Kofferbombenattentäter: Rache, Ruhm und Reaktion

Was hilft bei Terror?

Louise Richardson rät: Nerven behalten!

Man könne Terrorismus sehr effektiv bekämpfen, schreibt Louise Richardson, und nennt sechs Schritte. Leider habe der Westen seit den Anschlägen vom 11. September jeden dieser Schritte entweder unterlassen oder gleich in die falsche Richtung unternommen.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juni 2007 03:13

Vielen Dank...

Gerhard Finsterbusch (bahlsen)

...für die enspannende Alternative. Eine "Deeskalationsstrategie" - die ihren Namen verdient.

Das mit der Ehre erscheint mir in den uns durch zumindest durch die Nachrichten "bekannten" islamische Regionen grundsätzlich ein Ausdruck von Vitalität, Lebensgefühl zu sein. Ein interessanter Ansatz mit unterschiedlich stark ausgeprägten Belegen.

Ebenso interessant sich in Gesprächsrunden mit Terroristen mit dem Wesen dieser auseinanderzusetzen. Das hilft wahrscheinlich mehr beim lösen des Knotens, als die Digitalisierung der Welt mit Kameras und Biometriewahn.

Weil so sind "sie" halt und wenn man zu sehr darauf eingeht dann gibt es gar kein Ende mehr. Geht einfach nicht, z.B. wegen der Ehre. Besonders wenn sich das im Rampenlicht abspielt.

Das ist wahrscheinlich so, als wenn man einem Hahn sagen wollte er krähe zu laut ;-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 19:01

Gegen Terror(angst)

C. B. Sturm (CBest)

Einseitige Verurteilung des "Westens"? Antiislamismus? Übertrieben negative Sicht der Dinge? Ob solche Vorwürfe zutreffen, wird wohl nur beurteilen können, wer das besprochene Buch tatsächlich gelesen hat. Von der Rezension her scheint jedoch nichts davon zuzutreffen. Es geht der Autorin offenbar um eine differenzierte Wahrnehmung, vielleicht sogar um eine bewusste, aber ausgeglichene Kontrastdarstellung zu gängigen Klischees.

Mal sehen, wer dieses Buch liest - und ob es Einfluss auf die zu Recht als falsch diagnostizierte Politik unserer Zeit hat. Dass demokratische Prinzipien mit die "stärksten Waffen in unserem Arsenal" sind, kann jedenfalls nicht oft genug betont und realisiert werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 15:29

Recht sinnfrei

Marvin Parsons (mapar)

Was hat so ein Buch bzw. seine Besprechung außerhalb von Frauenzeitschriften zu suchen? Viel Gefasel, teils sinnfrei, teils falsch, wie hier schon einige bemerkt haben.

Schon das Thema existiert überhaupt nicht: Eine Terrorangst findet hauptsächlich in den Medien statt, nicht in der Bevölkerung. Wer hier geht mit Angst vor einem Terroranschlag durch den Alltag?

Und die klugen Gutmenschen-Ratschläge, was zu tun ist, kann man auch sehr leicht geben, wenn man keine Verantwortung trägt und mit dem militanten Islam und den Leuten, die ihn ausnutzen, nicht konfrontiert ist.

In ein paar Jahrzehnten, wenn den arabischen Staaten das Öl und damit das Geld ausgeht, wird sich die Gefahr von allein erledigen. Sie werden entweder den Weg in die Moderne gehen (wie die Türkei) oder bedeutungslos werden wie derzeit Teile Afrikas; in beiden Fällen wird der mittelalterliche Neureichen-Terrorismus keine Basis mehr haben.

Ein gutes hat die Sache jedoch: Die abgrundtiefe Dummheit der Verschwörungsgläubigen (wg. 11.09.01) sowie der geifernde Haß gegen die Amerikaner, die man bei dem Thema immer wieder beobachten kann, sind immer wieder erhellend hinsichtlich der menschlichen Natur.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 14:25

Zuviel Panikmache?

