Der Klimawandel ist Factum. Punctum.
Die bisherigen Klimaperioden auf diesem Planeten lassen sich sehr gut mit langfristigen Zyklen der Präzession, der Sonnenumkreisung und anderen Faktoren erklären.
Ob die jetztige Abweichung auf Menschenhand oder andere Faktoren zurück geht, ist keine Frage von schuldig oder nicht schuldig.
Dieses Schuld-Denken führt nur zur Verleugnung der Tatsachen.
Wir haben zwei Möglichkeiten:
1. Wenn an dem Klimawandel der Mensch schuldig ist, können wir auch unser eigenes Tun rückgängig machen.
2. Wenn der Mensch daran unschuldig ist, dann ist es sogar noch schwieriger, die Natur zu ändern.
Für alle, die stark genug sind und die Realität nicht verdrängen, ist das offensichtlich.
Welche der zwei Möglichkeiten ist Ihnen lieber?
Die Frage eines Beitragsschreibers.
Nun, ich kenne "Global 2000" sogar sehr gut. Die meisten Voraussagen in diesem schrecklichen Machwerk erwiesen sich im nachhinein entweder als völlig falsch oder völlig übertriebene Panikmache.
Ebenso wie die schreckliche (typisch?) deutsche Hysterie um das Waldsterben in den 80er Jahren. Die Franzosen machten sich damals über die Panikdeutschen lustig und integrierten "Le Waldsterben" in Ihren Sprachschatz.
Was den (angeblichen) Klimawandel betrifft, sind sich die meisten seriösen Wissenschaftler in einem Punkt einig: daß man noch NICHTS weiss.
Wie will man denn "wissenschaftlich" Vorgänge beschreiben, die zyklisch über mehrere Jahrhunderte verlaufen, während man erst seit 50 Jahren einigermassen dichte Messnetze hat ??
Wo sind die vorhergesagten Horror-Hurrikane des Jahres 2006 geblieben?
Wie man nach neuesten Forschungsergebnissen weiss hat die kosmische Strahlung mehr Auswirkung auf das Klima als der gesamte CO2-Ausstoss der Menschheit.
Statt reisserische Filmchen für (natur-)wissenschaftlich Unterbemittelte und Politiker im Präsidenten-Wartestand zu schauen, sollte man besser die Fachpresse und seriöse Quellen zu diesem Thema bemühen.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller
Mit Al Gore als Präsidenten wäre die Welt bestimmt sicherer: weniger von Terror und Gegenterror, vom Krieg der Religionen, von einem Neuen Kalten Minikrieg, von disaströsen Kriegen mit Hunderttausenden Toten geprägt, und und und! Ich spreche hier bewusst nicht die Umweltpolitik spezifisch an.
Und was sie betrifft, trifft vermutlich die auf uns Europäer ein wenig schmalzig, dick aufgetragen pastoral und übertrieben wirkende Dramaturgie genau den Nerv seiner Landsleute, der weh tun muss, damit sie aufgeschreckt werden. Mich beeindruckt, dass er in seinen Anstrengungen nicht nachlässt, obwohl seine Aussichten, tatsächlich etwas zu bewirken, verschwindend gering sind. Aber er glaubt an seine Mission, und das nörigt mir Respekt ab.
Gentlemen, wir sollten nicht immer so zynisch sein, bloße Geschäftsmacherei zu unterstellen!
Hartmut Stroth
Es wäre sinnvoller gewesen, wenn sich die USA, damals vertreten durch AL Gore, dem Kyotoprotokoll angeschlossen hätte, als jetzt einen medienträchtigen Film vom Stapel zu lassen, der ihn bestimmt nicht arm macht.
Dieser Film spricht zwar die Massen an und füllt die Kassen, ändert aber an der politischen Haltung der USA rein gar nichts.
