Protest gegen China beim Fackellauf in Paris

Peking und die Proteste

„Kämpft für die Abspaltung Korsikas!“

Selbst regierungskritische Chinesen empfinden die Proteste beim olympischen Fackellauf als nationale Demütigung. Sie sind empört über die ihrer Meinung nach einseitige Darstellung der Ereignisse in Tibet durch westliche Medien. Im Internet wird schon ein Frankreich-Boykott gefordert. Von Petra Kolonko, Peking

Lesermeinungen zum Beitrag

21. April 2008 10:35

Da bin ich dann mal wieder beruhigt, Herr Vorwerk

Gabor von Zoltan (Putinras)

... dass Sie das alles soo trefflich analytisch auseinander zu halten vermögen. Gerade auch im Hinblick auf Nationalitäten und was ich angeblich unterstelle.

Sonst hätte ich doch bei Ihrer vorherigen Meldung glatt den Eindruck gewinnen können, Sie hätten mir - ganz gegen Ihre Überzeugung - mein (fälschlich unterstelltes) Deutschtum vorgehalten.

:-))

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19. April 2008 19:30

Analogien

Michael Vorwerk (aureliano)

Wer die Äußerungen einer Gesprächsteilnehmerin u.a. anhand ihrer Nationalität aburteilt, muß die darin zu Tage tretende Logik (Logik?) auch auf seine eigenen Beiträge anwenden lassen. Wer die Behauptung einer sog. inneren Angelegenheit bestreitet und dabei auf das Massaker von Nanjing oder die Menschenversuche japanischer Besatzer in China Bezug nimmt, operiert mit einer Analogie. Von einer solchen spricht man, wenn unter Rückgriff auf wesentliche Elemente eines Sachverhaltes auf solche eines anderen, aber gleichgelagerten geschlossen werden soll - á la: wenn Vorgänge in Tibet = innerchinesische Angelegenheit, dann Massaker von Nanjing = innerjapanische Angelegenheit. Aber wenn es Ihnen, sehr geehrter Herr von Zoltan, fernlag, eine solche Analogie ziehen zu wollen: umso besser. Was die Nationalität anlangt: Mein deutscher Paß ist mir kein Anlaß zur Selbstbezichtigung. Da überschätzen Sie mein Strafbedürfnis kategorisch. Käme ich aber auf die Idee, im Rahmen eines Disputes meiner chinesischen Gesprächspartnerin ihre Nationalität vorzuhalten und sie zum Thema Menscherechte belehren zu wollen, müßte ich wohl doch mit einer (sic!) analogen Replik rechnen. Und die wäre womöglich begründet.

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19. April 2008 13:21

Was steht denn da eigentlich?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Den Deutschen schenk ich Ihnen. Können Sie tatsächlich nicht wissen.

Ansonsten bitte ich Sie, Herr Vorwerk, nur auf das einzugehen, was da tatsächlich geschrieben steht und nicht auf Hineingelesenes.

Eine Gleichsetzung der Verbrechen der Kulturrevolution mit jenen Japans findet sich bei mir nicht. Sie unterstellen mir das.

Was sich dagegen findet, ist die Frage nach der Legitimität, bzw. der Absurdität, der Rechtfertigung "innere Angelegenheit": Wie muss es wohl den Besetzten aufstossen, wenn die Eroberer jede Diskussion über Verbrechen im Keim ersticken, indem sie einfach nur die Karte "innere Angelegenheit" ziehen können?

Woraus Sie schliessen, dass ich prinzipiell jede Chinesin ("so eine" "a priori für befangen, also nicht diskursbefugt") halte, ist mir vollkommen schleierhaft. Insbesondere, weil Sie den Zusammenhang sogar ein zweites Mal unter "Keine legitime Überlegung?" nachvollziehen könnten.

Wichtig scheint Ihnen aber vor allem das Thema "Deutsch" gewesen zu sein. Wie gesagt; damit kann ich nicht dienen.

Doch das Phänomen, ausgerechnet bei Selbstbezichtigungen noch auf die eigene Unvergleichlichkeit zu beharren, begegnet mir nicht zum ersten Mal. Das hat gewissermassen tatsächlich etwas sehr Deutsches. ;-)

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19. April 2008 11:25

Wer traut sich?

Michael Vorwerk (aureliano)

"Ausgerechnet eine Chinesin" – so eine, meint Herr von Zoltan in größter Unbefangenheit, sei doch a priori befangen, also nicht diskursbefugt. Ich wage eine Empfehlung: Sehr verehrte Frau Kai Li, bemühen Sie sich doch bitte nicht, Herrn von Z. die Mindestanforderungen der Sachkunde, der Logik, der Seriosität und nicht zuletzt der Umgangsformen nahebringen zu wollen. Herr von Zoltan argumentiert nicht, und was er begründen müßte, setzt er voraus. Eine auch nur formal schlüssige Argumentation unterbleibt vollständig, appellative Halbbildung soll Beweisführung ersetzen. Es ist eine Infamie, eine Niedertracht sondergleichen, etwa das Massaker von Nanjing 1937/1938 oder die Menschenversuche der japanischen Besatzer Chinas (in der berüchtigten Einheit 731) gleich zu setzen mit der Politik der chinesischen Regierung in Tibet (die durchaus kritikwürdige Aspekte aufweisen dürfte, maßgeblich in der Zeit der sog. Kulturrevolution und ihrer Exzesse, die im übrigen fast alle Regionen Chinas heimsuchten). Wer stellt derart widerwärtige Vergleichereien an? Wer wagt das? Na wer schon: Ausgerechnet ein Deutscher. Die dürfen sowas.

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18. April 2008 13:55

Beispiel Soft-Ice-Maschine in Nachbars Garten

Gabor von Zoltan (Putinras)

Das Bild ist einfach zu köstlich; also nochmal:

Ich klettere dem Nachbarn in den Garten, um dort eine Soft-Ice-Maschine aufzustellen und verkaufe an Passanten. Kommt nun der Nachbar und reklamiert, er wolle aber keine Soft-Ice-Maschine in seinem Garten, so ist meine Begründung: "Ist aber ne ganz Moderne! ...Und ausserdem kommt so endlich mal Geld in Deinen Garten!"

- Lächerlich. Nicht wahr?!

Modernität als grundlegende Rechtfertigung einer Okupation hinzustellen, ist absurd. Sie wissen ja nicht, wie sich Tibet selber hätte entwickeln können. Dass es ohne China in die Feudalherrschaft und ins Mittelalter zurück fiele, ist die klassischste Behauptung aller Okkupanten... Und im Übrigen genau die einstige Haltung der Kolonialmächte Europas "ihren" Eingeborenen gegenüber.

Die Waffenlieferungen an Mugabe. Ein Modernisierungsbeitrag Chinas, nehme ich an?

Betreffend der "Legitimität" scheinen Sie ernsthaft anzunehmen, ihre Argumente seien objektiv und unwiederlegbar. Dabei kann Taiwan ebenso legitim darlegen, dass Taipeh, und nicht etwas Peking, der legitime Vertreter Chinas ist.

