Tibet-Krise

Gemäßigte finden in Peking kein Gehör mehr

Die Ereignisse in Tibet und die ausländische Kritik an China fördern einen aggressiven Nationalismus im Land. Dort fällt die Propaganda der Regierung auf fruchtbaren Boden. Und die Rhetorik des Dalai Lamas kommt ganz anders an. Von Petra Kolonko

Lesermeinungen zum Beitrag

26. März 2008 13:55

Zweifel

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Ich habe meine Zweifel, was die Spontaneitaet der tibetischen Unruhen, ihre Berechtigung und die Ziele derjenigen anbelangt, die ich hinter diesen Unruhen vermuten. Es scheint offenkundig, dass China gewissermassen zur Geisel der Olympischen Spiele gemacht werden sollte. Um China in eine schwierige Lage zu bringen, wurden diese Unruhen kurz vor dem Beginn der Spiele ausgeloest, obwohl die angeblichen oder tatsaechlichen Ursachen schon seit Jahrzehnten bestehen. Diese Rebellion bedeutet fuer die Tibeter einen schweren Rueckschlag angesichts der vorsichtigen Oeffnung des Systems zugunsten der Menschenrechte. Man konnte ueberall in tibetischen Gebieten, innerhalb und ausserhalb der Region Tibet Bilder des Dalai Lama sehen, sowohl in Tempeln als auch in Geschaeften und in Privathaeusern. Schon seit laengerer Zeit ist die Polizei nicht mehr gegen die offene Verehrung des Dalai Lama eingeschritten, sondern hat sie geduldet. Die Kloester nehmen Hunderte von jungen Leuten auf,auch das kein Beweis fuer die Unterdrueckung von Religion und Kultur. Es ist vielmehr wie schon oft in der Geschichte: Unruhen und Rebellionen brechen nicht auf dem Hoehepunkt von Unterdrueckung aus, sondern dann, wenn die bisherige Politik korrigiert wird.

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26. März 2008 10:43

Einseitige Chinahetze?

Patricia Jung (jungpf)

Also Herr Orth,
Ich kann Ihnen nur raten sich mit den neusten Berichten von Menschenrechtsorganisation zu Lage der Freiheit in China zu befassen. Das rasende Wirtschaftwachstum in China kommt nur einigen, die sich geschützt durch die Politik im rechtsfreien Raum bewegen, zu Gute. Darüber rege ich keinesfalls nur in China auf. Bei allem Respekt für wirtschaftliche Leistungen, die ich habe, verschließe ich die Augen nicht vor den Schrecken einer Diktatur. Ich gehöre zu jenen Menschen, deren Familie unter den Berufsverboten und Konzentrationslager der Nazis gelitten hat. Daher habe ich feine Antennen entwickelt, wann ich es mit nicht zu tolerierenden Missständen zutun habe. China ist leider die größte existierende Diktatur kommunistischer Prägung.

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25. März 2008 23:36

Einseitige Chinahetze? Basken? Korsen? - etwas absurder geht immer!

Gabor von Zoltan (Putinras)

Dass Ihnen das nicht selber peinlich ist, Herr Orth!?

"Die Chinesen machen doch nichts anders als die Spanier mit den Basken oder die Franzosen mit den Korsen. "

Wann ist gleich noch das letzte Dutzend marodierender Demonstranten auf Korsika oder im Baskenland von Sicherheitskräften getötet worden? Wo hab ich zuletzt Bilder der französischen, bzw. spanischen Armee gesehen, die auf den Strassen der jeweiligen Regionen auffuhr? Welche kulturellen Einrichtungen wie z.B. Kirchen, wurden genau plattgemacht? Wann habe ich Regierungssprecher von "Kampf auf Leben und Tod" oder "ausmerzen" der Feinde sprechen hören? Was heisst "Baskia si - ETA no!" wohl genau auf Deutsch?

Solche vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen hier reinzustellen bedingt entweder eine ungeheure Ignoranz den Vorgängen gegenüber oder eine bemerkenswerte Chuzpe.

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25. März 2008 21:16

Patricia Jung (jungpf) werprofitiert? die Chinesen

ralf orth (rodeo)

Ganz China profitiert von der guten Politik die, die chinesische Führung seit mehr als 10 a macht.

Wohlstand und Freiheit nehmen beständig zu in China.

Diese einseitige Chinahetzte der GUtmenschen ist ja fürchterlich



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25. März 2008 19:36

Wer profitiert…

Patricia Jung (jungpf)

Von der ganzen Krise? Schätzungsweise die Hardliner der Diktatur, die bei einer Öffnung Chinas um ihre Pfründe fürchten müssen. Mit einer entsprechenden Informationspolitik hat die chinesische Regierung dafür gesorgt, dass der Unmut der Bevölkerung sich gegen die Welt richtet. So kommt keiner auf die Idee, dass die Regierung ihre Macht missbraucht und sich ungehemmt am eigenen Volk bereichert. Das klassische Rezept der Diktatur, damit bloß keiner die richtigen Fragen stellt, Ängsten schüren und eine betonierte Vorurteils- und Sündenbockstruktur aufbauen. Sicher wäre die beste Lösung gewesen, die Spiele nicht nach Peking zu vergeben. Jetzt ist nur die Frage, inwieweit man das Spiel mitmacht. Die Führung in Peking hat an gravierenden Veränderungen kein Interesse, wer gibt schon gerne eine derart vorteilhafte Machtposition auf. Die Kritik sollte trotz allen Unmuts der chinesischen Bevölkerung klar und deutlich geäußert werden. Steter Tropfen höhlt den Stein.

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25. März 2008 19:35

Rüdiger Kimpel (rkimpel) Menschenrechtsverletzungen in China?

ralf orth (rodeo)

Was gibt es denn in China für andere Menschenrechtsverletzungen als in Russland?

In Tibet wird doch von aussen ein Rad gedreht! Die Chinesen machen doch nichts anders als die Spanier mit den Basken oder die Franzosen mit den Korsen.

Da regt sich doch auch keiner künstlich auf

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25. März 2008 16:33

Kleiner Trost für Athleten und Sportfreunde

Robert Schrey (etiterum)

Nach Regel 33 Nr. 2 der Olympischen Charta werden Olympische Spiele an eine Stadt vergeben und nicht an ein ganzes Land.

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25. März 2008 14:26

Olympia als politisches Instrumentarium

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Ich finde es extrem bedauerlich, dass das deutsche IOC Kommittee als eines der ersten namhaften eilfertig die Zusage des deutschen Teams zusagt, ohne sich hier die besonderen poliitschen Bedeutung der olympischen Spiele für China klarzuwerden.

Man stelle sich einemal den natiionalen Effekt in China vor, wenn wesentliche Teams aus Europa und den USA an den Spielen nicht teilnehmen würde. Das kombiniertt mit einer geschickten Kommunikationsstrategie über Internet könnte mE sehr wohl die chinesische Führung, denen es ja ausschlliesslich um ihren Machterhalt geht, möglicherweise doch zu einer anderen Sichtweise bewegen.

Es geht ja hier nicht singulär um Tibet, sondern um die massive Verletzung der Menschenrechte in China und die Tatsache, dass China das einzige wesentliche Land auf der Welt ist, was noch den "alten" Kommunismus als Staatsform hat, der jegliche Kritik im Kein zerstört und auch vor Menschenleben keinen Halt macht.

Ob man dieses Regime tatsächlich so bedenkenlos unterstützen sollte, ist für mich zumindestens eine Frage, die man ernsthaft und poliitsch sinnvoll hätte nutzen können.

Vergebene Chance - schade, dass es wieder Deutschland ist.

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