Don Quijote

Im Wort bleiben

Von Paul Ingendaay, Madrid

Was würde jetzt wohl Don Quichote sagen? Susanne Lange ließ sich von dem Klassiker fressen

Was würde jetzt wohl Don Quichote sagen? Susanne Lange ließ sich von dem Klassiker fressen

20. September 2008 Man kann die Geschichte auch anders erzählen. Dann handelt sie von zwei Leuten, die vor vierhundert Jahren nicht durch die Mancha geritten sind. Die nicht gegen Riesen oder Windmühlenflügel, Heere oder Schafherden, nicht gegen Zauberer, Löwen und andere übermächtige Feinde gekämpft, die keine Prügel bezogen und auch sonst keine Abenteuer bestanden haben. Weil sie erfunden sind, der hagere Ritter und der dicke kleine Knappe. Und Pferd und Esel dazu. Hirngespinste eines Schriftstellers namens Miguel de Cervantes Saavedra.

Doch so kam es nicht. Nachdem „Don Quijote von der Mancha“ 1605 und 1615 in zwei Bänden erschienen war, ging das Publikum dazu über, das ungleiche Paar wie wirkliche Personen zu behandeln. Gaukler, Theaterleute und Illustratoren begleiteten den Roman von Anfang an. Eine spanische Winzerei um 1900 taufte ihren Amontillado „Sancho Panza“. Vierzig Jahre später zeigte eine französische Wurstfabrik den Ritter von der traurigen Gestalt, zwei fette Wurststücke auf die Lanze gespießt, fröhlich lachend auf einem Schwein. Für ein Propagandastück der DKP war Don Quijote 1976 der Repräsentant des deutschen Großkapitals, Sancho dagegen der Proletarier.

Ein Werbeträger am Rand der Straßen

Fünf Jahren auf den Spuren des geistvollen Ritters: Susanne lang im Park bei ihrem Wohnhaus in Sabadell

Fünf Jahren auf den Spuren des geistvollen Ritters: Susanne lang im Park bei ihrem Wohnhaus in Sabadell

Wer heute durch die Mancha fährt, könnte glauben, der Mann habe persönlich den Bau der spanischen Autobahn überwacht. „Ruta del Quijote“ steht auf roten Schildern am Straßenrand. Einmal sah ich etwas jenseits davon die Leuchtschrift eines Bordells, das nach Dulcinea de Toboso benannt war, dem edlen Fräulein, dem Don Quijote seine Heldentaten widmet. Aus einer literarischen Figur ist ein Werbeträger geworden, der viele Millionen Euro einspielt.

„Denken Sie nur an die Vierhundertjahrfeier der Erstausgabe“, sagt Susanne Lange. „Jeder spanische Verlag hatte 2005 einen ‚Don Quijote‘ im Programm. Ich fand es absurd, wie die Spanier versuchten, die Figur zu vereinnahmen. In meinen Augen ähneln sie eher Sancho Panza. Sie richten sich nach den Gegebenheiten und steigen selten darüber hinaus.“

Die Verwandlung zur Übersetzerin

Susanne Lange

Susanne Lange

Susanne Lange ist gerade damit fertig geworden, den Riesenroman neu ins Deutsche zu übersetzen. Die beiden druckfrischen Bände aus dem Hanser Verlag liegen vor ihr auf dem Esstisch. „Der geistvolle Hidalgo Don Quijote von der Mancha“, heißt es auf dem Umschlag. Dass sie wirklich abgeschlossen sein sollen, kann die Übersetzerin kaum glauben. Sie hat sich noch nicht ganz getrennt von Don Quijote und Sancho Panza, sie glaubt, die beiden ritten immer noch neben ihr her.

