Wissen ist nichts als ein Gleichung. Ich weiss etwas, also, nicht nur -dass- (es) existiert, -wo- (es) exisitiert-- sondern wie (es) funktioniert! Das Erstere umschliesst eine bildhafte Ja/Nein Eintragung ins fotografische Gedaechtnis. das Zweite, eine gewisse -Koordinate-, bzw. ein eingepraegter "Ort" jener Existenz, and das Letztere, einen bestimmten Anhaufung von -Algorithmen- bezueglich --------der Funktionsweise des Gegenstands.
Denken tun wir nur bei der Assozierung von Eigenschaften, um klar differenzierte Abspeicherungen im Gehirn zu vollziehen.
Alles Uebrige, also die abstrakten Gedanken, bestehen aus streitbare Messwerte, wie Hoffnung, Trauer, Liebe bzw. Depression. Auch der "Glaube" verursacht Millionen von Buechern und "wissenschaftlichen" Untersuchungen, --erlaubt aber keine klar differenzierte Speicherung von Daten, ausser einpraegbare historische Jahresdaten --oder Listen bestimmter Eigenschaften jeder einzelne(in diesem Fall)
-Religion.
Summa sumarium, Gehirne sind Archive des Gedachten, Computer helfen bei der Herstellung von Gleichnissen, und "Denken" an sich hat weiterhin nur mit der Erkennung von Mustern und Aehnlichkeiten, also Assoziation, zu tun! Dies, ob Zahlen, oder heilige Gedankengebaeude!
"Spätestens bei 5 jedoch werden alle Zahlenschriften, die chinesische so gut wie die indische und die der Maya, abstrakt."
Dies ist für die indische Zahlenschrift falsch: die arabische ist von der indischen abgeleitet.
Tja, der Abonnent ist arm dran.
Zum angeblichen leichten Rechnen bis 3, wie es die Versuche von Wynn (Yale) andeuten, sei nur so viel gesagt: Mit Rechnen hat das wenig zu tun, sondern eher mit Mengenerfassung. Dass die Menge aus 2 Gegenständen besteht, wird intuitiv erfasst. Übrigens lernen nach der Montessori-Pädagogik Kinder auf diese Weise das Rechnen: Die intuitive Erfassung der Potenzen der 10 mit Hilfe von Perlenreihen, -quadrate, -würfeln wird durch Anschauung ermöglicht, zumindest ansatzweise. Rechnen ist dagegen eine formale Operation auf den Zahlen, die wie der Artikel ja deutlich macht, im arabischen Ziffernsystem besonders einfach vonstatten geht.
Matthias Otto
Computer sind als Produkt menschlicher Denkleistung nur Artefakte. Die gerne genommene Bezeichung als künstliche Intelligenz ist dabei lediglich ein Synonym für die Gruppe technischer Geräte, die über zwei klar definierte Zustände und einer beliebigen Anhäufung und Kombination dieser Zustände das Rechnen lediglich durch die Erhöhung der Ablaufgeschwindigkeit rationalisiert. Die aus den Ergebnissen der Computer zu ziehen Schlüsse, die menschliche Denkleistungen sind, werden gerne als Denkleistung von Computern dar gestellt, besonders wenn es um populärwissenschaftliche Darstellung geht. Dabei hätte kein Computer jemals gesagt: Heureka, ich hab´s gefunden oder die Schwerkraft entdeckt oder die Lichtgeschwindigkeit c als in allen Bezugssystemen gleich gefunden.
Die Entwicklung des menschlichen Gehirns hat noch nicht die "Ausbaustufe" erreicht, die jeden Menschen die Abstraktion der Welt durch die Mathematik erfassen lässt. Bei körperlichen Leistungen sieht das übrigens anders aus. Abstraktion von Leistung, Unterscheidung der Leistungsfähigkeit sowie deren Bewertung schaffen sogar in der Tierwelt Artefakte. Selbst niedere Wirbeltiere vollbringen diese Leistung. Die Artefakte der Menschen sind hier Werkzeuge und Maschinen.