Was würde jetzt wohl Don Quichote sagen? Susanne Lange ließ sich von dem Klassiker fressen

Don Quijote

Im Wort bleiben

Fünf Jahre lang hat Susanne Lange die Welt aus den Augen Don Quijotes gesehen. Am Ende hatte sie das Gefühl, mit ihm mitzureiten. Paul Ingendaay über eine Übersetzerin, die sich von einem Buch fressen ließ, um es ins Deutsche übertragen zu können.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. September 2008 21:00

Realität oder Illusion?

R. F. Lukner (notwendigkeit)

„Je tiefer man in das Buch eindringt, desto schwieriger wird es, diese Frage zu beantworten.“ - Die Illusionierung der Realität durch den Kunstgriff, etwas verrückt zu sein, hebt den Bewusstseinsstatus der Realität auf und gibt frei für einen neuen, höheren. Hierin besteht das Gedankenexperiment des Romans.

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20. September 2008 23:35

Im Wort bleiben

R. F. Lukner (notwendigkeit)

Die Überschrift trifft ins Schwarze. Der Übersetzer muss mit allen Übersetzungstheorien vertraut sein, auch wenn sie gerade paradoxerweise am konkreten Beispiel hinfällig werden. Der zeitliche Abstand zwischen Original und Übersetzung ist sicher ein Aspekt, jedoch nicht der einzige. Das Grundlegende beim Übersetzen ist wohl die Umformung eines Kulturhorizontes in einen anderen, die ja immer unendlich unterschiedlich sind, ohne dass dabei das Wesen des ersten beeinträchtigt wird. Dieser Unendlichkeit in diesem Sinne gerecht zu werden, darin besteht die Aufgabe des Übersetzens. Ihr Gelingen ist letztlich ein Mysterium.

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