
Joachim Fest hat einen bereichert, sein Tod kam für mich überraschend, ich bin sehr betroffen.
T.F. Neuhaus

Die journalistische und Bücher schreibende Community hat mit Joachim Fest eine ihrer kostbarsten Stimmen, Deutschland einen großen Bürger und die FAZ wohl einen unaufgeregten, weisen und abgeklärten Herausgeber verloren.
Für mich, der ich mich gewiss nicht unter die Konservativen aktueller Lesart zähle, war Joachim Fest schon von seiner Schreibe her ein berufliches und natürlich nicht annähernd erreichtes Vorbild.
Seine Persönlichkeit und seine Arbeit hingegen vermittelten mir das Bild eines souveränen Bildungsbürgers. So schrecklich viele seines kostbaren Standes haben wir Deutsche in unseren bis zur Wirrnis aufgeregten Zeiten nicht mehr.
Ist es nur mein Eindruck, oder "dünnt" die echte Elite in unserem Lande aus? Oder zieht sich die real existierende in einen elfenbeinernen Turm zurück - bei Hausmusik und Pflege einer großen Kultur? Es wäre der Rückzug aus dem schier nicht auszuhaltenden Geschnatter kleinbürgerlicher Kleingeister. Verständlich wär's, aber fatal für unser Land.
Mir als linkem Geist, wird Joachim Fest fehlen. Seinetwegen habe ich mich in dieses Forum getraut.
Und weil ich traurig bin.
Carlheinz Willmann

Zur strahlenden Beleuchtung der Höhepunkte des menschlichen Handelns in Musik,Kunst,Architektur und Literatur fand er -obwohl er gerade immer das wollte-kaum Zeit.
Doch J.Fest wußte,daß dem Menschen nicht nur Diabolisches,sondern auch ein kleiner Strahl Höheres innewohnt.