Erstens möchte ich im Voraus betonen, damit niemand mich falsch versteht, dass der Umweltschutz sehr wichtig ist. Ich möchte ja nicht dass jemand diesen Kommentar liest und denkt, ich wäre hierin einer anderen Meinung. Aber zur Sache Al Gore. WARUM, sagt man nichts gegen diesen Heuchler? Warum wird dieser Mann von so vielen als Vorbild betrachtet? Warum, wenn es so einfach ist, mehr über ihn herauszufinden, jedenfalls wenn man etwas Englisch kann:
Google (im ganzen Web, nicht nur 'Seiten auf Deutsch'): Al Gore Zinc Mine
Wie kann einer der größten Umweltverschmutzer eines ganzen amerikanischen Bundeslandes (Tennessee) als Vorkämpfer der Umwelt verherrlicht werden? Denn wenn es um den Umweltschutz geht, ist Al Gore alles anderes als aufrichtig. Auch wenn man annimmt, alles was in diesem Film gezeigt wird keineswegs übertrieben ist (und das es übertrieben ist behaupte ich nicht), dann dient dieser Film sowieso REIN politischen Zwecken (vielleicht hat er 2008 nichts vor, aber 2012 usw.?, ich glaube schon). Stört das also niemanden?
Ich konnte den Film am 24. September auf einem Flug in die Staaten bei United Airlines sehen; also vor knapp 3 Wochen. Er machte mich betroffen; zu aussagekräftig sind die Beispiele und Bilder, die Gore zeigt. Die Leserkommentare wirken auf mich so, als hätten noch nicht alle gesehen, worüber sie schreiben. Diskussionen über (Schuld-)Anteile einzelner Nationen an den Vorgängen in der Antarktis, auf Grönland oder sonstwo sind lächerlich; Gore sagt im Interview völlig zurecht, das es sich alle Staaten zu einfach machen. Gore trifft in der Analyse ins Schwarze, seine Vorstellungen zum Besser machen sind weniger detailliert. Dennoch: Das das Thema "Globale ökölogische Situation" nach langen Jahren des Schattendaseins (Wer kennt noch "Global 2000"?)überhaupt wieder einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird, ist ein Verdienst.
...da verfaßt jemand Traktate und Bücher, hält seit Jahrzehnten Vorträge, treibt sich auf diversen Umwelt-Gipfeln rum - und muß erst einen "Blockbuster" produzieren, damit (hoffentlich nicht nur für ein paar Tage!) die "veröffentlichte Meinung" ihn zur Kenntnis nimmt!
Entweder haben Sie meinen Kommentar nicht aufmerksam genug gelesen oder Sie polemisieren absichtlich:
Ich richte mich mit keinem Wort gegen die USA per se (schließlich ist Al Gore selbst Amerikaner) sondern gegen die Folgen dieses wirtschaftsliberalen globalen Systems, das nun mal sehr stark durch die USA geprägt ist. Eine Meinung, die übrigens sehr viele Amerikaner mit mir teilen, die der Politik der Bush-Administration auch höchst skeptisch gegenüberstehen.
Also werfen Sie mich nicht in diese plumpe Vorurteilstonne, das zieht bei mir nicht. Und mich damit per se mit der Ideologie des Dritten Reiches in Verbindung zu bringen empfinde ich gelinde gesagt als rhetorischen Tiefschlag.
Eine solch große rosarote Brille kann man doch wohl wirklich nicht mehr tragen, als dass man die fatalen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen (!) Folgen dieser Wirtschaftsideologie einfach so übersehen kann.
Al Gore ist zuzustimmen, wenn er Politik, Wirtschaft und Verbaucher/-inne/-n in Deutschland versagt, sich unter Berufung auf die klimaschädlichere Politik der Bush-Administration mit dem hierzulande Erreichten zufriedenzugeben. Und Gore hat auch Recht, wenn er im Film "Eine unbequeme Wahrheit" den menschengemachten Klimawandel als eine moralische Angelegenheit charakterisiert. Darin trifft er sich mit dem neuen Papier der Deutschen Bischöfe: "Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit“ . Der Klimawandel ist danach kein unabwendbares Schicksal, sondern „eine massive Ungerechtigkeit, die bestehendes Unrecht noch verschärft“. Denn die Lasten der Klimaveränderungen sind sehr ungleich verteilt, und zwar umgekehrt proportional zur Verursachung. Von daher besteht eine ethische Verpflichtung, vor allem der westlichen Industrienationen (Verursacherprinzip), die nicht nachhaltigen Produktions- und Konsumstile sowie insbesondere die „fossilen“ Entwicklungspfade zu verlassen. Auch die Kirche muss in Solidarität mit den Opfern des Klimawandelns und mit den nachrückenden Generationen ihr wirtschaftliches Handeln ändern. Die Zeit drängt!
"Das in vielen Teilen rücksichtslose Handeln unserer wirtschaftsliberalen globalisierten Welt gegenüber unseren ökologischen Grundlagen war von Anfang an stark durch die USA initialisiert und geprägt."
