Keine Angst vorm schwarzen Loch

Teilchenbeschleuniger LHC: Ring frei

Nach 15 Jahren Bauzeit ist der 27 Kilometer lange neue Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum in Betrieb gegangen. Die Wissenschaftler erwarten sich von ihm bahnbrechende Einsichten. Angst vor dabei vielleicht entstehenden schwarzen Minilöchern muss man ihrer Meinung nach nicht haben. Von Manfred Lindinger

Lesermeinungen zum Beitrag

11. September 2008 08:18

Schwarze Löcher

Björn Opitz (hrbjoern)

Ich persönlich glaube ja inzwischen, dieser Nonsens bezüglich der "mini black holes" wurde vom CERN gefördert, weil die sonst nie so viel Presse bekommen hätten ;-). Dass Deutschland 20% der Kosten trägt, ist okay - alle Mitgliedsländer zahlen denselben Prozentsatz ihres BIP. Allerdings sollte man sich mal genauer anschauen, warum so viele Spitzenposten am CERN mit Italienern besetzt sind. (Immerhin ist der nächste Chef mal wieder ein Deutscher - und ein cooler Hund noch dazu, ich habe ihn mal kennen gelernt.)

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10. September 2008 22:09

@ Julia Schmidt:

Richard D. James (PolygonDoor)

Geld heilt niemals Leid und Elend! Der Mensch selbst ist Schuld am Leid. Und dahingehend, würde es doch ganz lustig sein ,wenn wir von einem "Schwarzen Loch" erwischt werden würden. Ich ersehen diesen Tag. Freiheit würde es uns schaffen.

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10. September 2008 19:39

Exotische Physik - Treatment für ein Horrormovie?

Michael Schulze (siebenzwiss)

Mir stellt sich schon lange die Frage, warum man diese gigantischen Summen ohne grosse Diskussion bewilligt, während in Schulen und öffentlichen Einrichtungen um jeden Cent gestritten wird und Kinder von Hartz 4 leben müssen? Könnte es sein, das mit dieser Anlage ganz andere Dinge realisierbar sind, als ein paar "lahme" theoretische Teilchen zu entdecken? (nicht böse sein, Prof. Resch) Eine der verschwiegenen Aufgaben dieser "Supermaschine" ist vielleicht, einen Übergang vom Hilbert Space zu schaffen, um Gegenstände aus virtuellen Räumen in unsere Realität zu bringen. Ein Ziel, das schon in den 90er Jahren unter Vordenkern der Computerszene ein heisses Thema war. Second Life ist so eine Art holographischer Hilbert Space und läuft auf einem Grid, genau wie CERN. Mit dieser Technologie wäre es dann möglich, alles, was sich unsere "kranken Gehirne" vorstellen können, zu erschaffen. Monster, Dämonen, Superwaffen, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Der Mensch könnte Gott spielen. Da sind 4 Milliarden Euro wirklich nicht viel. Ich hoffe, ihr könnt noch ruhig schlafen.

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10. September 2008 16:41

Panikmache und Einlullen ...

Andreas Bräsigk (ABraesi)

basieren doch beide im vorliegenden Fall auf den gleichen Daten. Diejenigen, die sagen, dass schwarze Löcher entstehen, die die Erde verschlucken und diejenigen, die dies abstreiten raten doch mehr oder weniger anhand von Modellen. Und wie jeder wissen sollte: "Alle Modelle sind falsch aber manche sind nützlich" und der untersuchte Prozess ist viel zu komplex um exakte Modelle zu haben. Damit würde ich dann auch dem Argument wiedersprechen, dass permanent im All Protonen kollidieren und schwarze Löcher entstehen, die aber keinen Schaden anrichten. Denn wie weit ist der Abstand im All zwischen Schwarzem Loch und Materie (die zum Wachstum nötig ist) im Vergleich zum Teilchenbeschleuniger? Da liegen Welten dazwischen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch wenn ich etwas gegen Einlullen und Augenwischerei habe, bin ich umso mehr gegen Panikmache und das Absprechen jeder Erfolgsaussicht schon im Vorfeld. Ich bin gespannt auf das Ergebnis und hoffe auf objektive Berichterstattung nach dem Experiment ohne den Satz "Ich habe es ja gesagt!". Egal von welcher Seite.

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10. September 2008 16:36

Herr Graf, interessante Sichtweise !

Robert Schrey (etiterum)

Wer GEZ zahlt, macht sich mitschuldig an Volksverdummung und Kriminalität.

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10. September 2008 16:26

@Julia Schmitt, Ihren Kommentar darf man so nicht stehen lassen

Marco Pino (Neutrino)

Auf derselben Ebene weiter gedacht, müssten Sie jede Investition verteufeln, die nicht den Armen dieser Welt zugute kommt, sei es der Bau eines Fussballstadions, die Kirchensteuer, eine Markenjeans. Physikalische Grundlagenforschung ist aber eine der wichtigsten Säulen im Kampf gegen die Herausforderungen des neuen Jahrhunderts. Probleme wie Energieknappheit, Klimawandel und Überbevölkerung werden wir langfristig nur mit besseren technischen Methoden in den Griff bekommen. Den Zusammenhang zwischen der Grundlagenforschung und den Methoden zu sehen, ist derzeit nicht einmal möglich. Doch hier hilft ein Blick in die Vergangenheit. Die Entwicklung der Quantenphysik im 20. Jhdt hat zum Beispiel den Grundstein gelegt für viele Technologien, vom DVD Player bis zu hoch komplexen Medizinischen Geräten. Die Raumfahrt zB hat Erkenntnisse in der Materialforschung gebracht, die es heute ermöglichen, leichtere, effizientere Autos zu bauen. Am GSI in Darmstadt, ebenfalls ein Projekt mit Teilchenbeschleuniger, gibt es derzeit einen SpinOff, woraus eine technologie resultiert, die mit Laserstrahlen ohne Nebenwirkung Tumore beseitigen kann. Nur wer die Grundlagen der Natur versteht, kann sich Ihre Gesetze zu nutze machen, um Leid zu bekämpfen!MfG

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10. September 2008 14:30

Naja.

