Ludwig Eduard Boltzmann

Entropie

Zeit, Tod und schmutziges Geschirr

Hinter allem Verfall steckt das unaufhaltsame Anwachsen der Entropie. Vor hundert Jahren starb Ludwig Boltzmann, jener Physiker, der diese rätselhafte Größe erstmals erklären konnte. Von Ulf von Rauchhaupt

Lesermeinungen zum Beitrag

10. September 2006 12:08

Zeit ist vergangen, wenn die Entropie zugenommen hat?

peter dickmann (pdickmann)

aus dem Artikel heraus verstehe ich die Probleme des Herrn Lochschmidt nicht. Klar, kann ein Gas sich plötzlich auf ein Sechstel seines Volumens zurückziehen. Ist nur eben sehr unwahrscheinlich. Das Gasmodell zeigt ja so schön, dass Zeitsymmetrie der Mikrozustände mit einer Assymetrie des Makrozustands einhergehen kann. Aber ist das schon Zeit? Liefert die Entropie eine Erklärung z.B. dafür, dass ich mich an die Vergangenheit erinnern kann, nicht aber an die Zukunft?

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07. September 2006 07:02

Auf den Punkt gebracht...

Henrico Roberto (henmrob)



Sex =ist gewollte Entropie...

Krieg =ist gewollte Entropie...

Skifahren =ist gewollte Entropie...

Rauchen =ist gewollte Entropie...

Ohne Kat fahren =ist gewollte Entropie...

Ach ja, Kochen auch....

und atmen von Sauerstoff(freie Radikale)....

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07. September 2006 05:21

Zeitassymmetrie

Martin Heck (mheck82)

Auch wenn Zeitassymmetrien in bisher unentdeckten Prozessen eine Rolle spielt (wie aus dem Baryonenüberschuss des Universums folgt), kann das das Kausalitätsprinzip nicht erklären, weil diese Prozesse für etwa das herunterfallen der Eiger Nordwand keinerlei Relevanz haben.
Die Tatsache, dass es kurz nach dem Urknall einfach sehr wenig Entropie gab und diese sich immer vermehrt ist da schon eine sinnvollere Erklärung.
Im Übrigen würde ich doch behaupten, dass praktisch schon Zeitassymmterie gefunden wurde. Schliesslich glauben alle an das CPT Theorem (Gleichheit eines Prozesses nachdem man Ladung, Parität und Zeit spiegelt) und CP Assymmetrie ist in einigen seltenen Zerfällen der schwachen Wechselwirkung sowohl bei Kaonen als auch bei B Mesonen bereits nachgewiesen (Wenn auch noch nicht in dem Maße, dass sich dadurch etwa der baryonische Überschuss des Weltalls erklärt unter der Annahme, dass es kurz nach dem Urknall eine gleiche Zahl von Baryonen und Antibaryonen gab.).

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07. September 2006 05:06

Der einzige Ausweg...

Luiz Carlos Siqueira Campos (Letalon)

Dem Gesetz des unwiderruflichen Verfalls entgehen nur noch die Lebewesen...im Verlauf ihrer Leben, selbstverständlich. Aus einem winzigen Korn kann ein ganzer Wald entstehen! Wieso?...Woher kommt, flieβt, die Kraft die bei ihnen ermöglicht, daβ aus einfachen Substanzen – CO2, H2O, H2, O2...- komplexe Molekulen zusammen gebastelt werden, durch den geheimnisvollen Vorgang der Photosynthese. Im Universum herrscht das Prinzip der Entropie...Die Quelle dieser Kraft kann nur noch von aussen einwirken, auβerhalb der Schöfpfung sein: einfach gesagt, das Leben ist die Frucht der unaufhörlichen Tätigkeit des Schöpfers, der Allmacht Gottes!...Gott sei gelobt!

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06. September 2006 21:03

Zum Kommentieren verstehe ich zu wenig,

Wolfgang Strubel (wolfgang-strubel)

dennoch habe ich Fragen. Geht es hier nicht um "Abwärme"? Energie in einem Zustand der mehr durch uns Menschen nutzbar gemacht werden kann? Energie die nicht mehr umgewandelt werden kann? Escher etc.....
MfG
Wolfgang Strubel

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