Wegen Beteiligung an Demonstrationen verhaftet: Tibeterin im Gefängnis in Lhasa

Unruhen in Tibet

China warnt die EU vor „falschen Signalen“

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums hat die EU davor gewarnt, sich in die Geschehnisse in Tibet einzumischen. Diese seien „eine vollkommen interne Angelegenheit Chinas“. Unterdessen soll Peking nach dem Journalistenbesuch nun auch eine Diplomatenreise nach Lhasa planen.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. März 2008 10:02

Zwei masken Verloren

Josef Bujtor (Mramorak)

Nicht nur China hat seine maske verloren - die ohnehin schon durchsichtig war - auch seine viele westlichen Symopathisanten. Aber auch die Führsprecher Chinas im freien Europa haben schon lange eine durchsichtige Maske!

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28. März 2008 04:21

Bin mal gespannt

heinz peter (pitiplatsch)

wie unsere Merkel damit umgeht und was sie dazu zu sagen hat. Ob sie kuscht oder der Wahrheit ins Gesicht sieht und dementsprechend handelt. Und die Olympischen Spiele boykottiert.

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27. März 2008 23:05

China warnt EU vor "falschen Signalen"

Christian Kohl (christianthomaskohl)

Was in China passiert sollte einer UN-Kontrolle unterliegen. Die Olympiade 2008 sollte in jedem Fall stattfinden, unter bestimmten Bedingungen, wie zum Beispiel der Bedingung der Pressefreiheit und der Meinugsfreiheit der Teilnehmer. China sollte nicht isoliert werden. Sondern China sollte endlich als ein ganz normaler Staat anerkannt werden, ein ganz normaler Staat muß sich bestimmte Bedingungen gefallen lassen. Pressefreiheit und Meinungsfreiheit sind zwei Bedingungen, mit denen sich die Teilnehmer der Olympiade einmischen.
Christian Thomas Kohl, Freiburg

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27. März 2008 22:16

" Falsche Signale oder falsche Hoffnungen"

Benedikt Gresser (Benediktus)

Die chinesische Führung tut gut daran, ihrer provokanten Selbstherrlichkeit nicht zu sehr zu vertrauen. Tibet ist die Wiege einer Weltreligion. Wer den Ruf nach Freiheit so brutal unterdrückt, braucht mehr als die Legitimation der stärkeren Bewaffnung.
Die chinesische Führung kann sich solange arrogant über Menschenrechte hinwegsetzen, bis das angeblich vertretene Volk zeigt, wo es wirklich steht.
Die Geschichte lehrt, wie schnell das gehen kann.
Ein Fest des friedlichen Wettbewerbs kann unter den gegebenen Umständen nicht glaubwürdig sein.

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27. März 2008 18:55

Falsch - für wen?

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Es bleibt stets eine Frage des Standpunktes.

Bezeichnenderweise beziehen Offizielle aus Ex-Ostblockstaaten wesentlich klarer Stellung gegen mögliche Unterdrückung und Blockzwänge als die immer schon frei und demokratisch verfaßten Staaten, die sich offenbar nicht vorstellen können oder wollen, wie das denn so ist als zwangsadoptiertes Teil eines übergeordneten großen Bruders.

Ein weiterer Vorteil der Globalisierung zeigt sich im drängenden öffentlichen Interesse aller an allem, was weltweit geschieht. In diesem Sinne gibt es nirgendwo auf der Welt noch die von China so lautstark reklamierten " vollkommen internen Angelegenheiten".

Die Übernahme der Olympischen Spiele hat vor allem auch den Effekt, daß alle Völker der Welt verstärkt in Augenschein nehmen, wie mit dieser Aufgabe und dem damit - nolens volens - übernommenen Anspruch umgegangen werden wird, im Inneren und nach Außen.

Für China kann Olympia zum "Gorbatschow" werden.

Offen bleibt bis auf weiteres, welche Verwerfungen damit in Anbetracht der z.T. überhasteten Entwicklungen im Inneren verbunden sein können.

Mitunter mag sich der Eindruck einstellen, daß in China kurz vor Olympia an mehreren Stellen die Lunte glimmt - globale Risiken inclusive.

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27. März 2008 16:54

China verliert vollkommen das Gesicht.

Gabor von Zoltan (Putinras)

"Interne Angelegenheit"? Der Zusammenhang zwischen den Mißständen in Gesamtchina und der jüngsten Entwicklung in und um Tibet ist doch überhaupt nicht von der Hand zu weisen.

Die Folgen dieser Mißstände betreffen uns alle im Westen ganz direkt: Sei es Produktpiraterie oder bleiverseuchtes Spielzeug aus China an dem unsere Kinder herumkauen dürfen.

Über einen enormen Transfer an Geld und Know-How haben wir all diese fatalen Fehlentwicklungen in China zudem laufend allimentiert und tun es immer noch (wieviel Milliarden soll die Olympiade in die Tasche des Pekinger Regimes spülen?).

China ist mitverantwortlich für die Entwicklung im Sudan, es ist mitverantwortlich für die Stützung des seelenverwandten Regimes in Burma, es steht hinter Nordkorea, etc.

Da mutet es doch reichlich verwegen an, wenn sich China bei Tibet nun pötzlich jede "Einmischung in interne Angelegenheiten" verbietet (und hätte sich doch dann auch gleich die missglückte Show für ausgewählte Journalisten, die gerade so peinlich schief ging, sparen können).

Wenn das offizielle China alles daran setzt, sein Gesicht zu verlieren, ist dies sein Problem und nicht das des Westens!

Bei uns nennt man Gesichter, die man verlieren kann, übrigens Masken!

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