Leider geht hier wieder alles durcheinander, sobald der Begriff "Ökonomie" ins Spiel kommt. Dann wird "neoliberal" zum Schmähbegriff, Managerschelte, Steuerhinterziehung, Marketing, Konsumwahn, Internetklicks und Marktwirtschaft werden in einem Aufwasch abgehandelt, als ob das alles einer selben bösen Teufelsbrut entstammte, nämlich dem schnöden Ziel des Gewinnmaximierens.
Die Ökonomie ist aber zunächst einmal nichts anderes als die Lehre davon, wie man knappe Ressourcen so einsetzt, dass sie bestmöglich die (unendlichen) Bedürfnisse der Bürger erfüllt. Warum soll man Ressourcen verschwenden, warum soll man Bedürfnisse unerfüllt lassen, wenn es doch technisch möglich ist?
Die Wirtschaftswissenschaft hat zeigen können, dass dezentrale Märkte unter Wettbewerbsbedingungen eine bestmögliche Verwendung der Ressourcen sicherstellen. Ein planerisches System kann dies nie erreichen. Dies ist kein "Glauben" oder "Dogma", sondern beweisbar und historisch belegt. Wir sollten also nicht platt auf "Märkte" schimpfen, sondern froh sein, dass es sie gibt. Die Alternative wäre doch viel grausamer. Das gilt mit Sicherheit auch für den Kultur- und Bildungsbereich.
Es ist höchste Zeit, daß nicht nur diskutiert wird, wie linke Staatsgläubigkeit und Verwaltungswahn eine offene und liberale Gesellschaft zerstören können. Schwerer zu durchschauen ist, wie auch im sogenannten wirtschaftsliberalen Lager durch borniertes Selbstbedienen und Elitewahn einer doch noch recht freien Marktwirtschaft und nach dem Chancengleichheitsprinzip organisierten Gesellschaftsordnung schwerer Schaden zugefügt wird.
Über den Sensationalismus einiger Medien braucht eigentlich nichts mehr gesagt werden, der dort produzierte Trash ist allgemein bekannt. Schmerzlich nur, wenn dies wie beim öffentlich-rechtlichen Blöd-TV mit Steuermitteln finanziert wird. Glotze abmelden und verschenken hilft trotzdem.