Das Bild von der ausgestreckten amerikanischen Hand und der iranischen Faust, die sich öffnet, ist schön. Aber was wird Präsident Obama tun, wenn Teheran nur zwei Finger spreizt, weiter nach militärischer Nuklearkapazität strebt, weiter den Terrorpatron gibt? Von Klaus-Dieter Frankenberger

Russland denkt wieder über eine Annäherung an Amerika unter dem Präsidenten Obama nach. Die politischen Töne in Richtung Amerika klingen nun moderater. Ein ernsthafter Politikwechsel ist jedoch (noch) nicht in Sicht. Von Michael Ludwig, Moskau

Warum sollten frühere Guantánamo-Häftlinge nach Deutschland reisen? Wenn die Entlassenen ein Sicherheitsrisiko darstellen, haben sie hier nichts zu suchen; sind sie unschuldig, können sie auch in Amerika bleiben. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Obama hat auch, wie fast jeder Präsident vor ihm, das freiheitliche Erbe Amerikas beschworen

Der Grundton von Barack Obamas Antrittsrede war nüchtern - einen Hauch von Pathos erlaubte er sich nur bezüglich seiner Hautfarbe. Obama rief alle Amerikaner, gleichgültig welcher Partei und Rasse, zur Mitarbeit an der Erneuerung auf. Von Günther Nonnenmacher

Barack Obama, Retter des Planeten?

Der Retter des Planeten? An diesem Dienstag tritt Barack Obama sein Amt an - auf ihm lasten große Erwartungen. Er wird hier und da enttäuschen müssen. Gemessen wird er an seinem Motto, der „Erneuerung des amerikanischen Versprechens“. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Will der gewählte Vizepräsident Joe Biden die verwöhnten Amerikaner auf schmerzhaften Verzicht vorbereiten? Oder war seine Warnung vor einer Wirtschaft, die „total baden geht“, wieder „just Joe talking“? Von Bertram Eisenhauer

Obama hat auch deshalb gewonnen, weil viele Amerikaner ein vernichtendes Urteil über die Wirtschaftspolitik der vergangenen acht Jahre gefällt haben. Viele erhoffen sich jetzt Wegweisendes wie den „New Deal“, mit dem Franklin D. Roosevelt Amerika in den 30er Jahren aus der Krise geführt hat. Von Claus Tigges

Popstar Obama auf einem Plakat

In den Vereinigten Staaten steht auch einem Schwarzen das höchste Staatsamt offen. Pauschale Verweise auf Diskriminierung taugen nicht mehr, um das eigene Scheitern zu rechtfertigen. Nach der Ära George W. Bushs werden auch die Deutschen auf eine Probe gestellt. Von Stefan Tomik

McCain: Ich bin nicht Präsident Bush

Das dritte Fernsehduell mit Obama war für John McCain eine der letzten Gelegenheiten, diese Wahl noch zu drehen. Doch der zunehmend negativ-aggressive Wahlkampf des Republikaners findet bei den Wählern der Mitte, die er zum Einzug ins Weiße Haus unbedingt braucht, wenig Resonanz. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Gute Freunde sehen anders aus: Barack Obama (li.) und John McCain vor ihrem zweiten Fernsehduell

Im zweiten Fernsehduell wirkte Obama analytisch, zurückhaltend, fast professoral kühl. McCain streifte unruhig durch den Raum, nicht selten mit zusammengebissenen Zähnen. Auf Tiefschläge gegen Obamas Charakter verzichtete er vorerst - aber wie lange noch? Von Bertram Eisenhauer

Die Debatte der beiden Kandidaten war zu einem Schlüsselmoment des amerikanischen Wahlkampfs aufgebauscht worden. Nach dem Wortgefecht mit Joseph Biden sind die Zweifel an Sarah Palins Qualifikation geringer geworden - Obamas Vorsprung dürfte sich nicht verringert haben. Von Klaus-Dieter Frankenberger