Die Welt des Buches ist eine heile Welt

Eröffnung der Buchmesse

Leipzig liest und schießt

Ein Thema beherrscht Leipzig: der „Disko-Krieg“ mit brutalen Straßenschlachten zwischen bewaffneten Banden. Zum Auftakt der Buchmesse wirkt die Stadt an manchen Orten wie im Kriegszustand. Statt „Leipzig liest“ also nun „Leipzig schießt“? Von Richard Kämmerlings

Lesermeinungen zum Beitrag

14. März 2008 11:43

Was will uns der Autor damit sagen?

Rainer Hellmuth (kursk)

Bereits der Titel des Artikels ist merkwürdig. Trotz des Befremdens quälte ich mich durch. Ergebnis ist leider Null. Hat Herr Kämmerlings irgendein Problem damit, daß die Buchmesse in der (Schieß-) Stadt Leipzig stattfindet? - Was für ein scharfsinniges, subtiles und am Ende gewaltiges Urteil. - Nur keine Bange. Wie sich am Beispiel der Computerspielemesse gezeigt hat, bleibt nichts so wie es ist. Nur in diesem Sinne kann ich die Wortmeldung des Herrn Kämmerlings verstehen. Journalistische Distanz und nicht Häme würde ich gern erkennen, was mir nicht gelingt. Geschmack ist nicht nur eine persönliche Sache des Lesers. Frage am Schluß: Kennen Sie in Frankfurt keine Kriminalität? Setzen Sie diese doch einmal in ein Verhältnis zu Ihrer Buchmesse.

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14. März 2008 10:27

Leipzigs `Heimsuchung´ ...

Ulrich Ingenlath (UIngenlath)

... wie sie der ehemalige Lehrer und jetzige OBM Jung nennt, ist nicht in dem regelmäßigen Auftreten einer NPD zu sehen, welches eher als ein Spiegel der Verhältnisse in dieser Stadt zu verstehen ist.
Einmal im Jahr kommt eine im eigenen Saft schmorrende sich als bürgerliche Avantgarde zelebrierende kleine Gruppe von Menschen zur Buchmesse zusammen, nicht um relevante Geschäfte zu tätigen - die finden in Frankfurt statt - sondern, um sich gegenseitig zu versichern, wie wertvoll das eigene Tun für die Gesellschaft `da draußen´ ist.
Da draußen aber ist es sehr dunkel und kalt. Leipzig ist die `Hauptstadt der Kinderarmut´, der Großmannssucht und der öffentlich-rechtlichen Korruption. Der überforderte OBM sei daran erinnert, dass vieles, was bei jungen Menschen und deren Perspektiven im Argen liegt, in seiner Verantwortung als Beigeordneter für Jugend, Schule und Soziales initiert worden ist. Die Stadt ist durchsetzt mit alten SED- und MfS-Kadern und als ich bis 2003 das Vergnügen hatte für einen kommunalen Eigenbetrieb zu arbeiten, war Fördermittelbetrug im zweistelligen Bereich eine `ganz normale Sache´ in der selbsternannten Heldenstadt. Leipzig ist prädistiniert für organisierte Kriminalität - nicht nur im Diskothekenbereich.

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