Operierte präzise: Fernseh-Chirurg Frank Plasberg

FAZ.NET-Fernsehkritik

Chirurg Plasberg - Operation geglückt

Für seinen ersten Auftritt im ersten Programm hatte sich Frank Plasberg einen starken Kandidaten ausgesucht: Peer Steinbrück. Wie ein Chirurg näherte sich Plasberg dem Bundesfinanzminister: sanft und unerbittlich. Präzise vorbereitet war seine Operation, jeder Schnitt saß. Von Christian Geyer.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Oktober 2007 10:09

neue Gäste...

Alfons Schröer (Delphi1)

Ich freu mich schon auf unsere Bundeskanzlerin oder unseren Wirtschftsminister -in der Hoffnung dass P. auch dann "hart aber fair" ist.

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26. Oktober 2007 09:18

Hart aber spät !!

H. Mischlich (HMischlich)

Endlich kommt eine souveräne politische Sendung aus dem 3 Programm in ARD!!

Aber statt den gleichen Sendeplatz zu wählen (Mittwochs 20:15 Uhr), wird der geneigte Zuschauer auf 21:45 Uhr vertröstet.

Gerade der ARD hätte ich zugetraut ein Gegengewicht zur CSI oder seichten Inga Lindström – Filmchen zu setzen.
Es scheint nicht in der Gunst der Programmdirektoren zu liegen, sich mit solchen hochkarätigen Sendungen gegen die Verdummung des Fernsehens zu Stämmen.

Hoffenlich ändert sich nichts an dem gesamt Format der Sendung. Weiter so !! Heiko Mischlich (Weiterstadt)

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25. Oktober 2007 23:21

Nibelungentreue

Klaus Nickel (Nickelklaus)

Steinbrück zeigte sich als ehrliche Haut. Was er von sich gab, war allerdings den meisten Zuschauern bekannt.
Es ehrt ihn, sich der allgemeinen politischen Ausreden in dieser Sendung zu enthalten.
Jeder wusste doch , Müntefering und Steinbrück sind aus guten Gründen gegen Becks Verteilungspolitik. Aber die Nibelungentreue sitzt bei der SPD in den Genen.

Plasberg hat dieses Problem köstlich und nachhaltig im Gedächtnis der Zuschauer inzeniert.




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25. Oktober 2007 20:56

Plasberg Chirurg oder Dompteur....?

wolf haupricht (emilgilels)

Hr. Plasberg wirkt auf mich wie Löwenbändiger, der unnachgiebig mittels einer Peitsche und direkter Ansprache seine Gäste in Schach hält, damit ja keine Diskussion oder ungeplante Beiträge abweichend von seiner programmierten Regie entstehen können.
Ist sein Selbstvertrauen so schwach entwickelt, dass er die Zügel nicht lockern kann, weil so er nicht mehr der Wortführer und Hauptdarsteller wäre?
Ich frage mich auch, wie P. das so lange in Köln, wo man alles nicht so ernst nimmt, aushalten konnte.

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25. Oktober 2007 20:06

Es gab noch andere Gäste!

Jan Kutzner (mensch365)

Sehr geehrter Herr Geyer,

bitte keinen Kniefall vor der Macht. Es gab noch andere Gäste. Diese finden im Kommentar jedoch keine Erwähnung. Herrn Steinbrücks neoliberale Aussagen haben mich erschüttert. Er sollte einmal ein Jahr in der Unterschicht zubringen, dann würde er anders reden. Ansonsten war die Sendung mit Herrn Plasberg hart an der Grenze zum Humbug. Ich erinnere nur an die Konterkarierung einer Moses-Erwähnung. Meine Empfehlung für die Sendung: Mehr Aufklärung und weniger zynische und überhebliche Sprüche (teilweise als Fragen getarnt).

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25. Oktober 2007 17:55

Eigentlich müßte die senung von Herrn Plasberg sofort verboten werden

Ferdinand Reemtsma (Reemtsma)

Sie paßt einfach nicht in unsere heutige Zeit. Man stelle sich nur vor, daß man "den Dingen wirklich auf den Grund gehen" würde.

