Protest vor dem Olympia-Museum in Lausanne gegen die olympischen Spiele in Pe...

China

EU-Kommissarin droht mit Olympia-Boykott

Die Diskussion über einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele in China hält unvermindert an: EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat Peking nun mit einem solchen Boykott gedroht. Die Spiele könnten nur in einem Umfeld stattfinden, das den olympischen Geist widerspiegelt, sagte sie.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. März 2008 19:09

EU-Komissarin droht mit Olympia-Boykott

Benedikt Gresser (Benediktus)

Es gibt sie noch. Die chinesische Führung hat sich das Ganze sicher einfacher vorgestellt. Die Welt wird ihr nicht den Gefallen tun und vor ihren Reaktionen in chinesischen Parteitagsbeschlüssen nach Akzeptanz suchen.
Auch die Zahl der Chinesen, die da eine "Ausnahme" machen, wächst.
Das lässt hoffen.
Wer Lawinen auslöst, sollte sich nicht auf die übliche Richtung der Schwerkraft verlassen.
Wer immer nach China reist, kann mit der Hoffnung auf ein Fest des friedlichen sportlichen Wettbewerbs enttäuscht werden, wenn er sich die Kulisse näher betrachtet.

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29. März 2008 11:44

IOC macht keine Politk?

alexander thelen (Alex18654)

Mal eins vorneweg: Ich weiß nicht ob es besser ist die Spiele zu boykottieren oder nicht, vorallem im Hinblick auf die Situation der Tibeter. ABER: Die Einlassungen des NOC und des IOC sind beschämend und peinlich! Die Sprecher werden nicht müde zu sagen, dass der Sport für die erreichung politischer Ziele nicht taugt. Dann drängt sich doch die Frage auf, was denn die Vergabe der Spiele an China anderes ist als Politik? Das IOC hat die Öffentliche Warnung des EU Parlaments in den Wind geschossen, China die Spiele zu geben und jetzt müssen sie in dem Sandkasten spielen den sie gebaut haben. Aber bitte sagt nicht noch einmal ihr würdet keine Politik machen! Und noch eines, fast so wirkungsvoll wie ein Boykott der Sportler ist ein Boykott der Fernsehzuschauer! Aber mit der Endverbraucherverantwortung ist ja leider nicht weit her und das gilt nicht nur für die Spiele in Peking :-(

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29. März 2008 10:52

Soso...

David Andres (DerNagus)

Zunächst mal finde ich es beachtlich und gut, dass die EU Mut aufbringt, jenes umzusetzem, dem sich das NOK nicht gewachsen sieht. Ein Boykott in Aussicht zu stellen, wenn sie die Situation nicht bessert. China hat ein riesiges Interesse daran, die Spiele nicht zu einem Ereignis zu machen, an dem die Hälfte der Welt nicht teilnimmt. Zum einen aus Selbstdarstellung, zum anderen aus wirtschaftlichen Gründen. Also da bitte dran bleiben.
Aber dann Sätze wie jene in denen gesagt wird, China vollzöge eine Entwicklung nach, die in Europa 300 Jahre dauerte. Ich würde behaupten, dass sich da nicht viel entwickelt. Nach wie vor ist China ein kollektivistisches Staats- und Gesellschaftsgebilde. Seit Konfuzius ist die Mehrheit dem Individuum oder der Minderheit vorzuziehen und das große Gesamtgebilde wichtiger als kleine Einzelschicksale, wie jenes Tibets. Das Gebiet auf dem China voranschreitet ist die Wirtschaft. Und hier macht es Entwicklungen durch. Aber nicht auf gesellschaftlich-sozialer Ebene. Da verharrt es, begründetermaßen, auf einer langen Tradition. Also nicht Dinge wie Wirtschafts- und Gesellschaftsverständnis in einen Topf werfen! Letzteres bleibt eine "Baustelle" (nach westlichen Maßstäben).

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29. März 2008 10:40

Olympia-Boykott

Hans-Dietmar Venema (ochsenfrosch)

Hut ab, Frau Ferrero-Waldner. Endlich jemand aus der EU, der den Mut hat,
gegen Arrogante Chinesen die Stirn zu zeigen. Entweder bin ich Global-Player und
halte mich an die Spielregeln, oder die Olympischen Spiele finden ohne Europa statt.

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