
Schade, dass die Gehirnjogging Beispielaufgabe fehlerhaft ist. Es genügt im gezeigten Beispiel nicht, wie vorgegeben die Zahlen den entsprechenden Buchstaben per Layout zuzuweisen. Dies gelingt bei den angegebenen Zahlenfolgen nur, wenn für das E-mail verfassen die T9 Kurztexterkennung aktiviert ist. - Sonst ergibt die erste Zahlenfolge nicht HALLO sondern GAJJM.

.... nichts gegen Ihren Artikel. Eines lässt sich aus der Hirnforschung mit Sicherheit ableiten, etwas ganz Banales: das stundenlange Sitzen in den Schulen ist Schinderei und verhindert, dass man anders lernen könnte: leicht nämlich.Wenn ich in meinen Seminaren die Teilnehmer so lange auf ihren Stühlen halten wollte, wie man das in Schulen immer noch macht, würden sie schreiend rausrennen. Außerdem fördern Emotionen das Lernen: Lachen. Und positive Erwartungen: Lob und das Gefühl, Sinnvolles zu lernen, Anwendbares. Aber auf die einfachen Nicht-Mythen fahren Schul-Leute einfach nicht ab. Weil sie glauben, alles müsse kompliziert sein. www.dr-berle.de Dr. Waltraud Berle

Wir wissen heute natürlich noch nicht alles über hirngerechtes lernen, und es trifft auch sicher zu, dass immer wieder Leute der Verführung simplistischer Denkmodelle erliegen. Trotzdem müssen wir davon ausgehen, dass es so etwas wie hirngerechtes Lernen gibt und dass es bessere und schlechtere pädagogische Modelle gibt. Ab und zu sollten wir dann viellecht auch darüber nachdenken, dass Lernen kein Selbstzweck ist und dass die Lernmethoden, Lerninhalte und Lernziele auch sehr mit unserer Kultur und Lebensweise verbunden sind.

Leider schüttet Frau Becker in ihrem Artikel das Kind mit dem Bad aus. Sichere Fakten sind: - Für das Lernen von Sprachen gibt es ein Zeitfenster von etwa 4-8 Jahren in dem ein Kind aus Sprachbeispielen die grammatikalischen Regeln der Sprache extrahieren kann. „Die Muttersprache wird in der Regel ohne Grammatikbuch gelernt“. - Regelmäßiges Üben hilft beim Lernen und führt zu messbaren Veränderungen im Gehirn. Das bekannteste Beispiel sind die gemessene Vergrößerung des Hippocamus- einer Gehirnregion die mit für Gedächtnisleistungen zuständig ist - bei Londoner Taxifahrern. „Also Sitzfleisch lohnt sich“. - Gedächtnis wird im Schlaf verfestigt. Dies zeigen Experimente bei den Wortpaare trainiert wurden und die Probanden in der darauf folgenden Nacht einmal schlafen durften und einmal wach gehalten wurden. „Schlafen nach dem Lernen ist wichtiger als man bisher glaubte“. Diese Reihe ließe sich fortsetzen und zeigt: Die Hirnforschung liefert solide Beiträge zum Verständnis von Lernvorgängen.

Eine absolute Parallentwicklung zur Klimaforschung: Man hat ein paar Einblicke durchs Schlüsselloch, ein minimales Gesichtsfeld und kann der Versuchung nicht widerstehen, den hinter einem stehenden Volk Vermutetes als Fakten zu übermitteln. Man ist ja so wichtig! Krise der Wissenschaft und Wissenschaftler. Vermutungen, Interpretationen, Szenarien vor Wissenschaft. Scharlatanerie.

...lehrt uns, dass es hoch effektiv ist, einem Kind regelmäßig aus einem Buch vorzulesen, und dass es schädlich ist, Kleinkinder (im guten Glauben) vor ein TV- oder DVD-Programm zu setzen. Darauf könnte man auch ohne wissenschaftlichen Beleg kommen, aber es ist schön zu wissen, dass die Neurowissenschaft Belege dafür liefert, dass ein erhöhter Medienkonsum für die geistige Enticklung unserer Kinder von Schaden ist.

ist dieser Text allemal. Aber schön, dass jemand mal das Tempo rausnimmt. Man hat wirklich Angst, man verpasse was.