Frau Barbara Wollenberg hat in bezug auf Ch. Aitmatows Erzählung "Dschamila" Recht. Dschamila folgt mutig und entschlossen dem Ruf der Liebe, der von dem leidgeprüften , der Liebe verbundenen Danijar ausgeht. Der Bund ihrer Liebe lebt und wirkt in Said, dem Künstler, und seiner Kunst weiter.
In Zeiten, wo religiöse Konflikte offen diskutiert werden, lohnt es sich, auch einmal die Denker aus einer Zeit zu bemühen, wo es weder die katholische Kirche noch den Islam gab, und siehe, da steht bei den griechischen Philosophen schon sehr Vernünftiges geschrieben.
Also, mal die Luft rausnehmen aus den Diskussionen um einen Gottesbezug in der europäischen Verfassung, der Begründung von Kriegen mit Gott (Bush) und dem Karrikaturenstreit. Alle Religionen sind irgendwie aggressiv, denn sie wollen sich ausbreiten, missionieren. Einige Politiker möchten das jüdisch-christliche Abendland als Europas kostituierendes Element ausmachen.
Da lohnt der Blick in die philosophischen Grundlagen Europas mehr denn je.