Betreffend Hochschule bleibt es dabei: Höhere Ausbildung läuft nicht auf tibetisch; ein weiterer "sanfter" Druck zur Assimilation.





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18. April 2008 12:56

An Gabor

Kai Li (likai)

Wenn Sie nicht an der geschichtlichen und rechtlichen Legitimität der Zugehörigkeit Tibets zu China glauben, können Sie gerne bei der deutschen Regierung protestieren! Die deutsche Regierung hat dies doch anerkannt. Was jetzt in Tibet passiert ist, ist ein Konflikt zwischen Modernisierung, Säkularisierung und Theokratie. Die Mönche protestieren, weil ihr Einfluß mit der Entwicklung der Schulen und Krankenhäuser im Verschwinden ist. Das ist der eigentliche Grund. Die tibetische Sprache wird respektiert, man lernt 12 Jahre die Sprache in der Schule. Die einfachen Leute denken anders als die Lamas. Die Wirtschaft in Tibet ist eine Infusionswirtschaft, ohne die Unterstützung der chinesischen Regierung leben sie wieder in schrecklicher Armut. In den chinesischen Foren habe ich auch viele Prochina-Stimme der Tibeter in Tibet gelesen, hier wird es aber nie berichtet. Hier bekommt man nur die Stimme von Dalai Lama und seinen Anhängern, die aber nicht in Tibet leben! Denken Sie sich bitte nach, bevor Sie die anderen angreifen. Wollen Sie wirklich jährlich viel Geld an Tibetern spenden? Weil Sie keine Verantwortung tragen müssen, sagen Sie erst so beliebig, oder? Ich mag diese Doppelmoral hier wirklich nicht.

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18. April 2008 11:57

Die Frage, Kai Li, ist wohl weniger ob WIR es Invasion nennen...

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die Frage ist eher, wie es die Bewohner dieser Region sehen. Also die Tibeter!

Sprechen Sie den tibetanisch? Achten Sie die Riten der Tibeter; als Teil Chinas, auf das Sie so stolz sind?
Setzen Sie sich z.B. für den von der Chinesischen Regierung entführten Panchen-Lama ein, von dem seit 1995 - er war 6 Jahre alt - jede Spur fehlt?

Ihre Aussage widerspricht sich doch schon im Moment, wo Sie im gleichen Atemzug über das böse Ausland klagen, dass vor bald 100 Jahren Bürgerkrieg nach China gebracht habe, aber zugleich den Tibetern verbieten das, was sie heute als chinesische Okkupation empfinden, so zu benennen.

Haben Sie sich nie überlegt, dass wenn die Tibeter gefälligst akzeptieren sollten, dass ihr Land nun chinesisch sei, das Massaker von Nanking oder die Biowaffenexperimente in der Mandschurei von Tokyo auch einfach als innerjapanische Angelegenheit abgetan werden könnten?

Ich vermisse jede Form von Empathie.

Anstatt mir Ihre Artikel aufzudrängen, sollten Sie sich ev. mal mit der Geschichte der Weimarer Republik befassen. Und wohin es führt, sich als Land stets zum Opfer zu stilisieren, während man anderen Völkern Leid bringt.

Was meinen Sie wohl, was Ihre 75 Tonnen Waffen grad nach Simbawe schaffen???

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18. April 2008 11:12

Keine legitime Überlegung?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Dass man sich überlegen darf, wie Aussagen zu Harmoniesuche und vorbildlichen Maximen wie "...was ich nicht will, sollte ich anderen nicht antun" aus dem Mund einer Chinesin wohl bei Tibetern ankommt, denen es eben trotzdem angetan wird, halte ich für absolut legitim.

Dazu stehe ich gerne. Also noch einmal im Zusammenhang:

"Die Tibeter wären zweifellos froh, Sie ((gemeint ist Kai Li)) würden sich an diese ehrenvolle Maxime halten.

Denen muss es besonders bitter aufstossen, wenn sich ausgerechnet eine Chinesin Bevormundung von aussen verbittet. "

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18. April 2008 08:18

Olympia Boykott bringen nichts!(Part 2)

Chun Xia (ChunXia)

Die Chinesen wissen, dass China drängende soziale und politische Probleme hat - genau wie viele andere Länder. Den Schwerpunkt – wie jetzt in der Tibetfrage geschehen – so zwanghaft auf einen einzigen Problempunkt zu legen, wird dem Fortschritt, der gemacht wurde und dem, was China zu bieten hat, jedoch nicht gerecht.
Ich sind nicht gegen freie Meinungsäußerung und berechtigte Proteste gegen Chinas Fehlverhalten. Viele Chinesen sind bereit, sich in ehrlichen, aufgeschlossenen Diskussionen über die Probleme ihres Landes zu engagieren. Aggressive Demonstranten, Aufruf zum Olympia Boykott, und manche Medien, die darüber unkritisch berichten, machen einen solchen konstruktiven Dialog jedoch sehr viel schwerer. Sie erzeugen eine Atmosphäre der Feindseligkeit und der Abneigung bei vielen normalen chinesischen Buergern. Gegenseitiges Verständnis ist eine notwendige Voraussetzung, bevor über
gemeinsame Ziele nachgedacht werden kann.
Ich laden die deutschen Bürger dazu ein, nicht einer einfachen Rhetorik über ein komplexes und wichtige Thema zu folgen, sondern auf einen friedlichen Dialog mit und in China zu setzen.

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17. April 2008 23:55

Röhrende Hirsche

Michael Vorwerk (aureliano)

In mehreren Beiträgen habe ich mich bis dato auf diesem Forum zum Thema Tibet & West-Propaganda & korrupter Journalismus, maßgeblich auch zu Stupor & Gutmenschentum, diesem Doppelclown der deutschen Innerlichkeit, geäußert und mich dabei gewiß nicht geschont, was Form und Wortwahl meiner Betrachtungen angeht. Hatte ich bisher angenommen, ebenso häufige wie drastische Tiefpunkte auf der nach unten offenen Dämlich-Skala zu kommentieren, muß ich nun aber sagen: Es ist doch unter jedem Sumpf noch ein Morast. Grund für diese Einsicht ist der Beitrag von Gabor von Zoltan, der es ganz ernsthaft für eine Zumutung hält, wenn sich - wörtlich (!) - "ausgerechnet eine Chinesin" etwas verbittet. Das haben wir nun von unserer westlichen Meinungsfreiheit: sie ist nämlich auch das Recht jedes Zeitgenossen, so dreist und so schamlos daher zu schwadronieren, wie er s grad kann.
Unseren chinesischen Freunden und Gästen in Deutschland entbiete ich (wenn s sein muß: unisono mit Herrn von Zoltan - das kommt von meiner lamaistischen Duldsamkeit) den urdeutschen Gruß und ein herzliches: Willkommen im Land der biergelben Horden! Folgen Sie dem röhrenden Hirsch! Sie erkennen ihn an seiner Freiheit-für-Tibet-Plakette, die trägt er im Geweih.

