Ein Amperemeter: Wieso zeigt es etwas an, obwohl weit und breit nichts ist?

Weltbild der Physik

Die Wirklichkeit, die es nicht gibt

Das Weltbild der Physik beruht auf Messungen. Aber existiert hinter den Messwerten auch eine physikalische Realität? Ein neues Experiment vertieft alte Zweifel. Die Grundidee stammt mal wieder von Einstein, der damit eigentlich den Realismus retten wollte.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. April 2007 17:13

Zu Herrn Meyers Kritik

Herrmann Mueller (Herbie_2005)

Die Kritik von R. Meyer am vorstehenden Beitrag von F. Pfeifer ist unberechtigt. Herr Pfeifer schreibt:

"[...] Photonen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Also vergeht für sie und aus ihrer Sicht keine Zeit. [...]"

Es wird sehr wohl deutlich, daß Herr Pfeifer sich stets auf die sogenannte Eigenzeit der Photonen bezieht. Eine Belehrung in dieser Angelegenheit ist ebenso überflüssig wie unbegründet. Herr Pfeifer schildert, wie ein Photon seine Reise durch die Raumzeit "erlebt".

Herr Meyer schreibt:

"[...] in UNSERER Eigenzeit (wir bewegen uns ja meist recht langsam im Vergleich zum Licht) bewegen sich die Photonen aber auf genau definierten Bahnen und sind nicht überall. [...]"

In dieser Sache empfehle ich eine Beschäftigung mit den Grundlagen der Quantenphysik. Die Vorstellung von genau definierten Bahnkurven gehört seit ca. 100 Jahren der Vergangenheit an und wird heute (ein bißchen abwertend) als "klassische Physik" bezeichnet.

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30. April 2007 16:18

Photonen sind NICHT überall gleichzeitig

Rene Meyer (matrix1329)

Die Aussage eines vorherigen Schreibers, daß Photonen überall gleichzeitig wären, ist einfach falsch - sonst gäbe es nirgendwo im Universum Schatten oder Dunkelheit. Daß Photonen sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, heißt, daß es für sie keine vernünftige Eigenzeit gibt, in UNSERER Eigenzeit (wir bewegen uns ja meist recht langsam im Vergleich zum Licht) bewegen sich die Photonen aber auf genau definierten Bahnen und sind nicht überall.

Da hat wohl mal wieder jemand schlechte populärwissenschaftliche Literatur zu Ernst genommen...

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27. April 2007 15:24

Photonen sind zeitgleich überall = Keine Spur von Spuk

Frank G. Pfeifer (douaumont)

Photonen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Also vergeht für sie und aus ihrer Sicht keine Zeit. Im Augenblick ihrer Entstehung sind sie auch schon am Ziel. Und das ist etwa im freien Raum "das Ende" des Universums. Und wenn das Universum in sich geschlossen ist, kehrt das Photon (geschwächt oder aufgefächert etc etc) an seinen Ausgangspunkt zurück. Wie lang die Reise auch sei. Denn für das Photon und aus Sicht des Photons vergeht keine Zeit. So hab ich's gelernt.
MaW: Das Photon (für das Photon und aus Sicht des Photons ) ist unmittelbar ab Entsteheung überall im Universum. Das gilt aber für jedes Photon.
ERGO: Jedes Photon (aus Sicht des Photons) ist unmittelbar ab Entsteheung überall im Universum.
ERGO: Was für jedes Photon gilt, gilt auch für alle Photonen.
ERGO: Da alle Photonen zeitgleich überall im Universum sind, können sie auch unmittelbar und zeitgleich interagieren.
Von einer Spukhaftigkeit keine Spur.

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26. April 2007 07:08

Kein Widerspruch zur Speziellen Relativitätstheorie (SRT)

Rene Meyer (matrix1329)

Die Aussage des Beitrags, daß die nichtlokalen Korrelationen von Photonenspins ein Widerspruch zur SRT seien, ist schlicht und einfach falsch. Die Quantenmechanik ist nichtrelativistisch, und aus ihr werden Ungleichungen wie die Bellsche Ungleichung hergeleitet. Deshalb kann sie bei hohen Energien garnichts aussagen, dafür benötigt man Quantenfeldtheorie. Es ist zwar vielleicht schön für den Autor, einen Widerspruch zur SRT auszumachen - das macht sich ja immer gut, denn vielen Zeitgenossen ist die SRT immer mal wieder zu misteriös, aber physikalisch richtig ist das nicht.

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23. April 2007 23:19

Tendenz erschreckend!

Michael Posthoff (MisterMischa)

Vor einier Zeit lasen wir in der FAS: Gläubige ökonomisch erfolgreicher!
Zu Ostern dann: Jesus auferstanden!
Und nun: Physik doch falsch!

Respekt, bin gespannt, wie es weitergeht.

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23. April 2007 11:54

Realität

Franz-Josef Wilde (drfjwilde)

, die läßt sich am Amperemeter durchaus fühlen, indem man sich selbst anstelle des Meßgerätes an die Pole anschließt. Relativ ist hier allen Falls die Einschätzung, ob man wenig, mehr oder ganz viel fühlt; das geht mit dem Gerät besser.
Der Rest ist Philosophie von der aus die einzige Realität ausgeht mit dem Spruch: Ich denke, also bin ich.
Darüber hinaus ist nichts aber auch gar nichts beweisbar, es ist und bleibt Theorie und/oder Glaube, auch wenn Vieles zusammen ganz plausibel klingt - heute!

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22. April 2007 20:53

Danke

Heinrich V. Loittenburg (H.V.Loittenburg)

Hervorragender Artikel. Aufrichtigen Dank dafür

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22. April 2007 20:49

Die Wirklichkeit ist immer!

norbert doerre (ndoerre)

Die Unklarheit, die zur Zeit noch besteht, hat nichts Geheimnisvolles. Sie besteht in der Unmöglichkeit, Quantensprünge empirisch zu messen, um Vorhersagen für den nächsten Sprung zu tätigen. Unsere Sonne ist ein prächtiges Beispiel dafür. Der statistische Durchschnitt, daß ein Quantensprung die Teilchenladungen ändert, liegt bei 1: 10^18. Würde die Häufigkeit ansteigen, hätte sie nicht die für Sterne so angenehme Oberflächentemperatur von rund 8.000 Grad, sondern würde bei einer ganz geringfügig höheren Frequenz bei uns auf der Erde mittlere Temperaturen von 50 Grad statt 25 Grad erzeugen.
Die Quantenmechanik ist ein meßbares Naturereignis, das aber wegen der nötigen Dauer von empirischen Meßergebnissen noch nicht im physikalischen Sinne reproduzierbar ist.

Die Wirklichkeit ist, wie sie ist. Welche Parameter wir davon messen und/oder mit unseren Sinnen erfassen können, steht auf einem anderen Blatt. Platon hat bereits in seinen Schriften eine Idee von der Täuschung der Sinne beschrieben, indem er die Welt, wie wir sie sehen, als einen Schatten beschreibt, den das Sonnenlicht auf die Wand im Inneren einer Höhle wirft. Unsere Sinne sind nur dafür gemacht, in unserer Umwelt zu überleben, wenn wir sie sie nicht selbst zerstören.

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