Dirk Walbrühl (Kelen)

Bleiben wir mal auf dem Boden. Die Ergebnisse des Teilchenbeschleunigers werden eine neue Theoriebildung in der Physik ermöglichen, im besten Fall. Weder wird hier der Ursprung des Universums geklärt, noch mit schwarzen Löchern die Erde vernichtet, was beides so gerne in den letzten Tagen behauptet wurde. Das ist alles dumme Propaga, die auf Un- und Halbwissen baut. Dennoch und vielleicht gerade deswegen wünsche ich dem ambitionierten Projekt alles gute.

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10. September 2008 14:27

Toll

Matthias Graf (Dog_Star)

Ich find`s toll, daß auch Geld für sinnstiftendes Forschen ausgegeben wird, auch wenn dieses sicherlich keine kurzfristigen Gewinne einfährt. Der Erkenntnisgewinn wird auf lange Sicht unter Umständen gewaltig sein. Und das zählt mehr als alles Andere. Was die Risiken angeht: natürlich besteht ein Restrisiko bei diesen Versuchen, da die Wissenschaftler ja selbst nicht exakt wissen, was sie erwartet. Täten sie es, wären diese Experimente Überflüssig ... Allerdings beinhalten alle Tätigkeiten ein gewisses Restrisiko (denn wer weiß schon, ob sich beim morgendlichen "Milch in`s Müsli schütten" nicht aus einem zwar sehr unwahrscheinlichen aber eben doch möglichen Zufall heraus ein Schwarzes Loch generiert, welches uns sodann dahinrafft ?) Ganz zu schweigen von allen anderen wissenschaftlichen Experimenten, deren Ausgang naturgemäß fast immer ungewiss ist ... Auch ist es mir allemal lieber, bei einem großartigen, am Rande des Denkens angesiedelten Experiment mein Leben zu lassen, als bei einer neuen Folge von "Anna und die Liebe"- vor Scham darüber, so etwas per GEZ mitfinanziert zu haben - den Löffel abzugeben. Also immer schön weitermachen ... und sich nicht von den ewigen Nörglern, Bedenkenträgern und Angsthasen aufhalten lassen!

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10. September 2008 14:00

Beeindruckende Zahl

Frank Neuhaus (frankalex1)

Ich hatte in Physik max. die Schulnote 3! Möchte daher auch nicht so vermessen sein, beurteilen zu können welchen Sinn dieses Experiment macht. Die beeindruckendste Zahl sind allerdings diese hier: 650 Mio. Euro Beiträge pro Jahr - 20 Europäische "Teilhaberstaaten" und 1/5 dieser Kosten zahlt die BRD!! Liebe FAZ: Bitte mal nachfragen warum wir Deutschen - wie bei alles was das EU-Label trägt - mal wieder am tiefsten in die Tasche greifen? Und meine 2. Bitte geht an die Forscher: Falls sich rausstellt, daß es kaum nachweisbare Teilchen gibt und diese ggf. sogar bei der Beschleunigung im Abgastrakt von handelsüblichen Autos entstehen könnten ... bitte behaltet das für euch! Zur Erinnerung: Ein ähnlicher Fall(auch von renommierten Wissenschaftlern umstritten) gipfelte darin, daß Autofahrer sinnlose bunte Plaketten in ihr Auto kleben müssen. Ich möchte nicht auch nocht für eine Protonen-Plakette, Miggs-Plakette, etc. zahlen. Und vielleicht noch ein Tip: Ein Großteil der schwarzen Materie befindet sich im Reichstag in Berlin und einen (Ur-) Knall haben die meisten dort!

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10. September 2008 13:47

Schwarze Minilöcher....

Marco Pino (Neutrino)

Interessant hierzu die Aussagen von Prof. Harald Lesch (Volkssternwarte München) gestern im ZDF heute journal. All jene, die schwarze Löcher am CERN erwarten, haben seiner Meinung nach zu selten in das Weltall geschaut. Denn Reaktionen wie die am CERN vollziehen sich im All am laufenden Band. Würden dabei Schwarze Löcher entstehen, würden jene Kritiker des CERN - wie wir alle - gar nicht existieren. Sie widerlegen also ihre eigene These... mit Ihrer eigenen Existenz. Wen das nicht hinreichend beruigt, dem sei eine konkrete Zahl mit auf den Weg gegeben: Bei einer Sternfusion betrrägt die kritische Masse, die benötigt wird, um Schwarze Löcher zu erzeugen, ca. 3 Sonnenmassen. Hierbei handelt es sich um jene Masse einer Sonne, die innerhalb kosmisch "kurzer Zeit" zu Eisen fusioniert wird, ein Vorgang im Übrigen, den wir weder an sich, schon gar nicht mit dieser Masse bewerkstelligen könnten. Kleinere Sonnen erzeugen übrigens keine Schwarzen Minilöcher, sondern eben gar keine Schwarzen Löcher. Nun sind Masse und Energie äquivalent, aber eine Energie zu erzeugen, die 3 Sonnenmassen entspricht, wird dem Mensch wohl in den nächsten Jahrtausenden nicht gelingen. Daher kann man die Vorgänge am CERN durchaus entspannt weiter beobachten.

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10. September 2008 12:49

Wieviel..

Julia Schmidt (schmidtzkatz)

Not und Elend hätte man wohl für 3 Milliarden Euro lindern können??

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