Keine "Doppelmoral" mehr.

Zahlreiche Zeitungskommentare/Berichte würden eine solche "Operation" nicht überleben.


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25. Oktober 2007 16:45

Nur zum Schutze der Partei gegen eigene Überzeugung

Maria Gruber (marilu1)

Es ist schon bezeichnend wenn der Finanzminister und zukünftige Stellvertreter von Herrn Beck nicht die Richtigkeit der Rolle rückwärts verteidigt, sondern nur aus Angst um die Position der Partei und des Vorsitzenden die Entscheidungen der Partei hochhält obwohl genau das nicht seine Meinung ist.

Ja ihm im Kern zuwider ist.

Herr Plasberg hat hier 2 mal herrn Steinbrück in Schwierigkeiten bringen können .

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25. Oktober 2007 15:43

Bei Plasberg kommt jeder dran

Jörg Beckmann (JLEBeckmann)

Christian Geyer hat sich vor allem auf das "Ach und Wehe" von Peer Steinbrück kapriziert. Doch das Auftreten dieses sonst so furiosen Ministers war ja nicht die gesamte Sendung.

Das klingt so, also ob es Plaberg nur darum ging, diesen einen "fertigzumachen". Nix an dem. Bei Plasberg kommt jeder, der da auftritt, dran. Mit ihren Sprüchen und ihren Widersprüchen. Das ist ja das interessante...und gekonnte an dieser Sendung. ...

Dass alledings sich Steinbrück da als ein einziger Widerspruch darstellte, war genau das, was gegenwärtig die gesamte SPD durchlebt: Die Schrödersche Agenda war gewiss ein mutiger Schritt, teilweise auch ein richtiger, doch, dass dabei die eigene Klientel über Gebühr belastet wurde, war ein Fehler....Ich kann verstehen, dass Steinbrück, das so nicht sagen wollte...aber nun endlich sagen sollte.

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25. Oktober 2007 15:42

Herr Geyer, das System hat Sie gefangen

Kilian Haus (khhaus)

Man liest es immer mal wieder bei irgendwelchen erzreaktionären US-Autoren, wie schrecklich doch die Begeisterung in politisch informierten Kreisen für das Lügen ist. Dann schaudert's einen immer, und man hofft, dass es bei uns doch noch einen Funken Wertschätzung für Ehrlichkeit in der Politik gibt, auch wenn die Mehrwertsteuer-Debatte 2005 eigentlich damit schon aufgeräumt hat.

Nun kommen Sie und stellen es als abgrundtiefe Blamage dar, dass Steinbrück sich bei Plasberg hingesetzt und einfach mal unverblümt die realpolitische Wahrheit gesagt hat:

1. Agendapolitik ist inhaltlich gut.

2. Wer Gutes tun will, muss regieren, wer regieren will, braucht Mehrheiten.

3. Wenn also die Wählerschaft nach jahrelanger Überzeugungsarbeit und messbaren Erfolgen der SPD wegen der Agendapolitik den Rücken kehrt, ist sie eben gut aber (teilweise) untauglich.

Das war das offene Visier, mit dem Steinbrück in die Sendung kam und mit dem er die ganze Zeit gekämpft hat. Mehr hat Herr Plasberg aus ihm auch nicht herausbekommen.

Steinbrücks Niederlage wäre es erst gewesen, wenn Plasberg ihn soweit gebracht hätte: "Wenn die Wähler so doof sind, dann muss ich mich eben auch mal doof stellen"

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25. Oktober 2007 15:26

...jetzt Mittwoch 21.45 Uhr im Ersten der ARD

Eberhard Wedekind (wedekind3)