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17. April 2008 21:13

Olympia Boykott bringen nichts!

Chun Xia (ChunXia)

Als chinesische Bürgerin erkenne ich an, dass einige feindselige Proteste in China nicht der richtige Weg sind. Zumindest steht das einem Gastland der Olympischen Spiele nicht gut zu Gesicht. Auf der anderen Seite, kann man auch bemerken, dass solche Aufrufe zum Olympia Boykott den Menschen in Tibet nicht helfen werden!
Die Olympischen Spiele sind ein Fest der Athleten - weltweit. Sie stehen für Respekt, Kameradschaft und Bestätigung der Freundschaft zwischen den Nationen. Die Chinesen - ob in China oder im Ausland - sind bestrebt, ihr kulturelles, historisches und intellektuelles Erbe den Menschen aus anderen Ländern näher zu bringen. Zum Beispiel lernen 200 Millionen Chinesen Englisch, um die internationalen Gaeste begruessen zu koennen. Deshalb beschaedigt ein Olympia Boykott nicht nur das Image der chinesischen Regierung, sondern demuetigt auch die normale chinesische Bevoelkerung. Ich denke nicht, dass die Chinesen wegen der Kritik an den Menschenrechten in China und der Tibet-Frage hinter der Regierung stehen, sondern wegen der Boykottdrohungen gegen die Olympischen Spiele.
Die Chinesen wissen, dass China drängende soziale und politische Probleme hat - genau wie viele andere Länder. Den Schwerpunkt – wie jetzt in der Tib

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17. April 2008 17:43

Gabor von Zoltan

Kai Li (likai)

Bevor Sie mich kritisieren, lesen Sie bitte meine Artikel: http://loveourchina.blog.de/2008/04/15/stimme-der-chinesen-4046386
und
http://loveourchina.blog.de/2008/04/17/stimme-eines-china-kenners-4056455

Haben Sie das Gedicht von Leijia gelesen?
"Einst verfiel unser Land durch Bürgerkrieg und ihr seid mit euren Truppen einmarschiert um euren Teil zu erzwingen,
Heute haben wir unser zerstückeltes Vaterland wieder zusammengefügt und ihr nennt es „Invasion“ und schreit „Freies Tibet!" "
Tibet gehört zu China, sowohl geschichtlich und rechtlich. Wer in die inneren Sachen unseres Landes einmischen und dadurch Interesse gewinnen möchten, sollte sich schämen.

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17. April 2008 16:50

Kai Li:"...was ich nicht will, sollte ich den anderen nicht antun"

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die Tibeter wären zweifellos froh, Sie würden sich an diese ehrenvolle Maxime halten.

Denen muss es besonders bitter aufstossen, wenn sich ausgerechnet eine Chinesin Bevormundung von aussen verbittet.

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17. April 2008 12:11

Stimme einer Chinesin

Kai Li (likai)

Please have a look: http://loveourchina.blog.de/

Seit dem Tag, an dem ich unsere Geschichte gelernt habe, bin ich sofort fest überzeugt: Das Schicksal Chinas sollte von uns selbst geherrscht werden. Wir lernen vom Westen, wir koennen uns selber entscheiden, wir brauchen keine Besserwisserei! Wir fühlen uns in der Tat unterdrückt von dem Westen, der alle mit Demokratie gleich machen will.Das teilen die meisten Chinesen mit mir. Die chinesische Kultur ist anders, was wir appellieren, ist Harmonie mit Vielfalt und Pluralität, nicht Universalisierung; was wir von Konfuzius gelernt haben, ist "was ich nicht will, sollte ich den anderen nicht antun", nicht "was ich will, sollte ich den anderen bringen"! Bei dem letzteren möchte ich fragen, woher weiss man, dass die Anderen das von dir gemeinte Gute wirklich wollen?

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16. April 2008 23:31

Zustimmung für Lei Jias Beitrag

Michael Vorwerk (aureliano)

Den Ausführungen von Fatih Mehmet widerspreche ich insofern, als er zwar mit Recht auf die doppelte Moral hinweist, die hierzulande das Denken (oder was sich dafür hält) bestimmt, er sich aber zugleich im pauschalierenden nationalen Ressentiment ergeht ("mal wieder ... die Franzosen" etc etc).
Dank und entschiedene Zustimmung aber auf jeden Fall und mit Nachdruck für den Beitrag von (Frau oder Herrn?) Lei Jia (herrje, ich kann halt kein chinesisch, sorry); sein Pathos und seine Ratio stehen nicht in Widerspruch zueinander, der Beitrag ist vielmehr argumentativ und logisch, dabei informiert, prägnant und obendrein, selten genug, ein humanistisches Plädoyer. Der FAZ, mit der mich eine stabile Haßliebe verbindet, muß ich im übrigen zugestehen, daß sie mit einigem Erfolg – vielleicht nicht immer auf der ersten Seite – um die Darstellung differenzierterer Positionen bemüht ist. Die Artikel von Petra Kolonko und auch Mark Siemons sind insoweit hervorzuheben, ebenso die Tatsache etwa, daß in der Printausgabe vom heutigen Tage der Leserbrief eines deutschen Studenten, wohnhaft z. Zt. in Shanghai, veröffentlicht wird, der in seiner unaufdringlichen Informiertheit und Überlegtheit hoffen läßt.

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16. April 2008 15:55

Frau Lei Jia..

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

..herzlich willkommen im Westen. In diesen Breiten herrscht Doppelmoral und eine skrupellose Gesinnung.Vielen Dank für ihren Text. ALLES wogegen heute demonstriert und protestiert wird war auch lange vor Oympia bekannt. China hätte die olympischen Spiele nie holen dürfen um solche Handlungen nicht zu provuzieren.Wie konnte China sich das antun frage ich mich! Das die lächerlichen Franzosen wiedermal vorreiter sind sollte China zu bedenken geben.An stelle Chinas würde ich die Abkommen mit den Franzosen überdenken.
In Afrika und Südamerika gibt es Millionen Menschen die auf Chinas Hilfe warten und endlich einen Gegenpol zum Westen sich erhoffen. Sie müssen nicht dem Westen gefallen. Ist doch egal was der Westen sagt! Eins muss aber klar sein.In Sachen Menschenrechte gibt es keinen Spass. Jeder sollte seine Meinung aussprechen dürfen.

