09. Juni 2008 Dass Gesine Schwan nach ihrer Nominierung zur Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten als Erstes den Parteitag der SPD in Nürnberg besuchte, zeugt von wenig Instinkt. Bei einer Fernsehübertragung des Parteitags konnte man miterleben, wie Frau Schwan dem Vorsitzenden Kurt Beck per du ihr Mitgefühl ausdrückte, mit welcher Heldenhaftigkeit er in den letzten Monaten die Schelte aus den eigenen Reihen ertragen habe. Solch naive Kumpelei taugt nicht als Umgangsform für das angestrebte höchste Amt im Staat. Schade, man hätte anderes von ihr erwartet.
CAROLINE ESCHWEILER, DREIEICH
Text: F.A.Z.