Joachim Fest

Der Mensch ist nicht zu vornehm für das Leben

Spezial Joachim Fest, früherer Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist gestorben. Die Beschäftigung mit dem Dritten Reich war sein Lebensthema, mit dem er uns zeigte, was wir sein könnten. Frank Schirrmacher zum Tode des Publizisten.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. September 2006 21:00

Danke

Nicole Vollmer (Vollmer19)

Mit Bestürzung habe ich heute morgen den Tod von Joachim Fest zur Kenntnis genommen. Viele Jahre haben mich seine Werke begleitet, bei der Recherche um die Person des Adolf Hitler war und ist sein Werk meine "Bibel". Er hat uns, der nachfolgenden Generation, den Schrecken des Nationalsozialismus in Klarheit der Sprache und Mut zum Detail nahegebracht. Er gab den Hauptakteuren des 3. Reiches ein greifbares Gesicht, machte das Unfassbare fassbar ohne das Grauen zu verfälschen.

Merci, Joachim Fest.

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12. September 2006 18:43

Nachruf Joachim C. Fest

Niko Jahn (NIKO4)

Tiefes Bedauern über den Tod dieses großen Schreibers. Aber warum die polemische "Grass-Fresserei" in diesem Nachruf? Nur als gelungener Übergang zur blitzsauberen Jugend des Verstorbenen im Dritten Reich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der brillante Polemiker Joachim C. Fest das gern gelesen hätte. Niko Jahn, München

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12. September 2006 18:33

Ein großer Verlust

Andreas Dahlhoff (mayorpayne)

Mit großer Trauer habe ich heute früh vom Tode Joachim Fests erfahren. Wer seine Werke gelesen hat weiß: Hier ist einer der größten deutschen Publizisten von uns gegangen. Wir sind seit Montagabend um einen großen deutschen Geschichtserklärer ärmer. Schade!

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12. September 2006 15:16

Zum Tode von Herrn Joachim Fest

tom neuhaus (neuhaus61)

Joachim Fest hat einen bereichert, sein Tod kam für mich überraschend, ich bin sehr betroffen.

T.F. Neuhaus

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12. September 2006 13:09

Ein "Bürger" wie aus dem Bilderbuch...

Carlheinz Willmann (willmann1)

Die journalistische und Bücher schreibende Community hat mit Joachim Fest eine ihrer kostbarsten Stimmen, Deutschland einen großen Bürger und die FAZ wohl einen unaufgeregten, weisen und abgeklärten Herausgeber verloren.

Für mich, der ich mich gewiss nicht unter die Konservativen aktueller Lesart zähle, war Joachim Fest schon von seiner Schreibe her ein berufliches und natürlich nicht annähernd erreichtes Vorbild.

Seine Persönlichkeit und seine Arbeit hingegen vermittelten mir das Bild eines souveränen Bildungsbürgers. So schrecklich viele seines kostbaren Standes haben wir Deutsche in unseren bis zur Wirrnis aufgeregten Zeiten nicht mehr.

Ist es nur mein Eindruck, oder "dünnt" die echte Elite in unserem Lande aus? Oder zieht sich die real existierende in einen elfenbeinernen Turm zurück - bei Hausmusik und Pflege einer großen Kultur? Es wäre der Rückzug aus dem schier nicht auszuhaltenden Geschnatter kleinbürgerlicher Kleingeister. Verständlich wär's, aber fatal für unser Land.

Mir als linkem Geist, wird Joachim Fest fehlen. Seinetwegen habe ich mich in dieses Forum getraut.
Und weil ich traurig bin.

Carlheinz Willmann

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12. September 2006 11:35

Joachim Fest hat die Geschichte der menschlichen Untiefen ausgeleuchtet.

Markus Teuber (arathorn)

Zur strahlenden Beleuchtung der Höhepunkte des menschlichen Handelns in Musik,Kunst,Architektur und Literatur fand er -obwohl er gerade immer das wollte-kaum Zeit.
Doch J.Fest wußte,daß dem Menschen nicht nur Diabolisches,sondern auch ein kleiner Strahl Höheres innewohnt.

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