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16. April 2008 12:38

Manipuliert

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Han-Chinesen den Tibetern unsympathisch sind und bleiben. Aber es gibt für mich auch keinen Zweifel daran, dass es sich bei den Unruhen, die in tibetischen Gebieten ausgebrochen sind, um eine abgekartete Sache handelt. Wer auch immer sie in Gang gebracht hat, wird der tatsächlichen Entwicklung nicht gerecht. Sie muss und will die wirtschaftliche Liberalisierung durch eine politische Liberalisierung ergänzen und dabei das Riesenreich zusammenhalten. Dafür fühlt sich China vor einer dreitausend Jahre langen Geschichte verantwortlich, zu der auch Zeiten des Zerfalls gehören. Schon seit längerem wurde die Verehrung des Dalai Lama hingenommen. In Tempeln und Geschäften konnte man sein Bild sehen. Kein polizist ist dagegen eingeschritten. Die Tibeter konnten eine fragwürdige Tradition wieder aufnehmen, indem sie Kinder als Mönche in die Klöster eintreten ließen. Tausende von jungen Leuten werden in den Klöstern in Buddhismus unterrichtet. Der tibetische Feudalismus lebt wieder auf. China duldet auch das, obwohl es nichts anderes bedeutet als Rückständigkeit. Es ist schon sehr merkwürdig, dass im Westen die massenhafte, sinnlose Indokrination von Minderjährigen als erhaltenswert gilt.

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16. April 2008 12:19

Getroffene (chinesische) Drachen bellen

Kai Bockelmann (KB63)

Die Kommunisten mit kapitalistischem Anstrich empfinden die Proteste gegen die Menschenrechtsverletzungen in Rot-China und Tibet als Demütigung? Aus Sicht der Oberkommunisten in Peking werden Andersdenkende nur zum Wohle des Volkes (der Partei) gefoltert und eingesperrt. Das ist völlig klar. Jetzt wird Rot-China nämlich als Land wahrgenommen, in dem eine kommunistische Diktatur mit dem Bild des Massenmörders Mao im Hintergrund die Menschenrechte mit Füßen tritt. Und das betrifft nicht nur Tibet sondern vor allem auch Rot-China selbst. Der Aufschwung der Wirtschaft und die Zulassung kapitalistischer Methoden sind planwirtschaftlich verordnet und werden ohne wenn und aber umgesetzt. Ausbeutung, Armut und Umweltzerstörung in riesigem Ausmaß sind die Folge. Die Kehrseite der ganzen Sache ist aber auch, daß per Verordnung durch die Partei der Kapitalismus im Kommunismus bald schon zu Ende sein kann. Spätestens dann, wenn Rot-China der Meinung ist, ausländische Investitionen nicht mehr zu benötigen.

Denn die Partei hat immer recht.

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16. April 2008 12:11

Es war zu erwarten

Josef Bujtor (Mramorak)

Es war zu erwarten, dass die Kommunisten ihr Volk dadurch um sich scharen kann. Es war tatsächlich viel zuviel dummes Zeug geschrieben und gesagt worden. Dabei waren auch die Tibeter sehr ungeschickt vorgegangen. Immer direkt China angreifen, musste doch die Chinesen stuzig machen und fragen was wollen die eigendlich, wir sind doch auch von den Kommunisten unterdrückt. Aber ich habe keinen Kommentar gelesen, in dem auf den Kommunismus hingewiesen worden wäre. Im "Stern.de" habe ich zweimal diese Hinweise gelesen sonst in keinem deutschen Platt. Die Auslandschinesen sind sehr stark unterwander im Westen. Ewas, das von den demokratischen Regierungen tolerriert wird - wir sind ja tolerant, bis wir nicht mehr sind.
Ich wünschte, wir hätten auch eine demokratische Regierungschefin, wie der Churchill war. Denn unsere Regierung bremst die Verteidigung der Freiheit und ist sogar noch, in ihrer Dummheit, stolz darauf.
Es hätte doch jedermann klar sein, auch dem Herrn Rogge und den anderen Olympia-Göttern, dass die Kommunisten das ausnützen werden. Und die Westlichen Politiker, Sportler und die Medien haben denen in die Hände gespield. Leider werden die nichts lernen.

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16. April 2008 10:43

zu Daniel Kleiner (Kleinermann1): erst wissen, dann denken

Martin Müller (Martin089)

Lieber Daniel Kleiner,
ich weiß nicht, wo du die ganze Hass gegen China her hast. Aber bevor du dich aufregst und deinen Mund aufmachst, solltest du vielleicht erst was lesen über das Land......
- "Die roten Chinesen betrachten Tajwan als Teil Chinas..." , Das heißt Taiwan.
- "Dabei ist es eigentlich guenstiger fuer die Chinesen,denn so koennen Chinesen aus zwei Staaten an den Olympischen Spielen Teilnehmen."
Taiwan nimmt schon eigenständig an den Olympischen spielen teil, unter dem Name " Chinese Taipei ", genauso wie Hongkong und Macau, als Sonderzone Chinas. Das bedeutet aber nicht, daß sie alle eigenständiger Staat sind, nur weil sie Mitglied der IOC sind.
- "Da es den Warschauer Vertrag nicht mehr gibt brauchen wir vor
roten Chinesen keine Angst zu haben......dass die Sowjetunion und Rot-China einenen kommunistischen Pakt bilden. "
China war noch nie im Warschauer Pakt, nicht mal als Beobachter. Wenn du bisschen was über Geschichte weißt, dann solltest du wissen, daß China kein gutes Verhältnis hatte mit Sowjetunion in den 60er und 70er.
Man kann eigene Meinung haben, aber nicht die Unwahrheit verbreiten, so was nenne ich Dummheit. Glaubst du nicht? dann zeige, wo Tibet ist, auf eine leere Weltkarte. schaffst du sicher nicht.

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16. April 2008 10:37

Die Fackel der Freiheit

joachim bovier (jbovier)

Da hat sich Peking wohl verrechnet: Statt Politpropaganda für das dikatorische Regime der Altkommunisten nun weltweit der Ruf nach Menschenrechten für Tibet und in ganz China. Trotz aller Parallelen zur Olympiade im nationalsozialistischen Berlin des Jahres 1936 ist 2008 eben doch nicht das gleiche. Die potemkinischen Dörfer können den Blick auf die Realität nicht mehr kaschieren. Freiheit, Demokratie und Recht sind universell unverzichtbare Werte geworden, die Grundlagen eines marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystems dessen Vorzüge sich auch China zu Nutze machen will. Die Teilhabe daran heißt Globalisierung, also die faktisch weitgehende Freiheit der Märkte. Das ist aber nur eine Seite derselben Medaillie, deren andere eben der liberale freiheitliche Staat, seine Bindung an Recht und Gesetz, Menschenrechte, Presse- und Redefreiheit sind. "Freiheit oder Tod" , der Ruf der französischen Revolution hat mit rund 200 Jahren Verspätung nun auch Peking erreicht. Winston Churchill hat den weltweiten Sieg von Freiheit und Demokratie bereits 1946 in seiner Fulton-Rede vorhergesagt, noch so erzürnte Drohungen, Unterdrückunsversuche oder Veitstänze können diese Entwicklung nicht dauerhaft aufhalten, die Fackel der Freiheit erstrahlt !

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16. April 2008 09:56

Jetzt schlägt China intelligent zurück

Claus Behrens (chipin)

Die FDP ist für den Tibet-Aufstand verantwortlich, Telschick & Schreiber versorgen den Dalai Lama mit Waffen ... das Heer der franz. Arbeitslosen steigt ins Unermessliche, weil Chinesen keinen Camembert essen und Bordeaux trinken und Shanghai schenkt Bayern den Transrapid (zurück)!

