Sterbehilfeorganisation „Dignitas“

Das Reisebüro für Lebensmüde

Von Ludger Fittkau

03. März 2008 Ihre Freundschaft hat dreißig Jahre lang gehalten, jetzt ist sie vorbei. Kurt Wernli hat den Brief, den ihm Ludwig A. Minelli, der Gründer des Vereins „Dignitas“, vor einigen Monaten geschrieben hat, unbeantwortet gelassen. Wernli, ein zurückhaltender, schmaler Mann, ist fünfundfünfzig Jahre alt. Minelli, zwanzig Jahre älter, war sein väterlicher Freund. „Durch ,Dignitas' hat er sich verändert. Er will jedem zum Tode verhelfen, der zu ihm kommt.“ Kurt Wernli stellt den Kaffee, den er in der kleinen Küche des alten Bauernhauses in Leutwil im Aargau gekocht hat, auf den Wohnzimmertisch. Vor dem offenen Kamin liegt ein großer Hund, irgendwo tollen zwei Katzen herum.

Die Tiere stammen aus dem Sterbehaus, das die Schweizer Sterbehilfeorganisation „Dignitas“ eine Zeitlang im Kanton Aargau betrieb. Sehr zur Freude von Soraya Wernli, der temperamentvollen fünfzig Jahre alten Ehefrau Kurt Wernlis. Denn das Aargauer Sterbehaus lag am Rande eines Dorfes im Grünen. „Es war immer mein Wunsch: Wieso soll ein Mensch, der den letzten Weg geht, nicht in einem wunderschönen kleinen Garten leben können? Das Häuschen war etwas außerhalb der Gemeinde, die Nachbarn hatten eigentlich kein Problem damit, man hatte es mit ihnen besprochen, und da war einfach etwas mehr Privatsphäre. Für die Familie, für denjenigen, der in den Tod geht. Man musste nicht am Schluss die Leichen in einem Plastiksack durch das Treppenhaus tragen wie in der Gertrudstraße.“ In der Zürcher Gertrudstraße unterhielt „Dignitas“ eine „Sterbewohnung“.

Fälle von Tötung auf Verlangen?

Soraya Wernli arbeitete von 2002 bis 2005 bei „Dignitas“, zum Schluss als Geschäftsführerin. Minelli habe sie zur Mitarbeit eingeladen, weil er an den Ruhestand dachte und die Nachfolgefrage klären wollte, erzählt die ehemalige Gemeindeschwester und Krankenpflegerin. Nach einiger Zeit habe sie gemerkt, dass „bei Dignitas einiges nicht stimmt“. Soraya Wernli wandte sich Ende 2006 an die Presse. Zuvor hatte sie monatelang diskret die Polizei über das informiert, was sie beim Sterbehilfeverein erlebte.

Sie wirft dem Verein verschiedene Gesetzesbrüche vor. Es habe in der Zürcher Sterbewohnung Fälle von Tötung auf Verlangen gegeben. Diese ist auch in der Schweiz verboten. Straffrei ist lediglich die Beihilfe zum Suizid. Der Lebensmüde muss also das todbringende Natrium-Pentobarbital selbst einnehmen, kein anderer darf es ihm einflößen. Doch das sei mehrfach geschehen, behauptet Soraya Wernli. Auch persönliche Bereicherung unterstellte sie Minelli im Schweizer Fernsehen.

Mit diesen Behauptungen konfrontiert, schweigt der Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli zum Vorwurf, rechtswidrig auf Verlangen getötet zu haben. Dass er sich persönlich bereichert habe, weist Minelli mit dem Hinweis auf frühere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Zürich gegen ihn zurück. Diese habe „sich bereits vor längerer Zeit mit einer Anzeige von Frau Wernli befasst, wonach ich Zahlungen einer Deutschen im Umfange von rund 200.000 Schweizer Franken im Jahr 2003 veruntreut hätte“. Zwei Staatsanwälte hätten Dignitas daraufhin besucht und festgestellt, dass „alles ordnungsgemäß verbucht worden sei“. Seitdem gebe es auch bei der Staatsanwaltschaft Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Frau Wernli.