Für " Hart aber Fair " Zuschauer, die die Sendung des Herrn Plasberg aus dem 3. Programm des WDR, ( übrigens auch ARD ) kennen war die Sendung keine Überraschung. Sie war so wie immer, klar konzeptioniert,
journalistisch perfekt und die Einspielungen ergänzten die Problematik. So stand auch am Ende dieser Sendung für den Zuschauer ein fassbares Ergebnis - ob das dem einem passt oder nicht. So ist Realitätsjournalismus eben. Herr Plasberg war wie immer, Herr Steinbrück auch, aber unter Gewissenszwängen. Nur etwas möchte ich noch bemerken: 1. Herr Struve (ARD Programmdirektor ) und Herr Plog ( Intendant NDR/ARD ) hätten gut daran getan, wenn Sie Herrn Plasberg auf den "ehemaligen Christiansen Sendeplatz " am Sonntag gelegt hätten.Frau Will hätte die Tagesthemen weiter moderiert. Aber so ist's nun mal entschieden. Und 2. hat das Zweite Deutsche Fernsehen keineswegs schlechtere Moderatoren, im Gegenteil. Herr Kleber, Herr Seibert, Frau Slomka, Herr Hahne, Herr Frey, Herr Lehmann, Herr Koll um nur einige zu nennen. Mit freundlichen Grüssen Eberhard Wedekind - wedekind3

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25. Oktober 2007 14:31

Hart, nicht fair

Marco Schwörer (marco.schwoerer)

Ich sehne mich nach politischen Gesprächen im Fernsehen, nicht nach öffentlich vorgeführten chirurgischen Operationen! Wenn wir wollen, dass die Vernunft unser Land regiert, müssen wir Leute mit vernünftigen Argumenten als Gesprächspartner ernstnehmen und ihnen zuhören. Die Schlagfertigkeit zum einzigen Kriterium eines gelungenen Auftritts zu machen, hilft Leuten wie Herrn Gysi, deren dünne Argumente und populistische Verführungskünste genau darauf ausgelegt sind: Emotionen zu schüren und die Vernunft abzuschaffen.

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25. Oktober 2007 14:25

re Chauvinismus von Franziska Müller

Michael Ruoff (St.Michael)

Sehen Sie, liebe Frau Müller, sie bestätigen mich doch: Zur Zeit macht nur die ARD ordentliches offentlich-rechtliches Bundesfernsehen. Und die 3. Programme der ARD Sender sind ebenfalls ausgezeichnet. Dort wird zwischen 20 Uhr und 24 Uhr das geboten, was der gebildete Mensch sucht. Dank der Satellitenschüssel ist das sogar EU-weit möglich. Gebührenfrei. Diese Sender sind die ideale Ergänzung für den Auftrag der Goethe Institute, deutsche Kultur und Sprache in Europa zu fördern.

Michael Ruoff

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25. Oktober 2007 13:41

Sachliche Informationen sind der Maßstab.....

wolf haupricht (emilgilels)

.......für Journalisten und keine chirurgischen Fähhigkeiten, die Menschen zerlegen sollen.
Das politische System und zumal das heutige ist und wird sehr stark von den Medien beeinflusst. Unerbittlich und nicht immer fair. Daraus entwickelt sich ein System, das im Übrigen nicht typisch deutsch ist, und nun beklagt wird.
Der Fernsehstuhl also künftig ein Op-Tisch für Politiker und andere?
Nein Danke, darauf verzichte ich gern.
Ich möchte, dass Politiker auch künftig Menschen bleiben können.

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25. Oktober 2007 13:21

Steinbrück hat sein Gesicht gewahrt

Arne Neubauer (a.neubauer)

Herr Plasberg hat als Moderator seiner Sendung "hart aber fair" nun zweifelsohne den bissigsten, unterhaltsamsten und gehaltvollsten Politktalk im deutschen Fernsehen etabliert. Es war schon längst an der Zeit, diese Sendung ins erste Programm zu verlegen.
Die Auffassung Geyers, Steinbrück sei unter Plasberg "mit Mann und Maus" untergegangen, teile ich dennoch nicht.
Schon zu Beginn der Sendung war jedem Zuschauer die Position Steinbrücks - und damit auch sein Dilemma -klar: Er hält die von Beck vorgeschlagene Änderung der Agenda 2010 für falsch, kann aber nicht gegen seinen Vorschlag stimmen, da er sonst dem Streit zwischen Müntefering und dem Parteivorsitzenden beitreten und diesen somit - schädigend für die SPD - anfachen würde. So einfach.
Es war abzusehen und auch notwendig, dass Plasberg Herrn Steinbrück genau dieses Dilemma immer wieder vor Augen führen würde. Dass der Minister sein scharfkantiges Profil in dieser Sendung nicht herausstellen können würde nur die logische Folge. Überraschungen im Umgang Plasbergs mit Steinbrück und in seinen Reaktionen konnte ich daher nicht erkennen.
Mein Eindruck: Selbst in dieser schwierigen Situation konnte Steinbrück durch Offenheit und Witz sein Gesicht wahren.