Warum mit der Abspaltung Korsikas von Frankreich enden, bevor man überhaupt angefangen hat. Seit Ende des 2. WK wird die europ. Öffentlichkeit propagandistisch beeinflusst, die Einigung Europas sei gemeinsames Ziel. Dies haben sich doch nur die großen europäischen Staaten ausgedacht, um langfristig Europa bis zum Ural zu unterjochen.
Eine gesamteuropäische Freiheit aller Volksgruppen und Stämme sollte das Ziel sein. Unternehmen sollten weitestgehend zerschlagen (od. vom chin. Staat übernommen) werden und die intensive Landwirtschaft endgültig beendet werden.
Die Klimakatastrophe wird dadurch gelöst, dass alle auf Fahrrädern aus chin. Staatsproduktion fahren und in Zukunft steigen nur noch die Preise für chin. Reis, auf den die Ernährung der nonkonformen kapitalitisch denkenden Weltbevölkerung umgestellt wird.
Um China milde zu stimmen, schenken wir denen noch die ISS.

Muss man denn immer alles so ernst nehmen?

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16. April 2008 09:46

Haben denn Chinesen Zugang zum Internet?

Jürgen Skucek (jskucek)

sehr widersprüchlich was über China berichtet wird. Einerseits soll der Zugang zum Internet hochzensiert sein und Seiten aus fremden Ländern gar nicht zugänglich sein, und jetzt:
"Bei einer am Dienstag veröffentlichten Internet-Umfrage sprachen sich 95 Prozent der Befragten für einen Boykott französischer Waren aus." Das kann ja nur als Antwort auf eine interne Propaganda gewertet werden. Wenn keine Reporter nach Tibet dürfen, woher haben die Chinesen intern ein Urteilsvermögen?
Hätten die Deutschen im tausendjährigen Reich etwas über die Verfehlungen des eigenen Reiches wissen müssen? Aber sicher - zumal mit heutigen Kommunikationsmitteln.

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16. April 2008 09:35

Die Karawane der Berufsprotestler ist weitergezogen

thomas schulz (peanutbutter)

Die Kinder der '68er-Bewegung aus Anarchisten, Globalisierungsgegnern, Idialisten, Klimaschützern, Menschenrechtlern etc. scheinen überhaupt nicht zu begreifen, mit welchem Feuer sie seit geraumer Zeit spielen. Als wenn sich alle Probleme in Luft auflösen würden, wenn ihr Verständnis von demokratischer Selbstbestimmung nach westlicher Art überall Einzug gehalten hat. Das Hauen und Stechen um die begrenzten Resourcen der Erde hat gerade erst begonnen.

Warum wohl ist die USA im Irak mit ihrem "nationbuilding" gescheitert ? Man braucht sich nur Afrika anzusehen, wo es niemanden gelungen ist, eine stabile Demokratie zu etablieren. Stammeskämpfe bis hin zum Geneozit sind an der Tagesordnung. Sie machen den selben Fehler wie Washington, das immer wieder Wiederstandsbewegungen von autoritären Regimen unterstützt hatte, die wiederum nach ihrem Sieg eine schlechte Kopie der gestürzten Machthaber wurden und sich gegen ihren Förderer wendeten.

Sie protestieren gegen die Theokratie im Iran, unterstützen aber eine Unabhängigkeitsbewegung, die eine in Tibet errichten will. Das ist anscheinend auch nicht im Sinne des Dalai Lama, der mit Rücktritt gedroht hat. Sie sollten auf diesen weisen Mann hören und mal die Klappe halten.

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16. April 2008 08:14

Pro Menschenrechte oder Contra China

Günter Blümel (guenterbluemel)

Sehr geehrte Frau Kolonko! Gratulation zu dem Beitrag, der sich aus dem Meer der reflexartig ausgestoßenen Stellungnahmen wohltuend erhebt. Mir ist die Sichtweise der Auslands-Chinesen auch aufgefallen, die der KPCH kritisch gegenüber stehen und die vermutlich mehr über China wissen als ich und so mancher westliche Chinakritiker . Man muss wohl tatsächlich zwischen den Hauptmotivationen unterscheiden: anti-chinesisch auf der einen und pro-tibetisch bzw. pro-humanistisch auf der anderen Seite. Wenn man sich dann die diversen Stellungnahmen anschaut, kommt man zu interessanten Beobachtungen. Erschreckend finde ich vor allem, dass viele Kritiker im Bewusstsein ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit offenbar aus Bequemlichkeit oder Dummheit ein Schema nachplappern, ohne zu überlegen und zu fragen, ob das denn den Menschenrechten oder den Tibetern überhaupt helfen kann.

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16. April 2008 05:09

Ein interessanter Link bzgl. Tibet und China

Peter Graf (Peter_Graf)

Ich hab mal den Link zum Tibet Poverty Alleviation Fund rausgesucht.
http://www.tpaf.org/TPAFpurpose.htm
Das Projekt (wie der Name schon sagt) hilft bei der Bekämpfung von Armut in Tibet, Zugang zu Bildung, Microfinance etc.
Ich nehme mal ganz ganz stark an, das dieses Projekt auch von der KP unterstützt wird, da diese nicht einfach irgendwelche Ausländer nach Tibet lassen würde um da poverty alleviation zu treiben.
Vielleicht hilft dieser Link ja denjenigen, die immer felsenfest behaupten den Chinesen wäre nur daran gelegen den Tibetern das Leben zu erschweren, ihre Meinung etwas ausgewogener zu gestalten.

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16. April 2008 03:56

Chinas Reich der Mitte

Dieter von Jettmar (d.vonjettmar)

Chinesen scheinen noch immer dem Reich-der-Mitte Syndrom verfallen zu sein. Kritik wird nicht geduldet. "Wir sind die Besten, und wehe wenn uns da jemand dreinredet". Daß besonders die Auslandschinesen diese Meinung vertreten, ist nicht verwunderlich. Emigranten zeichnen sich meist durch übertriebenen Chauvinismus aus (und ich falle auch in diese Kategorie). Wäre China nicht die ökonomische Macht, die es jetzt ist, niemand würde sich darum scheren...

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16. April 2008 03:31

Propaganda vs. Realität

Martin Troll (Martintroll)

Ich lebe seit langer Zeit in China und auch schon vor der "Tibetkrise" war die Berichterstattung über China/Olympia - auch in dieser Zeitung - fast nicht lesbar und oft voll von Vorurteilen und Unwissen. Es mag einige Ausnahmen gegeben haben, aber der Tenor der Berichterstattung war grundsätzlich negativ.
China wird immer als ein unfreies, kommunistisches Land gesehen, in dem Willkür herrscht. Technisch gesehen mag das sogar stimmen, aber die Realität sieht anders aus. Fragen Sie doch einfach mal die "Otto-Normal-Chinesen"! Die sind nämlich zufrieden. Das in China noch nicht alles perfekt ist, weis jeder, aber welche positive Entwicklung das Land in den letzten Jahren durchlaufen hat wird nur allzu oft vergessen. Dieses Land läßt sich (noch) nicht demokratisch regieren und die Regierung macht eine sehr gute Arbeit, wenn man bedenkt welche unglaublichen Aufgaben zu bewältigen sind - dies wird aber in den seltensten Fällen gewürdigt.
Deswegen fühle ich mit den Chinesen, die sich seit Jahren auf Olympia freuen und vorbereiten. Das der Fackellauf derartig gestört wird ist beschämend für den Westen, der ja gerne mit dem Finger auf andere zeigt. Der Westen macht genau das, was er China vorwirft: Propaganda und Intoleranz.

