Führende Unions-Politiker verstärken den Druck auf Außenminister Steinmeier, das religiöse Oberhaupt der Tibeter bei dessen Besuch in Deutschland zu treffen. Die SPD nennt das Kritik von außenpolitischen Hasardeuren.
Kommentar: Eiertanz um den Dalai Lama
Bergsteiger haben die olympische Flamme auf den Gipfel des Chomolungma getragen - so nennen die Tibeter den Mount Everest. Der Berg war für andere Expeditionen gesperrt worden.
Genau drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele haben Bergsteiger die olympische Flamme auf den höchsten Berg der Erde getragen. Als letzte Fackelträgerin brachte die Tibeterin Cering Wangmo das Feuer auf den 8848 Meter hohen Gipfel.
Die Kampagne geht weiter: Pekings Statthalter in Tibet wettern gegen den Dalai Lama. Doch hinter den Kulissen kommt offenbar ein durchaus positiver Dialog zwischen beiden Seiten in Gang. Von Petra Kolonko, Peking
Es ist der erste Besuch eines chinesischen Staatsoberhaupts in Japan seit zehn Jahren. Entsprechend hoch waren die Erwartungen in Tokio - auch wenn es vor allem um viel Symbolik geht. Japan dringt bei Hu Jintao auf einen ernsthaften Dialog Chinas mit dem Dalai Lama. Von Patrick Welter, Tokio
Das erste Mal seit Beginn der Proteste von Tibetern Mitte März haben sich Vertreter der chinesischen Regierung und des Dalai Lamas getroffen. Ungeachtet dessen setzten chinesische Propagandaorgane ihre Angriffe auf den Dalai Lama fort.
Bildergalerie Zahlreiche rote China-Fahnen säumten die Strecke des Olympischen Fackellaufs in Hongkong. Eine kleine Gruppe von Anhängern der Demokratiebewegung geriet in Bedrängnis, ebenso Polizisten, die eine einzelne Demonstrantin mit einer Tibet-Fahne in Schutz nahmen.
Der olympische Fackellauf geht nach einem turbulenten internationalen Teil jetzt in China weiter. An diesem Freitag wird die Flamme durch Hongkong getragen. Am Mount Everest warten Bergsteiger, ein paar Journalisten und viele Sicherheitskräfte auf günstiges Wetter. Von Petra Kolonko, Peking
Erstmals hat die chinesische Regierung eingestanden, dass Sicherheitskräfte einen tibetischen Aufständischen getötet haben. Er soll eine separatistische Gruppe angeführt haben. Bei der Festnahme kam es nach offiziellen Angaben zur Schießerei.
Beim olympischen Fackellauf hat es in Asien weniger Gegendemonstrationen gegeben als auf anderen Kontinenten. Dafür haben die chinesischen Olympia-Organisatoren mit einem anderen Image-Problem zu kämpfen: Studenten aus China fielen durch nationalistische Provokationen auf.
Mit harten Strafen hat die chinesische Justiz auf die Krawalle in Tibet im März reagiert: Zwei mutmaßliche Randalierer, darunter ein Mönch, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Fünf andere Geistliche müssen für mindestens 15 Jahre ins Gefängnis.
Interpol hat vor gewaltsamen Zwischenfällen während der Olympischen Spiele in Peking gewarnt. Es gebe die reelle Möglichkeit, dass es bei dem Sportereignis zu einem Terroranschlag von Al Qaida oder gewalttätigen Tibet-Protesten komme.
China will nun wieder mit Vertretern des Dalai Lamas reden. Doch es drängt sich die Vermutung auf, dass Peking damit vor allem im Ausland Eindruck schinden will, ohne an wirklichen Verbesserungen interessiert zu sein. Von Peter Sturm
Die chinesische Regierung ist nach offiziellen Angaben dazu bereit, einen Vertreter des Dalai Lamas zu treffen. Damit werden die wegen der Unruhen in Tibet ausgesetzten Gespräche wieder aufgenommen. Von Petra Kolonko, Peking
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