Pflicht. Andere würden sich gerne verbessern. Helfen lassen sich aber nur wenige - weil das nicht zum guten Ton gehört und die Angebote nicht bekannt sind. Von Sebastian Balzter

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Mai 2008 19:55
Nur SOG reizt zum FOLGEN, Druck nie.  
Franz Josef Neffe (F.J.Neffe)

In der neuen Ich-kann-Schule würden Professoren zuerst mit dem Herkunftswörterbuch klären, was Worte wie Professor ("Bekenner"), Lehren (auf einer Fährte vorangehen) bedeuten. Wenn wir erkennen, dass wir fast alles ins Gegenteil verkehrt haben, dämmert es vielleicht, wo Probleme herkommen und weshalb sie größer werden, wenn man sie kleinmachen will.
Über Coués Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung kämen wir zur Klärung, weshalb wir im Problememachen so erfolgreich sind. Da stecken wir auch noch - unnütz- unsere ganze Energie hinein.
Die Reflexion folgte, ob wir die gewohnten, hochperfektionierten Fehler noch weiter perfektionieren oder endlich wagen, dieses konstruierte "Lebens(un)werk" auf den Prüfstand und in Frage zu stellen.
Wir könnten wir uns von der Illusion verabschieden, dass alles mit DRUCK gemacht wird und im Misserfolgsfall noch mehr Druck gemacht werden muss: actio = reactio. In der neuen Ich-kann-Schule wechselt man auf ZUG: Wenn ES ZIEHT klappt Kommunikation auch beim LEHREN = mit GUTEM Beispiel vorangehen. SOG reizt immer zum FOLGEN, Druck nie. Die Du-musst-Schulen und Du-musst-Hochschulen zu beenden wäre ein erster, kluger Schitt. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe

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