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16. April 2008 02:24

Wer ist Mao Tse Dong?

Peter Graf (Peter_Graf)

Ach, sie meinen Mao Zedong oder alternativ Mao Tse-tung. Macht ja nichts, ich schreibe nächstens auch einfach von Adalof Haitler. Hmmm, aber Namen sind ja nicht so wichtig, wenn denn die Substanz des Kommentars richtig ist.
Leider ist die genauso falsch wie ihre Schreibung von Maos Namen. Ist mal wieder typisch dieser Kommentar für die ganze Plumpheit und Unwissenheit mit der Kritik an China geübt wird.

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16. April 2008 01:56

EINE MENSCHHEIT, EIN TRAUM(3)

Lei Jia (jiazhou801)

Sind wir nicht eine Menschheit mit einem Traum?

Haben wir nicht alle nur diese eine Welt?

Lasst uns doch gemeinsam die trennenden Mauern, erbaut durch Eigennutz, Unkenntnis und Machtgier niederreißen
Lasst uns als Brüder und Schwestern gemeinsam das eine Ziel erreichen: FRIEDEN auf Erden

DIESE GROßE BLAUE ERDE IST GROß GENUG FÜR UNS ALLE

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16. April 2008 01:54

EINE MENSCHHEIT, EIN TRAUM(2)

Lei Jia (jiazhou801)

-Einst begannen wir unsere Industrien auszubauen und ihr nanntet uns Umweltverschmutzer. Heute verkaufen wir euch unsere Produkte und ihr gebt uns die Schuld an globaler Erwärmung.
-Wenn wir Öl kaufen, nennt Ihr das „Ausnutzung und Völkermord"
Wenn Ihr für Öl Kriege führt, dann heißt das „Befreiung und Freiheit" -
-Einst versank unser Land in Anarchie und ihr wolltet Recht und Gesetz für uns
Heute versuchen wir Recht und Gesetz gegen Gewalttätigkeit aufrechterhalten und Ihr diffamiert dies als Menschenrechtsverletzungen.
-Einst waren wir leise, und Ihr habt behauptet, dass wir keine Meinungsfreiheit hätten. Heute äußern wir unsere Meinung und Ihr erklärt, dass wir alle indoktrinierte Fremdenhasser seien -
„Warum messt Ihr mit zweierlei Maß?
„Warum hasst Ihr uns so sehr?" Fragen wir.
"Nein", antwortet Ihr, "wir hassen Euch nicht".
„Wir hassen Euch auch nicht, aber versteht Ihr uns?"
"Natürlich tun wir es ", sagt Ihr, „wir haben freie Medien wie AFP, ZDF, CNN und BBC ..."
Sagt, was wollt Ihr wirklich von uns?
Bitte denkt zuerst gut darüber nach und antwortet dann
Es ist genug, genug der moralischen Heuchelei
Stellt nicht eure eigenen Interessen über die Völker dieser Welt.

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16. April 2008 01:48

EINE MENSCHHEIT, EIN TRAUM(1)

Lei Jia (jiazhou801)

-Einst saht ihr in uns „Den kranken Mann Asiens" und ihr spracht von der „Gelben Gefahr" . Heute seht ihr uns als nächste Weltmacht und sprecht von einer „Bedrohung"
-Einst schlossen wir unser Tor zur Welt und ihr habt Opium geschmuggelt um unseren Markt für euren Freihandel zu öffnen. Heute betreiben wir Freihandel und ihr behauptet wir nähmen euch eure Arbeit.
-Einst verfiel unser Land durch Bürgerkrieg und ihr seid mit euren Truppen einmarschiert um euren Teil zu erzwingen. Heute haben wir unser zerstückeltes Vaterland wieder zusammengefügt und ihr nennt es „Invasion" und schreit „Freies Tibet!"
-Einst führten wir den Kommunismus ein und ihr habt uns dafür gehasst, dass wir Kommunisten waren. Heute nehmen wir euren Kapitalismus an und nun hasst Ihr uns auch dafür, dass wir Kapitalisten geworden sind
-Einst wuchs unsere Bevölkerung auf eine Milliarde an und ihr habt behauptet, die Erde würde dadurch zerstört. Heute versuchen wir die Geburten zu kontrollieren und ihr sagt, dass dies Missachtung von Menschenrechten sei.
-Einst waren wir arm und ihr meintet wir seien Hunde. Heute leihen wir euch Geld und ihr macht uns für eure Schulden verantwortlich.

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16. April 2008 01:24

Ein vermeintlicher Koloss im Wanken

Sönke Peters (soenkepeters)

Einen Nationalstaat „China“ im zivilisierten Sinne gibt es überhaupt nicht sondern nur eine über Jahrhunderte fortdauernde Zentralgewalt in Peking, die verschiedene Völker immerwährend in Linie zwingt und jedes Aufmucken dagegen zu unterdrücken weiß. Mit welcher Panik die jetzigen Machthaber, die sich sogar selbst in einem brutal-kapitalistischen Aufbruch noch als „Kommunisten“ titulieren, auf die Aufstände in Tibet reagieren, zeigt nur allzu deutlich auf welch tönernen Füßen die vermeintliche Weltmacht steht. Wenn jetzt die Trickkarte des „großen Vaterländischen Kampfes“ gezogen wird, sollte man dies beruhigt nur als letzte Fehlgeburt eines in sich korrupten Regimes betrachten, das bereits seinen letzten, stinkenden Atem aushaucht. Einst wird die Olympiade 2008 als der Anfang vom Ende des nur aus nachgemachter Pappe bestehenden Drachens bewertet werden.

Sönke Peters

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16. April 2008 01:09

Im Rudel

Michael Vorwerk (aureliano)

Daß auf chinesischen Blogs da und dort eine reichlich zornige und empörte, teils unflätige Sprache gepflogen wird, mag man kritisieren, zugleich ist es nur zu verständlich, denn in der Sache muß man den empörten Chinesen recht geben: Die Berichterstattung zum Thema Tibet in den meisten westlichen Medien ist erbärmlich schlecht, sie ist kriecherisch und elend dumm, teilweise ist sie schlicht korrupt. Wenige Ausnahmen seien genannt, so etwa die Reportagen von James Miles (Economist.com) oder Richard Spencer (Telegraph.co.uk); sehr lesenswert auch die Ausführungen des australischen Journalisten und ehemaligen Diplomaten Gregory Clark. Einem gewissen "pack journalism" (Journalismus im Rudel - oder auch: Heulen im Chor) entsprechen die kennerischen Plattitüden, wie ganze Rudel von Chinaexperten sie per Leserbrief oder Blog-Beitrag emittieren. Was sich da – zu Teilen – regelrecht expektoriert, ist die Provinz auf großer Fahrt. Es ist der Spießer, der sich für weltklug hält und hintergründig. "Die Chinesen" hat er schon längst durchschaut, die machen ihm doch nichts vor - das ist vielmehr Sache seiner Lieblingszeitung, meistens ist das die mit den großen Buchstaben (aber nicht immer), die kann das besser.