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25. Oktober 2007 12:29

Neutralität?

Uwe Bussenius (uwebus)

Nun hat das ARD im Hauptprogramm endlich mal eine Sendung, die man neben den Nachrichtensendungen noch ansehen kann, denn der Rest der Abendprogramme in ARD und ZDF sind allenfalls noch in Demenzverwahranstalten darbietbar.

Aber in seinem erstem Auftritt im Ersten mußte man feststellen, daß Herr Plasberg einen Unterschied zwischen Steinbrück und Gysi machte, und zwar im Ton, der Minister wurde höflicher behandelt als Gysi, der mit einer gewissen Geringschätzung abserviert wurde, wenn er mal dazu kam, den Mund aufzumachen. Zeichnet sich hier etwa schon eine Anpassung des Moderators an die bekannte ARD-Denkrichtung ab? Hoffentlich nicht, sonst landet Plasberg dort, wo Christiansen aufhörte.

Uwe Bussenius

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25. Oktober 2007 12:26

Mechanismen der Politik entlarvt

Christiane Edelmann (Edelm)

mein Eindruck: unsere Politiker sind mit den Aufgaben und Problemen einer komplexen Gesellschaft intellektuell überfordert. Die Folgen ihrer Entscheidungen können sie nicht mehr erfassen.Das gilt für alle Parteien. Die SPD führt das grade mal wieder vor. Paradebeispiel Hartz/Rentengesetze. Beschlossen von allen Parteien aber nicht wirklich verstanden.Komplexe Fachmaterie, verhunzt durch politische Kompromisse.Der SPD fällt plötzlich ein,daß die Gesetze ganz schlecht sind, nicht, weil sie wirkungslos wären,sondern weil ihre Klientel schimpft. Herr Steinbrück, der als einer der wenigen sehr wohl Zusammenhänge versteht, hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Stellt er sich gegen den Mainstream seiner Partei, wird er weggemobbt, will er weiter im Amt bleiben, muß er seine Überzeugungen vergessen. Parteipolitik nennt man das. Findet laufend statt.Herr Beck, der seinen Machtanspruch sichern muß,hat das Glück, der x.te Vorsitzende in kurzer Zeit zu sein und handelt deshalb relativ rücksichtslos. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird auch er weggemobbt, wie alle SPD-Vorsitzenden vor ihm.

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25. Oktober 2007 12:20

Sehr guter Journalismus,

Andreas Koerner (follow22)

sowohl der Beitrag von Herrn Geyer als auch der "Einstand" von Frank Plasberg im ARD.

Die Frage ist nur, warum wurden dem Zuschauer über Jahre hinweg Politikzirkus untersten Niveaus a la Christiansen zugemutet, während man solche Journalisten ins Dritte verbannte?
O.K. - längst war Plasberg dort ein Geheimtipp.

Dennoch durften Christiansen und Co. jahrelang Weiterwurschteln und dafür auch noch Summen kassieren, die jegliches Leistungsprinzip ins Lächerliche verkehrten.

Warum nur fehlt es dieser Republik - und das nicht nur im Fernsehen – an solchen kritischen, hart, aber fair nachfragenden Journalisten?
Weil der Filz der Politik auch bis zu deren Chefetagen vorgedrungen ist?

Auf jeden Fall ist ein Plasberg eine Leuchte kritischen Journalismus, der über tatsächliche Geisteshaltungen von Politik und Wirtschaft besser aufklärt, als das der Konsument bisher gewohnt war.
Es ist zu wünschen, dass solche Leuchten bald in jeder Redaktion brennen.

Damit es ein bisschen heller wird in der Republik.