Seit 2001 wohnt Susanne Lange in Sabadell, einer Stadt mit zweihunderttausend Einwohnern nordwestlich von Barcelona. Ihren kubanischen Lebensgefährten, der Schriftsteller ist, verschlug es eher aus Zufall hierher, vorher lebte er in Salzburg. Das allermeiste im Leben einer Übersetzerin ist Zufall, angefangen beim Beruf. Einer ihrer Kollegen hat einmal geschrieben, man werde zum Übersetzer, wie Gregor Samsa zum Käfer geworden ist, über Nacht, per Verwandlung. So ähnlich hört sich auch ihre Geschichte an.

Ein Übersetzerleben beginnt

Mitte der achtziger Jahre, beim Komparatistikstudium in Paris, suchte Susanne Lange für ihre Magisterarbeit nach einem Thema aus der lateinamerikanischen Literatur. Sie stieß auf „Palinurus von Mexiko“ von Fernando del Paso, einen langen, sprachbesessenen Roman, in dem die Handlung wenig und der Stil alles bedeutet. Sie forschte nach dem Autor, lernte ihn kennen und übersetzte das dicke Buch, einfach so. Als die Sowjetunion zusammenbrach und nicht mehr als Gastland der Frankfurter Buchmesse 1992 auftreten konnte, sprang Mexiko ein. Eine fieberhafte Suche nach mexikanischen Autoren begann. Und Susanne Lange zog die Übersetzung eines der wichtigsten mexikanischen Gegenwartsromane aus dem Schrank. „Palinurus von Mexiko“ erhielt hervorragende Rezensionen. Die Übersetzerin reiste zur Buchmesse und saß mit dem Autor in vielen Gesprächsrunden. Ihr Übersetzerleben hatte begonnen.

Im Jahr 2002 fragte der Hanser Verlag an, ob sie Interesse daran habe, Cervantes’ Meisterwerk neu zu übersetzen. Es war an der Zeit. Die gängigen deutschen Übertragungen, mit einer Ausnahme, stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert. Susanne Lange bewarb sich mit einer Arbeitsprobe aus dem „Don Quijote“ um das Zuger Übersetzerstipendium. Sie gewann und bekam vierzigtausend Schweizer Franken. Da gab es kein Zurück mehr.

Ein Leben aus den Augen des Ritters

„Fünf Jahre Arbeit“, sagt sie, „mit kurzen Unterbrechungen. Zwischendurch habe ich zwei kleine Romane übersetzt. Aber alles in allem fünf Jahre. Und lange Tage. Immer wieder dachte ich: Alles, was ich tue, sehe oder lese, hat nur mit Don Quijote zu tun. Selbst im Supermarkt ging mir das Buch nicht aus dem Kopf. Ich begann, das Leben durch die Don-Quijote-Brille zu sehen.“

Übersetzer wissen, dass diese Ausschließlichkeit ebenso notwendig wie gefährlich ist. Man muss bereit sein, sich von den enzyklopädischen Büchern fressen zu lassen. Aber nur, um sie selbst zu fressen. Ein unauflösbares Paradox. Natürlich würde Susanne Lange gern sagen, sie lasse beim Querflötenspielen keinen Tag aus, doch das wäre gelogen.

Was denn das Anstrengende sei, wenn man sich in so ein Projekt stürze?

„Man braucht immer wieder Distanz. Sonst steht man es nicht durch. An manchen Tagen war ich völlig im Roman versunken und ging nicht aus dem Haus. Manchmal habe ich bis vier Uhr morgens gearbeitet. Dann ins Bett. Am nächsten Vormittag, wenn ich wieder auf den Beinen stand, aber noch nicht in der Lage war, zum Buch zurückzukehren, habe ich herumgelesen. Deutsche Barockliteratur. Dann Jean Paul, Alfred Döblin, Hermann Broch, die spracherfinderischen Autoren späterer Epochen. Alles floss ein in meine Wörtersammlung für den ‚Don Quijote‘.“

Wie überträgt man eine vergangene Zeit?