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16. April 2008 00:39

Wenn einem gar kein Argument einfällt

vera wisseler (paradelova)

gibt man sich beleidigt und nach Belieben im jeweiligen "Gefühl" - Ehr- religiösen- National Gefühl gekränkt - das ist wahrlich besonders professionell, sehr reif in der Argumentation und vorallem sehr hilfreich in jedweder Auseinanedersetzung - in Stammtischgesprächen zu fortgeschrittener Stunde besonders gern beschworen. Da hätte selbst ich knackigere Argumentation von der chinesischen Regierung erwartet. Es bestätigt eben deren komplette Unfähigkeit einen poltischen Diskurs zu führen. Überraschung??? !

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16. April 2008 00:25

Chinesen erfahren nicht nur Demütigung sondern auch Angst

Uli Wohlhaupter (Retpauhl)

systemkritische Chinesen als auch Anhänger ziehen in der Tibetfrage an einem Strang. Denn sobald in einer Region politisch Zugeständnisse gemacht werden, fangen auch andere Regionen in China an zu fordern. Man kann sich das ungefähr wie ein Staudamm vorstellen in dem jemand am untersten Ende ein kleines Loch macht. Schnell wird das nun durchlaufende Wasser Steine drum herum mitreisen und der ganze Damm brechen - genau davor haben viele Chinesen Angst. Die westliche Welt hat sicher mit ihren Vorderungen in der Tibetfrage Recht. Ob China aber schon politisch stabil genug für regionale politische Zugeständnisse ist bleibt zu bezweifeln. Einen politischen Kollaps möchte sicher auch die westliche Welt nicht provozieren.

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16. April 2008 00:17

China und die missverstandenen Proteste

Onur Sheker (Joe_Sheker)

Es ist die Pflicht eines demokratischen Staates oder einer demokratischen Nation, Stellung zu dem chinesisch-tibetischen Konflikt oder vergleichbaren Konflikten zu nehmen,wenn wir einfach nur wegschauen,würden wir unseren demokratischen Prinzipien und unserer Definition von Freiheit widersprechen!
Die europäische Absicht ist nicht, das chinesische Individuum, sondern die undemokratische Politik der Volkspartei zu kritisieren!
Wenn die Auslandschinesen sich nun hinter ihre Regierung stellen, weil unsere Medien herbe Kritik äußern,ist das nicht zu verurteilen,jedoch Spiegeln unsere Medien,im gegensatz zu chinesischen Medien,im Moment die Meinung unserer Bürger wieder und nicht die unserer Regierungen,genau hier liegt der Unterschied, es sind nämlich die Meinungen von Londoner-oder Pariserbürgern,die sich für einen Olym.Boykott ausprechen und dabei vom demokratischen Recht der Meinungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit gebrauch machen,diese Proteste richten sich gegen die chinesische Regierung, hierbei muss man klarstellen,dass die Kritik sich auschließlich auf den Umgang mit Tibet beschränkt!Solange auf dieser Welt Ungerechtigkeit herrscht werden Menschen dagegen protestieren und bei allem Respekt China ist da keine Ausnahme!!

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16. April 2008 00:16

Welche Mittel haben Bürger eine Demokratie denn sonst?

Bastian Binder (bastian_binder)

Außer zu Demonstrieren? Gegen ein Regime, bei dem die Krise in Tibet und Westchina nur die Spitze des Eisberges sind? Das ist keine Form von Arroganz. Das ist die einzige Sprache, die den Bürgern einer Demokratie zur Verfügung steht.
Unsere Wirtschaft hat sich doch längst in China festgesetzt. Diese chinesische Regierung, die immer so offen ist, wenn es um wirtschaftliche Öffnung geht, betreibt Konzentrationslager, standrechtliche Erschießungen und eine große Palette anderweitiger Menschenrechtsverletzungen. Eine Kampagne gegen China? Nein. Das würde voraussetzen, dass vermeintliche Fakten erfunden sind. Ich weigere mich zu glauben, dass westliche Medien und internationale agierende Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch oder Amnesty International an irgendwelcher Propaganda beteiligt sind. Der Unmut westlicher Bürger richtet sich in keiner Weise gegen das chinesische Volk. Sondern gegen seine Regierung und seine übrigen Teile, die diese so bereitwillig tragen. Ich möchte noch einmal erinnern, als sich im Osten Deutschlands weite Teile der Bevölkerung gegen ihr Regime aussprachen, die Angst vor der "chinesischen Lösung" (Tian'anmen) groß war. Leider hat sich China seitdem in Menschenrechtsfragen kaum weiter entwickelt

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15. April 2008 23:27

Endlich mal nen anständiger Artikel

Simon Pein (shampaign)

Ein guter artikel, der die dinge mal aus einer anderen Sicht beschrieben.
Ich kann die Chinesen voll und ganz verstehen, wunder mich überhaupt nicht, das die so reagieren.

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15. April 2008 23:07

Umso mehr Käse

Patricia Jung (jungpf)

für uns, aber Scherz beiseite. Die Chinesen haben ihre Sicht der Dinge, zumindest proben sie mal den Aufstand, wenn auch gegen das Ausland. Erinnern wir uns an gewisse Zeiten n Deutschland, da wurde genauso gehandelt. Daher wundern mich die Reaktionen nicht. Aber sie halten mich auch nicht davon ab von meinem Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch zumachen. Wir erinnern uns an die Freedom Fries der Amerikaner, weil wir Europäer bei dieser Irak-Aktion nicht mit machen wollten. Solange sie nicht ihr Säckchen schnüren um bei uns ein zumarschieren, dürfen wir das getrost als bewegende Erfahrung von Diktatur trifft auf Demokratie verbuchen. Es wäre im höchsten Maße naive zudenken, dass unsere Kritik am chinesischen Führungsstil ohne Folgen seitens der Chinesen bliebe. Das sich nun in China die Massen erheben um auf dem Pfad der Demokratie zu wandeln, war wohl kaum zu hoffen. Zumal die wirklich regierungskritischen Chinesen im Gefängnis sitzen, die tatsächlich die Lage in Tibet als Problem erkannt haben.