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25. Oktober 2007 12:06

Plasberg bringt neuen Glanz in die ARD

Michael Ruoff (St.Michael)

Stimme Aurel Saupe zu. Plasbergs Sendung war Exzellenz, wie man solche in der Regierung vermißt.
Und es ist auch richtig, daß Das Erste zur Zeit die besseren Nachrichten- und Informationssendungen macht. ZDF-Heute kommt mir vor wie BILD, die ARD-Tagesschau hingegen wie FAZ oder Welt. Ob das an den vielen Damen liegt, welche das ZDF im Bereich Nachrichten und Politik beschäftigt, die aber lieber klatschen und tratschen als sachliche Information zu übermitteln?

Michael Ruoff
Diplom-Volkswirt
Brüssel

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25. Oktober 2007 12:04

Operation geglückt

Winfried Trebitz (wmact)

Klasse Herr Plasberg!

Da haben Siet mal wieder sehr beeindruckend dokumentiert, wie Politiker ihr eigenes Wohlergehen über das der doofen Bürger (und Wähler) stellen. Je näher eine Wahl rückt - desto weicher wird das Rückgrat.

Mal sehen wer als nächstes zerlegt wird.

Wie wär's denn mit dem Herrn Koch - die Hessenwahlen stehen ja bald an....

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25. Oktober 2007 11:54

Tja, wer wirft den ersten Stein

gisbert heimes (gisbert4)

In dem Fall der Herr Geyer. Natürlich sind Politik, Medien, die ganze Gesellschaft, eine einzige große Heuchelveranstaltung: wenn man radikal ('chirurgisch') den Dingen auf den Grund geht.

So gesehen ist Plasberg ein Tippelschrittchen da heraus.

In dem Jahresbericht 2006/2007 der Bundesregierung, der in diesen Tagen auf den Redaktionstischen gelandet ist, kommt Frau Merkel ungefähr zehnmal im Foto vor, ein gewisser Franz M. einmal und noch einmal mit den anderen Kollegen auf einem winzigen Kabinettsbildchen. Die SPD läßt sich gut über den Tisch ziehen, mit ihren drei Mandaten weniger.

In Halle/Sachsen-Anhalt kürzen, nein eigentlich streichen sie die Mittel für die Betreuung sozial schwacher Familien. Vielleicht ist es wirklich weggeworfenes Geld. Aber das ist nicht die Begründung, sondern: sie haben keins. Die Medien verurteilen, die Verbände bellen, die Stadtväter jammern zurück: woher sollen wir es denn nehmen.

Tja, vielleicht sollten sie den Herrn Däke vom Bund der Steuerzahler mal fragen. Der weiß sowas.

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25. Oktober 2007 11:51

Scharfrichter-Jornalismus

Henry C. Brinker (hcbrinker)


Ich bin der Meinung, dass diese Linie eines Scharfrichter-Journalismus in die Sackgasse führt. Als cleverer Frager mit Vorredaktion und mentalem Anlauf ist man immer der Stärkere: Ich bin nicht sicher, ob Plasberg umgekehrt so parieren könnte, wie es Steinbrück geschafft hat.

Als Gysi sich ausmährte zum Thema Verstaatlichung und öffentliche Lebensvorsorge, da hätte, mit Verlaub, Herrn Plasberg ja auch mal die Frage einfallen können, ob dafür die DDR das gelungene best-practice-Beispiel sei.


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25. Oktober 2007 11:10

Grossartiger Fernsehjournalismus von Plassberg

Aurel SAUPE (viennawoods)

Eine derart souverän geführte - nie persönlich verletzende - informative Talk-show hat man bisher sehr selten gesehen. Herzliche Gratulation an Herrn Plasberg und an d. ARD! Das ZDF mit faden Wohlfühl und Gutmensch Talk-shows muss sich sehr anstrengen um da mithalten zu können. Das ERSTE macht derzeit das modernere, informative Fernsehen.
Viennawoods

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25. Oktober 2007 10:48

Eine peinliche Entlarvung

Michael Menzel (Galenos)

Dieser, sehr treffende, Artikel hat nicht nur einen bedrückenden Eindruck des Einzelministers Steinbrück geliefert sondern auch über den Zustand des Verhältnisses von Regierung und Volk. Schon seit Beginn der Schröder Regierung haben sich die "Oberen" vom Volk zunehmend entfernt.

