Sie berichten über ein Verfahren aus den U.S.A., mit dem aus Kohle und Erdgas ein Dieselkraftstoff hergestellt werden könnte.
Die Kohleverflüssigung ist bereits seit langem bekannt und wurde in Deutschland entwickelt. In Deutschland gab es bereits Produktionsanlagen, die jedoch wegen fehlender Wirtschaftlichkeit wieder verschrottet wurden.
Es hätte sich angeboten, diese Anlagen als Versuchsanlagen weiterzubetreiben oder diese "einzumotten", das heißt funktionsfähig zu erhalten.
Bei den heutigen Ölpreisen muss die Kohleverflüssigung schon seit längerem wieder wirtschaftlich sein.
Eine andere Frage ist, ob die Herstellung eines Dieselkraftstoffes unter Einsatz von Erdgas und Kohle überhaupt noch vernünftig ist.
Heute gibt es eine Vielzahl von Motoren, die ausschließlich mit Erdgas (und dann sogar alternativ mit Benzin) betrieben werden können. Die Herstellung eines Kraftstoffes in einem aufwendigen und wiederum energieintensiven Produktionsprozess ist deshalb aus wirtschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar.
Eine Problem besteht aus heutiger Sicht: Eine Vielzahl von Fahrzeugen sind mit Dieselmotoren ausgerüstet, für die Dieselkraftstoff erforderlich ist und die - zumindest nach dem derzeitigen Stand der Technik - nicht mit Erdgas betrieben werden können.
Der vermutlich einzige Grund für die Bevorzugung des Dieselmotors war der Preisvorteil gegenüber Benzin.
Heute ist jedoch der vergleichbare Preis für Erdgas erheblich niedriger als für Dies