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15. April 2008 23:00

endlich mal ein halbwegs sachlicher bericht

d. orth (rodeo)

das muss man der faz ja hoch anrechnen,
dass sie nun auch mal die sicht der chinesen zeigt.

dies europäische aroganz gegen china war ja nicht mehr zum aushalten.

würde in china noch eine mao nacheifernde diktatur herrschen würde man nicht gross über die tibet frage berichten. weil dort aber erfolgreich der kapitalismus seine kräfte entfalten kann, fall die "gutmenschen" über china her und bauschen die, sicherlich, vorhandene missstände masslos auf. Welche zustände herrschen den in südafrika? soll dort nicht die fussball-wm hin? oder sonst so ein sportzirkus?

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15. April 2008 22:14

Hisako Garanda;bitte erst denken,dann sich empoeren.Die Sonne geht auch erst...

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

dann scheint sie...
Die roten Chinesen betrachten Tajwan als Teil Chinas...
Dabei ist es eigentlich guenstiger fuer die Chinesen,denn so koennen Chinesen aus zwei Staaten an den Olympischen Spielen Teilnehmen.Es ist auch guenstig einen Staat Singapure zu haben.nicht war?Ein Chinese bleibt ueberall ein Chinese.Nicht mal ein anderes als chinesisches Essen ist ein Chinese bereit zu sich zu nehmen.Das sieht man sogar in Thailand.
(Ich sage auf meinen Verantwortung : ein Chinese ist nur chinesisches Zeug..)
Da es den Warschauer Vertrag nicht mehr gibt brauchen wir vor
roten Chinesen keine Angst zu haben.Dass dei Angst ein schlechter Ratgeber ist,sehen wir am Fall Chinas.Die USA unter Nixon haben sich an die roten Chinesen angebiedert,da sie verhindern wollten,dass die Sowjetunion und Rot-China einenen kommunistischen Pakt bilden.
China ist gross,aber trotzdem : wer hat Angst vor dem roten Riesen?
Tibet sicher,aber es den Chinesen nicht gelungen aus Tibet Chinesische Untertanen zu machen.Auch eine "Mandschurei" ist es nicht geworden.
Es muss doch mit dem Teufel zugehen,wenn die Welt es erlaubt,dass
der Chinesische Riesen-Drache den kleinen Tibetischen Yak auffrisst.

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15. April 2008 21:34

Präferenzen etwa?

Rud Haller (rodolfissimo)

Peking lädt Vertreter der Menoniten ein - und ignoriert Katholiken und Protestanten - Ja - Nein?

Warum aber sollten die Konfuzianer igoriert werden und die dazu bestenfalls kurios anmutenden Anhänger des Dalai-Lama-Budhismus mit ihrer mittelalterlichen Staatsvorstellung hoffiert werden?

Werden da weltanschauliche Präferenzen zum Politikum im merkelschen Deutschland?

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15. April 2008 21:21

Recht haben sie!

Michael Bernhard (michael1171)

Wenn man sich mal anschaut, was viele "Tibet-Experten" und "Demokraten" so in deutschen Internetforen so zum Thema China von sich geben, und das nicht erst seit dem Aufflammen des Tibet-Konflikt, dann finde ich das, was man da jetzt aus China hört noch geradezu moderat.
Ich wundere mich, daß man hier in Deutschland so ignorant sein kann?
Natürlich wird die derzeitige Kampagne gegen China als ein Affront und eine Demütigung des chinesischen Volkes wahrgenommen, denn genau das ist sie auch!
Es ist nicht nur die sicher in Teilen auch berechtigte Kritik an der chinesischen Regierung, die jetzt solche Reaktionen hervorruft, nein, es ist auch der Ton, die Arroganz und die Überheblichkeit mit der der Westen, insbesondere auch Europa und ganz besonders auch Deutschland jetzt mit China umgeht.
Dazu musste man in den vegangenen Tagen und Wochen nur regelmässig alles verfolgen, was in Presse und Fernsehen über China gesagt wurde. Und das gerade die Auslandschinesen jetzt vehement ihr Land und ihre Regierung in Schutz nehmen verwundert mich dabei keineswegs. Denn die konnten doch live und vor Ort mitverfolgen, wie einseitig die westlichen Medien, Politiker und unisono auch viele Foristen in diversen Internetforen China herzogen.

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15. April 2008 21:02

Regierungskritische Chinesen

Oskar Geri (Oskar1a)

sind empört über die Berichterstattung über Tibet. Das ist eine traurige Nachricht.
Chinesen haben ein starkes Nationalgefühl, daß habe ich nun über Fernsehen und Zeitung erfahren. Diese Gefühl für die Heimat ist meistens auch etwas Gutes.
Es ist nur dann brisant, wenn man dadurch nicht mehr die Welt in der man lebt hinterfragen tut. Und im Falle Tibets tut man dies in China nicht. So denke ich gerade.
Wirkliche regierungskritische Chinesen dürften nichts dagegen haben, daß die Tibeter in Ihrem eigenen Land auch etwas über Ihre Situation und Ihre Wünsche sagen dürfen. Dies wird den Tibetern aber wo immer möglich unter Strafe verboten.
Ist diese Tatsache in China eigentlich bekannt? Tausende sind über Jahre und sogar Jahrzehnte in chinesischen Gefängnissen verschwunden, nur weil sie sich nicht den Mund in Ihrem eigenen Land verbieten lassen wollten.
Dies weiß man in China alles nicht, weil die Regierung diese Tatsachen verheimlichen tut bis auf den heutigen Tag.
Gerade wurde der UN-Menschenrechtskommissarin die Einreise nach Tibet verweigert.
Nur über einen ehrlichen Dialog und gegenseitige Offenheit zwischen der chinesischen Führung und den Vertretern Tibets kann das Tibetproblem gelöst werden. Die Tibeter hoffen darauf!

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15. April 2008 20:38

Amateure und Dilettanten, diese Chinesen...

Thomas Berger (tberger)

...jedenfalls mit Blick auf die westliche, nun ja, "Kultur der ärgernden Vergleiche".

Wissen Sie, wenn ich ein Chinese wäre, dann würde ich energisch gegen die andauernde Besetzung der deutschen Ostgebiete durch Polen und Rußland protestieren, die Vernichtung deutscher Kulturgüter durch den Bombenkrieg und Kunstraub beklagen, und am besten noch die planmäßige Überfremdung Europas durch Zuwanderung rügen.
Vielleicht könnte einer der mitlesenden chinesischen Berufskommentatoren ja eine entsprechende Stellungnahme veranlassen, ich würde die betretenen Reaktionen sehr goutieren :-)

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15. April 2008 19:37

"Viele der Reaktionen und Kommentare im Internet sind unqualifiziert ...

Hisako Garanda (Hisako)

... manche beleidigend und unflätig."

na, immerhin in diesem Medium sind die Chinesen den Einwohnern des Westens offensichtlich gleichwertig.

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15. April 2008 19:36

Ja gerne,

Markus Leibold (MSL)

...hört auf in Frankreich zu studieren und das Wissen danach nach China zu nehmen - spart den Franzosen Geld und schädigenden einseitigen Knowledge-Transfer... ;)

...lachhaft. Die Chinesen gebärden sich international wie ein kleines Kind, und die nimmt niemand ernst.

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