Inzwischen bildet die Koalition eine Parallelgesellschaft die sich um astronomische Einheiten vom Bürger entfernt hat. Es geht nur noch um Machterhalt, um interne Kämpfe im Inneren und um Lügen, Betrügen, Abzocken der Bürger, die sich den Politikern auf Zeit anvertraut haben.

So wie Steinbrück geredet hat, ja sich verplappert hat, so mutierte der (un)moralische Kern der jetzigen Machthaber zum schweren Nachteil der gesamten Gesellschaft. Es gibt noch ein paar Ausnahmen, sicher, aber die wenigen integren Persönlichkeiten gehen in dem Berliner Sumpf unter.

Selbstverständlich, Plasberg hat perfekt agiert und Steinbrück konnte diesmal nicht wie bei herkömmlichen Shows seine Gegner niederquatschen und brüllen. Aber das Schlimme ist, daß wir von einem Haufen von Steinbrück's regiert werden. Das Schicksal des Landes liegt NICHT zu treuen Händen bei fähigen und moralischen Politikern. Das hat dieser "Vorfall" exemplarisch gezeigt.

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25. Oktober 2007 10:29

Steinbrück

Markus Teuber (arathorn)

Auch Steinbrück -er hat in manchen Dingen ja recht- ist "nur" ein Politiker.
Einer also,der sehr wohl nach Zahlen,nach Wählerstimmen und -stimmung schielen muß.

Aber wollen wir das nicht eigentlich ? Oder will das Volk neuerdings wirklich,daß in der Politik nach der Sache gehandelt wird und nicht "dem Volk auf's Maul geschaut" wird ?

Das wäre für mich -in der Tat- eine ganz neue Perspektive!

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25. Oktober 2007 10:23

Plasberg und Artikel

Herbert Neumann (HaNeu)

Ich habe die Sendung nicht ganz so krass als Punktsieg für Plasberg gesehen wie ihr Bericht. Trotzdem erstmal ein Lob für den Schreiber, hat mich fasziniert, wie er geschrieben ist. Es ist aber doch auch klar, dass Politiker bis aufs Hemd zerlegt werden kann in sämtliche Widersprüche, die dieser fadenscheinige "Beruf" so mit sich bringt. Ich fand, dass Plasberg G.Gysi etwas zuviel und routinemäßig abgeblcokt hat, würde ich aber mal der Aufregung der 1.ten Sendung zuordnen.
Natürlich ist Gysi auch ein Dam









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25. Oktober 2007 10:17

plasberg

fridjoft scholz (fscholz1)

endlich eine offene und direkte Frage- und Antwortsendung und keine zusätzliche belanglose Talkshow. Hervorragend.

Ad Bundesfinanzminister : Gott sei Dank aus eigenem Mund das , was wir immer schon ahnten : es geht in erster Linie um die Wahrung der Interessen der eigene Person und Partei und erst in zweiter um Fortschritt und Sicherung der Bedürfnisse des Landes und seiner Bürger.
Vielen Dank für soviel Offenheit Herr Minister.

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25. Oktober 2007 10:14

Chirurg Plasberg

Walter Leo (Eilbote)


Herr Geyer hat ebenfalls in chirurgischer Manier die Kritik in treffender Weise verfasst.

Eine tolle Sendung von Herrn Plasberg und seinem Team mit einem analytisch ausgezeichneten Kommentar.

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25. Oktober 2007 10:00

hervorragend recherchiert?

Björn Bierström (bierstroem)

Gilt das auch für die Umfragen? Es wurde dem Zuschauer dargestellt, daß die Zustimmung in der Bevölkerung für den Lokführerstreik zunimmt.
In dieser Zeitung hier wiederrum ist im Artikel "Ausfälle, Wartezeiten, Notfahrplan" (vom heutigen Tage!) zu lesen, daß die Zustimmung in der Bevölkerung für den Lokführerstreik nachlässt. Was bitte stimmt nun?

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