Demographie

Alte neue Welt

Die Alterung der Bevölkerung in den OECD-Ländern ist bekannt, dagegen hat man sich mit derjenigen in armen Ländern kaum befaßt. Doch birgt auch letztere erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft der Zukunft. Eine Analyse.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Mai 2006 20:39

Widersprüchlich

Paul Schächterle (paulimausi)

Erst war es die "Überbevölkerung", die angeblich daran schuld war, das große Teile der Menschheit in Armut lebt.

Jetzt ist die "Überalterung" angeblich das große Problem. Es wird sogar als Problem beschrieben, daß Staaten ihren "Bestand" nicht reproduzieren können. Die "Überbevölkerung" scheint demanch gar kein Problem mehr zu sein.

Sehen wir es doch mal so: Eine hohe Lebenserwartung (gut) sorgt für ein höheres Durchschnittsalter und eine größere Anzahl alter Menschen. Eine stagnierende Bevölkerungsgröße (gut, oder?) sorgt ebenfalls für ein steigendes Durchschnittsalter und einen relativ größeren Anteil alter Menschen.

Ich kann auch nicht verstehen, weshalb jemand meint, die Versorgung der alten Menschen sei ein wirtschaftliches Problem, wenn zugleich große Teile der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitslos sind.

Wir haben ein Problem mit unserer Wirtschaftsordnung, vor allem mit der Eigentumsverteilung. Um dies nicht zugeben zu müssen, werden irgendwelche anderen Argumentationen hervorgekramt und nach Lust und Laune verändert. Ich nenne das Ideologie.

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