„Express-Tod“

Der Zürcher Oberstaatsanwalt Andreas Brunner hat später jedoch wieder Ermittlungen gegen „Dignitas“ aufgenommen. Gegenüber dieser Zeitung erklärte er: „Diese Vorwürfe tauchen regelmäßig auf, dass sehr hohe Zahlungen geleistet werden. Diese Dinge werden untersucht. Mehr kann ich dazu derzeit nicht sagen.“

Der Staatsanwalt und die ehemalige „Dignitas“-Geschäftsführerin sind sich in einer Einschätzung einig: Viele der hundertachtzehn Deutschen, die 2006 mit Hilfe von „Dignitas“ in Zürich starben, bekamen einen „Express-Tod“, wie es der Zürcher Chef-Ermittler Brunner ausdrückt. Von einer „Schnellabfertigung“ spricht Frau Wernli. Oft sterben die Menschen noch an dem Tag, an dem sie in die Schweiz kommen, meist binnen weniger Stunden. „Herr Minelli sagt dann: Ja, aber es gebe zuvor viele briefliche und telefonische Kontakte. Die sind zumindest nie aktenkundig.“ Das stellt auch Brunner fest, der „Dignitas“ seit langem beobachtet.

Oftmals seien Sterbewilligen bereits im Privathaus von Ludwig A. Minelli, unter dessen Anschrift „Dignitas“ im Vereinsregister eingetragen ist, die letzten Habseligkeiten weggenommen worden, erinnert sich Soraya Wernli. Mit leeren Taschen seien diese Leute dann in die Sterbewohnung in der Gertrudstraße gefahren worden. „Da sitzt dann ein Mensch aus dem Ausland, ganz allein, beherrscht vielleicht die Sprache nicht und hat nicht einmal mehr Geld oder irgendetwas, um zu sagen: Nein, ich breche ab.“ Mancher Sterbebegleiter von „Dignitas“ habe Angst bekommen und deshalb den Sterbewilligen einen Zettel für die Polizei unterschreiben lassen, wonach ihm bereits in Minellis Haus alles abgenommen worden sei.

Leichensack im Fahrstuhl

Die Zürcher Sterbezimmer, die aufgrund der Proteste von Nachbarn seit September 2007 nicht mehr benutzt werden, habe sie oft in einem unwürdigen Zustand vorgefunden, berichtet Soraya Wernli empört: „Ich habe immer wieder versucht aufzuräumen. Unter dem Bett lagen oft noch Handschuhe, Schuhe, Unterhosen.“ Die Bewohner des Mehrfamilienhauses, das im Besitz der Familie Minelli sei, hätten „wirklich viel ertragen“ müssen, bedauert Soraya Wernli heute. Zeitweise habe es zwei Sterbewohnungen gegeben. Eine sei in einem Obergeschoss gewesen, eine zweite im Erdgeschoss habe nur aus einem Zimmer bestanden. Um die Toilette zu besuchen, mussten die Menschen den Hausflur entlanggehen.

Wenn die Polizei kam, so Frau Wernli, mussten alle das Zimmer verlassen und im Hausflur warten. Der Lift sei so klein gewesen, „man brachte kaum einen Rollstuhl hinein. Oft hat man die Patienten tragen müssen, und genauso musste das Bestattungsamt die Leiche von oben nach unten tragen.“ Die Bewohner seien aus der Wohnungstür herausgekommen und hätten neben einem Leichensack im Fahrstuhl gestanden. Minelli habe das als „Hausfrauengeschwätz“ abgetan und nie das Gespräch gesucht. „Die Mieter erhielten nur Jahresverträge.“ Seit die Sterbehilfepraxis in der Gertrudstraße aufgegeben wurde, war „Dignitas“ monatelang auf der Suche nach neuen Räumen. Inzwischen wurde in Hotels und in Autos auf Parkplätzen Beihilfe zum Suizid geleistet.