Es gibt viele Übersetzungstheorien, aber vor dem konkreten Beispiel werden die meisten von ihnen hinfällig. Wie man den Abstand von vierhundert Jahren, der das Original vom Heute trennt, mitübersetzen soll, steht nirgendwo geschrieben. Was heißt denn, das Buch sei alt? Schon der Romantiker Ludwig Tieck hatte in seiner Don-Quijote-Übertragung, die er zwischen 1799 und 1801 anfertigte, ein zeitliches Gefälle von zweihundert Jahren zu überwinden. Also verfährt man, wie der Instinkt es einem eingibt, mischt Altes und Neues, Fremdes und Eigenes.

„Ein kleines Beispiel“, sagt sie: „Es versteht sich durchaus nicht von selbst, was ‚triste figura‘ genau bedeutet. Traurige Gestalt, würde ich sagen. Aber nicht alle haben es so übersetzt. ‚Figura‘ kann nämlich auch ‚Gesicht‘ bedeuten. Und es wäre nicht falsch, ‚triste‘ mit ‚jämmerlich‘ oder ‚kläglich‘ zu übersetzen. Der Begriff ‚traurig‘ scheint mir aber repräsentativ für die doppelte Sichtweise des ganzen Romans zu sein, denn die Außenwelt sieht Don Quijote auf die eine, er selbst sich auf eine andere Weise. Vor sich selbst ist der Ritter von der traurigen Gestalt ein nobler Melancholiker.“

Juncker Harnisch aus Fleckenland

Zu solchen Überlegungen, die den Übersetzungsprozess jeden Augenblick lähmen können, kommen die stilistischen Anachronismen, die der Roman selbst enthält. Der fahrende Ritter lässt sich ja zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts von Ritterbüchern inspirieren, die ihn in eine Zeit zurückkatapultieren, die im heruntergekommenen spanischen Weltreich nach dem Tod Philipps II. nur noch als mythenumflortes Utopia aufgefasst werden konnte, eine Fantasy-Welt für Eskapisten. Wenn Ludwig Tieck von sich sagte, er habe kaum Spanisch beherrscht, als er sich an die Arbeit setzte, konnte er solche sprachlichen Differenzierungen wohl nur bewältigen, indem er sich an die französische Übersetzung klammerte und ansonsten beherzt herunterübersetzte, was ihm in die Quere kam.

Aus dem „ingenioso hidalgo“ des Originals – der verarmten untersten Stufe des spanischen Adels – machte Tieck, ohne es allzu genau zu nehmen, einen „scharfsinnigen Edlen“. Bei Ludwig Braunfels wurde daraus ein „sinnreicher Junker“. Und bei Anton M. Rothbauer ein „scharfsinniger edler Herr“. Für Susanne Lange führt wegen der soziologischen Besonderheit dieses Standes kein Weg am Begriff des geistvollen „Hidalgo“ vorbei („hijo de algo“, Sohn von etwas). In der allerersten deutschen Übertragung, die 1648 erschien und nicht über die ersten dreiundzwanzig Kapitel hinauskam, dichtete Joachim Caesar gleich den ganzen Titel in schönstes Barockdeutsch um: „Don Kichote de la Mantzscha, das ist: Juncker Harnisch aus Fleckenland“. Sich selbst gab Caesar das kaum weniger klangvolle Pseudonym „Pahsch Basteln von der Sohle“. Und wenn er zu übersetzen hatte: „Sein Nachbar war verrückt“, fabulierte er: „dass sein Nachbar mit dem Hasenbalg gefüttert und mit Affenschmalz gesalbet wäre“.

Der Ritter und sein Knappe

Man müsse zwischen der Wortwahl im Einzelnen und der Interpretation des Ganzen unterscheiden, sagt Susanne Lange, die großen Respekt vor Caesars Leistung empfindet. Während die Barockepoche sich den Roman durch allerlei Neuschöpfungen aneignete, wie es die sprachpflegerische Bewegung für richtig hielt, machten die Romantiker aus Don Quijote einen weltentrückten Idealisten.