Ich kann diesen die USA-sind-an-allem-Übel-in-der-Welt-schuld-Blödsinn langsam wirklich nicht mehr hören.
Demnächst sind die USA auch noch daran schuld, wenn jemand Potenzprobleme hat oder an Inkontinez leidet.
Allen Anti-USA-Babblern empfehle ich das wirklich interessante Buch von Dan Diner, "Feindbild Amerika. Über die Beständigkeit eines Ressentiments".
Dort sind alle, teilweise schon pathologischen, Anti-USA-Thesen chronologisch geordnet aufgeführt.
Die These vom "rücksichtslosen und liberalen Welthandel" ist demzufolge schon über 200 Jahre alt und reicht in eine Zeit zurück, in der man in Europa noch die guten alten feudalistischen Systeme pflegte. Später hat man diesen Unsinn im deutschen Kaiserreich zu Propagandazwecken wiederverwendet und auch Nazi-Goebbels griff solcherlei begehrlich auf.
Was die Umweltzerstörung betrifft: China liegt zur Zeit an der Weltspitze der ökologischen Untaten. Per definition ein "kommuistisches Staatsgebilde".
Gruß
Dr. Elisabeth Müller
Es genuegen also vier Redakteure der FAZ um im Feuilleton einem politischen Wanderprediger des Weltuntergangs zu einer werbewirksamen "bella figura" in Deutschland zu verhelfen?
Falls Sie einmal wieder einen solchen Menschenfischer praesentieren sollten, waeren ein paar kritische Fragen angebracht.
Herr Gore spricht in dem Interview an, dass er auch für Apple tätig ist, eine Firma mit einem innovativem Image, die sich scheinbar für eine bessere Welt einsetzt. Laut Greenpeace verhält sich Apple allerdings nur bedingt umweltfreundlich und hat deswegen dafür sogar extra eine Kampagne für einen "grüneren Apfel" gestartet.
Vielleicht sollte Herr Gore dort verstärkt versuchen Einfluss zu nehmen, damit auch in diesem Bereich Apple seinem Image gerecht wird. Schließlich macht ein Image keine Umwelt sauber.
Tim Lüking
Das es wenigstens noch einen Menschen zu geben scheint der mit seiner Kritik am Raubbau und an der Zerstörung unserer Umwelt, in den Medien vorsprechen darf.
Die meisten Medien, gerade die in Amerika sind ja bereits in der hand von eben genau diesen Konzernen, die sich für die Auswirkungen verantwortlich zeichnen.
Ich sehe es wie Al Gore.
Seit jahren spricht niemand mehr über den Wald, die Luftverschmutzung etc.
Zumindest taugt es scheinbar nicht mehr für den Wahlkampf da der Wahlkampf mitlerweile nurnoch für die industrie taugt.
Ich verstehe schon ganz gut wie es läuft.
Keiner macht sich Gedanken über das Wetter, keiner scheint noch im Wald spazieren zu gehen und sich zu fragen ob die ganzen toten Bäume schon immer da waren.
Keiner bemerkt scheinbar das man im Sommer mit dem staubwischen irgendwie nicht mehr nach kommt.
"Hey Folks, we nearly ruined the World. Please lets slow down a bit and start to think different."
Al Gore sagt uns genau das.
Aber die Menschen leben bereits in einer solch großen Geldscheffel-Psychose, das ihnen alles andere eher unbemerkt entschlüpft.
Schliesslich wäre es ja unangenehm.
Zudem müssten die reichsten der Reichen umdenken und das wird nimmer mehr passieren. Leider
... macht noch keinen Sommer. Aber vielleicht, sollte man nicht gleich so skeptisch sein.
Das in vielen Teilen rücksichtslose Handeln unserer wirtschaftsliberalen globalisierten Welt gegenüber unseren ökologischen Grundlagen war von Anfang an stark durch die USA initialisiert und geprägt.
Vielleicht werden aber auch die entscheidenden Denksanstöße für eine lebenswichtige (wirtschaftliche wie ökologische) Korrektur und Unbesinnung in Bezug auf dieses Systems wieder in den USA ihren Anfang nehmen.
Naives Wunschdenken? Vielleicht. Niemand kann wissen, was in Zukunft passiert. Aber vielleicht zeigt diese Schwalbe einen Trend, der Gutes erwarten läßt.