Geldflüsse

Ludwig A. Minelli war von 1964 bis 1974 „Spiegel“-Korrespondent für die Schweiz, studierte später Jura und praktizierte als Rechtsanwalt. Bis heute wisse er eigentlich nicht, sagt er bei einer Begegnung in Hannover, warum Soraya Wernli ihren Dienst quittiert und Kurt Wernli ihm die Freundschaft gekündigt habe. Er habe sich sogar brieflich danach erkundigt. „Sie haben sich völlig verweigert. Ich kann das nur als krankhaft bezeichnen. Eine Geisteskrankheit kann vorliegen, wenn man nicht in der Lage ist, sich zu äußern.“ Er bekräftigt, dass es ihm nicht um Geld gehe. Ein erfolgreicher Anwalt sei er gewesen. „Mein Einkommen bewegte sich so in der Größenordnung zwischen 150.000 und 200.000 Franken im Jahr. Meine Steuererklärung vom letzten Jahr verzeichnet jetzt ein Einkommen von etwa 30.000 Franken. Jedermann kann beim Finanzamt vorbeigehen und diese Unterlagen einsehen.“

Minelli bestätigt die Richtigkeit der Angabe Soraya Wernlis, manchmal hätten sterbewillige Frauen die Nacht vor ihrem Tod in seinem Privathaus verbracht: „Es war, glaube ich, einmal oder zweimal, da sind ältere oder sogar alte Damen gekommen, denen habe ich mein Gästezimmer angeboten, damit sie nicht in ein Hotel gehen müssen, weil sie auch pflegebedürftig waren und ich ihnen behilflich sein konnte. In keinem dieser Fälle ist Geld geflossen, und wenn Geld fließt, dann immer in die Kasse von ,Dignitas' und wird ordnungsgemäß in der Buchhaltung erfasst.“

Den Vorwurf der „Schnellabfertigung“ weist der „Dignitas“-Chef ebenfalls zurück: „Wir sind sorgfältig, und wir prüfen jeden einzelnen Fall. Wo es sinnvoll ist, werden selbstverständlich auch Alternativen angeboten.“ Dass der Zürcher Oberstaatsanwalt Andreas Brunner von „Sterbetourismus“ nach Zürich redet, bringt Minelli in Rage. „Brunner hat mich schon bei der ersten Besprechung, kurze Zeit nachdem wir damit angefangen haben, Menschen aus dem Ausland zu begleiten, wörtlich gefragt: Warum müssen Sie die Ausländer importieren? Das ist die Wortwahl eines Menschen, der während des Zweiten Weltkrieges wohl ähnlich wie unsere höchsten Bundesbeamten hilfesuchende Juden an der Schweizer Grenze zurück in die Gasöfen geschickt hätte.“

Mehr staatliche Kontrolle

Äußerungen wie diese sind es, die Oberstaatsanwalt Brunner längst bewogen haben, mit Minelli nur noch schriftlich zu kommunizieren. Dabei ist Brunner, ein redegewandter Mann um die sechzig, grundsätzlich durchaus ein Befürworter der Suizidbeihilfe, wenn sie nur öffentlich besser kontrolliert würde. Beim fünfundzwanzigjährigen Jubiläum der Konkurrenzorganisation von „Dignitas“, der Schweizer Sterbehilfeorganisation „Exit“, hielt der Staatsanwalt die Festrede, eine „kritische Festrede“, betont er. „Exit“ habe auf dem Weg zu einer vertrauenswürdigen Sterbehilfeorganisation in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht, versichert Brunner.