Laurent Klein (Eastbelgian)

Das ist m.E. vor allem unser Problem. Rein pragmatisch gesehen macht es überhaupt keinen Sinn für irgendwen, Europa anzugreifen, sei es miltärisch oder terroristisch. Dabei sehe ich von etwas weniger europäischen Staaten (Großbritannien etwa, oder unsere zwölf neuen Mitglieder) ab. Das "Alte Europa" hat sich in den letzten Jahren nicht von den großen Kriegstreibern der Welt einwickeln lassen, und seit dem Zweiten Weltkrieg keine militärischen Maßnahmen ohne Rückendeckung der UN ergriffen. Zudem ist Europa nicht gerade das, was man als strategisch wichtig bezeichnen kann. Wir haben uns von einer bipolaren Weltsicht verabschiedet, was den Amerikanern offenbar schwerer fällt. Wenn man keinen Feind, aber übermäßig militärische Schlagkraft hat, erfindet man sich halt ein neues Feindbild.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 11:11

Who the fuck is Louise?

Maik Bode (MaikBode)

Ich habe selten so einen Schmarren gelesen.
Richardson hat es wohl absolut nicht verstanden, dass Terrorismus grundsaetzlich einen Grund hat.
Dieser Grund ist im aktuellen Fall des islamistisch motivierten Terrors fuer die meisten westlichen Menschen mit ihren Wertevorstellungen nicht nachvollziehbar.

Der Westen macht hier nur eine Sache falsch:
Man versucht, den Muslimen ein Weltbild aufzubrennen, mit dem sie heute noch nichts anfangen koennen.
Mit dem Kommunismus hat es geklappt, aber da waren die Menschen grundlegend in der Entwicklung gleichauf.
Zum Beispiel hatten die Russen den ersten Menschen im All.
Mit solchen highlights koennen die Muslime natuerlich nicht aufwarten, eine normale Entwicklung wurde in deren Laender ja systematisch mit Hilfe der Religion unterdrueckt.
Deshalb sollte man die Menschen dort einfach mal ein paar hundert Jahre in Ruhe lassen. Ohne Waffen- und vor allem Nahrungslieferung sind die Leute dort langfristig gezwungen, ueber ihre Situation nachzudenken und sich entsprechend weiter zu entwickeln. Vielleicht kommt dort die erste wirkliche Demokratie der Weltgeschichte zustande, ups, ist es das wovor der Westen Angst hat?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 10:42

Danke @Herr Friedrich-Karl Antonius für Ihren Kommentar vom 23.06.2007, 21:33

Leon Feltrinelli (Feltronelli)

Der offen zur Schau getragene Verfolgungswahn mancher Zeitgenossen ist m. E. schon 'behandlungsbedürftig'.

Und Ihre Argumentation kann da große Hilfe leisten.

Es wird mir immer verborgen bleiben, warum Menschen eine z. B. von ihnen benannte reale Gefährdung im Straßenverkehr 'ausblenden' und statt dessen vorgeben, sich von einer nachweislich nicht/kaum vorhandenen 'Terrorgefahr' bedroht fühlen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 10:41

@Sehr geehrter Herr Stephen Lindholm

uwe mildner (recfarm2)

Das Ei, oder das Huhn, das ist hier die Frage. Terrorismus ist abzulehnen und der billige schmutzige Krieg gegen unsere offene Gesellschaft.

Herr Arafat hat von der EU 800 Mio € an Fördergeldern für die Palästinenser zur Seite gebracht und Terror geschührt. Dafür hat er sogar den Friedensnobelpreis bekommen. Die Karikatur dieser Information zeigt unsere Hilflosigkeit.

Wer Gewalt will, wird dafür immer einen Grund finden. Deshalb ist es ein Irrtum zu meinen wir, in der freien Gesellschaft des Westens könnten den Terrorismus in den Köpfen beseitigen. KARL POPPER sagte, "Die Freiheit hat immer einen schweren Stand". Aus unserer so geliebten Freiheit können wir locker diskutieren.