In den Ohren der Übersetzerin klingt der Schildknappe bei Ludwig Tieck aber etwas zu vornehm. „Die Sprache des Romans“, sagt sie, „ist wichtiger als alles andere. Die Abenteuer machen darin einen verschwindend geringen Teil aus. Im Grunde reiten die beiden doch nur nebeneinander her und unterhalten sich. Das ist der Kern des Buchs. Beim Übersetzen bedeutet das: Es kommt auf die Dialoge an. Im Lauf der beiden Romanteile merkt man zum Beispiel, wie Don Quijote seinen Knappen mit seiner geschraubten Hochsprache ansteckt und er seinerseits etwas von Sanchos Sprichwortmanie übernimmt. Natürlich schafft Sancho es nicht ganz und verhebt sich an allzu gewählten Wörtern. Er glaubt, wenn er statt ‚rülpsen‘ nun ‚eruktieren‘ sagt, sei er ein feiner Herr.“

Dass die gesprochene Rede als Maske fungiert, die den Menschen zu einem anderen macht, ist in Susanne Langes Übertragung immer zu spüren. Sancho will nicht „Statthalter“ der ihm versprochenen Insel sein, sondern „Gubernator“, der auf seinem zukünftigen Eiland zu „gubernieren“ gedenkt: So viel Flitter will sich die Sprache des Materialismus schon umhängen. Wenn er einer Magd im Wirtshaus erklären möchte, in welcher Mission sein Herr und er unterwegs sind, spricht er von „Abentüre“. Die französische aventure klingt darin ebenso an wie die mittelhochdeutsche âventiure sowie unser auf die Ritterzeit zurückgehendes Wort „Abenteuer“. Sanchos Rede zielt ganz hoch, schafft es aber immer nur bis ins mittlere Geschoss.

Das Buch der Nation

Schwer zu sagen, warum dieser lange Roman das beliebteste Werk der spanischen Literatur werden konnte, Hausbuch, Zitatenschatz und Comicstrip für die ganze Nation. Vielleicht, weil er jedem etwas gibt und alle an irgendeiner Stelle berührt. Die Hochleistungsleser erfreuen sich am Feuerwerk seiner Rhetorik, andere an der Alltäglichkeit der geschilderten Situationen. Zwei Figuren, so gegensätzlich wie Laurel und Hardy, ziehen durchs Land, treffen überall Leute, es wird zusammengehockt, geredet, viel gegessen und getrunken. Und manchmal wird auch gestritten. Der „Don Quijote“ ist unter anderem ein Kneipen- und Wirtshausroman. Er feiert die Geselligkeit, nicht die Grübelei. Und obwohl die Landschaftsbeschreibungen meistens blass und stereotypisiert sind, glauben viele Leser, die Weiten der Mancha seien nie in glühenderen Farben geschildert worden.

Ebendeshalb, so Susanne Lange, sei der „Don Quijote“ nicht verfilmbar. „Der Roman ist ein Gedankenexperiment, das der Leser nachvollziehen muss. Bilder und Illustrationen greifen da zu kurz. Auch eine Radierung kann die Lächerlichkeit, von der im Roman die Rede ist, nicht ausdrücken. Es geht um Fallhöhe im Geistigen, nicht um Burleske.“

Ohne Sprichwörter kein Cervantes

Vladimir Nabokov hat es in seinen Don-Quijote-Vorlesungen noch drastischer gesagt. Den Humor des Romans fand er „brutal und abstoßend“, die Späße bewegten sich für ihn „auf dem untersten Niveau mittelalterlicher Possenreißerei“. Auch die Sprichwörter, die den Roman wie mit einer zweiten Haut überziehen, seien für Leser einer Übersetzung „so tot wie kalter Hammel“.

Doch es hilft alles nichts, jede neue Übersetzung muss sich an den Sprüchen und Redensarten bewähren. Ohne Sprichwörter kein Sancho, ohne Sancho kein Roman. Susanne Lange hat das Sprichwörter-Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander benutzt, die größte Sammlung, die es in deutscher Sprache gibt. Aber sie legte auch eigene Listen an, die sie mit Zitaten aus Grimmelshausen, Fischart und anderen bestückte. „Am Ende habe ich selbst Sprichwörter erfunden“, sagt sie und lacht. Das Lachen bedeutet: So verrückt kann man dabei werden; man macht sich im Kopf eine eigene Welt.

Ein Zug ins Deftige

„Es ist ja nicht einfach“, fährt sie fort. „Die Sprachen sind so verschieden wie die Völker. Während deutsche Märchen oft mit einer Hochzeit und dem Versprechen auf ein langes, glückliches Leben enden, wird beim spanischen Happy End immer anständig gefuttert. Das ist einfach so. In spanische Sprichwörter dringt das tägliche Leben viel stärker ein, sie sind körperlicher, deftiger.“

Dann geht sie ins Arbeitszimmer, druckt ein paar Blätter aus und legt sie auf den Tisch. Auf einem Blatt steht eine Auswahl von Sprichwörtern: So sicher wie eine Laus zwischen zwei Daumen. Von einem Ei kann man keine Wolle scheren. Bei Lahmen lernt man hinken, bei Säufern trinken. Und viele mehr.

Zerpauken und zerplotzen

Die anderen Blätter stammen aus ihrem persönlich angelegten Synonymverzeichnis und lassen das Wörtermeer ahnen, das hier zu durchschwimmen war. Unter „prügeln“ steht: „abbeeren, abbläuen, abbürsten, abgerben, abklopfen, ablausen, abledern, bengeln, bezwiebeln, einem den Buckel reiben (oder wärmen), däffeln, die Fliegen (oder Motten) verscheuchen, durchbeulen, Knüttel auf den Rücken legen“ und so weiter bis zu „zerpauken und zerplotzen“. Letzteres stammt von Grimmelshausen, genauso wie das hübsche „däffeln“ weiter oben.

Sie schaut auf die Blätter wie über ihr Reich. „Im Deutschen gibt es Wendungen, die altertümlich klingen, aber die man wiederbeleben sollte. Das habe ich beim Übersetzen gelernt. Man lernt ja immer etwas, sei es Botanik oder Waffenkunde. Und man kann sich nicht immer aussuchen, was man beim Übersetzen lernen möchte. Wenn es ein Buch gibt, das einen unglaublich viel über die eigene Sprache lehrt, dann ist es der ‚Don Quijote‘.“

Wer ist Schuld an der Verrückung?

Welche der beiden Figuren sie denn vorziehe, den Ritter oder seinen Knappen?

„Beide“, sagt sie. „Am Anfang dachte ich, ich müsste Sancho gegen alle verteidigen, die ihn für einen verfressenen Dummkopf halten. Doch auch Don Quijote musste verteidigt werden. Ja, er ist etwas verrückt. Aber wie verrückt ist er wirklich? Gibt er nur vor, verrückt zu sein? Stiftet er das ganze Spiel an? Oder steckt er ganz unschuldig mittendrin? Das ist doch eine ungeheuerliche Geschichte: Ein einsamer Verrückter infiziert seine ganze Umgebung und schafft es, dass die anderen die Welt genauso sehen wie er. Realität oder Illusion? Je tiefer man in das Buch eindringt, desto schwieriger wird es, diese Frage zu beantworten.“

Und die Übersetzerin? Bleibt bei ihr Phantomschmerz zurück?

„Ja“, sagt sie. „Die beiden waren doch eine ständige Präsenz. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.“

Was würde Don Quichote sagen?

Noch immer fragt sich Susanne Lange manchmal: Was würde Don Quijote jetzt dazu sagen? Und was Sancho? Und noch immer kann es ihr passieren, dass ihr in spanischen Alltagsgesprächen Wörter über die Lippen kommen, die seit ein paar hundert Jahren nicht mehr gebräuchlich sind. Es ist die Zeitmaschine der Übersetzer, und sie gibt einen nie mehr ganz frei.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Daniel Pilar

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