Dieses gewandelte Image hat die größte Schweizer Sterbehilfeorganisation ihrem langjährigen Pressesprecher zu verdanken. Der neunundsechzigjährige Andreas Blum saß für die Sozialdemokraten im Berner Kantonsparlament. Mehr staatliche Kontrolle der Sterbehilfepraxis - diese Forderung verbindet Blum mit Oberstaatsanwalt Brunner. Im Oktober 2007 ist Blum von seinem Amt als Sprecher von „Exit“ zurückgetreten. „Tendenzen zu einer Haltung der Beliebigkeit, wo man alles dem Gewissensentscheid des betreffenden Freitodbegleiters überlässt“, haben nach seiner Darstellung dazu geführt, dass man sich nicht immer an die Gesetze halte. Der „Exit“-Vorsitzende Hans Wehrli weist das zurück. Er nennt den „Dignitas“-Chef Minelli einen Idealisten.

Blum nennt keine Namen, deutet aber an, wo die Grauzone des Übergangs zum Rechtsbruch in der Arbeit von „Exit“ verläuft: Es gebe „Probleme bei kurzfristigen Begleitungen, insbesondere bei der Frage der Ausländer“, und „Probleme bei psychisch Kranken“. Soraya Wernli wird deutlicher: Walter Fesenbeckh, aus Deutschland stammender Theologe und Chef der „Exit“-Sterbehelfer, arbeite mit Minelli zusammen. Dass Ludwig A. Minelli bei psychisch Kranken Sterbehilfe geleistet habe, war für die Wernlis, wie sie sagen, der entscheidende Grund für den Bruch mit dem „Dignitas“-Gründer. Dieser bestätigt den Dissens mit seiner ehemaligen Mitarbeiterin. „Dignitas“ habe aber stets die persönlichen Haltungen im Sterbebegleiterteam respektiert und niemanden gezwungen, etwas zu tun, „hinter dem er nicht hätte stehen können“, so Minelli. Offensichtlich „aufgrund ihrer früheren Tätigkeit als Krankenschwester“ lehne Soraya Wernli „die Autonomie psychisch Kranker und entsprechende Freitodbegleitungen ab“.

Zusammenarbeit mit dubiosen Ärzten?

Für Soraya Wernli ist es tatsächlich undenkbar, Menschen mit psychischen Erkrankungen Mittel zur Selbsttötung in die Hand zu geben, statt sie zu behandeln: „Ich habe drei Kinder. Stellen Sie sich vor, beim ersten Liebeskummer gehen die an einen Automaten, wo man todbringendes Natrium-Pentobarbital bekommt, es wäre eine Tragödie. Und in Zukunft wird man sagen: kein Altersheim mehr bauen, sondern Pentobarbital trinken. Ich denke, es wäre ganz gefährlich, wenn man hier der Phantasie ihren Lauf lassen würde.“ Bisher müssen auch in der Schweiz Ärzte das todbringende Präparat verschreiben. Soraya Wernli wirft Minelli vor, mit dubiosen Medizinern zusammenzuarbeiten.

Folgende Situation habe sie selbst mit einem fünfundachtzig Jahre alten Arzt erlebt, der nach Verschreibung des tödlichen Mittels das „Dignitas“-Sterbezimmer verlassen habe: „Ich ging dann einige Zeit nachdem der Arzt die Wohnung verlassen hatte, auf den Gang, um zu rauchen, und der Arzt stand bei der Nachbarin vor der Klingel. Und ich habe ihn gefragt: Herr Doktor, kennen Sie diese Nachbarin? Und er antwortete: Was meinen Sie? Ich warte hier auf den Fahrstuhl! Er hat nicht gemerkt, dass er bei der Wohnungstür stand. Dieser Arzt mit seinen fünfundachtzig Jahren war wirklich so verwirrt, dass ich mich frage, wie man ihn auf die Menschheit loslassen konnte.“ Inzwischen hat der Mann seine Approbation verloren, wie Oberstaatsanwalt Brunner bestätigt. Das Gleiche gilt für zwei weitere Ärzte, die für „Dignitas“ arbeiteten.

Soraya Wernli berichtet von einem Fall, in dem ein Arzt, der in der Schweiz nicht mehr praktizieren durfte, mit Minelli nach Hessen gefahren sei. Man habe dort mit einem reichen Ehepaar sprechen wollen, das einen Doppel-Suizid mit Hilfe von „Dignitas“ geplant habe, erzählt die Aussteigerin. Drei Millionen Euro habe das Ehepaar bei einer Schweizer Bank deponieren lassen. Das Geld habe „Dignitas“ bekommen sollen, wenn die Sache vorüber sei. Trotz großer Bemühungen fand Minelli allerdings in der Schweiz keinen praktizierenden Arzt, der sich für diesen Plan hergeben wollte, berichtet Wernli.

Der Grund: In Gegensatz zu seiner Frau sei der sterbewillige Mann aus Hessen völlig gesund gewesen. Schließlich sei Minelli mit einem pensionierten Schweizer Arzt ohne Approbation nach Deutschland gefahren. Der Arzt habe ein Rezept geschrieben, das er gar nicht habe ausstellen dürfen. Frau Wernli erzählt, sie habe mit dem sterbewilligen Deutschen noch telefoniert. Ohne Erfolg. Der Deutsche habe Minelli und dem Arzt 10.000 Euro für die illegale Dienstleistung gegeben. Am Abend hätten die beiden Schweizer Sterbehelfer dann in einem hessischen Hotel „frisch-fröhlich einen 400 Franken teuren Rotwein getrunken, weil Minelli das Geschäft seines Lebens gemacht hat. Er hat diese gutgläubigen Menschen betrogen, denn das Rezept ist ja das Papier nicht wert, auf dem es steht. Der Arzt war kein Arzt mehr.“

„Man geht nicht auf große Reise, ohne das Reisebüro konsultiert zu haben“

Um Stellungnahme auch zu dieser Geschichte gebeten, spricht Ludwig A. Minelli „von wilden Vorwürfen“, auf die er im Einzelnen jedoch nicht eingehen wolle. Soraya Wernli habe einen „Geltungstrieb“ und sei nicht „satisfaktionsfähig“. „Dignitas“ werde in den Medien grundsätzlich oft falsch dargestellt. So sei er unlängst in der ARD-Sendung „Anne Will“ am Ende der Sendung mit Frau Wernli konfrontiert worden, ohne genug Zeit für eine Antwort auf ihre Vorhaltungen gehabt zu haben.

Dabei sei es doch seine Vision, „Organisationen wie uns überflüssig zu machen“. Umfangreiche Beratung sei in den Statuten festgeschrieben, ebenso die Mahnung an die Sterbewilligen, an ihr soziales Umfeld zu denken. „Jemand, der sich in einer solchen Lage fühlt, ist selten befähigt, etwas objektiv einzuschätzen. Zwei Konsequenzen: Erstens, man geht nicht auf große Reise, ohne das Reisebüro konsultiert zu haben. Und zweitens geht man nicht auf große Reise, ohne sich von seinen Angehörigen und Freunden verabschiedet zu haben.“ In einer Rede vor der Grünen Hochschulgruppe in Jena nannte Minelli „Dignitas“ am 15. Januar „eine Kampforganisation“, die das Recht auf begleiteten Suizid „zuerst auf die Nachbarstaaten, dann auf Europa, und schließlich auf den Rest der Welt ausgedehnt wissen möchte“.

Minelli wird nicht müde zu beteuern, „Dignitas“ verstehe sich nicht nur als Suizidhilfe-Organisation, sondern habe sich auch der Suizid-Vorbeugung verschrieben. Dies nehmen weder der Zürcher Oberstaatsanwalt Brunner noch die Wernlis dem „Dignitas“-Chef ab. „Er spricht immer von Suizid-Prophylaxe, aber das stimmt nicht“, sagt sein langjähriger Freund Kurt Wernli. „Der Mann ist von seiner Mission als Sterbehelfer besessen.“



Text: F.A.Z., 03.03.2008, Nr. 53 / Seite 33
Bildmaterial: AP, dpa

 
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