Deshalb finde ich Ihren Kommentar bedenklich.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 10:22

Wer hat ein Interesse an einer künstlich erzeugten Hysterie?

Leon Feltrinelli (Feltronelli)

Da gibt es sicherlich viele Möglichkeiten. Erste Adresse ist allerdings wohl der deutsche Bundesinnenminister.

Der Mann maschiert grundlos direkt mit wehenden Fahnen auf einen vollständigen Überwachungsstaat zu. Und es gibt immer noch Bürger, welche auf sei 'Geschwätz' hereinfallen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 10:19

Was hilft ?

Eckhardt Kiwitt (Eckhardt_Kiwitt)

Wenn man die frühen Verse des Korans (aus Mohammeds Zeit in Mekka) mit den späten aus seinen Jahren in Medina vergleicht, wird einem schnell klar, daß sich dieser Religionsgründer im Laufe der Jahre von einem recht normalen Menschen zum Tyrannen, Hass- und Gewaltprediger hin entwickelt hat.

Die späten Koranverse, die, wie die frühen, entsprechend gekennzeichnet sind (nach der Hidschra - vor der Hidschra), lesen sich wie eine Orgie aus Hass gegen alles Un-Islamische (insbesondere gegen Juden und Christen) und einer Kette von Gewaltforderungen, also Terror.

Da der Koran aber für Muslime eine Richtschnur für die Lebensführung ist, an dem es laut Sure 2:2 keinen Zweifel gibt, ist zumindest die Ursache des islamischen Terrors geklärt - sie findet sich im Koran.

Diese Ursache gilt es zu überwinden.

Eckhardt Kiwitt
Freising

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 08:06

Der s. g. 'Krieg gegen den Terror ist ein Schwindel'

Stephen Lindholm (StephenLindholm)

Warum? - Bislang haben die selbsternannten 'Kämpfer' gegen den 'internationalen Terrorismus' kaum etwas ausgelassen, um eben diesen Terrorismus anzuheizen
siehe die Angriffskriege der Amerikaner, Guantanamo, 'geheime Gefangenlager' weltweit u.a.)..

Die Welt ist wesentlich unsicherer geworden.

Und solange die Amerikaner in Bezug auf ihr 'Kultereignis' 9/11 z. B. keine Trümmeteile der Linienmaschine vorweisen können, welche ins Pentagon gestürzt sein soll,
muß man auch hier von Manipulation ausgehen. Flugzeuge 'verdampfen' halt nicht so einfach, ohne Spuren zu hinterlassen.






Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 05:32

Gut dass es das Buch gibt...

uwe mildner (recfarm2)

sonst würden die Kritiker das geschehen besimmen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 01:40

Asymetrien

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Immer wieder wird argumentiert, der Kampf gegen den Terrorismus sei schuld daran, dass es Terrorismus gibt. Die Asymetrie im Kampf gegen Terroristen ist also nicht nur militärisch sondern auch moralisch gegeben. Wärend es in den arabischen Metropolen (einschließlich den moslemischen Stadtteilen von Beirut und Jerusalem) nach den Anschlägen vom 11. September zu spontanen Jubelfeiern kam, grämen sich die westlichen Öffentlichkeiten bei jedem mutmaßlich unbeteiligen Opfer von Anti-Terror-Maßnahmen.
Der IRA-Terrorismus ist gewissermaßen ein 'Abwehrterrorismus' gegen die Engländer gewesen und konnte deshalb durch Kompromisse ausgebremst werden; der islamische Terrorismus ist hingegen ein 'Angriffsterrorismus' der im Zusammenhang einer anderhalbtausendjährigen Aggression zu sehen ist, also aufgrund des derzeitigen Unvermögens zur offenen militärischen Konfrontation der Islam-Leute entstanden ist. Er wird daher nicht enden, wenn man die Maßnahmen dagegen auf polizeiliche Mittel beschränkt. Trotz aller Parallelen von IRA, Leuchtender Pfand und Al-Qaida-Leuten - Louise Richardson geht in ihrer Analyse von falschen historisch-kulturellen Voraussetzungen aus.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2007 00:56

Das übliche Nebelwerfen:

Marek Möhling (MMoehling)

denn nicht der Terror ist das Problem, mit dem werden stabile Demokratien fertig, sondern der zunehmende Einfluss der regulären islamischen Reaktion auf die Gestaltung europäischer Gesellschaften. Minkmar stellt zwar fest, dass "die europäische Diaspora des Islams für das wahrscheinlichste und bedrohlichste Reservoir an Terrortätern" hält, freut sich aber ein paar Sätze erleichtert, dass der "sonst üblichen Konnex Islam und Terror mal" aufgelöst wird: die kognitive Dissonanz des sehr, sehr guten Menschen - die Realität wäre einfach nicht auszuhalten, hielte die menschliche Psyche nicht gnädige Mechanismen bereit.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Juni 2007 21:39

Wohltuend anders!

Michael May (M.May)

Schön, das Richardson nicht Schwarz-Weiß denkt.

Ich glaube, dass die Terroristen viel mehr Angst als wir haben: Angst vor freiem Denken, westlichem Fernsehen, aufgeklärten Menschen und starken sowie gleichberechtigten Frauen.

Wir dürfen uns daher, trotz aller Gefahren, nicht auf deren Angst-Spiele einlassen: Wir verlieren sonst etwas, was ungeheuer wichtig ist: Freiheit im Denken und Handeln.

Und viele Muslime( und andere Glaubensgemeinschaften) wissen um die Dinge, die helfen, Analphabetentum, Arbeitslosigkeit, Armut und Diskriminierung von Frauen zu bekämpfen: Education, Education, Education! Aber das ist ein langer Prozess mit vielen Hürden.

In arabischen Ländern wird -zu Recht- erwartet, das sich Gäste den Landessitten anpassen. Umgekehrt gilt: Wer unser Grundgesetz nicht vollständig anerkennt muß die Konsequenzen tragen.

Klarheit im Denken und Handeln ist angesagt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Juni 2007 21:33

Schmunzeln - was hilft gegen ein grundloses Schüren von Terrorängsten...

Friedrich-Karl Antonius (fk.antonius)

z. B. durch den Bundesinnenminister und die Medien?

Na, Aufklärung natürlich.

Hier einige Fakten:

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2006 auf Deutschlands Straßen 5 094 Personen getötet und 421.700 verletzt.

Dies ist z. B. 'Terror', dem die Menschen hier in Deutschland ausgesetzt sind.

Frau Ridchardson Ausführungen fehlt der Bezug zur Realität.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Juni 2007 20:42

Ist das lustig - der s. g. Westen kann sich jederzeit des 'Terrors' entledigen

Carl Proudfoot (proudfoot)

Dazu wäre es notwendig, die Hauptverursacher und zugleich Hauptverantwortliche für Terrorismus festzusetzen und einem internationalem Gericht zuzuführen.

Herr G.W. Bush und Herr T. Blair sind verantwortlich für mindestens einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und dessen Folgen (Massenmord, Kriegsverbrechen u.a.).

Es ist ja geradezu absurd, 'Terrorismus' bekämpfen zu wollen, wenn die v. g. mutmasslichen Schwerverbrecher unbehelligt bleiben und damit auch ihr infames Spiel weiter betreiben können.

Die Ausführungen von Louise Richardson wirken da eher weltfremd und naiv.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Juni 2007 20:18

Man könne Terrorismus sehr effektiv bekämpfen?

Karl Tischlinger (Tischlinger)

Ja, aber dazu ist es notwendig, die Wurzel des Übels zu erkennen und zu eleminieren.

Dies bedeutet, daß "Terrorismus" in aller erster Linie in Washington (USA) bekämpft werden muß. Dort betreiben die Hauptverursacher von "Terrorismus" weltweit ihr Handwerk.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 17 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche